Frage von susanna382,

Gibt es keine "offiziellen" WG-Regeln?

Antwort von xDaWolf,

Hi ich denke, dass es keine offiziellen Regeln gibt, die muss jede WG selbst für sich finden. Aber hier kannste dir einige Inspirationen holen: http://www.erstewohnung24.de/mein-auszug/wohnsituation/wg

Aber wie gesagt muss man das individuell in der Gruppe ausmachen. Der eine hat wahrscheinlich auch andere Vorstellungen von einem geregelten WG Leben als ein anderer. Viel Glück in der Wohngemeinschaft ;)

Antwort von Emily3791,

Was auch immer du unter "offiziell" verstehst, unter http://www.unikosmos.de/artikelprint.php?id=770 habe ich folgendes gefunden:

Der Wohngemeinschafts-Knigge

"Du hast meine Milch geklaut!" - Streitereien aus nichtigem Anlass. Streit in der WG? Wenn ihr die sieben goldenen Regeln für ein friedliches Zusammenleben beachtet, ist Schluss mit den Streitereien.

Regel 1: privat ist privat Immer die Intimsphäre des anderen respektieren. Der Privatraum ist der Privatraum ist der Privatraum und darf von anderen nicht ohne weiteres betreten werden. Wenn ihr es euch ersparen wollt, mit uncoolen Türaushängen („NICHT BETRETEN“, „GESCHLOSSEN“) zu leben – es gibt eine einfache Lösung. Offene Tür bedeutet: Willkommen. Geschlossene Tür bedeutet: kein Eintritt. Jedenfalls nicht, ohne vorher anzuklopfen und auf ein Signal zu warten.

Regel 2: Dein ist mein? Nein! Das Phänomen der wundersamen Verdunstung gibt es wohl in nahezu allen Wohngemeinschaften. Du willst dir am Nachmittag einen Milchkaffee machen, öffnest den Kühlschrank, greifst zur morgens gekauften Milchpackung – und alles, was in den Kaffeebecher rinnt, sind ein paar müde Tropfen. Adieu, Milchkaffee! Vermeidet solche Ärgernisse, indem ihr von vornherein festlegt, ob die Milch, der Joghurt, die Butter etc. Gemeinschaftseigentum sind oder nicht. Gehört die Milch allen, musst du akzeptieren, dass sie leer ist, bevor du etwas davon hattest. Ist das nicht der Fall, ist sie für die anderen unantastbar. Privateigentum ist tabu, das gilt auch für die Milch im Kühlschrank. Einfacher Tipp zur Stressvorbeugung: Filzstift auf den Kühlschrank legen und die eigenen Sachen mit euren Initialen markieren. Wenn man sich - in „Notsituationen“ - doch mal bei den anderen bedienen musste, sollte es selbstverständlich sein, sobald wie möglich in den Supermarkt zu rennen und Ersatz zu beschaffen. Sollte! Ist aber nicht immer...

Regel 3: Verleihnix und Schnorrviel Das Thema Ausleihen ist ein ständiger Gefahrenherd für friedliche Wohngemeinschaften. Natürlich ist es eigentlich kein Thema, wenn man sich die neue CD, das neue Buch, den neuen Fünf-Euroschein vom Mitbewohner leiht. Leider ist es manchen Menschen offenbar beim besten Willen unmöglich, geliehene Sachen wieder zurückzubringen. Ein harmloses Problem? Nicht immer. Eine Diskussion um die Frage, ob Thorsten Katja eigentlich die zehn Euro zurückgegeben hat, kann durchaus den sozialen Frieden der Gemeinschaft stören. Die Regel Verliehen wird nur in Ausnahmefällen ist daher friedenstiftend.

Regel 4: Sitzen oder stehen? „Bei uns wird im Sitzen gepinkelt!“ – Es gibt keine Statistik darüber, auf wie vielen WG-Toiletten Zettel mit diesem Spruch hängen, für gewöhnlich genau auf Augenhöhe des versuchten Stehpinklers. Das Problem bei Hygienestandards ist die enorme Bandbreite ihrer Beurteilung durch die WG-Bewohner. Ein Badezimmer, dass der eine nur mit Atemschutzmaske und aufgefrischter Tetanusimpfung betreten würde, erscheint dem anderen steril wie ein Operationssaal. Wichtig ist, dass man sich auf einen ausreichend eng gefassten Hygienestandard einigt. Der sollte sich eher am Pedanten als am Staubliebhaber orientieren. Dann klappt’s auch mit der Regel: Jeder hinterlässt ein sauberes Bad. Und um die noch offene Frage zu beantworten: Sitzen selbstverständlich!

Der eine bereitet seine Prüfung vor, die andere die Party - da droht Ärger

Regel 5: Ruhe und Sturm Eigentlich gibt es nur zwei Sorten von Studenten: die vor der Prüfung und die nach der Prüfung. Beide Sorten haben komplett entgegengesetzte Interessen: Die einen sehnen sich nach Ruhe und einer Möglichkeit sich aufs Lernen zu konzentrieren. Die anderen wollen feiern. Klare Absprachen, wann Partytime, wann Lernzeit ist, vermeiden Krisensituationen. Die bestandene Prüfung darf ausgiebig gefeiert werden. Aber anschließend hat klösterliche Stille einzukehren. Frühes Ankündigen von WG-Partys ist ebenfalls eine gute Idee, damit die Lerner notfalls Ausweichmöglichkeiten finden können.

Verstoß gegen Regel 6

Regel 6: Lass liegen, tritt sich fest! Was du nicht willst, das man dir tut... Verzeihung für den abgelutschten Spruch. Er passt so gut. Wenn Räume oder Sachen jedem gehören, dann werden sie gern von jedem benutzt, aber nicht von allen pfleglich behandelt. Besonders gefährlich ist der frisch aus der elterlichen Wohnung kommende Neu-WGler, der erst mal die bittere Erfahrung verarbeiten muss, dass es ein „Dienstleistungsunternehmen Mama“ in Wohngemeinschaften gar nicht gibt. Wenn ein Mitbewohner das Gefühl bekommt, er räumt und wischt den anderen hinterher, kommt schnell Missstimmung auf. Die Regel Jeder hinterlässt eine saubere Küche sollte deshalb gerade bei WG-Neugründungen oder einem Mitbewohnerwechsel gnadenlos kontrolliert werden. Auch Sanktionen sind erlaubt: Das schmutzige Geschirr in der Spüle fühlt sich auf Bett oder Schreibtisch des Verursachers sicherlich auch ganz wohl... Solche Erziehungsmaßnahmen, über die alle Mitbewohner im Vorfeld Bescheid wissen müssen, sind sehr effektiv. Das Gebot der sauberen Küche dürfte rasch von jedem verinnerlicht werden.

Regel 7: Let’s talk about it! In jedem Fall richtig: Reden! Klingt banal? Mag sein. Aber wenn es so banal ist, warum scheitern zwischenmenschliche Beziehungen so oft an dieser scheinbar simplen Regel? Wahrscheinlich gerade wegen ihrer Banalität. Soll ich wirklich die auf dem Küchentisch vergessene halbvolle Kaffeetasse meines Mitbewohners zum Thema machen? Ist das nicht irgendwie lächerlich? Vergisst er die Tasse zum ersten Mal – sicherlich. Vergisst er sie zum zweiten oder dritten Mal – ebenfalls. Vergisst er sie ständig, dann wird aus vielen kleinen Lächerlichkeiten irgendwann ein großes Ärgernis. Und das ist dann keine ideale Voraussetzung für ein Gespräch. Deshalb: Früh ansprechen, was einen stört. (TK)

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