Nachtflug am 30.01.2009 um 11:02 Uhr
Ostdeutsche Männer bekamen bei einem Renteneintritt von 65 Jahren im Jahr 2005 durchschnittlich eine „Regelaltersrente“ von 1127 Euro ausgezahlt, während es bei westdeutschen Männern 781 Euro waren, wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Daten des Deutschen Rentenversicherungs Bundes berichtete. Das ist ein Unterschied von 44,3 Prozent. Bei den Frauen habe der Abstand sogar 72,7 Prozent betragen. Quelle: Focus online
Absolut ungerecht. Wegen der Anpassung der Löhne gibt es dauernd Diskussion. Ist ja auch in Ordnung, das Ost genauso verdient wie West. - Was die Rente angeht, handelt es sich um eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. - Nur kommt dazu kein Aufschrei aus dem Osten.

Das Rentensystem in Deutschland funktioniert so: Heute wird aus heutigen Zutaten ein Kuchen gebacken, der an die heutigen alten Leute verteilt wird. Die Größe des Kuchenstücks wird berechnet nach dem Anteil, den der Rentner damals, beim Backen eines Kuchens geleistet hat, der allerdings damals schon (von den damaligen Rentnern) aufgegessen wurde.
In der DDR gab es bekanntlich keine Arbeitslosigkeit (drohende Arbeitslosigkeit durch fehlende Arbeitsaufgaben wurden durch das Schaffen von unsinnigen Beschäftigungen aufgefangen). Auch konnten Frauen durch den hohen Beschäftigungsgrad mehr Rentenansprüche erwerben.
Solange man die Rentenzahlung davon abhängig macht, wieviel der Rentner früher für die damaligen Rentner gezahlt/geleistet hat, wird man an den Unterschieden zwischen den Rentenansprüchen in verschiedenen Bundesländern nichts ändern können.
Skandalös ist dagegen eher, dass man z. B. in den östlichen Bezirken Berlins für die gleiche Arbeit heute weniger verdient als in den westlichen Bezirken der selben Stadt.
Das wird in Form von Zwangsabschlägen der Ostrente geschehen. Die Erhöhung von Westrenten wird wegen zu hoher Staatsverschuldung nicht zumutbar sein. Vielleicht wird auch einfach eine Maximalhöhe der Rente eingeführt. Wer kann das schon sagen aber auf jeden Fall wird sich die nächste Reform aufwandsneutral gestalten.
da gibt es keine Möglichkeit mehr.- Die Ostrenten wurden und werden jedes Jahr stärker erhöht als die Westrenten. Prozentual gesehen sind die Ostrenten sogar niedriger, nur sind die Beitragsbemessungszeiten im Osten oft höher. Im Osten waren die Frauen fast alle durchgehend berufstätig und im Westen nicht. Deshalb ist es ja logisch, daß die Frauen dann auch mehr Rente bekommen. Ob man jetzt jeden Beruf in der Stärke im Osten so anerkennen hätte müssen ist eine andere Frage.
Nachtflug am 30. Januar 2009 11:09 Es geht hier aber nicht nur um Frauen!
und vor allem: Warum fließt in den Rentenwert (Rentenformel) nicht die Produktivität (Bruttosozialprodukt) ein sowie der Umrehnungskurs von D-Mark zu Mark im jeweiligen Wirtschaftsjahr?