Frage von Tastenheld, 43

Gibt es Menschen, die mit Würzölen Essen kochen?

Gibt es Feinschmecker die damit ihr Essen verfeinern, und diese als Zusatz zu frischen Gewürzen nehmen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Saisha, 38

ähm, ja? Ist eigentlich ziemlich gängig sowohl privat als auch in Restaurants.

Allerdings soll es immernoch Leute geben die hitzeempfindliche Würzöle wie zB Sesam-, Trüffel- oder Walnussöl zum Braten bzw Hocherhitzen verwenden *brrrr - schauder*

Kommentar von Tastenheld ,

Danke, Würzöle sind ja Trägeröle mit Chili oder Koriander. Habe ich bei Rewe mal gesehen, wurde aber wieder ausgelistet. 
Manche Parfümieren ja auch das Essen damit.
Deshalb die Frage.

Kommentar von Saisha ,

Naja, Würzöle gibt es mit und ohne Trägeröle - selbst Olivenöl ist eigentlich ein würzendes Öl.
Meist zeichnet sie aus, dass bereits kleinste Mengen den Geschmack/die Würze an die jeweilige Speise kommt.
Bei zu großer Hitze werden eigentlich alle entweder Bitter oder das Aroma verflüchtigt sich (passiert auch bei Olivenöl).
Die Gemischten können auch recht einfach, günstig und wesentlich intensiver und leckerer zu Hause gemacht werden.

Bei Sesam und Walnuss wird bei hochwertigen Produkten deren Reinöl gewonnen - im Gegensatz zu Erdnussöl (auch würzend und extrem lecker für Pommes) halten sie jedoch keine große Hitze aus.
Trüffelöl, Lavendelöl, ... sind meist in Trägerölen gelöste Aromen (zB durch Einlegen). Ihr parfümartiges Aroma verflüchtigt sich auch bei Verwendung hocherhitzbarer Grundöle sehr schnell. Koriander aus Blattgrün zählt hier auch dazu.
Anders sieht es mit hitze-unempfindlicheren Kräutern, Knoblauch oder auch Chiliöl aus (auch in Trägeröl eingelegt) - die meisten können je nach Trägeröl miterhitzt werden.

Bei mit Kapseln aromatisierten Korianderöl bin ich mir nicht sicher - habs noch nicht ausprobiert.

Anwendungsbeispiele:
In der warmen Küche werden die hitzempfindlichen Öle gerne am Ende der Garzeit zugegeben und dürfen im Essen nochmal kurz durchziehen.
Besonders gut schmecken zB gebratene Nudeln (mit Chiliöl gebraten), wenn man hier zum Schluss nochmal mit Sesamöl durchziehen lässt.
Für einige mediterrane Bratgerichte nehme ich auch gerne Knoblauchöl.
Für Abwechslung im Tomatensalat oder nussigen Avocado-Salaten nehme ich gerne das Walnussöl, für andere Salate gerne selbsteingelegtes Kräuteröl (Zitronenmelisse, Goldthymian, Zitronenzesten in Rapsöl bzw Olivenöl (mein mann mag kein Olivenöl...))

Antwort
von Grobbeldopp, 28

PPPS Ich habe also deine Frage missverstanden. Bei Würzölen dachte ich an teure kaltgepresste reine Öle wie Walnussöl, Kürbiskernöl, Pflaumenkernöl, Leindotteröl. Nicht an mit einem Gewürz angesetzte Markenprodukte. Die finde ich nicht so sinnvoll, besonders wenn ein trocken haltbares Gewürz mit (meist billigem) Öl angesetzt wurde.

Man hat dann ein Haufen Spezialöle herumstehen, die nicht mehr vielseitig verwendbar sind und es ist kein Vorteil vor den echten Gewürzen.

Ansonsten siehe meine Kommentare unter der ersten Antwort.

Ich denke die meisten engagierten/"ernsthaften" Hobbyköche und Gourmands/Gourmets benutzen diese Öle nicht oder nicht sehr häufig, schon wegen der oft eingeschränkten Qualität der Basisöle.
Billiges "Trüffelöl" hat einen besonders schlechten Ruf, der penetrante Geschmack ist mit frischem Trüffel schwer zu vergleichen.

Antwort
von TheAllisons, 43

Klar, solche Menschen gibt es

Kommentar von Tastenheld ,

Ich habe mein Essen nur mit Würzölen gekocht. Es war ziemlich eintönig, weil die sichtbaren Zutaten natürlich fehlen.

Antwort
von hydrahydra, 29

Wozu sollte es diese Öle denn sonst geben?

Kommentar von Tastenheld ,

Habe ich bei Rewe / Lidl mal gesehen, wurde aber wieder ausgelistet. 
Manche Parfümieren ja auch das Essen damit.
Deshalb die Frage.

Antwort
von Grobbeldopp, 38

Nein, dabei handelt es sich um eine leider unausrottbar Lüge der Würzöllobby.

Kommentar von Tastenheld ,

Ich interessier mich dafür, ob die Menschen da besondere Vorlieben haben. Manche sin Gourmets, andere nutzen das weil sie keine frischen Gewürze haben.

Kommentar von Grobbeldopp ,

Oh, also ich koche gerne klassisch und benutze manchmal reine geschmacksstarke Öle wie Kürbiskernöl und Walnussöl, gutes Olivenöl, Leindotteröl und Pflaumenkernöl (Süßspeisen) wie ein Gewürz, aber ausschließlich in Salaten oder auf dem Teller, also roh.

Zum Kochen manchmal das Öl, wo Sachen drin eingelegt waren z.B. Tomaten.

Chiliknoblauchöl aus Olivenöl setze ich gern an mit frischem Knoblauch, aber nicht weil ich keine frische Chili und Knoblauch verwende, sondern weil der Knoblauch in dem Öl irgendwie einen besonderen Geschmack annimmt, fast verdorben, aber lecker. Mache ich über Pizza und Nudeln.

Gewürzöle a la Kräuteröle/Chiliöl benutze ich zum Kochen gar nicht, ich finde die nicht so überzeugend und vor allem hat man dann einen Haufen weniger vielseitig einsetzbare Ölflaschen da rum stehen, was man sich schnell aus einem guten Öl und den jeweiligen Zutataen besser machen kann.

Und habe ich auch noch nicht selber gemacht. Kräuter benutze ich zum kochen nur aus dem Garten, also im tiefsten Winter wenige, und getrockneten Oregano und Majoran. Kaufen tue ich Kräuter selten.

Kommentar von Grobbeldopp ,

PS das letzte Mal das ich so was hatte war ein BIO-Kräuteröl, das mir geschenkt wurde. Ich werde es nie vergessen:-)

Es war eine 400 ml Flasche und das Öl war mit einer unglaublich strengen und völlig überdosierten Kardamomnote so schlimm verwürzt, dass man 3,4 ml davon aus einem Kilo Krautsalat herausgeschmeckt hat. Es war nach einem Jahr nicht annähernd leer.

Ja, das dürfte die Ursache meiner Würzölverachtung sein.

Kommentar von Grobbeldopp ,

PPS bei Würzölen aus trocken haltbaren Gewürzen ist es besonders unsinnig- warum sollte man das machen? Lieber normales Öl kaufen, Gewürz zerstoßen, fertig.

Antwort
von Parnassus, 37

Möglicherweise beides. In erster Linie für Salate...

Und nu?

Kommentar von Tastenheld ,

Ich habe mein Essen nur mit Würzölen gekocht. Es war ziemlich eintönig, weil die sichtbaren Zutaten natürlich fehlen.

Kommentar von Saisha ,

Klar - die Öle sollen ja auch keine Bestandteile der Mahlzeit wie Karotten, Zwiebeln, Fleisch, ... ersetzen - sie verringern eigtl nur die benötigten Gewürze.

Bei guten Gewürzölen allerdings schmecken zB deine gebratenen Maultaschen besser als mit einfacher Butter (werden ja teilweise pur und nur mit Butterblättchen belegt serviert)

Antwort
von MonicasFly, 31

Jeden Tag^^

Kommentar von Tastenheld ,

Jeden Tag? Hast du da dein Lieblingsöl?

Kommentar von MonicasFly ,

Ja, meine selbst angesetzten Chili Öle zB. Feuern wie Hölle.

Schaut so aus: https://www.instagram.com/p/BKxrt4zhva6/?taken-by=monicasfly

Sonst verwende ich momentan sehr viel Trüffel Öl, passt super ins Kartoffelpüree, in Nudeln, in den Salat, in die Kürbiscremesuppe ..

Kommentar von MonicasFly ,

Muss aber noch ergänzen, dass diese Öle alleine nicht ausreichen damit das Essen den richtigen "Pepp" erhält. Ohne die frischen Kräuter aus dem Garten kommt bei mir nichts mehr auf den Teller.

Beim Kochen spielen viele unterschiedliche Komponenten eine Rolle. Nr.1 ist für mich immer die Qualität der Ware. Ich kaufe nur Hochwertig, daher teurer, allerdings geschmacklich besser. Esse auch weniger ;D Qualität vor Quantität.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community