Frage von BENNIBOZz3352, 93

Gibt es spiele(wie z.b.skyrim oder ähnlich aufwändige),die in java programmiert werden?

Oder wird das ausschließlichmit c#/c++ gemacht?ich bin nämlich 13 und gerade dabei java zu lernen,die grundlagen habe ich auch schon locker,aber da ich später vielleicht auch in der spiele oder software -Industrie tätig werden würde und wenn mir java dort nicht weiter hilft würde ich evtl. Auf csharp umsteigen,wovon ich übrigens auch die Grundlagen kann.Also werden Spiele auch in java programmiert,wenn ja welche?:) Würdet ihr mir einen umstieg empfehlen?:) ( ich hatte java gewählt,weil ich hobby mäßig in meiner jugend für Android programmieren will bevor ich später vllt(!) einen Job on der spiele Industrie tätig werde) Danke für antworten!:)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Fuchsi2001, 18

Hey, ich bin auch erst 14 und lerne gerade c++/sfml die großen spiele wie du meinst sind meines wissens nach großteils mit c++ und ähnlichen sprachen geschrieben worden allerdings musst du bedenken dass du schon mal froh sein kannst wenn du super mario oder sowas programmiert hast
Es ist sehr schwer am anfang aber das erfolgserlebnis bei kleinen etappen ist riesig und folglich bereitet das lernen und ausprobieren wirklich spaß

Vor allem aber ist bei c++ die community ein riesen vorteil
Es gibt unzählig viele foren und so findet man auf die meisten fragen schnell eine Antwort

Also ich empfehle dir zwar c++ zu lernen allerdings wie viele schon vor mir heschrieben haben ist es viel einfacher eine neue sprache zu lernen wenn man schon eine beherrscht

Antwort
von NoHumanBeing, 51

Die Engine wird hauptsächlich in C und/oder C++ entwickelt. Für die Spielelogik kann man dann teilweise sogar auf Skriptsprachen setzen.

C-Sharp und Java spielen in dem Bereich eigentlich kaum eine Rolle. Weiß nicht, weshalb Du C-Sharp eher mit C++ in eine Schublade steckst, als mit Java. C-Sharp ist eigentlich eher mit Java zu vergleichen. Die Sprache wird in einen Bytecode (Common Intermediate Language) compiliert, welcher dann (beschleunigt per Just-in-Time-Compilation) von einer virtuellen, stackbasierten Maschine abgearbeitet wird.

Achja: Neue Sprachen lernt man schnell, wenn man erst einmal programmieren kann. ;-) Als ich für meine Abschlussarbeit etwas in C++ entwickeln musste, habe ich mir das innerhalb von 2 Wochen angeeignet, allerdings beherrschte ich bereits Java und C-Sharp, sowie ein wenig C.

Antwort
von TheBassHead, 69

Java ist zwar eine sehr gute Sprache, aber in der Spielentwicklung(Besonders von AAA-Titeln) nutzt sie nichts, Java ist einfach nicht darauf ausgelegt.(Siehe FPS Probleme in Minecraft).

In der Spielentwicklung wird hauptsächlich mit C++ gearbeitet, das ist eigentlich eine Allroundersprache und ist sehr Hardware nah(besonders C).

Trotzdem macht man nichts falsch wenn man Java lernt, schaden tut es auf jeden fall nicht.

Wenn man erstmal eine Sprache kann ist es auch relativ "leicht" sich neue anzueignen. Mit was du anfangen sollst kann dir keiner wirklich sagen, weil es eher eine persönliche sache ist. Wenn du wirklich nur auf die Spielentwicklung aus bist nehm C/C#/C++, sonst kannst du auch erstmal Java lernen.

Antwort
von MalNachgedacht, 45

Mach Dir heute noch nicht soviele Gedanken über eine konkrete Programmiersprache.

Du hast noch ein paar Jahre Schule vor Dir - und wenn Du später in die Softwareentwicklung einsteigen willst würde ein Informatik-Studium nicht schaden.

Wir reden also von einem Zeitraum von 10 oder mehr Jahren - bis dahin tut sich soviel in der IT das sich durchaus ganz andere Sprachen durchgesetzt haben können.

Spezielle die Spieleprogrammierung besteht ja mindestens 3 Teilen die wenig miteinander zu tun haben.

Einmal die 3D-Engine und Physik-Engine die sich um die Darstellung kümmert.

Dann die eigentliche Spielelogik selbst bei der z.B. KI eine vermutlich immer größer werdende Rolle spielt

Und natürlich auch noch das Design was ja eher eine Aufgabe für Künstler ist.

Wenn man sich den Trend so anschaut dann wird der Anteil der eigentlichen Programmierung bei Spielen immer unbedeutender - wichtiger ist die Kreativabteilung mit guten Spielideen.

Klar - mit 13 interessiert man sich mehr für Computerspiele - aber die wenigstens verdienen damit später ihr Geld (und es werden wohl immer weniger werden). Davon abgesehen machen Computerspiele sicherlich Spaß - deren kommerzielle Entwicklung aber eher weniger-

Bevor Du dich jetzt also in irgendwelche Detail verzettelst die in 10 Jahren keine Rolle mehr spielen solltest Du dich lieber "breit" weiterbilden.
D.h. z.B. die Konzepte verschiedener Programmiersprachen verstehen.

Java ist da sicherlich für objektorientierte Programmierung ein weit verbreitete Sprache - aber durchaus nicht die modernste.

Wenn Du Java verstanden hast kannst Du dich z.B, mal mit Scala beschäftigen - um z.B. das Konzept der funktionalen Sprachen zu verstehen.

Auch ein Blick auf Smalltalk wäre nicht verkehrt - um mal zu verstehen wie reine objektorientierte Programmierung "ohne Zugeständnisse" aussieht.

SQL ist eine Sprache die man auf jeden Fall kennen sollte.

Prolog spielt in der Praxis eher selten verwendet - vermittelt aber ein vollständig anderen Ansatz der Programmierung den man zumindest im Hinterkopf haben sollte weil er bei bestimmten Problemen extrem nützlich ist

Wichtig ist also das man viele verschiedene Lösungsansätze kennt und sich eben nicht engstirnig auf eine einzige Denkweise beschränkt.

Je früher man sich da thematisch einschränkt umso schwerer fällt es einem später dann was grundlegend anderes zu lernen.
Und Du kannst sicher sein dass Du bis zu deiner Rente in der IT-Branche noch sehr viele neue Programmiersprachen erleben wirst.....

Kommentar von NoHumanBeing ,

Du hast noch ein paar Jahre Schule vor Dir - und wenn Du später in die Softwareentwicklung einsteigen willst würde ein Informatik-Studium nicht schaden.

Das stimmt.

Klar - mit 13 interessiert man sich mehr für Computerspiele - aber die wenigstens verdienen damit später ihr Geld (und es werden wohl immer weniger werden).

Das klingt so, als wäre es schwierig, in diese Branche hineinzukommen. Nunja, gewissermaßen ist es das, gewissermaßen aber auch nicht. Schwierig ist relativ. ;-)

Es war auch einmal mein Ziel, in die Spieleentwicklung einsteigen zu können, deshalb habe ich Informatik studiert. Als ich durch das Studium durch war, war ich zwar locker "hinreichend qualifiziert" für einen Job in der Spieleentwicklung, war mir auf einmal allerdings "zu schade dafür", mit dieser Menge an Fachwissen mich noch mit so etwas, wie der Entwicklung von Computerspielen "herumzuschlagen" und schlug eine wissenschaftliche Laufbahn ein.

Was ich damit sagen möchte: Spieleentwicklung ist ganz sicher nicht "der heilige Gral der Informatik". Ja, ohne Studium kommt man dort quasi nicht hinein. Es ist aber auch sicher nicht "unmöglich", dort unterzukommen, sofern man einigermaßen qualifiziert ist. Nur stellt man selbst im Laufe der Zeit auch höhere Ansprüche und wird eventuell Dinge finden, die wesentlich interessanter (und auch noch fordernder) sind, als Computerspiele zu entwickeln. ;-)

Davon abgesehen machen Computerspiele sicherlich Spaß - deren kommerzielle Entwicklung aber eher weniger-

Das stimmt ebenfalls.

Wir reden also von einem Zeitraum von 10 oder mehr Jahren - bis dahin tut sich soviel in der IT das sich durchaus ganz andere Sprachen durchgesetzt haben können.

Und Du kannst sicher sein dass Du bis zu deiner Rente in der IT-Branche noch sehr viele neue Programmiersprachen erleben wirst.....

Und die allermeisten kann man getrost "vergessen". Es wird auch heute noch eine Menge in C entwickelt, obwohl die Sprache aus dem Jahre 1970 stammt.

Zu guter Letzt: Java zum Einstieg ist selten verkehrt. Machen auch viele Unis so.

Kommentar von procoder42 ,

Die Spieleindustrie ist wohl der undankbarste Bereich der Informatik. Schlechte Bezahlung, lange Arbeitszeiten ... Wenn man älter ist, findet man das nicht mehr so geil.

Aber den Weg schlagen die Wenigsten ein.

Ich hab auch Java gelernt, mit dem Ziel, ein Spieleentwickler bei Ubisoft zu werden. Das Resulatst ist, dass ich nun nach dem Abi Standardsoftware schreibe.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Die Spieleindustrie ist wohl der undankbarste Bereich der Informatik. Schlechte Bezahlung, lange Arbeitszeiten ... Wenn man älter ist, findet man das nicht mehr so geil.

Genau das meinte ich.

Ich hab auch Java gelernt, mit dem Ziel, ein Spieleentwickler bei
Ubisoft zu werden. Das Resulatst ist, dass ich nun nach dem Abi
Standardsoftware schreibe.

Was ist für Dich "Standardsoftware"?

Ich sehe mich beispielsweise nicht als reinen Entwickler. Ich bin Informatiker. Informatik ist nicht nur Softwareentwicklung. Informatik ist eine Wissenschaft. Auch wenn ich natürlich nach wie vor Software entwickle (und das auch am liebsten tue ;-) ), so beschäftige ich mich auch mit vielen anderen Dingen. Gerade im Bereich Sicherheit beispielsweise wird sehr viel "untersucht" und "überlegt" und "bewiesen" (und publiziert), aber nur relativ wenig tatsächlich "entwickelt".

Ich entwickle beispielsweise auch Simulationsanwendungen für die naturwissenschaftliche Forschung oder für ingenieurswissenschaftliche Anwendungen. Da brauche ich dann auch mehr, als "nur" Informatik. Ich brauche ja Domänenwissen über das konkrete System, das ich da gerade modelliere.

Also man kann als Informatiker durchaus sehr interessante Aufgaben haben. Man muss nicht "Standardsoftware entwickeln". ;-) Aber um an die "interessanten" Aufgaben zu kommen, muss man eben auch größtenteils sehr viel Zeit in die eigene Qualifikation investieren. Und wenn man damit erst einmal beginnt, dann möchte man auch keine Computerspiele mehr entwickeln. ;-)

Kommentar von procoder42 ,

Standardsoftware ist ein feststehender Begriff für Software, dir auf einen bestimmten Anwendungsbereich ausgelegt ist (Standardsoftware für Anwendung und Produktion ;) ). Damit sind keine 0815 Anwendungen für irgendwelche Kunden gemeint :).

Kommentar von MalNachgedacht ,

Das klingt so, als wäre es schwierig, in diese Branche hineinzukommen. Nunja, gewissermaßen ist es das, gewissermaßen aber auch nicht. Schwierig ist relativ. ;-)

Gemeint war, das der Anteil der Spieleprogrammierer und allen Programmierern relativ klein ist. Was jetzt nicht unbedingt daran liegt das Spieleprogrammierung besonders kompliziert wäre sondern daran, dass nur vergleichsweise wenige Unternehmen überhaupt Spiele entwickeln. 

Wobei die Entwicklung einer komplett neuen Spielengine dann schon wieder kompliziert ist - aber so was wird ja noch seltener gemacht/gebraucht...

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