Frage von MerlinRenegade, 43

Gibt es Theologen die Agnostiker sind? Muss oder sollte ein Theologe gläubig sein?

Er oder Sie könnte ja Theologie studieren, in der Hoffnung, die für sie/ihn unerträglich Ungewissheit (Sinn des Lebens, elementare Fragen die unbeantwortbar bleiben), durch Glauben oder Religion ersetzen zu können. Wer gibt schon gerne zu, den Sinn oder eben kein Sinn des Seins nicht beantworten zu können (Ausnahme Agnostiker und ähnliche). Was denkt ihr? Kann Glaube und Religion als Platzhalter fungieren, um sich und anderen nicht eingestehen zu müssen Unwissend zu sein? Solange fundamentale Fragen nicht geklärt sind, hält weder der Theist noch der Atheist einer Prüfung stand, oder nicht?

Antwort
von hertajess, 35

Der Theist hält durchaus einer Prüfung stand wohingegen der Atheist sich schwer tut. - UUUUUPPPPSSSS! Was ist Das denn? Das ist der Gedanke an den sogenannten Placebo-Effekt. Der dann noch getoppt wird wenn echter eigener Glaube mit rein kommt. Mittlerweile mehr als ein Mal wissenschaftlich nachgewiesen. Weltweit. 

Ein Pfarrer verwies mich mal seiner Bibelstunde mit der Begründung dass Menschen die einen solchen aufsuchen oder veranstalten noch auf Glaubenssuche sind und Gläubige da eben falsch am Platz sind. Damit hat er meine Erfahrungen mit den meisten von Steuergeldern Finanzierten gut auf den Punkt gebracht. Nach meiner eigenen Erfahrung bilden die letzten Päpste hier eine Ausnahme. 

Antwort
von webschamane, 43

Auch Wissenschaften dienen als Platzhalter dafür, dass wir im Grunde viel weniger wissen, als wir zugeben wollen.

Bei den Theologen würde ich unterscheiden, zwischen Leuten die Priester und Leuten die Bischof sein wollen. Den ersteren kann Glaube nicht schaden, den zweiteren aber schon.

Die fundamentalen sind letzen Endes nicht beantwortbar und werden es auch noch nie seien. Entsprechend wird Religion immer ihren Platz haben.

Kommentar von sarahj ,

Priester vs. Bischof: je weiter oben, desto mehr gehts in Richtung Politiker. Kannte mal einen, der es recht weit gebracht hat, und damals recht weltlich drauf war...

Antwort
von Eselspur, 25

Jeder kann Theologie studieren.
Jeder Theologe kann seinen Glauben verlieren.
Nicht-Christen können wertvolle Beiträge für die Theologie liefern, ja.
Da aber der Kernbereich der Theologie "der Glaube ist, der das Verstehen sucht", kann in diesem Sinn ein Nicht- Glaubender nicht Theologie treiben.

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