Gibt es so einer Art entradikalisierungspsychologen für rechtsextreme Menschen?

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7 Antworten

Psychologische Therapien beruhen auf Zusammenarbeit. Wenn ein Rechtsradikaler seine Einstellung ändern will, nur dann wird es ihm gelingen. Da das aber eine Grundhaltung ist, wird das in den meisten Fällen schwierig sein.

Auf der anderen Seite halte ich es schon für einen Versuch wert, den Hebel recht früh anzusetzen. Warum auf Rechtsradikale konzentrieren? Man könnte schon in der Grundschule anfangen, für den friedvollen Umgang miteinander zu werben. Ich meine, es ist doch genauso Schwachsinn, wenn sich zwei Deutsche prügeln und das mehr geduldet wird, als wenn sich ein Deutscher und ein Ausländer prügeln.

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Das ist kaum möglich, da die braune Gesinnung ja "ichsynton" ist. D.h. der Rassist, Nazi etc.. steht ja hinter seiner Gesinnung und findet die absolut richtig. Er wird also keinerlei Therapiebedürftigkeit einsehen.

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Kommentar von AntwortMarkus
17.05.2016, 12:40

In sehr seltenen Fällen war das schon erfolgreich. 

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Es gibt in der Bundesrepublik Fachkräfte, die sich mit Distanzierung aus rechtsextremen Gruppen beschäftigen. In der Regel sind das Pädagogen die klientenzentriert, systemisch-lösungsorientiert  ausgebildet sind und mit erlebnispädagogischen, aktionsorientierten Elementen sehr lebensweltorientiert arbeiten. Ein solches Distanzierungsprojekt ist. z.B. RÜCKWEGE.  Details zum Profil wie z.B.  Zielgruppen, Zugängen und Hilfen  findet ihr auf unserer Internetplattform Komplex-RLP.  

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Solange der "Patient" da möchte, wird das funktionieren, aber wenn er das nicht will,weil es eben seine feste Meinung ist, dann wirst du keine Chance haben. Denke ich zumindest. Wer nicht mit sich reden lassen will, der kann auch nicht "umgepolt" werden.

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sowas sollte es dann für alle geben. nicht nur für rechts.

aber gibt es denn eine pflicht das man alle zu mögen hat?

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Kommentar von IbanezP
17.05.2016, 12:42

Nein, aber ich habe mich gefragt wenn ein Mensch zB. Farbige und Asiaten einfach hasst, er sie ansieht und am liebsten anbellen würde, sie verjagen würde, einfach nur weil sie in ihm irgendwas auslösen was er hasst oder womit er in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht hat, dann hatten diese Erfahrungen wahrscheinlich einer Art schutzmechanismus in seinem Gehirn bewirkt.

Beispiel: In der Schule waren viele Türken in der Klasse mit denen er gemobbt hatte, er hat mit ihnen schlechte erfahrungen gemacht, sie angefangen zu hassen, abstand von ihnen genommen. Jahre später war er unter Leuten mit denen er auskam aber wenn nun ein Türke oder jemand mit Kopftuch über die Straße läuft verbindet er diesen fremden Menschen mit den Menschen aus seiner Kindheit und kommt ihnen mit hass entgegen. Er weiß vielleicht dass diese Frau mit Kopftuch oder diese Türke vielleicht garnicht so ist wie er denkt, aber gleichzeitig ist es für ihn sicherer sich garnicht erst vom gegenteil zu überzeugen sondern dem ganzen aus dem Weg zu gehen. Das wäre der Schutzmechanismus der aus seinen Erfahrungswerten her resultiert.

Vielleicht will er das ja verändern und will wissen ob er diese abneigung, diesen Hass auch einfach weg therapieren kann oder aber mein Beispiel ist vollkommen unzutreffend und man wird aus anderen gründen ausländerfeindlich.

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Es gibt spezielle Aussteiger  Programme  die einen helfen,  sich zur Resozialisierung zurück  zu finden 

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