Frage von KritischerKant, 51

gibt es Modelle zum Gesellschaftlichenwandel, rückt die CDU nach links und folgt daraus ein Rechtsruck in Dt, gibt es lösungsansätze zu so schweren polit.thema?

Die flüchtlingskrise ist für Deutschland wohl nicht ganz so einfach und die nette Merkel liefert ein ziemlich unbeholfenes bild in dieser sache (so wie ich das mitbekomme). im kommenden sommer werden noch mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen, falls keine richtige lösung gefunden wird. Ausserdem gibt es einige studierte, welche eine von der breiten masse nicht angenommen Meinung vertreten. es ist verpönt zu meinen das Deutschland in Zukunft zu einem sehr gewichtigen teil aus menschen mit Herkunft aus islamischen gebieten besteht, (nicht nur aus der flüchtlingskrise resultierend). zwar bin ich davon nicht richtig überzeugt, aber in gewisser weise halte ich es nicht für unmöglich. vielleicht ist es auch falsch sich nur auf islamische gebiete zu beziehen, doch es ist ein aktuelles und wichtiges Thema (also bitte möglichst neutral antworten). aber von einer Sache bin ich relativ überzeugt: ein gesellschaftlicherwandel steht uns bevor! Da die Merkel alle Flüchtlinge reinlässt, (dazu keine Kritik von mir, man sollte nur Kritik ausüben wenn man selber einen richtigen paln hat der, in diesem fall, von Vernunft geleitet ist ) aber kein einziger Politiker wirklich Integration fördert oder für die Zukunft einen plan bzw ein Modell parat hat um einen möglichen noch schlimmeren Kollaps zu verhindern will ich fragen: gibt es Politikwissenschaftler oder Philosophen die solche fragen/probleme versucht haben zu lösen? wenn man betrachtet , dass in Deutschland ein Rechtsruck zu sehen ist, dann wird das in Zukunft möglicherweise ein noch grösseres Problem werden. hoffe dass das nicht lange anhält , doch würde ein zb. anschlag durch den IS in Deutschland verübt werden, dann wird das echt grenzwertig , wenn schon wegen flüchtlingskriese eine politische Umstellung zu sehen ist (Beispiel Frankreich) Man muss auch beachten, dass mit Angela die sonst so konservative CDU etwas in den liberalen Bereich gerutscht ist (Bsp: Konservativ=kernernergie, JA! / liberal= Kernenergie Nein!....richtig? #Angelas Richtungswechsel nach fokushima: keine Kernenergie mehr!!!!! ) Da durch so etwas konservative deutsche verärgert sein können suchen sie sich eine andere Partei. ein fressen für die AFD, die doch in einem ziemlich rechten Bereich agiert. so muss man doch die Bevölkerung eines landes darauf vorbereiten können, nur wie?

Ein link zu solchen Modellen/plänen wäre super!!!! Persönliche Meinungen sind auch willkommen ( bitte beachten: mach gerade erst mein abi, und bin sehr an solchen Themen interessiert, daher bei fehlern nicht ausarten. bin der konservative typ mit liberalen ansätzen und versuche immer sachlich und neutral zubleiben, also bitte auch neutrale Kommentare, das Thema ist eben nicht einfach ---> versuche mir eine standfeste Meinung zu solchen Themen zu Bilden!) Danke im vorraus!

LG Kant

Antwort
von feefle, 30

Hallo und Guten Abend,

meine Meinung hierzu ist, dass die ursprünglich konservativen Parteien sich hier an Franz-Josef Strauß (ja, ich weiß, bei vielen ist auch der verpönt) orientieren sollen ("rechts von uns ist kein Platz für andere Parteien"). Er meinte hiermit natürlich die legalen Parteien. Es wäre in der momentanen Situation gerade der CDU sehr zu raten, dass sie sich auf ihre ursprünglichen Ziele besinnt. Lösungsansatz wäre hier in den Bundesländern, die soeben Landtagswahl hatten: Regierungsbildung mit der AfD (ein Aufschrei, ich weiß). Im politischen Alltag kann man dann ein neues Profil bilden und der derzeitige Wählerschwund wäre Geschichte.

Dies würde aber bedeuten, dass Frau Merkel in dieser Partei keine Zukunft mehr hat. Darum denke ich, dass keiner der Unterwürfigen diese Palastrevolution anzettelt (man verdient ja -noch- gut) und sich diesbezüglich nichts ändert.

Folge hiervon wäre, dass viele Wähler eben rechts der CDU wählen werden, da die CDU ihre Meinung eben nicht mehr weitestgehend vertritt. Diese Wähler sind alles andere als rechtsradikal, was natürlich in der Öffentlichkeit anders dargestellt wird, um durch eingeredetes schlechtes Gewissen eine, wenn auch zähneknirschende, Wiederwahl durch eben jene Wähler zu erreichen. Ob´s funktioniert? Wir werden sehen, wie viele sich tatsächlich auf den Leim führen lassen.

Nur zur Klarstellung: Ich gehöre keiner Partei an, das ist meine private Meinung.

Schönen Abend Dir!

Kommentar von KritischerKant ,

Kann deine Meinung fast ganz vertreten! wenn die CDU mit der AFD kooperieren könnte wäre ich an sich nicht dagegen... nur ich denke das der umgang mit politischen (besonders schweren) fragen so unterschiedlich ist, dass eine Einigung gar nicht möglich wäre. kann das sein? wenn die CDU christliche werte vertritt und ein depp in der AFD sagt(#flüchtlingskrise): wenn wir einen zaun errichten und sie trotzdem reinkommen , wehren wir uns mit Waffengewalt.... dann verbreitet die AFD ein bild von sich, welche die CDU doch niemals vertreten kann und eine Kooperation wäre für die CDU völlig absurd.

-->gehöre auch noch keiner Partei an

-->falls besipiele oder fakten falsch sind, bitte verbessern

Danke dir für deine Aufmerksamkeit! Dir auch einen schönen Abend!

Kommentar von feefle ,

Eine Einigung ist nach meiner Auffassung nur deshalb (derzeit) nicht möglich, weil 

1. in der CDU eine nicht unerhebliche Hörigkeit gegenüber der Kanzlerin und einflussreichen Unterstützern auf Ministerialebene vorherrscht. Sollten sich diese Unterstützer von ihr lösen können (was sie aufgrund des Wählerschwundes eigentlich sollten) und gegen die vorgegebende Linie revoltieren, wäre die CDU durchaus in einer guten Position (vor allem aus Wählersicht).

2. in der AfD (noch) eine gewisse Unproffesionalität auf dem politischen Parkett gegeben ist. Äußerungen wie "Waffengewalt" sind, wenn überhaupt, nur dann angebracht, wenn man en detail sagt, was mann genau meint. Besser, man lässt sie weg. (Wobei ich mich immer frage, ob es bei uns Bürgern nicht besser ankommt, wenn man "political correctness" mal beiseite lässt und ganz klar Position bezieht.)

Sollten diese Punkte ausgeräumt werden können, sehe ich eigentlich kein Problem für vorgenanntes Szenario.

Kommentar von KritischerKant ,

Das ist nicht meine art, doch wenn man sich nun auf Immanuel kant bezieht: handle so, dass dein handeln als allgemeine maxime gilt!     und jeder Politiker darauf beziehen würde, auch jedes Individuum in einer Gesellschaft, dann wären solche sprüche mit Waffengewalt bald geschichte. wenn man seine Meinung nach solch einer frage richtet, dann wäre Ehrlichkeit in der Politik vielleicht nicht mehr so kompliziert....

ja die Merkel hat doch jetzt schon weniger Unterstützung oder? wenn sie aber immernoch Unterstützung bekommt, dann muss es doch irgendwo eine absichtlich Neigung dazu geben. also die Ablehnung der afd! diese Ablehnung wird auch noch in der Bevölkerung vorhanden sein. doch, wie schon gesagt,  passiert noch etwas was die Bevölkerung verunsichert, könnte das fass am überlaufen sein!

Kommentar von feefle ,

Bei allem Respekt vor Kant in diesem Zitat das Du anführst - leider sieht die Realität meist anders aus. Viele Politiker folgen in Punkto Ehrlichkeit eher monetären Interessen (will mich hier nicht über sie stellen, vielleicht wäre ich hier auch anfällig).

Daher kommt vielleicht die von Dir beschriebene Unterstützung, frei nach dem Motto: "Die Hand die mich füttert usw."

Mit Deiner Einschätzung, dass "falls etwas passiert, dass Fass zum Überlaufen kommt" gehe ich konform.

Geschichte wiederholt sich vielleicht wohl doch.

Viele Grüße!

Kommentar von KritischerKant ,

Ganz richtig, die Handlung eines Politikers würde sich nie nach solch einer frage orientieren, doch es wäre ein fortschritt in der Gesellschaft.

und ja, es reicht nicht, dass wir zwei mal auf die nase fallen. es scheint als müssten wir uns immer an fehler erinnern, indem wir sie  nachahmen...

Kommentar von feefle ,

Zum ersten Absatz: Ich gebe Dir recht - es wäre ein großer Fortschritt.

Zum zweiten Absatz: Jede Handlungsseite ahmt die Fehler nicht nur nach, sie ist (fast) GEZWUNGEN, so zu handeln. (Deshalb sollten wir unseren Groß- bzw. Urgroßeltern nicht vorwerfen: "Warum habt ihr...?" oder "wie konntet ihr nur...?", vielleicht waren sie ebenso (fast) gezwungen?)

Antwort
von voayager, 26

Wir brauchen weder Philosophen noch Politikwissenschaftler, um einen Rechtsruck zu deuten und zu mindern, sondern eine schlagkräftige linke Partei, die für alles Soziale, Demokratische und Antimilitaristische kämpft, sich einsetzt, als auch gezielt aufklärt. Dann wird automatisch den Rechten der Wind aus den Segeln genommen.


Kommentar von KritischerKant ,

Das sind wieder Träumereien. für mich wäre eine erfolgreiche europäische Integration ein idealer Ansatz für ein globales vorbild. wir menschen können erst wirklich frei sein und ganz nach liberalen ansätzen leben, wenn wir diese Einstellung global verbreiten könnten. antimilitaristisch können europäische Staaten wenig bewegen, genau wie promilitärisch. ein Europa kann militärisch sicher viele erfolge erzielen ( solange es im Rahmen bleibt) aber im falle eines krieges, der wenn er wirklich gewichtig ist bestimmt global auftreten wird,  und antimilitärische Politik würde in Europa betrieben werden, dann wären wir einfach nur das Schlachtfeld schlechthin. Liberal ist gut, es ist die Politik der Zukunft, doch unsere politischen Amtsträger handeln mit zu wenig Vernunft, als das liberale werte als maxime gelten könnten!

Kommentar von voayager ,

Unsinn, was du da schreibst. Die Linke braucht nur ihre linksbürgerliche Haltung aufzugeben, dies ist durch eine Mehrheit des Wagenknecht-Flügels durchaus denkbar, und schon kann der sozial und demokratisch ausgerichtete  Hebel antifaschistisch angesetzt werden. Gezielt-konsequent linke  Politik einer wirklich linken Partei, ist der Garant dafür, dass die Rechtsentwicklung rückgängig gemacht werden kann.

Kommentar von KritischerKant ,

dennoch finde ich eine antimilitärische Einstellung in Europa für sehr gefährlich. in einem Szenario in dem Russland und die vereinigten statten von Amerika in militärische Konflikte geraten WÜRDEN, wo wäre das Schlachtfeld? (ein tipp: seit Obama instrumentalisiert die USA die NATO...lead from behind)

Kommentar von voayager ,

Nun, weil es dann in Europa wäre, muß der hiesige Militarismus gestoppt werden. In anderen aggressiven Staten, wie z.B. GB und Frankr. ist die dortige Bevölkerung aufgerufen alles zu trun, damit das Militär nicht in Kriege hineingeführt wird. So ist u.a. Antimilitarismus auch zu verstehen.

Kommentar von KritischerKant ,

ich kann deine Einstellung nachvollziehen, doch Europa scheint einen beschützer zu benötigen. aufgrund europäischer geschichte ist es die USA. das zieht uns mit rein. es ist, als wären wir us vasallen und das ist gefährlich. Europa als ein Staat, eine Konföderation, es würde schon reichen wenn alle starken europäischen mächte an einem strang ziehen würden, könnten einen eigenen neutralen aussenpolitischen Status erlangen. heute ist das sehr unrealistisch. also würden wir automatisch und unabdingbar mit den USA in einen krieg gezogen werden: unser ende (Horror Szenario, doch bisher war Europa das Schlachtfeld für beide Weltkriege... verdammter deutscher nationalismus!)

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