Gibt es ohne Gott keine Moral?

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26 Antworten

Ein Gott oder mehrere Götter sind für das Vorhandensein von Moral nicht nötig.

Für bestimmte Moralvorstellungen aber schon. Diese göttterbedingten Moralvorstellungen sind aber die verzichtzbaren, weil willkürlich und interessengeleitet menschengemacht.

Wer eine Vorstellung bekommen möchte, woher Moral kommt, der kann sich mal diese Doku anschauen, in der es nicht nur darum geht, wie Tiere fühlen, sondern auch die evolutionären Wurzeln von Moral aufgezeigt werden.

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Kommentar von PeVau
06.04.2016, 23:13

Danke für den Stern!

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Natürlich gibt es ohne Gott Moral. Moral wird unabhängig von Göttervorstellungen von der jeweiligen Gesellschaft vorgegeben.

Die Geschichte lehrt uns dass die Religionen ihren Einfluss benutzten um die Moralvorstellungen zu formen und zwar in eine Richtung die uns heute als höchst unmoralisch erscheint.

Man nehme als Beispiel die Hexenverbrennungen und Judenverfolgungen des Christentums und was in den radikal-islamischen Ländern heute los ist.

Von daher kann man schließen, dass die Moral ohne Gott weitaus höher wäre, weil eine große Ausrede zur Unmoral wegfallen würde.

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Kommentar von Fantho
29.03.2016, 10:46

Wie kann man nur hergehen und eine so einseitige Sicht hier in GF verbreiten? Das kann man doch nur, wenn man eben einseitig denkt...

Hexenverbrennungen und Judenverfolgungen, um Deine Beispiele aufzugreifen, sind nicht im Sinne eines christlichen Gottes geschehen, sondern im Namen der RKK, sprich im Namen irgendwelcher Idi..ten röm.-kath. Mitglieder und deren Chefs...

Somit auch nicht im Sinne Gottes...

Das Christentum, sprich die Lehre Jesu hatte sehr wohl moralische Werte versucht zu vermitteln wie zB die beiden wichtigsten: Nächsten- und Feindesliebe...

Werte, welche selbst ein Dalai Lama als eine der wichtigsten moralischen Werte betrachtet...

Dass diese noch keinen Einzug in allen Gesellschaftsschichten gefunden zu haben scheinen, lag nicht an Gott, sondern ist ganz allein den Menschen geschuldet...

Menschen, welche Gläubige waren und Menschen, welche keine Gläubige waren...

Also Menschen wie Du und ich...

Du lebst ein Weltbild ohne Gott, was Deine Sache ist...

Was aber nicht in Ordnung ist und gegen die Ethik spricht, sind einseitig dargebrachte Sichtweisen und polemische Aussagen...

Ich bin weder Christ, noch ein Religionsanhänger, aber diese Form von Argumentation stößt auch bei mir ein Unbehagen auf, denn Deine verdrehten oder halben 'Wahrheiten' sind bar moralischen Verhaltens...

Oder Du bist ein Mensch, der in puncto Religion ein so gebranntets Kind bist, dass Du keine positiven Eigenschaften in einer Religion oder Gott erkennen kannst, geschweige denn die Taten religiöser und/oder kirchlicher Personen nicht mehr als das unterscheiden kannst, was sie sind: Taten von irr- und fehlgeleiteten Menschen...

Nehmen wir mal Dein stets hier vorgebrachtes Wissen um die 'Entstehung' Gottes: Du behauptest ja immer, dass Gott vor zwei-, drei Jahrtausenden erfunden wurde....

Das hieße, dass vor dieser Zeitangabe Gesellschaften mit einem Weltbild ohne einem Gott gelebt haben mussten.

Wie wir aber aus der Historie wissen, war in jenen Zeiten die Moral auch nicht viel höher, als nach der 'Entstehung' Gottes, denn auch da herrschte kein immerwährender Friede, Freude, Eierkuchen und wurde geraubt, gestohlen, gelogen, gemordet, gequält, gefoltert, geknechtet usw. usf...

Also entgegen Deiner These, dass die Moral ohne Gott höher wäre...

Warum ist das wohl so? Weil immer Menschen dahinter stehen, die menscheln, und nicht 'götteln'..

Ohne Religion hätte vermutlich das Menschenbild der Aufklärung sich nicht hervor getan, und Moral und Ethik entwickelten sich aus einem, zu anfangs monotheistisch gestarteten, Naturalismus...

Gruß Fantho

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TEIL 1

  • Gibt es einen Gott? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht...
  • Gibt es Moral? Eindeutig ja.
  • Klare Antwort also auf deine Frage: Ja, es gibt auch Moral ohne Gott.

TEIL 2

  • Gibt es Moral ohne Religion? Auf jeden Fall, ja -- denn es gibt ja genug Kulturkreise ohne Gottesvorstellungen und auch die haben Moralvorstellungen.
  • Bedenke zu dem, dass Religion zwar oft zu schlechtem Gewissen führt, nicht aber die unmoralischen Handlungen selbst verhindert. Fremdgehen oder Mord ist zum Beispiel in Deutschland unter gläubigen Katholiken nicht seltener als unter Atheisten.
  • Bedenke umgekehrt, dass Atheisten auch moralisch handeln und fast immer recht ähnliche Vorstellungen von richtig und falsch haben. Die größten Unterschiede gibt es bei rein religiös begründeten Vorstellungen wie Sexualmoral.

TEIL 3

  • Moral gibt Richtlinien vor, was "richtiges, nachahmenswertes" vs. "falsches, zu vermeidendes" Handeln ist. Moral ist als solches eine Sammlung von Handlungsmustern in Gruppen und Gesellschaften.
  • Wie es nun zu bestimmten moralischen Regeln kommt, ist eine sehr interessante und leider nur schwierig zu beantwortende Frage.
  • Grundsätzlich gilt sicherlich für die grundlegenden Dinge der evolutive Ansatz, dass Moral das Zusammenleben von Gruppen erleichtert oder gar überhaupt erst ermöglicht. Zum Beispiel sind so etwas wie Schutz von Kindern oder gegenseitige Hilfe in Notlagen ganz grundlegende für frühe Menschengruppen gewesen. Solche Fundamentalmoral korreliert im allgemeinen mit den grundlegenden Gefühlen wie Empathie, Altruismus, Mitleid.
  • Als zweite Stufe regelt Moral genau dort das Zusammenleben, wo ebenfalls angeborene Gefühle wie Neid, Missgunst, Ehrgeiz, Gier reguliert und im Wohle der ganzen Gruppe in einem Sinnvollen Maße gehalten werden müssen. Hier ist Moral als das balancierende Gegenstück zu sehen.
  • Darüber hinaus ist aber zu befürchten, dass viele moralische Regeln einfach nur ausgedacht sind, z.B. um eigene Machtansprüche durchzusetzen, Menschen zu unterjochen, zu kontrollieren, einfacher gefügig zu machen.
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Moral gibt es schon. Aber sobald es "kritisch" wird, heißt es meistens "jeder ist selbst der Nächste". Auch wenn die Erfüllung der eigenen Wünsche (von denen man mehr als genug hat) ernsthaft in Gefahr gerät setzt man sich schon gern einmal über moralische Bedenken hinweg.

Der Glaube an Gott, das Verständnis dafür, dass es eine höhere Moral gibt, als die auf materiellen Werten basierende, hilft uns wirklich "bessere Menschen" zu werden.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass wir nicht blind glauben, sondern dass unser Glaube eine solide Grundlage hat und uns eine Perspektive bietet, die über zeitweilige Vorteile in dieser Welt hinausgeht.

Hier ein bisschen was zum Lesen über Gott und unsere Beziehung zu Ihm und wie das alles funktioniert:  http://www.prabhupada.de/bg/Prabhupada%20-%20Bhagavad-gita%20Wie%20Sie%20Ist.pdf

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Gläubige behaupten öfters mal, ohne Gott gäbe es keine Moral, weswegen Atheisten grundsätzlich morallos seien. Das ist aber schlichtweg falsch.

Die Praxis der letzten Jahrhunderte hat gezeigt, dass die Moral, die angeblich von Gott kommt, in der Praxis nicht funktioniert. Sie führt nur zu Gewalt, Krieg, Verfolgung und Unterdrückung. Erst seit wir hierzulande die religiös begründete Moral überwunden und hinter uns gelassen haben, herrscht Gerechtigkeit (zumindest annähernd), obwohl da noch einiges zu tun ist.

Die Praxis zeigt, dass es der gesamten Bevölkerung mit einer Moral, die sich aus dem Humanismus und den Menschenrechten ableitet, wesentlich mehr gedient ist. Freie Entfaltung der Persönlichkeit, Schutz der Unverletzlichkeit, freie Religionsausübung, Verbot staatlicher Willkür etc. pp. gibt es erst, seit Gott durch die Menschenrechte als moralische Grundlage abgelöst wurde.

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Vielleicht ist dieser Text auch noch mal ein Denkanstoß:

"»Das Verlangen nach Gott ist dem Menschen ins
Herz geschrieben,

denn der Mensch ist von Gott und für Gott erschaffen.

Gott hört nie auf, ihn an sich zu ziehen.

Nur in Gott wird der Mensch die Wahrheit und das Glück
finden,

wonach er unablässig sucht«.

Eine solche Aussage, die auch heute in vielen
Kulturkreisen völlig annehmbar, ja beinahe selbstverständlich
wirkt, könnte im säkularisierten westlichen Kulturkreis dagegen als
Provokation erscheinen, denn viele unserer Zeitgenossen könnten
einwenden, daß sie überhaupt kein solches Verlangen nach Gott
spüren. Für große Teile der Gesellschaft ist er nicht mehr der
Erwartete, der Herbeigesehnte, sondern vielmehr eine Wirklichkeit,
der man gleichgültig gegenübersteht, die es nicht einmal der Mühe
wert ist, sich dazu zu äußern.

In Wirklichkeit ist das, was wir als »Verlangen nach
Gott« bezeichnet haben, nicht völlig verschwunden, sondern es
taucht auch heute in vielerlei Weise im Herzen des Menschen auf. Das
menschliche Verlangen ist stets auf bestimmte konkrete Güter
ausgerichtet, die oft alles andere als geistlich sind, und dennoch
steht der Mensch vor der Frage, was wirklich »das« Gute ist, und
muß sich also mit etwas auseinandersetzen, das etwas anderes ist als
er selbst, das er nicht selbst herstellen kann, sondern zu erkennen
aufgefordert ist.

Durch die Liebe erfahren Mann und Frau die Größe und
die Schönheit des Lebens und der Wirklichkeit. Wenn das, was wir
erfahren, nicht einfach nur eine Illusion ist, wenn ich wirklich das
Wohl des anderen will – auch als Weg zu meinem eigenen Wohl –,
dann muß ich bereit sein, selbst aus dem Mittelpunkt herauszutreten.

Die anfängliche Ekstase wird so zum Pilgerweg, zum
»ständigen Weg aus dem in sich verschlossenen Ich zur Freigabe des
Ich, zur Hingabe und so gerade zur Selbstfindung, ja, zur Findung
Gottes«. Denn nicht einmal die geliebte Person kann das Verlangen
stillen, das im menschlichen Herzen wohnt, sondern je authentischer
die Liebe zum anderen ist, desto mehr wirft sie die Frage über ihren
Ursprung und ihre Bestimmung auf, über ihre Möglichkeit, auf immer
zu währen.

Die menschliche Erfahrung der Liebe hat also eine
Dynamik in sich, die über sich selbst hinausweist, sie ist die
Erfahrung von etwas Gutem, das den Menschen aus sich selbst
herausgehen läßt und ihn dem Geheimnis gegenüberstellt, das die
gesamte Existenz umgibt.

Ähnliche Überlegungen könnte man auch in bezug auf
andere menschliche Erfahrungen anstellen, wie die Freundschaft, die
Erfahrung des Schönen, die Liebe zur Erkenntnis: Alles Gute, das der
Mensch erfährt, strebt auf das Geheimnis zu, das den Menschen selbst
umgibt; jedes Verlangen des menschlichen Herzens ist Widerhall eines
Grundverlangens, das nie völlig gestillt ist. Natürlich kann man
von diesem tiefen Verlangen, das auch etwas Rätselhaftes in sich
birgt, nicht unmittelbar zum Glauben gelangen.

Der Mensch weiß letztlich wohl, was ihn nicht satt
macht, aber er kann sich nicht vorstellen oder beschreiben, was ihn
jenes Glück erfahren ließe, nach dem sein Herz sich sehnt. Man kann
Gott nicht kennenlernen, wenn man nur vom Verlangen des Menschen
ausgeht. Unter diesem Gesichtspunkt bleibt das Geheimnis: Der Mensch
sucht nach dem Absoluten, als Suchender macht er kleine und unsichere
Schritte.

Dennoch ist bereits die Erfahrung des Verlangens sehr
bedeutsam. Es zeigt uns, daß der Mensch ein zutiefst religiöses
Wesen ist. Wir können mit Pascals Worten sagen, daß »der Mensch
unendlich den Menschen übersteigt«." (Papst Benedikt XVI.)

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Kommentar von earnest
08.04.2016, 09:54

Das ist jetzt deine zweite Antwort, Ichthys, ein hier nicht übliches Verfahren.

Kein Zweifel: schöne Worte. Ich sehe aber noch keinen direkte Zusammenhang zur Frage, ob Moral auch ohne Gott möglich sei. 

Wäre nicht auch DIES ein Denkanstoß: die Gegenthese, dass Gott vom Menschen für den Menschen geschaffen wurde?

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Ohne Gott gibt es überhaupt nichts, also auch keine Moral.

Aber natürlich gibt es Menschen, die nicht an Gott glauben und nach hohen moralischen Maßstäben leben. 

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Kommentar von earnest
29.03.2016, 18:53

Satz 1 ist schlicht und einfach bloße Behauptung, Satz 2 ist offensichtlich richtig.

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Kommentar von Eselspur
02.04.2016, 19:56

kein Gläubiger wird dir bei der Behauptung recht geben, "dass Gott nicht real beobachtbar" sein soll.

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Grundsätzlich ist der Gottesglaube mit den moralischen Entwicklungen der Geschichte einhergegangen. Moral gibt es also auch in Abwesenheit des Glaubens, nur eben unter einem anderen Motiv. Da aber Gott und Moral miteinander verbunden sind wie Pech und Schwefel, ist nicht zu leugnen, dass moralische Prinzipien im Rahmen von Religiösität ernsthafter, intensiver und überlegter ausgelebt werden als im Atheismus. Atheisten neigen unweigerlich dazu logisch, rationale Schlüsse den moralischen vorzuziehen. Bei Gläubigen hingegen ist das Gegenteil der Fall. Aus diesem Grund existiert Moral heutzutage weitestgehend nur noch in Zusammenhang mit Gott.

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Kommentar von earnest
29.03.2016, 21:35

Ja, Gott und Moral waren immer verbunden wie Pech und Schwefel. Auch im Pulverdampf der Religionskriege ... 

;-)

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Kommentar von Machtnix53
29.03.2016, 22:43

Schon mal das alte Testament gelesen? Die Moral, die da von Gott vertreten wird, ist so gruselig, dass mir meine Ethik gebietet, unmoralisch zu bleiben.

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Doch. Eine moralische Regel schafft jeder Mensch für sich, nach seinen Vorstellungen. Im Gegensatz zur religiösen Regel. Deshalb hat Gott und Moral nichts miteinander zu tun.

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Natürlich, viele Glauben wie z.b. Atheismus oder Budhismus beinhalten keinen Gott ,haben aber wie alle anderen Glauben auch Moralen .Ich finde es aber schon ein wenig erschrecken wenn einige Menschen nur in ihrem Glauben Moral finden .

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Ohne Gott gäbe es keinen Menschen, so glauben Gottglaubende und Religiöse...

Und somit auch kein Menschenbild der Aufklärung, in welchem Moral und Ethik sich dann entwickeln hätten können...

Moral und Ethik entstanden innerhalb der Ideologie 'Naturalismus', welche jedoch in den Anfängen aus einer monotheistisch geprägten Religon gestartet war, und zwar auf der Grundlage des neutestamentlichen Teil der Bibel, sprich auf der Grundlage der Lehre Jesu wie zB in der Bergpredigt...

So gesehen ist das schwer zu beantworten, ob jemals sich Moral und Ethik als etwas allgemeingültiges sich hätten entwickeln können, wenn die Welt, und somit der Mensch niemals Kenntnisse von und über Gott erhalten hätte...

Vielleicht - vielleicht auch nicht, denn jede Kultur, jede Gesellschaft, jede Gruppierung, jede Familie, jeder Mensch hätte eine eigene Vorstellung und Sicht über Moral und Ethik  besessen, und stets war jenes Moralverständnis entscheidend, welche dem eigenen Nutzen diente,

womit man bereits (unabhängig davon, ob wissentlich oder unwissentlich) unmoralisch handelte...

Man mag die Religionen verteufeln, aber sie haben der Gesellschaft bestimmte Werte zu vermitteln versucht; mögen diese oder einige von diesen auch unannehm- und nicht nachvollziehbar gewesen sein...

Gruß Fantho

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Nach der Bibel hat Gott alles erschaffen und damit auch die Moral und unser Gewissen. Nach dem Sündenfall von Adam und Eva spricht Gott in 1. Mose 3,22: "Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner, indem er erkennt, was gut und böse ist."

Deshalb hat der Mensch auch keine Ausrede. Im Prinzip weiß jeder, was gut und was böse ist. Doch unsere Moralvorstellungen und unser Gewissen können wir auch unterdrücken, verbiegen und abstumpfen lassen. Wie sonst könnte man die vielen bösen Dinge erklären, die manche Menschen tun und ihr Fehlverhalten auch noch für richtig halten. Die Greueltaten der IS und der Nazis sind extreme Beispiele dafür.

Die Bibel fordert an vielen Stellen zu moralischem Verhalten auf, zu Nächstenliebe und sogar dazu, seine Feinde zu lieben und zu segnen.

Ein Beispiel für geforderte Eigenschaften ist Galater 5,22. Dort steht: "Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung."

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Moral geht von Religion aus. Allerdings heißt das nur bedingt, dass es ohne Gott keine Moral gibt. Es kann Moral geben, aber nicht entstehen ohne Gott. Ohne Gott fehlen halt die Gründe für Moral. Lies mal die Präambel unseres Grundgesetzes. Ein ungläubiger Mensch kann durchaus moralisch sein, auch wenn mir noch keiner begegnet ist.

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Kommentar von realsausi2
29.03.2016, 09:07

Ein ungläubiger Mensch kann durchaus moralisch sein, auch wenn mir noch keiner begegnet ist.

Das halte ich mal für unmöglich. Es sei denn, Du lebst in einem Kloster fernab der Menschheit.

Ich bin Atheist und ein überaus moralischer Mensch. Ebenso wie die meisten anderen Atheisten auch.

Es ist nicht anzunehmen, dass in Deinem Umfeld nicht auch ei paar davon rumlaufen.

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Kommentar von earnest
02.04.2016, 19:56

Es mag sein, dass Moral AUCH von Religion ausgehen kann. Aber als pauschale Behauptung - dass Moral NUR von Religion ausgehe - ist das Unfug.

Auch mir sind schon viele "Ungläubige" begegnet, die sehr moralische Menschen sind.

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Doch, natürlich gäb es die, beide Begriffe haben doch nur sehr bedingt miteinander zu tun...

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doch, gibt ja nicht umsonst Ethik-Unterricht und Humanismus

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Moral hat mit Gott, wenn es ihn gäbe, ebenso wenig zu tun wie ein Fahrrad mit einem U-Boot. Moral ist nicht von Glauben abhängig.

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Moral ist subjektiv und von Menschen gegeben.
Je nach Philosoph ist die Definition etwas anders, aber ich nehme das Modell, in dem Moral die Unterscheidung zwischen Gut und Böse ist, Ethik wäre dann Fair und Unfair.

Wenn du ganz streng gläubig bist könntest du sagen, dass Gut und Böse von Gott kommt.

Aber wer ist heute gut, wer böse?
Jeder hat sein Ziel, das er erreichen möchte.

Deswegen ist das Leben nach Moral sowieso nicht so gut. Ich habe keine Moral, ich lebe nach Ethik.
Wie oben schon erwähnt, ich gucke nur, was ist für meine Mitmenschen fair und was nicht.
So lebt man Umwelt- und Menschenfreundlich.

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Doch, natürlich existiert diese. Da die Existenz von "Gott" ohnehin umstritten ist, ist es ja demnach bewiesen, denn Moral und Anstand existieren.

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Kommentar von laePanda
29.03.2016, 01:48

Ja schon, nur ergibt das für mich keinen richtigen Sinn... Gesetze sind nur ein Rahmen die vor guten oder schlechten Taten entscheiden, aber was wäre denn so schlimm z.B. Vom Nachbarn abzuschreiben/zu spicken, es gäbe nie eine Konsequenz, es würde niemanden interessieren ohne Sünde etc... nja ich schätze ich hab einfach nen Denkfehler.

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Kommentar von laePanda
29.03.2016, 01:50

entscheiden=abschrecken

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Kommentar von laePanda
29.03.2016, 01:57

Ja ist sie. Es gibt nicht nur die 10 Gebote... Das mit dem Eimer Farbe wäre allerdings ne überlegung wert.

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Im Gegenteil. Mit Gott gibt es keine Moral. Denn wenn jemand wegen einer Aussicht auf göttliche Belohnung Gutes tut und Böses lässt, dann ist das nicht Moral, sondern nur kalte Berechnung.

Moral kann es nur ohne Gott geben.

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Kommentar von laePanda
29.03.2016, 01:54

stimmt, daran hab ich nie gedacht. hmm, allerdings tut man aus Liebe zu Gott die und die Dinge, aber man entscheidet trz menschlich heraus, da man nicht ermessen kann was Gottes Gedanken dazu sind. Nja theoretisch wäre es schon so.

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Kommentar von Fantho
29.03.2016, 11:18

Du begehst einen Gedankenfehler!

Dass der Mensch sich unmoralisch verhalten hat, deutet doch nicht darauf hin, dass es mit Gott keine Moral gäbe, sondern daraufhin, dass der Mensch sich nicht an die Moral Gottes gehalten und somit gegen Gottes Moral gehandelt hat..

Eine Moral Gottes ist doch an Gott ohne Eigennutz zu glauben und Gott ohne Kalkülgedanken zu lieben, sprich aus reinem Herzen und aus freiwilligen Stücken...

Wer jedoch zB aus Kalkülgründen (göttliche Belohnung) Gott liebt und an Gott glaubt, hat doch bereits gegen die Moralvorstellung Gottes gehandelt...

Gruß Fantho

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Ach was. Moral ist völlig unabhängig von Gottesglauben.

Ich bin Atheist und ein überaus moralischer Mensch. Gott braucht man dafür nicht.

Moral, bzw. ihre grundlegenden Ansätze, sind bei uns evolutionär entwickelt. Es war für menschliche Gemeinschaften immer förderlich, bestimmte Regeln des Zusammenlebens zu formulieren und einzuhalten.

Vieles dessen, was wir heute als ganz selbstverständlich in unserem Moralkodex einordnen musste sogar gegen den entschiedenen Widerstand von Gottgläubigen erkämpft werden.

Gottesglaube ist also nicht nur unnötig, er ist für Moral auch kontraproduktiv.

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