Frage von Edmundbauer, 123

Gibt es Nahtoderfahrungen, wo der Betreffende hirntot war?

Bernard Jakoby schrieb in seinem Buch das Leben danach, das es angeblich Leute gab , die Vorgaenge im OP Raum beschreiben konnten, die in der Zeit passierten als sie Hirntod waren. Stimmt das?

Antwort
von dadita, 80

Nein. Hirntod ist unumkehrlich, ein Hirntoter bleibt auch tot, wenn keine Fehldiagnose vorliegt

Antwort
von OnkelSchorsch, 53

Ich bin selbst mal fast gestorben und Teile meines Gehirns hatten nicht mehr gearbeitet.

Während dieser Phase lag ich im Koma und durchlebte Koma-Träume. Teile meines Gehirns waren also sehr aktiv. Meine Träume hatten größtenteils etwas mit Kämpfen zu tun. Ich bin Kampfsportler, ich nehme an, dass der "Kampf" meines Organismus ums Weiterleben sich so manifestierte. Ich entsinne mich auch an einige "Träume", in denen ich kurz vor dem "Loslassen" war; wie ich später erfuhr, war das wohl in den Tagen, in denen meine Situation extrem kritisch war.

Und nein, es war kein Licht da, keine Engel oder sowas.

Natürlich war ich nicht hirntot, denn wer hirntot ist, ist tot - ohne Rückkehr.

Kommentar von holodeck ,

Während dieser Phase lag ich im Koma und durchlebte Koma-Träume.

Was du beschreibst nennt man Oneiroid-Syndrom und es hat mit Nahtoderfahrungen nichts zu tun. Oneiroide Träume sind von einer Nahtoderfahrung recht sicher zu unterscheiden:     

- Oneiroide sind stark individuelle Erlebnisse, Nahtoderfahrungen beinhalten hingegen kulturübergreifend identische Hauptmerkmale.

- Oneiroide sind mit bedrohlichen statt, wie Nahtoderfahrungen, mit meist tief freudigen Gefühlen verbunden.

- Nahtoderfahrungen sind, im Gegensatz zu Oneiroiden,
mit offensichtlichem tiefen Sinn verbunden, z.B. hinsichtlich
der Auswirkung auf das weitere Leben.

Die Tatsache, dass du letztere Erfahrung offenkundig nicht machtest, sonst hättest du sie in diesem Zusammenhang erwähnt, deutet sogar ziemlich sicher darauf hin, dass du nicht einmal in der Nähe einer Nahtoderfahrung warst.

Oneiroide Träume setzen ein funktionierendes Gehirnvoraus. Und doch sind die Kranken über Tage hinweg nicht ansprechbar.

Antwort
von aprilseventh, 73

Wenn du hirntot bist, ist dein Hirn brei. Der Schaden ist irreparabel. Also kann man davon nicht einfach aufwachen und davon erzählen....

Kommentar von Edmundbauer ,

Hirntod war das falsche Wort, aber es gab leute die praezise Dinge beschreiben konnten, waehrend sie keine Hirnstroeme hatten.

Kommentar von aprilseventh ,

Problem: Nur weil sie akut nicht gemessen wurden heißt nicht, dass sie nicht da sind..

Kommentar von holodeck ,

Man weiß, dass im Falle von Herzstillstand nach längstens 20 Sekunden keine Hirnströme in den höheren Verarbeitungszentren mehr da sind, weil das Gehirn deren Aktivität bei Sauerstoffmangel nicht aufrechterhalten kann. Für Wahrnehmenungen Typ "Nahtoderfahrung" wäre aber eine Aktivität dieser Zentren zwingend erforderlich.

Zumindest wenn uneingeschränkt gelten soll, was wir heute annehmen bzgl. der Funktionsweise des Gehirns.

Antwort
von dschungelboss, 63

So wie ich das verstehe, müsste er selber ein sehr gutes Verhältnis zum Jenseits pflegen, um diese Aussage treffen zu können.

Antwort
von holodeck, 36

Bernard Jakoby schrieb in seinem Buch das Leben danach, das es angeblich Leute gab , die Vorgaenge im OP Raum beschreiben konnten, die in der Zeit passierten als sie Hirntod waren. Stimmt das?

Nein, das stimmt nicht. Bernard Jakoby schreibt nicht "hirntot" sondern "klinisch tot". Was ein gewaltiger Unterschied ist. "Klinisch tot" meint den Totalausfall des Herz-Kreislaufsystems bei Herzstillstand.  

Was passiert bei Herzstillstand? Binnen weniger Sekunden (im Schnitt 15 Sekunden) schaltet das Gehirn um auf Notversorgung. Das heißt, sämtliche Verbindungen zu den Zentren höherer Wahrnehmungsfunktionen werden unterbrochen und stillgelegt. Da ist noch nicht einmal mehr chaotische Aktivität vorhanden, sondern schlicht gar keine. Was wiederum bedeutet, dass sämtliche Hirnzentren, welche nach unserem heutigen Verständnis der Hirnfunktionen sowohl mit ihren jeweiligen Spezialisierungen als auch ihren Verbindungen zueinander nötig wären, um eine Nahtoderfahrung zu produzieren, sind außer Betrieb. Wer oder was sollte da noch Eindrücke verarbeiten?   

In der AWARE Studie von Dr. Sam Parnia wurde die Zeit zwischen Auftreten der Notfallsituation und Einsetzen der Reanimation sehr genau protokolliert. Ein Patient konnte Dinge aus Minute 3 seines Herzstillstandes berichten. Nach heutigem Wissensstand ein Ding der Unmöglichkeit.

Antwort
von iichbiindaa, 66

Wie sollen die davon berichtet haben, wenn sie gestorben sind. Ist das nicht ein Wiederspruch ?? Aber ich habe nal gelesen, dass jemand im Koma lag, viele Jahre lang und nachdem er erwachte, erzählte er was die Krankenschwester mit ihm gemacht hat, als er nich im Koma lag ...

Antwort
von Locked1688, 49

Nein, wenn jemand Hirntod ist, ist er tot. Herzstillstand geht und dann wurden auch Leute zurück gebracht und haben erzählt. http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-18103-2014-10-10.html

Antwort
von Allexandra0809, 54

Du willst dem Autor des Buches nicht glauben. Jetzt willst Du hier Meinungen dazu hören? Was meinst Du, wie viele Leute das Buch gelesen haben, die Deine Frage lesen?

Antwort
von annablanka, 51

Hirntod ist final...wenn das diagnostiziert wurde, dann ist zappe

Kommentar von FLUPSCHI ,

Duster :)

Kommentar von annablanka ,

Total :)
Obwohl...wenn das Licht kommt, dann wird's vielleicht heller ;)....buuuh, makaber 😁

Antwort
von FLUPSCHI, 48

Nein jeder der was sagen könnte tot ist und damit nicht Antworten kann alles andere is Humbuk

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