Frage von charismaticus, 107

Gibt es "Schuld" (als moralische Kategorie) überhaupt?

Man hat keinen Einfluss darauf, wie die eigenen Gene sind. Auch hat man keinen Einfluss darauf, in welche Gesellschaft, in welches soziale Milieu, in welche Familie man hineingeboren wird und aufwächst. Aus dem permanenten Zusammenspiel dieser beiden Komponenten, also den Genen und der Umwelt, bildet sich ja die Persönlichkeit und somit auch der moralische Apparat des Menschen heraus.

Ich frage mich, wie man dann also von "Schuld" sprechen kann, so wie wir sie intuitiv (emotional) definieren und im Alltag verwenden.

Nehmen wir uns mal ein besonders drastisches Beispiel, einen Mörder. Auch wenn mir es niemals in den Sinn kommen würde, einen anderen Menschen umzubringen, so muss es doch beim Mörder zwangsläufig irgendeinen Teil in ihm gegeben haben, der ihn dazu bewogen hat, die Tat doch zu begehen. Logisch, sonst hätte er sie ja nicht begangen. Kann man hier wirklich von "Schuld" sprechen? Wenn der Teil in ihm, der ihn dazu animiert, zu töten, stärker ist als der "moralische Teil", der ihn davor bewahrt? Was kann der Mörder dann dafür? Ich glaube, dass ein solcher Mensch die Welt schlichtweg nicht mit den gleichen Augen sehen kann wie ich. Würde er es tun können, so würde er keinen Mord begehen.

Was sagt ihr dazu? Gibt es "Schuld" als moralische Kategorie überhaupt, oder ist es ein unzeitgemäßes konservatives und durch absolutistisch-religiöse Einflüsse manifestiertes Konstrukt? (Mal abgesehen von "Schuld" als Synonym für "Hauptursache" -> Beispiel: "Der plötzliche Regen ist Schuld daran, dass die Wäsche an der Leine nass geworden ist.")

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von whynot63, 39

Hallo!

Also ich glaube, daß "Schuld" als moralische Kategorie im Grunde obsolet ist, aber gewissermaßen aus pragmatischen und präventiven Gründen als notwendiges Konstrukt innerhalb eines komplexen sozialen Systems gesellschaftlich beibehalten werden wird (und muß). Denn sonst wäre es auch unmoralisch und unsinnig, z. B. den von Dir erwähnten Mörder zu verurteilen bzw. ihn überhaupt erst anzuklagen. (Nicht anders, als würde man einen Stein anklagen, der jemandem auf dem Kopf gefallen ist.)
Es ist bekannt, daß Entscheidungen nicht von einem "freien Bewußtsein" getroffen werden, sondern diese auf eine sehr komplexe Weise zustande kommen und schon gefallen sind, noch ehe das Bewußtsein sie wahrnimmt. In diesem Sinne existiert auch keine "freier Wille" und somit auch keine moralische Schuld.
Zudem sind alle Beurteilungen und Bewertungen immer kontextabhängig. Um beim Mörder zu bleiben: Ist ein Soldat oder Polizist, der jemanden erschießt, ein Mörder? Oder waren die Nazischergen Verbrecher oder Pflichterfüller?

Man könnte als sagen: "Schuld" in einem moralischen Sinne gibt es nicht, aber ohne dieses Konstrukt (nicht nur der "Schuld", sondern aller "Werte", aller "Moral") und ihrer Bedingungen wäre eine stabile Gesellschaft nicht möglich, ja es würde sich nicht einmal eine Gesellschaft als System bilden können, weil eine Gesellschaft eben auf bestimmten Übereinkünften beruht, die gewissermaßen als a priori gesetzt und als verbindlich erachtet werden.

Wobei man aber eben auch nicht die Wechselwirkungen zwischen Induvidium und Gesellschaft übersehen darf. Denn würde man nun aufgrund rationaler Erkenntnis zu dem Schluß kommen, daß ein Handelnder nur so handeln kann (und kein bißchen anders), wie er eben handelt, und daher eine Schuldfähigkeit gar nicht bestehen kann, ihm folglich auch keine "Schuld" zugewiesen werden kann, und würde dies in einem praktischen Sinn gesellschaftlich umgelegt werden, dann würde - um bei Deinem Beispiel zu bleiben - ein Mörder nicht mehr belangt werden können. Und das wiederum würde unweigerlich die Hemmschwelle gegenüber der Tötung anderer allgemein drastisch sinken lassen und man wäre seines Lebens in hohem Maße nicht mehr sicher.

Das Problem ist schlicht und einfach, daß die entsprechenden wissenschaftlichen und philosophischen Erkenntnisse praktisch nicht umgesetzt werden können, weil sich sonst das gesamte System nicht nur ad absurdum führen, sondern auch gleich völlig in sich zusammenstürzen würde.

LG

Kommentar von charismaticus ,

Danke für die ausführliche und sehr weise Antwort!

"Also ich glaube, daß "Schuld" als moralische Kategorie im Grunde obsolet ist, aber gewissermaßen aus pragmatischen und präventiven Gründen als notwendiges Konstrukt innerhalb eines komplexen sozialen Systems gesellschaftlich beibehalten werden wird (und muß)."

Da stimme ich dir absolut zu. Ich wollte auch gar nicht Schuld im juristischen Sinne infrage stellen... sondern in mancher Hinsicht im alltäglichen Gebrauch. Wenn es in etwa um Schuldzuweisungen und daraus resultierende Hass- und Rachegedanken geht. Ich würde mir hier einfach mehr Empathie in unserer Gesellschaft wünschen, einfach das verinnerlichte Wissen, dass es eben keinen "freien Willen" gibt. Denn von letzterem geht die Mehrheit der Gesellschaft (ich ertappe mich selbst ja auch oft genug dabei) nun mal intuitiv aus und wertet dementsprechend. Was natürlich nicht bedeutet, dass man moralische und gesellschaftliche Spielregeln deshalb nicht mehr befolgen muss oder das eigene Handeln nicht mehr hinterfragen soll.

LG

Kommentar von Barney123 ,

Hallo charismaticus,

dass es eben keinen "freien Willen" gibt.

Denke da machst Du einen Denkfehler, Wie erklärst du Dir dass Süchtige ihre Sucht besiegen können, Zwangskranke ihre Zwänge? Warum können Psychopathen den Drang zum töten so weit steuern, dass sie versuchen nicht erwischt zu werden.

Dass die Schuldzuweisung im täglichen Leben nicht hilfreich ist, habe ich ja in meiner Antwort auch geschrieben! Hätten wir keinen freien Willen, dann würde es keinen Sinn machen mit irgendjemandem irgendein Abkommen zu treffen, über irgendwelche Probleme zu reden. Das wäre trostlos und entspricht meiner Erfahrung nach nicht der Realität.

Kommentar von Hefti15 ,

Deine These ist falsch bzw. du ziehst die vollkommen falsche Rückschlüsse.

"Es ist bekannt, daß Entscheidungen nicht von einem "freien Bewußtsein" getroffen werden, sondern diese auf eine sehr komplexe Weise zustande kommen und schon gefallen sind, noch ehe das Bewußtsein sie wahrnimmt. In diesem Sinne existiert auch keine "freier Wille" und somit auch keine moralische Schuld"

Das ist zwar an sich richtig, aber dein Rückschluss ist absolut falsch.

Falsch ist, dass Entscheidungen vollkommen "passiv" entstehen und man sie nicht "bewusst" treffen kann.

Was ist denn bei deiner Antwort wieder mal passiert? Es gibt Untersuchungen, bei denen man festgestellt hat, dass eine Entscheidung nicht "allein" zustandekommt, sondern x Einflüsse hat. Deine Aussage "keinen Einfluss" ist schlicht weg ein Märchen.

Wie gesagt, man hatte "bisher" eine Vorstellung wie eine Entscheidung zustandekommt. Seit ein paar Jahren gibt es u.a. die "Hirnforschung" und man hat erkannt, dass Entscheidungen eben nicht "nur" bewusst getroffen werden. Oder der mittlerweile "alte Hut", dass z.B. das Bedürfnis zu essen, nicht allein vom "Kopf" getroffen wird, sondern dass es "Mechanismen" in unserem Körper (hier Magen, Darm) gibt, die entsprechende Botenstoffe ausschütten, die diese Entscheidung beeinflussen.

Nur ist der Rückschluss, dass es deshalb kein Bewusstsein gibt bzw. dass man keine freie Entscheidung treffen kann, absolut falsch.

Witzig auch deine abenteuerliche Behauptung mit dem "pragmatischen und präventiven Gründen als notwendiges Konstrukt
innerhalb eines komplexen sozialen Systems gesellschaftlich beibehalten werden wird (und muß). Denn sonst wäre es auch unmoralisch und unsinnig, z. B. den von Dir erwähnten Mörder zu verurteilen bzw. ihn überhaupt erst anzuklagen.
"

Daran erkennt man ja, wie du dich irrst und dass du dir wohl gerne Sachen ausdenkst.

Hättest du recht, würde deine Aussage also die Wahrheit sein, würde man das wissenschaftlich beweisen können, dann würde man ja gerade keinen Mörder mehr verurteilen können.

Weil jeder Anwalt würde diese Ergebnisse dann präsentieren. Und kein Gericht (z.B. in Deutschland) könnte eine Verurteilung auf "Konstrukte" aufbauen. Ergo, es müssten alle freigesprochen werden.

Wie gesagt, es ist vollkommen klar was passiert ist. Es gibt einen neue wissenschaftliche Erkenntnisse, man hat u.a. erkannt, dass nicht allein das Bewusstsein die Entscheidung alleine trifft und schon erfinden Leute Geschichten.

Da wird dann eine Verschwörung erfunden (dein letzter Absatz) die auf einer munteren persönlichen Interpretation der Fakten aufbaut.

Kommentar von whynot63 ,

Wo käme denn, Deiner Meinung nach, das freie Bewußtsein mit seinem freien Willen und seinen freien Entscheidungen her?
Das müßte dann ja ein völlig leeres Bewußtsein sein und wäre somit zu gar keiner Entscheidung fähig.
Jede Entscheidung beruht bekanntermaßen auf einem sehr komplexen Zusammenwirken verschiedenster dem "System Mensch" (oder seinem Gehirn) inhärenter Prozesse, die auf äußere und/oder innere Stimuli hin in Gang kommen.
Im Grunde genommen ist das ein alter Hut, den sich jede Form von Propaganda und Werbung zunutze macht. Nicht umsonst kostet etwas nicht 1.- oder 10.- €, sondern eben 0,99 oder 9,99.
Man müßte ja, um das "System" im Sinne eines freien Willens zu beeinflussen, außerhalb des "Systems" stehen - und das wird schwer möglich sein, wenn man selber das "System" ist.

Inwiefern Du eine "Verschwörung" ausgemacht hast (bei meinem letzten Absatz), ist mir nicht ganz klar. Ich halte das durchaus nicht für eine "Verschwörung", sondern, viel banaler, für eine Notwendigkeit. Nicht, weil sich zu dieser jemand entschlossen hätte, sondern weil sie sich von selber ergeben hat. Ohne das Postulat (und mehr ist es nun einmal nicht) eines freien Willens würde ohne jeden Zweifel jedes von der bloßen Natur verschiedene System in sich zusammenstürzen.

Und immer am einfachsten und lehrreichsten: der Selbstversuch. Nimm irgend etwas, von dem Du überzeugt bist, und dann entscheide Dich (zwecks Erprobung Deines freien Willens), von einer Sekunde auf die andere vom genauen Gegenteil überzeugt zu sein. Ich wette, das wird Dir ebensowenig gelingen wie Deine Augenfarbe zu wechseln aufgrund einer freien Willensentscheidung.

Antwort
von Andrastor, 40

Schuld und Gewissen sind soziale Konstrukte, die je nach Kultur, Zeit und Gesellschaft verschieden sind.

Noch vor einigen Jahrzehnten war es in Amerika moralisch akzeptabel Sklaven zu halten, bei uns Juden wie Dreck zu behandeln. Nicht mal ein Jahrhundert davor war es in Europa und darüber hinaus in Ordnung Frauen als minderwertig zu betrachten und zu behandeln.

Einige Jahrhunderte davor war es moralisch akzeptabel Verbrecher öffentlich zu bestrafen und hinzurichten.

etc.etc.

Jeder entscheidet im Grunde selber für sich was moralisch vertretbar ist und wofür man ein schlechtes Gewissen haben sollte.

Hitler hatte kein Problem damit Juden umzubringen, hätte aber niemals kleine (nichtjüdische) Kinder geschlagen. Auch er hat sich quasi entschieden was für ihn moralisch akzeptabel war und was nicht.

Vor der Gesellschaft und ihren Gesetzen haben sich Gesetzesbrecher dennoch zu verantworten, denn mit den Gesetzen legt eine Gesellschaft fest was moralisch in Ordnung ist und wie Brüche bestraft werden.

Allerdings gibt es je nach Situation mildernde Umstände, bei uns zumindest.

Kommentar von Hefti15 ,

Ich glaube das ist ein ganz anderer Ansatz.

Es geht doch m.M. bei der Fragestellung nicht darum, ob sich die moralischen Ansätze z.B. über die Jahrhunderte geändert haben.

Es geht doch m.M. darum, ob wir Menschen einen freien Willen haben und somit unser Verhalten verantworten müssen oder ob der der naive Ansatz stimmt, dass niemand einen freien Willen hat und wir "nur" fremdgesteuert werden.

Antwort
von mychrissie, 29

Man kann natürlich lange darüber philosophieren, inwieweit ein krankhaft Veranlagte, Betrunkener oder unter Drogen stehender schuldhaft handelt, wenn er eine Straftat begeht.

Aber unser Strafrecht ist nicht zum Zweck philosophischer Auseinandersetzungen geschaffen worden oder zur verifizierung medizinischer Versuchsergebnisse, sondern um die Ordnung innerhalb unserer Gesellschaft aufrecht zu erhalten. Und die wird durch eine Straftat gestört, ungeachtet von Schuld oder Unschuld. Wobei dieser Aspekt aber sogar berücksichtigt wird, denn es gibt ja schuldmindernde Gründe, die jeder Rechtsanwalt in eine Verhandlung einbringen kann.

Seit der Aufklärung sind wir der Ansicht, dass ein Mensch im Gegensatz zum Tier verderbliche Triebe durch seine Einsicht soweit zügeln kann, dass er anderen nicht schadet, oder sich zumindest in psychologische Behandlung begeben kann.

Man könnte jetzt natürlich eine Diskussion darüber beginnen, ob Philosophie am Ende immer gesellschaftlich nützlich sein muss oder nicht. Einfach mal Kant lesen! Der fordert ja, dass jede individuelle Moralvorstellung so sein müsste, dass man sie zum Leitfaden für die gesamte Gesellschaft machen könnte.

Antwort
von Barney123, 35

Hallo charismaticus,

Nur ein sehr geringer Teil unseres Verhaltens ist genetisch bedingt, das betrifft vor Allem die Mimik und Gestik und die sexuelle Orientierung. Unser Verhalten kann durch Umwelt und Erziehung in einem sehr breiten Umfang beeinflusst werden. Aber Menschen können ihr Verhalten bewusst steuern, die genetische Komponente macht nur einen sehr geringen Teil aus.

Bei der Erziehung werden bewusst und unbewusst viele Verhaltensmuster eingeübt, die den Menschen danach auch nicht bewusst sind. Andere Verhaltensmuster werden durch Versuch und Irrtum einfach auf Tauglichkeit geprüft und sind dann ebenfalls unbewusst Teil unseres Verhaltensrepertoires. Aber unsere Umwelt gibt uns Rückmeldungen über das von ihr warhgenommene Verhalten.

Neueste Neurologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass Entscheidungen bereits getroffen sind, wenn sie in unser Bewusstsein dringen.

Aber so einfach die Schuld von sich weisen ist meiner Meinung nach dennoch falsch! Denn:

Menschen sind dafür verantwortlich, sich aktiv darum zu kümmern, was Richtig und was Falsch ist. Menschen müssen und können sich ihr Verhalten bewusst machen. Jeder ist dafür verantwortlich, die Rückmeldungen aus seiner Umwelt zu bewerten und Einfluss auf sein eigenes Verhalten zu nehmen. Dazu gibt es in unserer Gesellschat genügend Möglichkeiten.

Menschen sind sich ihrer Handlungen auch bewusst, sonst würden Massenmörder nicht wissen, dass sie ihr Tun geheimhalten müssen und es wäre nicht so schwer sie zu fassen. Menschen können sich auch entscheiden, etwas zu tun oder zu lassen. Deshalb ist der Mensch meiner Meinung nach für sein Verhalten voll verantwortlich. Er müsste nur einfach einmal anfang, sich mit seinem Leben auseinanderzusetzen. Deshalb gibt es Schuld in meiner Ansicht sehr wohl. Nur hilft es nicht immer, auf der Schuld rumzureiten, denn oft verhindert das die Lösung der Probleme

LG

Antwort
von Kajjo, 13
  • Natürlich gibt es Schuld und natürlich ergibt dieses Konzept auch einen sehr großen Sinn für das Miteinander von Menschen.
  • Verantwortung für sein eigenes Handeln ist die unmittelbare Ursache von Schuld. Letztlich könnte man Schuld einfach nur als eine Art von Verantwortung für negative Konsequenzen des eigenen Handelns definieren, in einem modernen Sinne könnte man gar die Eigenschaft "negativ" weglassen und das geschieht ja in manchem positiven Zusammenhang ja sogar alltagssprachlich gar nicht so selten.
  • Nur wer Verantwortung als Konzept bereit ist aufzugeben, der kann auch das Konzept Schuld streichen. Aber kann das sinnvoll sein? Ich denke nicht.
  • Die größere Frage wäre doch eigentlich zurück an dich zu stellen: Ist Moral ein sinnvolles Konzept? -- Das ist doch die Kernfrage! Denn wenn es Moral gibt, wenn es also "gutes" oder "schlechtes" Handeln gibt, dann gibt es auch Schuld. Nur wer Moral ganz in Abrede stellt, der braucht auch keine Verantwortung und keine Schuld.
Antwort
von Hefti15, 37

Na ja, dein ganzer Ansatz ist ja schon falsch.

Es gibt unzählige Beispiele von Menschen, die in einem sozialen Umfeld aufwachsen und sich "moralisch" ganz anders entwickeln, als ihre Mitmenschen (auch als ihre Geschwister).

Gerade dein Beispiel mit dem Mörder ergibt ja keinen Sinn. Weil nach deiner Logik jeder ja alles machen könnte ohne die geringste Schuld zu haben.

Du unterschlägst ja vollkommen, dass Menschen Entscheidungen treffen. Und es ist ja nicht so, dass Menschen nicht wissen was sie machen bzw. das sie keine Wahl haben.

Wie gesagt, deine Darstellung würde ja bedeuten, Menschen hätten keine Persönlichkeit und keine Entscheidungsgewalt. Alle Entscheidungen seinen zwingend ein Produkt aus den Genen bzw. dem sozialen Umfeld.

Kommentar von charismaticus ,

Eher ist dein Denkansatz hier falsch, denn du vermischst den Begriff der Schuld im wissenschaftlichen, im gesellschaftlich-ethischen und im juristischen Sinne.

Siehe die Antwort von whynot63 - es gibt keinen "freien Willen" und folglich auch keine "Schuld". Dies bedeutet aber nicht, dass es deswegen kein unmoralisches Verhalten gibt und keine gesellschaftlichen Regeln, an die man sich halten muss.

Kommentar von Hefti15 ,

Nein, mein Denkansatz ist nicht falsch. Witzig, mir vor zuhalten den Begriff zu "vermischen". Dann müsste der Fragesteller ja vorher einen "Ausschluss" definieren.

Ja, ich habe die Antwort gelesen und sie ist falsch!

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