Frage von dieangeklagte, 64

Gibt es möglichkeiten den Gerichtstermin zu gewinnen als angeklagte?

Trotz Verlauf Beweise die besagen das ich dem opfer nach dem Verkauf nicht geanwtortet und/oder hingehalten habe(BETRUG). Trotzdem wurde es von meiner Seite nie zugegeben die Person betrogen worden zu haben. Aber nun ist auch das problem das noch eine andere Anzeige gegen mich steht sie aber noch im Ermittlungsverfahren ist.

Nutzt der Richter das auch gegen einen. Also hat der das in seinem schönen heftchen stehen was vor ihm liegt? Bei der Anzeige handelt es sich um den gleichen Straffall.

& wenn ich schweige spricht ja nichts für mich. Wäre es in dem Fall besser zuzugeben? damit es Strafmildernd ausfällt oder halt doch zu Lügen. Obwohl Lügen bei einem Betrugfall ohne Beweise nicht viel nützt oder ?

Schwierige Situation, ich bitte um Antworten die zu meinem Vorteil stehen.

Denn bereuen werde ich es soweiso. Da muss ich mir aber mit einem Geständnis meine Zukunft nicht selber versauen. Was würdet ihr tun?

& was ist wenn ich dem opfer den gesamten Betrag zurückzahle vor dem Gerichtstermin.

Antwort
von Interesierter, 28

Deine Fragestellung ist etwas wirr, daher schön der Reihe nach.

Grundsätzlich mal musst du dich nicht selbst belasten, du darfst schweigen. Du darfst sogar deine Unschuld beteuern. Wenn es jedoch eindeutige Beweise gegen dich gibt, wird dich beides nicht weiterbringen. Ob es diese Beweise gibt, wissen wir nicht. 

Laufende Ermittlungen fliessen üblicherweise nicht in ein anderes Strafverfahren ein, da ja die Schuld in diesem Fall nicht bewiesen ist und diese Erkenntnisse daher auch keine Beweiskraft hätten.

So wie ich das sehe, hast du betrogen. So entnehme ich dies zumindest deiner Fragestellung. Damit wärst du schuldig und eine entsprechende Strafe wäre nur gerecht.

Dem Opfer den gesamten Betrag zurückzuzahlen, wäre gleichzusetzen mit einem Geständnis. Das bewahrt dich aber nicht vor der Verurteilung. Lediglich das Strafmaß liesse ich damit reduzieren.

Den Schaden musst du dem Geschädigten im Fall einer Verurteilung eh in voller Höhe erstatten.

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Recht, 33

Das Gericht muss dem Angeklagten ZWEIFELSFREI die Schuld nachweisen.

Kann es das nicht, gilt der Grundsatz "in dubio pro reo"  Im Zweifel für den Angeklagten.

Kommentar von DerHans ,

Wenn du den Schaden "außergerichtlich" wiedergutmachst, gibst du ja den Betrug indirekt zu.

Dann kann die Staatsanwaltschaft trotzdem weiter gegen dich weiter ermitteln.

Schon alleine um dich aus dem Verkehr zu ziehen, damit du nicht wieder in Versuchung geführt wirst.

Kommentar von furbo ,

Das Gericht muss dem Angeklagten ZWEIFELSFREI die Schuld nachweisen

Das verträgt sich aber nicht mit dem § 261 StPO. 

Antwort
von Jochen1979, 10

Hallo,

wichtig ist zu wissen ob du schonen einen Anwalt hast. Wenn das nicht der Fall ist rate ich dir dies dringend nachzuholen. Hab keine scheu einen Anwalt aufzusuchen, dieser berät dich und versucht das beste für DICH "rauszuholen". Wenn du kein Geld hast, gibt es Prozesskostenhilfe, also die Kosten für den Anwalt werden erstmal von der Staatskasse getragen.

Des weiteren: Wurdest du schonmal verurteilt oder stehst du das erstmal vor einem Richter? Wenn du bis jetzt eine reine Weste hattest, wirst du wahrscheinlich "nur" eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe auf Bewährung bekommen.

Eine Wiedergutmachung ist natürlich immer vom Vorteil.

Also nochmal! Such dir bitte einen Anwalt oder versuch dir eine kostenlose Erstberatung zu holen. Da gibt es auch verschiedene Onlineangebote, wie zum Beispiel hier: https://www.expertehilft.de/online-rechtsberatung-wir-pruefen-ihren-fall-kostenl...

Ich wünsch dir erstmal viel Erfolg! Einen Fehler kann jeder mal machen, aber ab sofort sauber bleiben!

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.

Antwort
von ScharldeGohl, 24

Du musst den Betrug auch nicht gestehen, damit er dir zweifelsfrei nachgewiesen werden kann. Wenn der Kläger nachweisen kann, dass eine Kommunikation von deiner Seite völlig aus geblieben ist, und noch weitere Beweise vorlegen, dann kann das Gericht auch ohne deine Einlassung zu der zweifelsfrei und Erkenntnis kommen, das hier ein Betrug vorliegt. Insofern ist dein Gedanke schon nicht falsch, aus strafmildernde Gründen hier zu gestehen und gleichzeitig noch den entsprechenden Betrag an den Kläger zu überweisen.

Antwort
von Bitterkraut, 33

Was genau ist jetzt deine Frage? 

Rechtsberatung bekommst du hier nicht, da mußt du dich an einen Anwalt wenden.

Wenn du den Schaden begleichst, wird das vor Gericht sicher kein Nachteil für dich sein, wenn du ohnehin geständig bist.

Antwort
von kevin1905, 4

Diese Frage trägt man seinem Strafverteidiger vor.

Hast sicher keinen, weil du keine Rechtsschutzversicherung hast und nicht 1.000,- € auslegen willst für eine 49,- € Sache :D

Antwort
von Katzenreiniger, 29

Du brauchst einen Anwalt, ansonsten kann das richtig nach hinten losgehen.

Antwort
von diekuh110, 26

wie wärs wenn du das mit deinem anwalt besprichst?

er kennt die details und ist hier im bilde.

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