Frage von hanszi, 89

Gibt es sowas wie eine gesetzliche Mindestarbeitszeit?

Es gibt ja gesetzliche Kündigungsfristen, Urlaubsanspruch etc. welche auch ohne vertragliche Vereinbarung gelten (zum Schutz beider Seiten).

Gibt es sowas auch für die Arbeitszeit, sprich "gilt nur als Angestellt wenn mehr als xy Stunden in der Woche"

Nimmt man jetzt z. B. einen Texter, der auf Abruf angestellt ist, aber plötzlich von einem Unternehmen nicht mehr wöchentlich neue Texte zum Bearbeiten zugeteilt bekommt.

Was wäre dann? Vielleicht hat hier jemand Erfahrung damit? Soll jetzt keine Rechtsberatung sein, Beispiel war nur um das Prinzip der Arbeitszeit besser zu verstehen

Antwort
von gadus, 61

Ein Anhaltspunkt für die Mindestarbeitszeit ergibt sich aus § 12
Teilzeitbefristungsgesetz. In dieser Norm sind Regelungen für die Arbeit
auf Abruf getroffen. Hiernach muss die Dauer für die wöchentliche und
die tägliche Arbeitszeit vereinbart werden. Ausschlaggebend ist der
Arbeitsanfall. Findet keine Vereinbarung über die wöchentliche Zeit
statt, so gelten wenigstens 10 Stunden als vereinbart. Fehlt eine
Vereinbarung über die tägliche Zeit, so muss der Arbeitgeber den
Arbeitnehmer für mindestens drei Stunden beschäftigen. Diese Norm findet
jedoch keine Anwendung, wenn nach dem Arbeitsvertrag
eine feste Stundenzahl vereinbart worden ist. Diese Norm wird dann im
Streitfall lediglich als Beurteilungsmaßstab herangezogen.Quelle:http://www.helpster.de/mindestarbeitszeit-beachtenswertes_202846         LG  gadus

Kommentar von Familiengerd ,

Die genannte Bestimmung des TzBfG ist aber kein "Anhaltspunkt
für die Mindestarbeitszeit
" allgemein, sondern trifft nur dann zu, wenn es überhaupt keine Regelung zur Dauer der Arbeitszeit gibt.

Ansonsten besteht selbstverständlich keine Verpflichtung, einen Arbeitnehmer grundsätzlich für mindestens 10 Wochen- oder 3 Tagesstunden zu beschäftigen!

Antwort
von Schnoofy, 52

http://www.helpster.de/mindestarbeitszeit-beachtenswertes_202846

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