Frage von Qualia,

Gibt es objektive Wahrheiten?

Über den Wahrheitsbegriff stolpere ich immer wieder.

Dass es nicht die eine große Wahrheit, die absolute Wahrheit gibt, da bin ich mir recht sicher.

Aber ich dachte eigentlich immer, dass sich zumindest viele kleine Wahrheiten finden lassen.

Mittlerweile überkommt mich allerdings ab und an das Gefühl, dass alle Wahrheit relativ ist. Abhängig vom Standpunkt, von Zeit, Kultur, individuellen Wünschen, Alter, Religion und so weiter.

Ist die Wahrheit somit immer subjektiv und damit nur meine eigene Wahrheit? Wobei ich damit nicht ein großes Ganzes meine, sondern kleine Dinge, bei denen ich richtig und falsch zu erkennen denke.

Das einzige, bei dem ich mir eine objektive Wahrheit wirklich uneingeschränkt vorstellen kann, ist die Mathematik.

Wie siehst aus? Ist wirklich alles relativ und nichts objektiv wahr? Und wie geht man dann damit um, dass man nichts weiß, sollte es so sein?

Oder habt ihr vielleicht Beispiele für objektive Wahrheiten?

Hilfreichste Antwort von Nietzsche81,
12 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Am wenigstens Wahrheit findet sich in der Mathematik. Es heißt zwar, diese oder jene Aussage sei wahr oder unwahr, aber das gilt immer nur unter den Voraussetzungen der gültigen Axiome. 1+1=2 ist nur deshalb wahr, weil das so definiert ist. Definiere ich 1+1=3 dann ist diese Aussage wahr. In der Mathematik findet sich also gar keine Wahrheit.


Dekonstruieren wir mal den Begriff. Fangen wir mit Wahrheit an. Ich verweise mal auf berkerheims hervorragenden Beitrag und fasse diesen (hoffentlich wahrheitsgetreu) zusammen: Wahrheit meint die tatsächlichen Umstände einer Situation, die Wahrhaftigkeit unverstellt zu leben, die Bewertung von Hypothesen zu Dingen in der Welt und zuletzt die Wahrheit einer Glaubensvorstellung. Zu Glaubensvorstellungen muss ich glaube ich nicht viel sagen. Das muss jeder selbst wissen, was er zu glauben im Stande ist. Aber eine objektive Wahrheit gibt es bei den Religionen nicht, außer Du bist ein fanatischer Anhänger einer solchen.


Am spannendsten sind ist die Wahrheit in unserer Interpretation der Realität. Das findet sich in berkers Punkt 1 und 3. Wenn wir uns nämlich jetzt der Objektivität zuwenden, stellt sich die Frage, wie wir denn an Informationen gelangen. Z.B nehmen unsere Augen von Dingen reflektierte Sonnenstrahlung auf und die Zellen der Retina senden elektrische Impulse an das Gehirn. Dort wird dann interpretiert. Wir haben aber keinen direkten Kontakt zu den Dingen, sondern unsere Sinne produzieren Wahrnehmungen in dem sie elektrische Impulse senden. In unserem Gehirn bauen wir dann eine Konstruktion dessen zusammen, was wir für eine legitime Interpretation der Wirklichkeit halten. Aber: niemand sagt uns, dass unsere Interpretation wirklich richtig ist. Niemand kann uns das sagen, da auch das gesagte wieder durch die Ohren aufgenommen würde und im Gehirn elektrische Impulse interpretiert würden. Abgesehen davon, dass unsere komplette Umgebung konstruiert ist, wirft dies ein Licht darauf, dass alle Erkenntnis zwangsläufig subjektiv ist, egal welcher Art die Erkenntnis ist. Ohne interpretierendes Individuum keine Erkenntnis.


Jetzt könnte man ja sagen, wir erklären uns gegenseitig die Wirklichkeit, das ist auch nicht abwegig. Aber nur, weil eine bestimmte Gruppe in einem Punkt eine Übereinstimmung der Interpretation gefunden hat, heißt das noch nicht, dass diese Interpretation auch wahr ist. Das interessante ist, selbst wenn diese Vorstellung der objektiven Wahrheit, also der Realität entspräche, könnten wir das niemals zweifelsfrei wissen. Ich weiß, der Konstruktivismus ist gewöhnungsbedürftig.


Zurück zu unseren schönen Beispielen: Die Schwerkraft ist doch ein Naturgesetz, oder? Stimmt nicht, sie ist kein Gesetz. Sie gilt nur so lange, wie der Apfel immer nach unten fällt. Fällt er nur ein einziges Mal nach oben, ist das "Gesetz" dahin. Außerdem heißt es Erdbeschleunigung. Wenden wir uns den kleinen Dingen zu. Das schönste Beispiel ist das von Optimist und Pessimist mit dem Wasserglas. Hier sehen wir, wie die Beschreibung der Wirklichkeit Probleme bereitet. Man könnte allerdings sagen, das Glas sei zu 50% gefüllt. Angenommen wir sind dazu in der Lage Aussagen über unsere Umwelt zu treffen, könnte man meinen, dass das stimmt. Aber wir nehmen erstens nur das wahr, was wir mit unseren Sinnen erfassen können. zweitens ist das Glas in den restlichen Teil mit Luft gefüllt, es ist also ganz voll, nur nicht mit Wasser, und es weiß niemand ob nicht vielleicht doch halbvoll oder halbleer die "wahre" Beschreibung ist.


Wahrheit hängt also auch noch von unserer Beschreibung der Wirklichkeit ab, lassen wir es mal dahingestellt, ob unsere Wirklichkeitskonstruktion auch der Realität entspricht. Aber so wie wir beschreiben, so erfahren wir Dinge und ihre Wahrheit. Jetzt mag es aber noch das Problem geben, dass wir gar nicht die Worte haben, um ein Ereignis zu beschreiben. Dann produziert unsere Sprache Probleme und Widersprüche in der Konstruktion der Wirklichkeit. Zur vertiefenden Lektüre hierfür empfehle ich Ludwig Wittgensteins Philosophische Grammatik.


So, nun zum Schluss des ganzen Sermons meine Interpretation der Wirklichkeit. Ich bin der festen Überzeugung, dass außer unseren Gedanken und Gefühlen (interessanter Weise) nichts für uns erkennbare, objektive Wahrheit enthält. Alles ist eine Frage der Interpretation und der Konstruktion. Nur das, was in uns selbst ist, das mag tatsächlich einwandfrei als wahr bezeichnet werden, allerdings können diese Dinge niemals objektiv sein. Es mag tatsächlich objetive Wahrheiten geben, aber der Mensch ist nicht dazu in der Lage diese zu erkennen, und, wenn er sie erkennt, zweifelsfrei zu wissen, dass es sich um eine objektive Wahrheit handelt.

Kommentar von Qualia ,

Hallo Nietzsche81,

vielen Dank zunächst für deine ausführliche Antwort.

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Die Problematik der sinnlichen Wahrnehmung ist mir soweit bekannt. Niemand kann erkennen, ob die subjektiv mit den Sinnen wahrgenommene Welt auch der objektiven Wirklichkeit entspricht. So ist eine Rose nicht rot, wir färben sie durch den Sehvorgang.

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Allerdings würde mich darüber hinaus interessieren, ob es Wahrheiten in Ethik- und Moralfragen gibt, sozusagen Wahrheiten des menschlichen Miteinanders.

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Was die Sache mit der Mathematik betrifft, verstehe ich durchaus deinen Einwand des Definitionsproblems, allerdings ist die darunterliegende Ebene schon komplizierter zu widerlegen, wenn überhaupt, würde ich meinen.

Die Bezeichnung sei mal dahingestellt, die ist ja menschgemacht. Aber das darunterliegende. 2 einzelne Äpfel, die man zusammenlegt, da kann 1+1 nicht 3 sein. (Ich muss zur Erklärung nun wieder auf die menschgemachten Bezeichnungen zurückgreifen, aber ich hoffe, du verstehst trotzdem, wie ich es meine.)

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Und zu dem Glas fällt mir ein....ich las einmal, dass der Rationalist sagen würde: "Das Glas ist halb so groß wie es sein müsste."

;-)

Kommentar von Nietzsche81 ,

Zunächst einmal danke für den Kommentar. Du machst es Dir nicht einfach, wie ich sehe.

"Die Problematik der sinnlichen Wahrnehmung ist mir soweit bekannt. Niemand kann erkennen, ob die subjektiv mit den Sinnen wahrgenommene Welt auch der objektiven Wirklichkeit entspricht. So ist eine Rose nicht rot, wir färben sie durch den Sehvorgang."

- Ich würde noch weiter gehen, wir geben der Rose ihre Form, ihren Duft und ihre Farbe durch den Wahrnehmungsvorgang, respektive konstruieren ein Bild in unseren Köpfen, von dem wir glauben, dass es wie eine Rose aussieht. Ob das so richtig ist, ist nicht überprüfbar. An dieser Stelle wird schon klar, dass ich mich wohl weiter gegen die objektive Wahrheit wenden werde. Die Wirklichkeit, wie wir sie wahrnehmen muss nicht der Realität entsprechen. Ich verwende Realität als Begriff für den tatsächlich vorliegenden Zustand der Umwelt. Darin allein liegt aber noch keine Wahrheit, vor allem, da wir diese Realität nur vermuten können.

Kommentar von Nietzsche81 ,

Zur Mathematik: Das von Dir genannte Beispiel führt in die falsche Richtung, da hier nicht die Wahrheit in der Mathematik liegt, sondern in den faktischen Umständen (so wir sie denn erkennen... Du weißt was ich meine). Philosophisch betrachtet kann eine Menge aber nie absolut betrachtet werden. Genau das machst Du auch nicht. Du sagst, anders formuliert: Zwei Äpfel sind mehr als einer, und zwar genau einer mehr. Darin läge aber nur dann eine Wahrheit, wenn alle Äpfel immer gleich wären. Wenn ich nämlich zwei winzig kleine Äpfel habe, aber eine anderer einen riesig großen, dann hat dieser mehr Apfel, obwohl er weniger Äpfel hat. Also ist auch das keine objektive Wahrheit. Ich muss nämlich immer entscheiden, welchen Maßstab ich zur Messung der Menge Apfel anlege, und das ist dann wieder eine subjektive Frage. Und ich möchte darauf verweisen, dass es in der höheren Mathematik nur noch schlimmer wird. Jede Gerade ist logischerweise die unendliche Fortführung der kürzesten Verbindung zwischen zwei Punkten. Jetzt ist sie aber "unendlich". Und daher ist jede Gerade auch als Kreis beschreibbar. Genauso wie jede Ebene als Kugel beschreibbar ist. Eine Gerade und ein Kreis schließen sich aber aus. Da stößt die Definition an ihre Grenzen. Wahrheit sieht anders aus.

Kommentar von Nietzsche81 ,

Ethik und Moral sind das wahrscheinlich schwierigste Thema auf diesem Planeten. Vor allem weil es keinen archimedischen Punkt gibt. Es gibt keinen Wert, der über die Jahrtausende der Menschheitsgeschichte, so wir sie denn nach verfolgen können, universell gültig war. Nehmen wir uns nur die Menschenrechte, als kleinsten gemeinsamen Nenner (Ich weiß, es heißt eigentlich kleinstes gemeinsames Vielfaches, oder größter gemeinsamer Teiler...) der Weltreligionen vor. Das Recht auf Meinungsäußerung? Okay, werden wir grundsätzlicher: das Recht auf Leben? Nichts, was darin steht hat immer als moralischer Wert gegolten. Also brauchen wir eine andere Legitimation. Die häufigste Ableitung universell geltender Recht geschieht aus dem Naturrecht, das hat sich seit den Sophisten nicht geändert. Die zweite Möglichkeit ist die Religion. Aber für beides muss ich mich aktiv entscheiden, ich muss ein Denksystem annehmen, ich muss mich auf argumentatorische Schemata einlassen, und ich muss versuchen kohärent in einem System zu argumentieren. Das sind so viele Einschränkungen, dass ich nicht davon ausgehen kann, dass sie nicht zu einer objektiven Wahrheit führen können.

Kommentar von Nietzsche81 ,

Aber lassen wir uns mal darauf ein. Nehmen wir die Religion: das ist der einfachste Weg, intellektuell wie emotional. Wenn ich auf das Jenseits hoffen kann, kümmert mich das Diesseits wenig. Die philosophischen Begründungen sind weitaus komplexer, wenigstens von der Argumentationsstruktur. Ein Demiurg, also ein unbewegter Beweger ist eigentlich nichts anders als eine Gottesvorstellung. Ich habe mal einen schönen Satz gelesen: Der Philosoph ist jemand, der eine schwarze Katze in einem komplett dunklen Raum sucht. Der Gläubige ist jemand, der eine schwarze Katze in einem komplett dunklen Raum sucht und dabei die ganze Zeit ruft: Ich hab sie! Ich hab sie! Finde ich sehr bezeichnend. Wieder zum Thema zurück. Alle ethischen Werte sind gebunden an ihren Ursprung, an ihre Entstehungskultur und an bestimmte Gesellschaftsformen. Ich möchte einfach nur zwei Beispiele bringen: Es galt den Griechen als völlig normal sich Lustknaben zu halten. Viele große Philosophen waren vorne mit dabei. Nr 2: Bei den Aborigines werden die Eltern nach ihrem Tod in einer sehr komplexen Reihenfolge teilweise von ihren eigenen Kindern verspeist. Gut, sind vor- und frühgeschichtliche Beispiele. Nehmen wir die freie Entfaltung der Persönlichkeit....

Kommentar von Nietzsche81 ,

Wie Du siehst interpretiere ich objektive Wahrheit als „allgemeingültige“ Wahrheit. Aber objektiv kann etwas nur dann sein, wenn es unabhängig vom Betrachter aus gilt. Dann müssten aber auch jene, die gegen die allgemeingültigen Werte verstoßen wissen, dass sie das tun. Und sie dürften nicht der Meinung sein, dass sie aufgrund von anderen höheren Werten handelten. Und für alle relativen Wahrheiten aus der Umwelt gilt, sie sind abhängig von der Beschreibung, und diese ist abhängig von Begriffen. Begriffe bedürfen der Definition. Schon wieder ein Problem. Du bist größer als ich. Das kann man ja sehen. Aber vielleicht versteht einer „größer“ im Sine von bedeutender. Ich habe viele wissenschaftlicher Artikel und ein Buch veröffentlicht. Bin ich jetzt größer als Du? Es hängt an der Beschreibung. Ich möchte hier gerne einmal den interaktionistischen Konstruktivismus in Feld führen. Wir erklären uns die Wirklichkeit gegenseitig. Und wenn sich eben viele, oder fast alle in unserem allgemeinen Umgebungsradius auf eine Deutung der Wirklichkeit geeinigt haben, dann hat diese Deutung Gültigkeit. Wir konstruieren gegenseitig unsere Wirklichkeiten und damit unsere Wahrheiten, im Großen wie im Kleinen.

Meine objektive ;-) Meinung zum Thema: Nein, objektive Wahrheit existiert nicht. Nicht mal im Kleinen...

Kommentar von DieterKroeger ,

sooooviele worte , klug und subjektiv ! wie ich schon zart andeutete : objektivität entsteht bei abwendung des betrachters!. anm. .das scheint auch noch nach objektivität (wahrheit)....DIEGO...

Kommentar von Todoroff ,

"Ich bin der festen Überzeugung, dass außer unseren Gedanken und Gefühlen (interessanter Weise) nichts für uns erkennbare, objektive Wahrheit enthält."

Ich frage mich, wie man einen solchen Satz schreiben kann. Das Subjektive schlechthin, Gedanken und Gefühle, sind objektiv. Objektiv ist all das, was vor meiner Geburt schon war und nach meinem Tod noch sein wird, unabhängig von meiner Erkenntniswelt, und das ist letztlich nur Gott, denn vor meiner Geburt gab es eine Zeit, in der die Erde, das Sonnensystem, das Weltall nicht war, aber Gott, und nach meinem Tod wird irgendwann die Erde, das Weltall, nicht mehr sein, aber Gott. www.gtodoroff.de/gottbew.htm # Gottesbeweise

Evolution und Urknall und die Relativitätstheorie von Dumm-wie-Ein-Stein und die (völlig unbiblische) Behauptung von der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, dem DreiEinigen Gott, sind experimentell widerlegt, philosophisch nicht zu halten und mathematisch unmöglich.

Antwort von Leviathan94,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Natürlich gibt es sowas.

Die Erde ist eine Kugel......zB

Kommentar von Draschomat ,

Ist sie doch gar nicht! ;-)

Kommentar von Nietzsche81 ,

Stimmt, die Erde ist keine Kugel...

Kommentar von Leviathan94 ,

Was dann?

Kommentar von Marion2 ,

eierig...

Kommentar von Leviathan94 ,

Stimmt! ^^

Kommentar von Leviathan94 ,

die ist ja oben und unten abgeplättet

Kommentar von Marion2 ,

das auch ;o)

Kommentar von Nietzsche81 ,

Auch falsch, die Erde ist eine Scheibe, die auf dem Rücken von vier riesigen Elefanten ruht, die auf dem Rücken einer Riesenschildkröte stehen, die durch's Universum gleitet...;-)

Kommentar von Marion2 ,

Häää???

Kommentar von Draschomat ,

Vielleicht hilft dir dieses Bild, Marion:

http://www.mr-test.de/images/erde%20mond.jpg

;-))

Kommentar von Marion2 ,

Meine Katze mag Mäuse, ich nicht... ;o)

Antwort von Draschomat,
23 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Schöne Frage, die mir auch öfters im Kopf rumgeistert. ;-)

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Im Grunde sehe ich es wie du: Wahrheit ist immer relativ.

Beispiel: "Ich fahre gerade 50 km/h mit dem Auto." Das ist nicht die "Wahrheit"! Denn diese Aussage ist nur relativ zur Bewegung auf der Erde richtig, weil sich die Erde mit 30 km/s um die Sonne dreht, die Sonne um das Zentrum der Milchstraße etc.

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Womöglich ist es mit der Wahrheit wie mit Moralvorstellungen oder Lebenseinstellungen: Was einem als Kind an-erzogen wird, hält man (zumindest größtenteils) für "richtig" und "wahr".

Der Mensch gewöhnt sich nunmal an fast alles und denkt dann nicht mehr genauer über eine Sache nach. Wenn man z.B. eine ältere, sehr gläubige Person Fragen über Religion stellt, wird sie kaum logisch argumentieren können - evtl. kommen Antworten wie "Das habe ich so gelernt." oder "Das mache ich schon immer so.".

Anderes Beispiel: (Fast) jeder Mensch hier in Deutschland ist Frieden und Wohlstand gewohnt und meint deshalb, dass diese Dinge selbstverständlich seien - was natürlich überhaupt nicht der Fall ist!

Immer frisches Wasser und Strom - eine Selbstverständlichkeit? Ich denke nicht - und wenn man sich vor Augen führt, wie z.B. ländliche Bewohner in Russland durch die derzeitigen Waldbrände alles verloren haben, sollte man einmal mehr sehen, wie GUT es uns geht.

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Den Aspekt mit der Mathematik finde ich interessant. Aber ist Mathematik nicht auch vom Menschen gemacht? Dividieren durch Null? Nicht möglich - das wurde aber nur so festgelegt. 1+1 ist nicht "wahrheitsgemäß" 2, sondern einfach so definiert. Hätte man andere Zahlensysteme, wäre die mathematische "Wahrheit" schon wieder anders. Wenn ich nicht irre, gibt es sogar Beweise (?), dass 1=2 oder 1+1=3.

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Gerade in der Wissenschaft müsste man eigentlich meinen, dass sie "recht" hat - wenn ein Forscher z.B. seine Meinung über die Klimaveränderung kundtut, hat das mehr Gewicht als die Meinung eines Laien. Aber trotzdem: Der Forscher hat nicht die Wahrheit gefunden, sondern nur die für ihn plausibelste und logischste Erklärung veröffentlicht - mit objektiver Wahrheit hat das nichts zu tun.

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Wenn man (zu) viel darüber nachdenkt, könnte man vermutlich verrückt werden, weil man erstens keine klare Lösung erhält und zweitens feststellen muss, dass Begriffe wie Wahrheit oder auch Wissen, von denen man meinen könnte, dass sie ganz klar definiert und für alle Menschen gleich seien, letztlich doch nur subjektiv und relativ sind.

Kommentar von Angel84 ,

Genau so isses, weshalb es das Gesündeste ist, jegliches Wissen und jeglichen Glauben für möglich zu halten, aber nicht als Wahrheit zu postulieren.

Schöne Antwort!

Kommentar von marijo2 ,

Wenn nur jeder Zehnte vernunftbegabte Mensch auf diesem Globus "seine Wahrheiten" ansatzweise so hinterfragen würde wie Du und einige Wenige es tun, dann lebten wir vermutlich in einer "wahrhaftig besseren Welt...!"

Kommentar von MojitoTom ,

Wunderbar ausgedrückt marijo

Kommentar von Qualia ,

Danke sehr Draschomat! :-)

Kommentar von punkrockboy ,

Muss ich dir größtenteils recht geben, aber zur Mathematik:

Dass man nur noch 5 Äpfel hat, wenn man von 8 Äpfeln 3 wegnimmt, ist nicht vom Menschen gemacht!

Nur die Bezeichnung der Zahlen ist vom Menschen, die Zahl selbst aber nicht!

Kommentar von Draschomat ,

Guter Gedanke...aber wenn ich fünf Äpfel habe, rechne ich nicht, sondern esse sie. ;-)

Antwort von Ulenvater2,

Wer stimmt mir zu, daß das für den religiösen Menschen von NACHRANGIGER Bedeutung ist ?!

Kommentar von Qualia ,

Sol das heißen, dass sich religiöse Menschen nicht für die Wahrheit interessieren?

Kommentar von Marion2 ,

Ich denke eher, dass die Wahrheit für religiöse Menschen anders gesehen wird...

Kommentar von Ulenvater2 ,

@Marion2: Sind wir schon 2; die anderen arbeiten wohl noch oder sind in der Schule.

Kommentar von platon91 ,

das stimmt zu 0,00%. Ein religiöser Mensch denkt ja die Wahrheit gefunden zu haben. Da ich denke das, wie oben erläutert, es nur subjektive Wahrheiten gibt ist also die Religion für ihn wahr. Wenn er wirklich gläubig ist, dann lebt er sein leben, und denkt sein denken nach der Wahrheit. Somit hat sie absolute Bedeutung ihn.

Kommentar von Marion2 ,

Natürlich ist das für ihn wahr.Es entspricht aber dann nicht zwangsläufig meiner Wahrheit....Da ich in der Lage bin, mir meine eigene Meinung zu bilden, sieht meine Wahrheit auch anders aus.Und wenn ich der festen Überzeugung bin, dass das die einzig richtige ist, lass ich mich dann auch nicht bekehren...

Kommentar von Ulenvater2 ,

@Marion2: Was zur Folge hat, daß uns die Fragestellung von @Qualia überhaupt nicht interessiert; ich versuche sie nicht einmal komplett zu verstehen, weil mir das unbedeutend ist. Eigentlich müßte uns das team löschen. Aber nein, wir dürfen sagen, daß wir die Sache ANDERS sehen.

Kommentar von Marion2 ,

Oh, Ulenvater, ganz so seh ich das nicht...wenn uns die Frage nicht interessieren würde, hätten wir denn dann darauf geantwortet?Also ich für meinen Teil zumindest nicht....auch wenn ich es anders sehe...

Kommentar von Qualia ,

Ehrlich gesagt habe ich noch nicht ganz verstanden, wieso du die Religion jetzt aus dem Hut gezaubert hast.

Kannst du mir das vielleicht noch mal erklären?

Antwort von Sceptic,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Beispiel für eine objektive Wahrheit:

Nach dem Leben kommt der Tod.

Kommentar von jobul ,

Quatsch. Den Tod gibt es nicht.

Kommentar von Marv1994 ,

woher willst du das wissen?

Kommentar von Qualia ,

Sehe ich ebenso.

Aber es gibt Menschen, die sehen das anders. :-/

Kommentar von Sceptic ,

ich mein jetzt nicht zwangsläufig das Skellett mit Mantel und Sense. Aber es ist eine unumstößliche Wahrheut, dass früher oder später jedes Individum durch den Prozess, den wir Sterben nennen, aus seiner Zustandsform in einen nicht näher bekannten neuen Zustand übergeht.

Oder in kurz: jeder muss irgendwann sterben.

Kommentar von Qualia ,

Was ist mit Süßwasserpolypen?

Die sind theoretisch unsterblich.

Kommentar von Sceptic ,

Interessant...

Aber früher oder später wird der Polyp bestimmt gefressen... aber ich sehe, damit hinkt meine Theorie....

Antwort von erdfrau,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

ich denke, es gibt so viele Wahrheiten wie es Menschen gibt. Jeder hat seine eigene Wahrheit, aber es gibt nur eine absolute Wahrheit. Das Schöne ist doch, dass sich Deine Wahrheit immer wieder neu gestaltet, weil Du Erfahrungen machst und Dein Bewusstsein zunimmt. Es gibt somit kein "falsch", sondern nur "Irrtum"....:-))

Kommentar von Qualia ,

Was wäre die absolute Wahrheit und wer definiert sie?

Kommentar von Ulenvater2 ,

@erdfrau: Parkschaden !

Kommentar von erdfrau ,

auseinandersetzen sollst Du Dich mit Deiner Wahrheit... das verstehen wir, damit können wir umgehen. Die absolute Wahrheit können wir gar nicht ganz erfassen - sie IST einfach. Und es ist für mich unerheblich zu wissen,"wer" diese definiert.

Kommentar von Qualia ,

Woher willst du dann wissen, dass diese absolute Wahrheit überhaupt existiert?

Kommentar von erdfrau ,

ich weiss dass ich nichts weiss....:-))

Antwort von berkersheim,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wahrheit ist ein sehr weitläufiger Begriff mit unterschiedlichster Verwendung. So wie hier gefragt ist, und die meisten Antworten greifen das auch so auf, geht es um die Wahrheit von Antworten, die zu metaphysischen Fragen gegeben werden wie "Gibt es ein Leben nach dem Tod?" usw..

Im einfachen, auch im juristischen Verständnis geht es erst einmal darum, dass Wahrheit die Situation betrifft, dass die Darstellung die tatsächlichen Eindrücke wiedergibt ohne Verfälschung, ohne Hinzudichtung, ohne Kalkül. Das Gegenteil dazu ist die Lüge.

Im weiteren Sinne wird das durch den deutschen Begriff "Wahrhaftigkeit" ausgedrückt, z.B. 'wahrhaftig leben', was bedeutet, unverstellt, ohne manipulierendes Kalkül leben, meine Handlungen und Taten geben eins zu eins mein Wissen und meine Wertungen wider. Das Gegenteil dazu ist die Heuchelei, die Verstellung.

Dann wird Wahrheit als Verkürzung auch benutzt im Verhältnis von objektiver Umweilt und den Verhältnisse dazwischen und zu uns Menschen. Das ist ein Stein. Er hat dieses Gewicht und diesen Umfang und diese Dynamik und wenn er mich trifft, reichen Gewicht, Festigkeit und Dynamik zu einer Enerie, die mich tötet. Hinter allen diesen Aussagen stecken Objekte und Hypothesen zu ihrer Beschaffenheit und Möglichkeiten. Eigentlich meinen wir dann mit "wahr", dass Hypothesen richtig oder falsch sind.

Die Wahrheit metaphysischer Antworten ist in der Regel komplex und umfasst Systeme von "Glaubensdogmen" über Zusammenhänge, die eine komplexe Einstellung zu Mensch und Welt beschreiben und in die Werte eingebunden sind, nach denen wir uns richten im Umgang mit Mensch und Umwelt.

Mengentheoretisch ausgedrückt gibt es zwischen den beschriebenen Kernbereichen "Schnittmengen", was die Sache nicht einfacher macht und bei oberflächlicher Betrachtung zu Verwechslungen führen kann. So gibt es sehr wohl "Glaubenssätze", die mit Kalkül propagiert werden und dem Verkünder eine vorteilhaftere Position verschaffen. Das ist z.B. immer der Fall, wenn eine verkündete Religion in Wirklichkeit versteckt gesellschaftliche Rangordnungen verteidigt, oder gesellschaftliche Traditionen bewahren will, die z.B. vor allem die Männer bevorteilt. Auch hier muss man dann klar unterscheiden.

Kommentar von marijo2 ,

Am gefährlichsten sind also die Lügen der Obrigkeiten, welche "als hehre Wahrheit" verpackt daherkommen und damit die Wahrnehmung des gesunden Menschen in die Irre führen...! DH!

Kommentar von Qualia ,

Vielen Dank berkersheim, diese Antwort gefällt mir wirklich gut, ich werde mal darüber nachdenken. :-)

Kommentar von berkersheim ,

@marijo2

Das Wort "gefährlich" würde ich nicht so unterstreichen. Es ist so. Außerdem, damit eine Obrigkeit lügen kann, brauchts auch eine "Untrigkeit", die alles glaubt oder sogar teils fanatisiert hinterherläuft. Die Mischung machts. Jede "Wahrheit" hat eine Perspektive, eine Fokussierung, weil kein Mensch alles weiß und erfasst. Manches ist unbewusst fokussiert, manches strategisch lanciert. So sind wir Menschen. Wie sagte bereits Heraklit: Das Leben ist Wettstreit (z.B. um den besten Platz am Fressnapf oder um die Hebel der Macht).

Antwort von Marion2,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wow, das ist wirklich einge gute Frage, die soooo schnell gar nicht zu beantworten ist...

Ich denke, Wahrheit ist das, was ich tatsächlich wissen will und worüber ich mir meine Meinung bilde.Wenn ich etwas nicht weiß, äussere ich mich nicht dazu und kann damit auch nicht meine Wahrheit zum Besten geben.

Und wer behauptet, dass Mathematik die einzige Wahrheit ist?

Ist es denn so, dass die Welt dazu erschaffen wurde, dass wir sie nur anhand von Zahlen verstehen können / wollen?


Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen. -Voltaire-

Kommentar von Qualia ,

Na ja...diese Sache mit der eigenen Wahrheit ist ja grad das Problem oder?

Wenn es die eigene Wahrheit ist, dann legt das nahe, dass sie nicht objektiv ist, sondern subjektiv.

Kommentar von Marion2 ,

Sicherlich hast du da nicht unrecht...aber was genau will denn der Mensch objektiv sehen?Er pocht doch ständig darauf, dass gerade er die Wahrheit sagt, oder nicht?

Kommentar von Qualia ,

Hmmm....kann man die Wahrheit sagen, ohne zu wissen, was die Wahrheit ist?

Nu wirds kompliziert. :-)

Kommentar von Marion2 ,

Jede/r kann das, da davon ausgegangen wird, dass seine/ihre Wahrheit die einzig richtige ist ;o)

Antwort von marijo2,
11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

"Gibt es objektive Wahrheiten?"

Unsere Wissenschaftler vermeinen dies zumindest an gewissen Eckpunkten festmachen zu können. So stellt z.B. die Ausdehnung des Universums eine "objektive Wahrheit" dar - ebenso wie das Vorhandensein messbarer Parameter allgemein... - wobei das Phänomen der "Wahr-Nehmung" indes auch in der Wissenschaft nicht wirklich ergründet ist.

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Warum also gibt es z.B. den "Welle-Teilchen-Dualismus", der ausschließlich von der Anwesenheit eines Betrachters abhängig ist??

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Gibt es nicht auch zahllose Beispiele dafür, wie zunächst "objektive" Wahrheiten nach späteren Wahrnehmungsmodifikationen plötzlich nichtig und somit wieder "subjektiviert" wurden? (z.B. "Die Erde ist keine Scheibe - und dreht sich um die Sonne"...- anstatt umgekehrt!)

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Ich persönlich denke, die einzig objektive Wahrheit kann immer nur meiner subjektiven "Wahr-Nehmung" folgen, denn das Gegenteil ist imho nicht bewiesen. Oder gab es schon mal jemanden, der festgelegte "Wahrheits-Parameter" nach seinem Tode verifizieren konnte?

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Durchaus denkbar, dass alles, was wir als "wahr" annehmen, nur eine "Matrix" ist, die wir als wahr annehmen...(!) - und dahinter einer sitzt, der pausenlos weiter am Programmieren ist... (siehe Ideen z.B. aus "Matrix", "The 13th Floor", "Thron")

Durchaus denkbar, dass WIR Erschaffer unserer Wirklichkeit und Wahrheit sind... - oder jemand anderes, den viele als "Gott" bezeichnen wollen. Und anderes Synonym für Gott: "Wahrheit" - womit wir wieder beim Ausgangspunkt wären... o.O

Darum lasse ich mir heutzutage auch nichts mehr als "Wahrheit" verkaufen, was ich nicht morgen auch wieder der "Lüge" bezichtigen kann. Auch meine eigenen "Wahrheiten" - sprich: Glaubenssätze, Prinzipien, Überzeugungen - pflege ich allfällig neu zu hinterfragen, weil das für mich die einzige Form ist, wie Wahrheit überhaupt eine Existenz erfahren kann.

Kommentar von Qualia ,

Danke marjo2!

Ich lasse die Überzeugungen gleich ganz weg, es ist so aufwendig, sie ständig zu überarbeiten. ;-)

Kommentar von marijo2 ,

Jo - da haste auch grad wieder Recht... o.O

Antwort von PlaysWithWolves,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Eine gute wenn auch schwierige Frage. Zählt die Tatsache, dass der Zuckerhut in Brasilien nicht aus Zucker ist, als absolute Wahrheit? Kann Wahrheit, die von Menschen als objektiv bezeichnet wird, wirklich objektiv sein, wenn sich die Wahrheit auf Dinge bezieht, die wie der Mensch selbst Teil des objektiven Ganzen (Universum) ist? Oder ist letzten Endes doch alles Relativ?

Auch in der Mathematik, obwohl es das einzige Gebiet ist, welches wirklich Beweise liefern kann, ist Vieles relativ. So ist 1 und 1 nicht immer 2. In einem Labor Bsw. können aus einer männlichen und einer weiblichen Ratte ganz schnell mal 47 werden. Andererseits werden sich zwei parallel laufende Linien nie treffen.

Auch wenn mein Beitrag in Wahrheit bestimmt nicht sehr zufriedenstellend ist, entspricht es sicherlich der Wahrheit zu behaupten, dass dieses Thema einen Teil der Philosophie darstellt.


Buchtipp: "The Problems of Philosophy" von Bertrand Russell

Kommentar von Qualia ,

Stimmt, zufriedenstellend ist es nicht, aber das habe ich auch eher nicht erwartet. :-)

Interessant ist deine Antwort aber allemal und bringt ein wenig Schwung in die Gedanken.

Danke.

Kommentar von WildeFee ,

Andererseits werden sich zwei parallel laufende Linien nie treffen.

Bist Du da so sicher? ;)

Was ist, wenn die parallelen Linien im Universum verlaufen, wo der Raum durch Materie wie auch schwarze Löcher gekrümmt wird - wäre es nicht möglich, dass sich Parallelen dort treffen?

Kommentar von PlaysWithWolves ,

Mathematik ist eine theoretische Wissenschaft. In der Praxis gibt es viele Beispiele, die mit den Berechnungen und theoretischen Formeln nicht immer übereinstimmen. Dafür bräuchte man noch nicht einmal ins All und Raumkrümmungen, die durch Gravitation verursacht werden, oder schwarze Löcher zu suchen. Es reicht bereits wenn man sagt, dass die Parallelen sich treffen können, wenn sie durch Glas oder Wasser gebrochen werden (in Bezug auf Lichtlinien).

Allerdings habe ich bei meiner Antwort einen Fehler entdeckt. Das mit den Ratten hat mit Mathematik als Wissenschaft nichts zu tun. Eine solche Gleichung beruht auf angewandter Mathematik. Sorry

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