Gibt es irgendwo in den Biblischen Gesichten eine Beschreibung vom Paradies, und hat sich die Vorstellung vom Paradies mit den Zeiten geändert?

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5 Antworten

Zweimal ja.

In der Genesis ist der Garten Eden als das Paradies als ein Ort auf Erden beschrieben. Die Beschreibung ist sogar so genau, dass Forscher diesen Garten Eden ziemlich genau dort lokalisieren, wo heute das Rote Meer liegt:
Und ein Strom ging aus von Eden, zu wässern den Garten; von dort aber teilte er sich und ward zu vier Hauptströmen.
Der erste heißt Pison; das ist der, welcher das ganze Land Chavila umfließt, woselbst das Gold ist; und das Gold desselbigen Landes ist gut; dort kommt auch das Bedolach vor und der Edelstein Schoham. Der zweite Strom heißt Gichon; das ist der, welcher das ganze Land Kusch umfließt. Der dritte Strom heißt Hidekel; das ist der, welcher östlich von Assur fließt. Der vierte Strom ist der Euphrat.

Später wurde der Begriff Paradies mehr im übertragenen Sinne als ein Ort oder Zustand großen Wohlbefindens und der Gottesnähe geschildert. So wird Paradies wohl auch heute verstanden.

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Der Garten Eden wird zwar gerne mit dem Begriff 'Paradies' in Verbindung gebracht, allerdings findet sich dieser Begriff nicht in Bezug auf den Garten Eden im AT. Das Alte Testament kennt an einigen Stellen den abgewandelten Begriff 'pardes' was einen 'Lustgarten' bezeichnet wie er bspw. im Hohelied beschrieben wird.

Erst in der griechischen Septuaginta wird 'Garten Eden' mit 'Paradies' übersetzt.

Im NT findet man den Begriff in Lukas 23,43.

Eine Vision des Paulus darüber findet man in 2. Korinther 12,1-4

Weitere Andeutungen macht die Apokalypse in Offenbarung 2,7

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es gibt deren drei:

1. ein prähistorisches Paradies, am Beginn der Zeiten, im Garten Eden: Hauptquelle: Tora, Buch Bereschit

2. ein nachtodliches individuell mögliches Paradies; andeutungsweise beschrieben nur im Neuen Testament, zb die Parabel vom reichen Prasser und dem armen Lazarus.

3. ein endzeitliches Paradies, gemeinsame rabbinisch/christliche Lehre, also das Paradies nach Erscheinen (bzw Wiederkehr) des Messias am jüngsten Tag, nach dem jüngsten Gericht, und das steht allen dann offen, die nicht verdammt wurden. Hauptquelle im NT: Apokalypse des Johannes, als die Herabkunft des Neuen Jerusalem.

An diesen Vorstellungen hat sich, dogmatisch bzw theologisch, nichts geändert, sie wurden allerdings, vor allem im Mittetalter, literarisch vielfach ausgeschmückt.

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in der genesis wird das paradies beschrieben

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