Frage von FriedenImIslam, 52

Gibt es schöne bekannte islamische Geschichten zum Lesen?

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 7

Die Geschichten von "Nasreddin Hoca" alias "Mullah Nasruddin" oder "Nassredin Mollah" sind für jene interessant, die sich mit dem Sufismus, der mystischen Strömung des Islam, befassen.

Oberflächlich scheinen es nur Witze, oder komische Geschichten zu sein, die jedoch teilweise eine tiefergehende, spirituelle Bedeutung haben, die man leichter versteht, wenn man sich mit dem Sufismus befasst.

Falls du Gedichte magst, kann ich dir die Werke von Dschalaladin Rumi empfehlen. Ich kenne eines auswendig von dem ich glaube, dass es von ihm ist:

  • Eines Tages, in einem Weinladen,
  • trank ich ein wenig Wein
  • und ich warf ab,
  • die Hülle meines Leibes
  • und göttlich trunken ich sah; 
  • Die Welt ist Harmonie!
  • Schöpfung, Zerstörung - ich tanze für sie beide
Antwort
von Accountowner08, 2

"Erzähler der Nacht" von Rafik Schami. Sehr empfehlenswert.

Ansonsten klassisch: 1001 Nacht

dichtung von Mowlana (rumi), omar khayam, 

1002 Nächte ("arabian nights plus one") von Salman Rushdie ist auch sehr schön.

Antwort
von Peterwefer, 36

Die Märchen aus tausendundeiner Nacht sind stark arabisch und islamisch geprägt.

Antwort
von HansH41, 7

Alladin und die Wunderlampe.

Kalif Storch.

Sindbad der Seefahrer.

Harun al-Raschid.

Antwort
von Lichtdesislam, 15

Der wahre Schatz (Ich ging um ihn zu bestehlen, doch stahl er von mir)

Ein Einbrecher kletterte eines Nachts die Wand von Maalik bin Dinaars Haus hoch und bewerkstelligte es leicht hineinzugelangen. Sobald er sich im Inneren des Hauses befand war der Dieb enttäuscht zu sehen, dass es nichts darin gab, was es wert war zu stehlen. Der Eigentümer des Hauses war zu dieser Zeit anwesend, er war mit der Verrichtung des Gebets beschäftigt. Realisierend, dass er nicht allein war, beendete Maalik schnell sein Gebet und drehte sich um, um den Dieb anzusehen. Ohne irgendein Zeichen der Empörung oder Angst verbreitete Maalik gelassen den Friedensgruß und sprach dann: „Mein Bruder, möge Allah dir vergeben. Du betratest mein Haus und fandest nichts, das es wert wäre zu nehmen, jedoch möchte ich nicht, dass du mein Heim verlässt ohne etwas Nutzen mitzunehmen.“

Er stand auf, ging zu einem anderen Teil des Raumes und kam zurück mit einem Krug voll Wasser. Er sah in die Augen des Einbrechers und sagte: „Vollziehe die Waschung und verrichte zwei Gebetseinheiten, denn wenn du dies tust, verlässt du mein Heim mit einem größeren Schatz als den, den du zunächst suchtest, als du es betreten hast.“

Sehr demütig von Maaliks Benehmen und Worten sagte der Dieb: „Ja, dies ist in der Tat ein großzügiges Angebot.“

Nach dem Vollziehen der Waschung und der Verrichtung der beiden Gebetseinheiten, sagte der Einbrecher: „O Maalik, wird es dir etwas ausmachen, wenn ich für eine Weile bleiben würde, denn ich möchte bleiben um zwei weitere Gebetseinheiten zu verrichten?“

Maalik sagte: „Bleib für welche Anzahl auch immer an Gebeten Allah für dich bestimmt hat jetzt zu verrichten.“

Der Dieb gelangte dahin, dass er die gesamte Nacht in Maaliks Haus verblieb. Er setzte das Gebet bis zum Morgen fort. Dann sprach Maalik: „Gehe nun und sei gut.“

Aber anstatt zu gehen sagte der Dieb: „Wird es dir etwas ausmachen, wenn ich heute hier mit dir bleibe, denn ich habe die Absicht gefasst den Tag zu fasten?“

„Bleib solange, wie du willst“, sagte Maalik.

Der Einbrecher gelang dahin, dass er für eine Anzahl an Tagen blieb, das Gebet während den späten Stunden der Nacht verrichtend und die Dauer jedes Tages hindurch fastend. Als er sich letztlich entschied zu gehen, sagte der Einbrecher: „O Maalik, ich habe einen festen Entschluss getroffen meine Sünden und meinen ehemaligen Lebensweg zu bereuen.“

Maalik sagte: „In der Tat ist dies in der Hand Allahs.“

Der Mann besserte seine Wege und begann ein Leben von Rechtschaffenheit und Gehorsam zu Allah zu führen. Später traf er einen anderen Einbrecher, den er Kannte. [Sein Freund] sagte zu ihm: „Hast du deinen Schatz schon gefunden?“

Er sagte: „Mein Bruder, was ich fand war Maalik bin Dinaar. Ich ging um ihn zu bestehlen, aber er war es, der dazu gelang mein Hertz zu stehlen. Ich habe gewiss vor Allah bereut und ich bleibe an der Tür [Seiner Barmherzigkeit und Vergebung] bis ich erlange, was seine gehorsamen, liebenden Diener erlangt haben.“

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