Gibt es Studien die vor Jahrzehnten was angeblich bewiesen haben, die heute aber jedoch lächerlich sind?

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6 Antworten

Wie es so schön heißt: "Die wissenschaftlichen Gewissheiten von Heute sind die Irrtümer von Morgen."

Es gibt eine gewaltige Flut von Studien, die alle etwas beweisen möchten.

Recht populär sind die Studien zur Wirkung von erhöhten Cholesteringehalten im Körper und der Nahrung geworden. Danach wurden Patienten mit Ernährungsvorschriften gequält und mit Cholesterinsenkern behandelt, die z.T. erhebliche, sogar tödliche Nebenwirkungen hatte. Inzwischen sieht man das anders.

Bei jeder Studie sollte man nach dem Auftraggeber fragen (bei Cholesterin war wohl die Margarineindustrie beteiligt und die Pharmaindustrie) und natürlich die statistischen Aussagen prüfen.

 Mit Statistik kann man wunderbar lügen. "Knallharte Zahlen" stehen manchmal auf sehr tönernen Füßen. Z.B. wird die Sterblichkeit durch Brustkrebs durch Früherkennungs-Screening um 20 % gesenkt. Hört sich gewaltig an. In absoluten Zahlen sterben ohne Früherkennung 5 von 1000 Frauen an Brustkrebs, mit Screening sind es 4 von 1000. Wenn man dann noch bedenkt, dass es beim Screening Fehldiagnosen gibt und somit unnötige OP's , wird die Bilanz noch schlechter.

Jeder weiß heutzutage, dass Salz gefährlich ist und den Blutdruck erhöht. Auch das stimmt wohl nicht.

Im Gegenzug gibt es Theorien, die früher belächelt wurden, sich im Nachhinein aber als wahr herausgestellt haben.

 Magengeschwüre und Magenkrebs werden durch ein Bakterium (Helicobacter p.) ausgelöst. Alle waren dagegen, allen voran die Pharmaindustrie. Dem Arzt, der sich einen Herzkatheter geschoben hat, wurde von seinem Professor empfohlen damit auf einem Jahrmarkt aufzutreten.

Einer der gewaltigsten Irrtümer mit fatalen Auswirkungen ist wohl die Ansicht der 60er Jahre, dass Infektionskrankheiten für den Menschen nicht mehr gefährlich sind, weil wir ja Antibiotika einsetzen können.

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Das schöne an der Wissenschaft ist, dass etwas solange gültig ist, bis es widerlegt wird. Was andauernd vorkommt. So z.B. die Bestimmung des Alters der Erde.

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http://www.spektrum.de/news/die-erstaunliche-geschichte-eines-unmoeglichen-flugs/1327403

Allein mit der Kraft eines Menschen kann ein Hubschrauber nicht fliegen, war die gängige Expertenmeinung. Nun bewiesen zwei junge Ingenieure das Gegenteil - und schrieben Luftfahrtgeschichte.

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Bevor die Chemiker die Kernspaltung entdeckt und nachgewiesen haben, galt es unter Physikern als bewiesen, dass Atomkerne nicht zerkleinert werden können.

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Die angebliche "geistige Überlegenheit des Mannes" und die angebliche "geistige Überlegenheit der weißen Rasse" sind auch nicht mehr en vogue :-)

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Kommentar von ThorbenHeiler
28.01.2016, 00:59

Früher hieß es auch, dass sich der moderne Mensch und der Neandertaler nicht gepaart haben. Ebenfalls mittlerweile widerlegt.

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Ja. Dass der Mensch vom Affenabstammt z.B.

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Kommentar von alpaycal
28.01.2016, 00:34

Ich glaube das ist nicht lächerlich. 

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Kommentar von Aylincx
28.01.2016, 00:34

Doch wurde aber noch nicht lange bewiesen...

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Kommentar von Aylincx
28.01.2016, 00:36

Ja

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Kommentar von Agronom
28.01.2016, 11:54

Ich bin mir nicht sicher, ob es je diese Meinung in der Wissenschaft gab. Das ist ein Missverständnis, mit dem Kreationisten versuchen die Evolution ins lächerliche zu ziehen.

Tatsächlich geht es darum, dass Mensch und Affe einen gemeinsamen Vorfhren haben.

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