Gibt es in Norwegen große Subventionierungen?

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1 Antwort

Nur eine Prozentzahl im niedrigen einstelligen Bereich ist nur Bauer (Grossbauer). Die anderen betreiben Landwirtschaft als Nebenerwerbszweig. Haupteinnahmequelle ist ein anderer Beruf.

Wenn du dir mal die Preise saemtlicher landwirtschaftlicher Produkte ansiehst, bekommst du vielleicht eine Ahnung davon, dass die Bauern grundsaetzlich ehrlicher (also besser) fuer ihre schwere Arbeit bezahlt werden als Bauern in der EU. Die Bezahlung erfolgt also ueber den Verbraucher, Subventionen sind in den vergangenen Jahren immer weiter zurueckgefahren worden und liegen z.Zt. bei weniger als 1%.

Die Preise fuer Milch werden kuenstlich hoch gehalten. Man hat einer Ueberproduktion dadurch einen Riegel vorgeschoben, indem man eine so genannte Milchquote eingefuehrt hat. Nur der Hof darf Kuehe halten, der eine Quote hat. Quoten kann man nur kaufen, wenn irgendjemand seinen Kuhbestand aufgibt. Das bedeutet aber auch, dass nicht jeder sich einfach eine Kuh zulegen darf.

Dass die Besiedlung unbewohnter Inseln gefoerdert wird, davon weiss ich nichts. Umsonst gibt es keine entlegene Insel, auch dafuer muss man bezahlen. Es bringt  dem Staat auch nichts, wenn der neue Bewohner nicht weiss, wovon er sich auf der einsamen Insel ernaehren soll,  und dann auf staatliche Unterstuetzung abgewiesen ist. Jeden Tag mit dem Boot zum Festland zu fahren (Winter?) und mit dem Auto weiter zur Arbeit ist dann auch ein nicht zu verachtender Kostenfaktor, wenn man auf einer Insel wohnen will.

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Kommentar von trumm
07.04.2016, 14:26

Habe noch was vergessen: die "grossen" Steuersubventionen, ueber die sich die Norweger auch tuechtig aufregen, gehen in den Export, damit z.B. teurer norwegischer Kaese im preiswerteren Ausland wenigstens eine kleine Chance hat, gekauft zu werden. Aber davon haben die Bauern nichts. Im Gegenzug werden auslaendische landwirtschaftliche Produkte mit Sondersteuern belegt, somit die Preise in die Hoehe getrieben, um die heimische Landwirtschaft zu schuetzen.

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