Gibt es Medikamente die aspergern helfen?

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2 Antworten

Es gibt Neuroleptika, welche die Wahrnehmung pauschal dämpfen. Das soll bei manchen Autisten gegen die Reizüberflutung helfen, den meisten jedoch schadet es nur.

Das Nasenspray, von dem du gelesen hast, gehörte zu einem Laborexperiment über Oxytocin. Das ist ein Hormon, das den Familienzusammenhalt steuern. Es stärkt das Vertrauen zu bekannten Menschen, im Gegenzug macht es feindselig gegenüber Fremden.

Forscher versuchen immer mal wieder, Autisten mit Oxytocin "kuscheliger" zu machen. Der Fehler im System, wegen dem das nicht funktioniert: Autisten haben gar kein Angstproblem, sondern ein sensorisches Problem. Wir sind mit der Reizflut einer Berührung oder eines Gesichts überfordert, egal ob wir der Person an sich vertrauen.

Die besten "Medikamente" bleiben also:

  • Gehörschutz
  • Sonnenbrille
  • regelmäßiger Rückzug in reizarme Umgebung
  • ein Repertoire guter Ausreden, wenn man den Raum verlassen will
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Es gibt eigentlich nur ein "Medikament", welches Autisten jeder Sorte helfen kann:

Menschen, die sie so akzeptieren, wie sie eben von Natur aus sind.

Wo genau ist eigentlich das Problem, wenn ein Autist mal wegschaut, weil ihm grad etwas unangenehm ist?

Und wo genau ist das Problem, wenn ein Autist eben nicht in 'ne Disco will, weil es ihm da zu laut/ zu bunt/ zu was-auch-immer ist?

Ich bin mir ziemlich sicher, daß jeder Autist seinen Weg findet, wenn er etwas bestimmtes unbedingt machen will, obwohl das nicht so einfach für ihn umsetzbar ist wie für Nichtautisten... Man braucht eben einfach etwas mehr Geduld.

Man sollte einfach mal darüber nachdenken, wie sinnvoll es ist, jemanden ständig mit irgendwelchen Medikamenten zu etwas machen zu wollen, was er nunmal nicht ist.

warehouse14

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