mani08 am 10.10.2008 um 9:27 Uhr
Natürlich spielt bei jedem Hund bei der Entwicklung der Besitzer sowie das Umfeld eine große Rolle ..Auf einer großen Hundeausstellung wurde mir von einem Züchter erläutert , dass es Rassen mit unterdurchschnittlicher Lernfähigkeit gibt. Als Beispiel nannte er die Windhunde und speziell die Afghanen . Gibt es darüber irgendwelche Untersuchungen, die diese Meinung belegen ?

Ich bin mit 2 Afghanen aufgewachsen und könnte nicht behaupten, dass die weniger intelligent sind, als andere Hunde. Meiner Meinung nach kann man “Intelligenz” nicht an der Rasse festmachen. Abgesehen davon, ist es auch eine Frage dessen, wie man die Intelligenz definiert. Afghanen sind i.d.R. anders als manche andere Rassen. Sie sind keine Befehlsempfänger, die einfach stur Befehle ausführen. Sie wollen überzeugt werden, dann lernen und folgen sie auch gut. Das mag der jenige, der einen Hund mit sturen Befehlen zu drillen versucht als Dummheit auslegen - ein anderer, der es versteht den Afghanen zu überzeugen, legt genau diesen gewissen Eigensinn wiederum als “mitdenken” und besondere Intelligenz aus.
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Rassen mögen unterschiedlich sein, aber ich denke nicht, dass man generell bestimmte Rassen pauschal als “dumm” oder “intelligent” bezeichnen kann. Es ist auch immer eine Frage, ob der Ausbilder / Besitzer / Trainer den richtigen Draht zum Hund findet. Man kann halt nicht jeden Hund nach dem gleichen Schema behandeln. Abgesehen davon, gibt es auch innerhalb der gleichen Rasse Unterschiede von Hund zu Hund.
Nun, da es anders herum erwiesen ist, dass einige Hunde einfach schneller lernen (Bordercollie zB.), dürfte es anders herum wohl auch klar sein :)
Wenn du dich rein auf die lernfähigkeit beziehst, gibt es klar unterschiede. Viele HÜTEhunde lernen z.B. sehr schnell (Schäferhund, BOrder Collie, usw). Wenn man mal die ursprüngliche Verwendung betrachtet wird auch klar warum, der Schäfer brauchte einen Hund der Kommandos sehr schnell lernt und der sie auch korrekt ausführt. Wogegen Hirtenhunde eher selbstständig arbeiten, ohne Befehle vom Schäfer zu brauchen.
Bei Windhunden wurde z.B. fest gestellt, das sie nicht sehr schnell dazu lernen. Was keines falls heisst, das sie weniger intelligent sind. Viele von diesen Hunden sind eher SELBSTständige Jäger.

Ich glaube nicht das die Ausbildung von Intelligenz bei Hunden etwas mit der Prägung durch den Besitzer zu tun hat.
Ich denke diese ist beim Hund angeboren oder durch züchterische Lenkung gefordert.
So sind Hunde die, aufgrund ihrer Aufgaben selbständig arbeiten müssen intelligenter als Tiere die innerhalb ihrer Aufgabe eine größere Abhängigkeit zum Menschen haben.
LG Wolpertinger
Baiana am 10. Oktober 2008 09:32 DH - und einen fröhlichen Freitag!
Ich denke weniger, dass die Hunde unterdurchschnittlich begabt sind, sondern dass sie eben für bestimmte Zwecke gezüchtet wurden. Und da diese Fähigkeiten heute nicht mehr gefragt sind, scheinen sie, als seinen sie weniger lernfähig. Border z.B. musten relativ eigenständig denken und handeln und sind entsprechend heute noch sehr pfiffig. Doggen musten das nie und da sie nicht mehr kämpfen müssen, scheinen sie manchmal gedanklich etwas träge zu sein. Sind sie aber durchaus nicht, wenn man weiß, wie man sie artgerecht fördert.

Also, in der Hundeschule stelle ich immer wieder fest, das einige länger andere schneller lernen. Nach Rassen kann ich das jetzt nicht beurteilen.

Dass Afghanen unterdurchschnittliche Lernfähigkeiten haben ist Quatsch. Wird in der Windhund-Szene aber gern angenommen, denn wenn der Hund eh nichts lernen kann, dann muss man ihn auch nicht groß erziehen, reicht ja, wenn er rennt.
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Afghanen sind wie alle Windhunde Jäger - sie sind nicht wie Labbis völlig auf ihren Besitzer fixiert, sondern denken selbst - und das nicht zu knapp.
Meiner Erfahrung nach sind Windhunde sehr intelligent und haben eine eher überdurchschnittliche Lernfähigkeit. Du kannst ihnen wahnsinnig schnell auch komplexe Aufgaben vermitteln. Das Problem: Sie haben es zwar sehr schnell verstanden, sehen aber nicht ein, dass sie das dann auch ständig auf Befehl machen sollen. Sie könnten. Aber sie machen es nicht. Wenn es wirklich mal wichtig ist, dann wird das problemlos erledigt. Aber ob es wichtig ist oder nicht, dass entscheidet das Windhundhirn selbst.
Azawakhs finde ich in der Beziehung übrigens noch extremer, als Afghanen.
Wolpertinger am 10. Oktober 2008 09:34 Hey Baiana,
kennst Du dich mit Afghanen aus?
Stimmt das, dass ihr Fell eher dem Haar des Meschens ähnelt und auch dem entsprechend gepflegt werden muß, also mehrmals am Tag Kemmen und mindestens 1xWöchentlich waschen?
Baiana am 10. Oktober 2008 09:37 Nein, ich kenne mich nicht speziell mit ihnen aus. Aber das Fell ist sehr weich und dadurch verfilzt es schnell. Wenn man keinen Rasta-Hund haben möchte, dann muss man einen Afghanen sicherlich mindestens alle 2-3 Tage kämmen. Das wöchentliche Waschen kann ich mir nicht erklären - klingt für mich eigentlich eher schädlich. Aber wenn Dich das interessiert, dann frag mal
http://www.gutefrage.net/nutzer/alexanderb
Sie hatte als ersten Hund jahrelang einen Afghanen (den sie über positive Bestärkung aufgebaut hat, als die ganze Szene noch mit Starkzwang arbeitete) und gibt Dir bestimmt gerne Auskunft! Lieben Gruß!
Wolpertinger am 10. Oktober 2008 10:33 Danke Baiana, werde nächste Woche mal nee PN schicken

Ich habe mal gehört, als ich mich damals für einen Labrodor entschieden habe, daß Huskies eine unterdurchschnittliche Lernfähigkeit haben. Die Information habe ich von einem Mitarbeiter in einem Tierheim erhalten. Ob das stimmt oder er das nur gesagt hat, weil sie keinen Husky da hatten, weiß ich allerdings nicht
Hallo!
Ich denke, dass jeder Hund auf seinem Gebiet (das vieleicht auch ein wenig von den Vorfahren gegeben ist) genau gleich intelligent ist. Ich habe z.B. auch schon einen Spaniel als Drogenhund gesehen. Ist auch aussergewöhnlich, aber man sollte das Tier individuell fördern, so wie man es für das beste hält :-)