Frage von Jessicahofst, 514

Gibt es hier Jemand der echt im -ernst das glaubt, das es eine Hölle gibt?

Also ich meine, das das Menschen erfunden habe, um anderen Menschen Angst zu machen und die so zu erpressen und manipulieren.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von suessf, 142

Mit dem Hausverstand eines 3-jährigen Kindes betrachtet würde ich sagen:

- Gott ist unendlich

- Wenn es eine Hölle gibt, ist die ein Teil von Gott - sonst wäre er nicht unendlich.

Also gibt es keine "Hölle" in dem Sinn, wie sie uns erklärt wird :-))

Kommentar von DonkeyDerby ,

Im Judentum gibt es ja auch keine Hölle. Und da Jesus Jude war, hatte er höchstwahrscheinlich auch keine Vorstellung einer Hölle. Die Hölle ist eine Erfindung der christlichen Kirche.

Kommentar von Dianaartem ,

Das glaube ich auch

Antwort
von Philipp59, 227

Hallo Jessicahofst,

es gibt auch in unserer Zeit noch eine große Zahl Menschen, die an die Hölle glaubt. Das liegt wohl daran, dass die Höllenlehre in vielen Religionen fester Bestandteil des Glaubens ist. Entgegen der Ansicht vieler, lehrt die Bibel allerdings nicht, dass es eine Hölle als Ort ewiger Bestrafung gibt. Daher glaube ich nicht an eine Hölle. Was die Bibel wirklich zu diesem Thema sagt, möchte ich nachfolgend erläutern.

In vielen Bibelübersetzungen erscheint zwar mehrfach das Wort "Hölle", doch gibt dieser Begriff nicht den eigentlichen Sinn der zugrundeliegenden Wörter aus dem ursprünglichen Text der Bibel wieder.

In den hebräischen Ursprungstexten findet man z. B. das Wort "scheol". Da es kein genau entsprechendes deutsches Wort für das hebräische Wort "scheol" gibt, haben es z.B. einige Bibelübersetzer nur transkribiert, d.h. lautgetreu aus der hebräischen Sprache wiedergegeben. Dieses Wort wird zwar in einigen Übersetzungen manchmal mit "Totenreich" oder "Hölle" übersetzt, gibt damit jedoch nicht die alttestamentliche Bedeutung dieses Begriffs nicht richtig wieder.

In der Encyclopædia Britannica (1971, Bd.  11, S.  276) heißt es dazu: : „Der Scheol war irgendwo ‚unter‘ der Erde. Die Toten empfanden dort weder Schmerz noch Freude. Mit dem Scheol war weder eine Belohnung der Gerechten noch eine Bestrafung der Bösen verbunden. Gute und Schlechte, Tyrannen und Heilige, Könige und Weise, Israeliten und Heiden — alle schliefen zusammen, ohne voneinander zu wissen.“

Damit ist "scheol" einfach sozusagen der symbolische Aufenthaltsort der Toten oder das Grab. Dies ist in Übereinstimmung mit vielen weiteren Aussagen des Alten Testaments. Ein Beispiel dazu ist das, was in Jesaja 38:17-19 zu lesen ist, wo es heißt: " Siehe! Zum Frieden hatte ich das, was bitter, ja bitter war; und du selbst hast meine Seele [liebevoll] umfangen [und sie] vor der Grube der Auflösung [bewahrt]. Denn du hast alle meine Sünden hinter deinen Rücken geworfen. Denn nicht der Scheọl ist es, der dich lobpreisen kann; der Tod selbst kann dich nicht preisen. Die in die Grube Hinabfahrenden können nicht hoffnungsvoll auf deine Wahrhaftigkeit schauen.   Der Lebende, der Lebende, er ist es, der dich lobpreisen kann".

Somit sind diejenigen, die im "scheol" sind in einem Zustand des Todes, also im Grab und nicht an einem Ort der Qualen. Außerdem ist zu beachten, dass das Wort "scheol" in der Bibel niemals mit Leben in Verbindung gebracht wird.

Die Lehre von einem Ort feuriger Qualen entstammt nicht der Bibel sondern hat in babylonischen und assyrischen Überlieferungen seinen Ursprung, wonach das Totenreich einen Ort darstellt, der von mächtigen Göttern und Dämonen bewohnt wird. Manche kirchliche Lehrer und auch Bibelübersetzer wurden durch die griechische Mythologie des "Hades" - die griechische Entsprechung des Wortes "scheol" - beeinflusst, der angeblich ein Ort sei, an dem die Toten weiterleben würden und der von dem gleichnamigen Gott beherrscht werde. Hier liegen die eigentlichen Ursprünge der Höllenlehre.

Die Gesamtaussage der Bibel über den Tod ist immer die gleiche: Der Tod ist ein Zustand ohne jegliches Bewusstsein und damit die Nichtexistenz. In diesem Zustand werden die Toten jedoch nicht für immer verbleiben, da Gott in der Lage ist, sich an das Lebensmuster jedes Einzelnen zu erinnern und ihn eines Tages (in der Bibel Auferstehung genannt) zum Leben zurückbringt, indem er ihn neu erschaffen wird.

Durch die Lehre von einer Feuerhölle, in der der Teufel Menschen für immer quält, hat man sich von der klaren Lehre der Bibel leider weit entfernt. Jahrhunderte lang und bis auf den heutigen Tag hat man mit dieser Lehre unter den Gläubigen Angst und Schrecken verbreitet. Kirchliche Lehrer haben sich auch keine Gedanken darüber gemacht, welches Bild von Gott sie damit ihren Anhängern vermitteln. Mit dieser falschen Lehre haben sie es vielen schwer gemacht, ein enges Verhältnis zu Gott zu entwickeln. Denn wie kann man einen Gott lieben, der so schrecklich grausam und unbarmherzig ist? Von daher sollte die Höllenlehre als das gesehen werden, was sie tatsächlich ist: eine gottentehrende falsche Lehre!

LG Philipp

Kommentar von RobinsonCruesoe ,

Stimme im grossen und ganzen bei. Aber Deine Ausführungen stützen sich vornehmlich auf das Alte Testament. Dagegen existieren im NT sehr wohl Höllendrohungen (Bsp. in der Offenbarung, in den Evangelien), die man nicht wegdiskutieren sollte, sondern deren Sinn man verstehen muss. Dieser Sinn erfordert ein Sich-Einlassen auf die christliche Heilsbotschaft.

interesannt in diesem zusammenhang: Im glaubensbekenntnis hiess es früher: Hinabgestiegen in die Hölle, statt in das Reich der Toten

Kommentar von Unsinkable2 ,

Dagegen existieren im NT sehr wohl Höllendrohungen (Bsp. in der Offenbarung, in den Evangelien), die man nicht wegdiskutieren sollte, sondern deren Sinn man verstehen muss. 

Ja, genau! Beispielsweise in Mt 23, 15 bzw. Mt 23, 33, wo Jesus jenen, die Leute anwerben, um sie dann doppelt so schlimm wie sie selbst zu machen, Kinder der Hölle nennt...

Jesus selbst forderte seinen Vater noch am Kreuz auf, seinen Mördern zu vergeben (Lk, 23, 34). Und welche Sünde könnte schlimmer sein, als die, einen Gott ermordet zu haben?

Wenn man da noch an das "ewige Höllenkonzept" glaubt, MUSS man sich für WICHTIGER ALS GOTT halten. 

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Offenbarung

Selbst Johannes lässt in der Offenbarung (1, 18) Jesus sagen, "er habe die Schlüssel zur Hölle" (im Urtext: "Hades" (griechisch) oder "Gehenna" (hebräisch); was beides nicht "Hölle" ist).

Also ist nicht einmal Johannes von einer "ewigen Hölle" überzeugt...

Es sei denn ... nun, es sei denn, er hielte Jesus für einen zynischen und menschenverachtenden Egomanen, der die Schlüssel nur für sich selbst benutzt.

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Und auch der Offenbarungstext 20, 10, der vom "feurigen Pfuhl" spicht, sagt in den originalen Texten, dass man dort "Äonen" (aionios) verweile. Doch ein Äon ist zwar lange, aber nicht ewig. Im damaligen Verständnis war ein "Äon" die Zeitspanne von irgendwas zwischen "ein Menschenalter lang" und "eine Weltzeit lang". Und den Unterschied zur Ewigkeit kannte man auch damals schon. Denn nicht nur der abrahamitische, sondern auch die alten griechischen Götter lebten ewig.

Erst die Übersetzungen machten aus "Äon" das Wort "ewig". Und erst daraus konnte man eine "ewige Hölle" konstruieren.

Kommentar von Philipp59 ,

Hallo RobinsonCruesoe,

zunächst einmal: die Bibel ist als Ganzes Gottes Wort. Ob also eine Aussage im AT oder im NT steht ist im Grunde unerheblich. Natürlich müssen die "Höllendrohungen", wie Du es nennst, im NT in Übereinstimmung mit den erwähnten Aussagen im AT gebracht werden.

Um zu einem genauen Verständnis der Heiligen Schrift zu gelangen, muss man immer den Kontext und die Gesamtaussage berücksichtigen und im Sinn behalten, dass sich die Bibel nicht ins sich selbst widerspricht. Ebenso darf man nicht in jedem Fall von einer wörtlichen Bedeutung jeder biblischen Aussage ausgehen, da Begriffe in der Bibel oftmals symbolhaft gebracht werden.

In einigen Texten der Bibel wird z.B.der Begriff "Feuer" nicht buchstäblich gebraucht sondern steht für die vollständige Vernichtung. Wieso kann man das sagen?

Einen Hinweis findet man in der Offenbarung, wo gezeigt wird, dass "Feuer" für den ewigen Tod steht. Dort steht: "Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod" (Offenbarung 21:8). Derz "zweite Tod" ist nicht der adamische Tod, aus dem Menschen auferweckt werden, sondern steht für die vollständige und ewige Vernichtung.

Das ist in Übereinstimmung mit dem, was Jesus über die "feurige Gehenna" sagte. Sicher hast Du den Begriff auch schon einmal gelesen. Oder in Deiner Bibelübersetzung steht an den entsprechenden Stellen, wo im Urtext "Gehenna" steht, das Wort "Hölle". Um richtig zu verstehen, was Jesus mit der "Gehenna" meinte, möchte ich aus einem Lexikon biblischer Fragen zitieren, wo es unter dem Stichwort "Hölle" u.a. heißt:

"Bibelübersetzer haben den griechischen Ausdruck géennan tou pyrós mit „Feuerhölle“ (JB, Me), „höllisches Feuer“ (Lu, Al), „Glut des Feuers“ (Alb) und „feuriges Tal Hinnom“ (Rei) wiedergegeben.
Geschichtlicher Hintergrund: Das Tal Hinnom (Gehenna) lag außerhalb der Mauern Jerusalems. Eine Zeitlang wurde dort Götzendienst getrieben, bei dem auch Kinder geopfert wurden. Im 1.  Jahrhundert war die Gehenna die Müllverbrennungsstätte Jerusalems. Man warf die Tierkadaver in das Tal, wo sie in dem Feuer verbrannten, dem Schwefel zugesetzt wurde, um die Verbrennung zu fördern. Auch die Leichen hingerichteter Verbrecher, die man nicht für würdig hielt, in einer Gedächtnisgruft beigesetzt zu werden, warf man in die Gehenna.

Deshalb sagte Jesus gemäß Matthäus 5:29, 30, daß der „ganze Leib“ in die Gehenna geworfen werde. Fiel der Leichnam in das ständig brennende Feuer, so verbrannte er. Blieb er aber an einem Felsvorsprung in der Schlucht hängen, so wurde das verwesende Fleisch von den allgegenwärtigen Würmern oder Maden befallen (Mar. 9:47, 48). Man warf Menschen nicht bei lebendigem Leibe in die Gehenna; somit war sie kein Ort, wo Personen bei Bewußtsein gequält wurden.

Jesus ermahnte seine Zuhörer gemäß Matthäus 10:28, den zu fürchten, „der sowohl Seele als Leib in der Gehenna vernichten kann“. Was bedeutet das? Man beachte, daß er nicht sagt, man werde im Feuer der Gehenna gequält werden, sondern man solle ‘den fürchten, der in der Gehenna vernichten kann’. Dadurch, daß Jesus die „Seele“ gesondert erwähnt, betont er, daß Gott alle Aussichten auf Leben zunichte machen kann; für einen solchen Menschen gibt es dann keine Auferstehungshoffnung. Mit der „feurigen Gehenna“ ist also dasselbe gemeint wie mit dem ‘Feuerpfuhl’ aus Offenbarung 21:8, nämlich Vernichtung, der ‘zweite Tod’." (" ("Unterredungen anhand der Schriften", Seite 217,218).

Es gibt eine ganze Reihe weiterer Texte in der Bibel, in denen das Wort "Feuer" keine buchstäbliche Bedeutung hat, sondern symbolisch für die Strafe ewiger Vernichtung gebraucht wird ( siehe z.B. 2Thessalonicher 1:6-10; Jesaja 66:15, 16, 22, 24).

Fortsetzung...

Kommentar von Philipp59 ,

Fortsetzung...

Schließlich gibt es dann noch im NT den Begriff "Feuersee". Aus entsprechenden Texten, in denen dieser Begriff verwendet wird, schließen manche, dies sei als Beleg für die Höllenlehre zu werten.

Wie steht es nun mit dem in Offenbarung 20:10 erwähnten Feuersee? Ist auch er ein Symbol und wenn ja, wofür steht er? Der vollständige Text lautet: "Und der Teufel, der sie irreführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geschleudert, wo [schon] sowohl das wilde Tier als auch der falsche Prophet [waren]; und sie werden Tag und Nacht gequält werden für immer und ewig" (Offenbarung 20:10).

Der Begriff "Feuersee" wird mehrmals in der Offenbarung genannt. In Offenbarung 20:14 wird deutlich gemacht, dass es sich dabei nicht um einen buchstäblichen See aus Feuer oder um ein Höllenfeuer handelt. Dort heißt es: "Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geschleudert. Dies bedeutet den zweiten Tod: der Feuersee". Das zeigt, dass der Feuersee ein Symbol für die ewige Vernichtung ist. Warum kann man das sagen? Weil es in dem Bibeltext heißt dass der "Tod" und der "Hades" (oder gem. manchen Übersetzungen die "Hölle") in den Feuersee geschleudert werden. Weder "Tod" noch "Hades" oder "Hölle" können in einem buchstäblichen Feuer verbrannt werden.

Die Bedeutung des "Feuersees" ist eine ähnliche wie die der "Gehenna", von der Jesus damals sprach. Zu den religiösen Führer seiner Tage sagte er: "Schlangen, Otternbrut, wie solltet ihr dem Gericht der Gehẹnna entfliehen?" (Matthäus 23:33). Die buchstäbliche "Gehenna" war der Müllabladeplatz vor den Mauern Jerusalems, auf dem man ständig ein Feuer unterhielt, um den dortigen Müll zu verbrennen. U.a. wurden dorthin auch die Leichen von Schwerverbrechern geworfen, die man einer Auferstehung nicht für würdig hielt. Somit gebrauchte Jesus diesen Ort für ein passendes Symbol vollständiger und ewiger Vernichtung, also einen "Ort" ohne Wiederkehr.

Warum aber steht in dem Text aus Offenbarung 20:10 zum Schluss, dass "sie Tag und Nacht gequält werden für immer und ewig"? Viele halten das für einen eindeutigen Hinweis auf ein Höllenfeuer, in dem böse Menschen für immer gequält werden. Wenn, wie gerade gezeigt, der Feuersee ein symbolischer "Ort" ist, können die "Qualen" dort auch nicht buchstäblicher Natur sein. Um welche Art "Qualen" geht es denn dann?

Eine Erklärung dazu wird in einem Buch, das eine Vers-fürVers-Betrachtung der Offenbarung enthält, wie folgt gegeben:

"Das an dieser Stelle für „quälen“ verwendete griechische Wort basanízō hat in erster Linie den Sinn „am Probierstein reiben, um die Echtheit (eines Metalls) zu erproben“. „Jemanden foltern, um die Wahrheit zu erpressen“, ist eine weitere Bedeutung (S.  Ch. Schirlitz, Th.  Eger, Griechisch-deutsches Wörterbuch zum Neuen Testamente, 6.  durchgesehene Auflage, Gießen, 1908, S.  69). Gemäß dem Zusammenhang zeigt der Gebrauch dieses griechischen Wortes, daß das, was Satan widerfährt, für alle Ewigkeit als Probier- oder Prüfstein für die Streitfrage der Rechtmäßigkeit und Gerechtigkeit der Herrschaft Jehovas dienen wird...

Des weiteren wird das verwandte Wort basanistḗs, „Folterknecht“, in der Bibel in der Bedeutung von „Gefängniswärter“ benutzt (Matthäus 18:34, Kingdom Interlinear Translation). In Übereinstimmung damit wird Satan für immer im Feuersee eingesperrt; er wird nie freigelassen werden. Im übrigen gebraucht die griechische Septuaginta, mit der Johannes gut vertraut war, das verwandte Wort básanos regelmäßig mit Bezug auf eine Demütigung, die zum Tod führt (Hesekiel 32:24, 30). Dies hilft uns, zu erkennen, daß die Strafe, die Satan erleidet, eine Demütigung ist, der  ewige Tod im Feuer- und Schwefelsee. Seine Werke werden mit ihm vernichtet werden (1.  Johannes 3:8)" (Die Offenbarung - Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe hrsg. von Jehovas Zeugen, Seite 293).


Wie Du also siehst, gibt es auch im NT keine wirklichen "Höllendrohungen". Diese beruhen einfach auf einem Missverständnis der Bedeutung gewisser Textaussagen. Ein bestimmtes Verständnis einer biblischen Aussage muss immer in Übereinstimmung der Gesamtaussage der Bibel sein. Und das trifft auf Bibeltexte, die man zur Stützung der Höllenlehre heranzieht, eindeutig nicht zu.

LG Philipp

Antwort
von Unsinkable2, 122

Gibt es hier Jemand der echt im -ernst das glaubt, das es eine Hölle gibt?

Ja. Ich. 

... allerdings im übertragenen Sinne. Lösen wir uns dazu einfach mal von bildlichen Vorstellungen.

Die Hölle ist ein Synonym für "ewige Verdammnis", also eine Beschreibung, die sagt, dass man etwas auf ewig verdammt (= für mega-schlecht befindet und nie wieder haben will). 

Schauen wir uns nun beispielsweise Hitler an: Dieser Mann (samt seiner Apologeten) hat die "ewige Verdammnis" verdient. Punkt. Seine Gräueltaten, seine politische Arbeit, die darauf zusteuerte, ... all das hat es verdient, "mega-schlecht" genannt zu werden und sich zu wünschen, "dass es nie wieder kommen möge".

Damit ist Hitler an genau dem Ort angekommen: In der Hölle. Und dort wird er - hoffentlich - für immer und ewig bleiben. 

Hitler hockt also in der ewigen Hölle. Und mit ihm zahlreiche andere Menschen, die diese Verdammnis verdient haben.

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Doch er hockt nicht "real in einem Kochtopf über einem Feuer", sondern "virtuell in unseren Köpfen" in der Verdammnis. WIR verdammen ihn. Bis in alle Ewigkeit.

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Deshalb spricht die Bibel auch vom "Urteil nach den Werken" (also: dem Urteil nach den Taten des Menschen), etwa in der Offenbarung 20, 12, wo Johannes das "Weltgericht" erklärt:

Und ich sah die Toten, Groß und Klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken. 

Off 20, 12

GENAU DAS machen wir heute. 

Wir alle haben Hitler nicht persönlich erlebt. Wir kennen ihn nur aus Geschichten, Büchern und Filmen. Und wir beurteilen ihn nach seinen Werken. 

Wir richten ihn nach seinen Werken. Wir verdammen ihn nach seinen Werken.

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Die Katholische Kirche hat aus diesem - völlig menschlichen und absolut natürlichen - Gedankengang ein Bedrohungs-Szenario aufgebaut, das Menschen erpresst und nötigt. 

Doch dieses Szenario ist durch und durch unlogisch und widerspricht den Aussagen in der Bibel komplett. (Deshalb war - und ist - es in der Katholischen Kirche übrigens absolut verpönt und zeitweise sogar unter Strafe gestellt, selbst in der Bibel zu lesen. Das war nur den "Geistlichen", also den "Kirchenherren", vorbehalten. Niemand sollte an der Lehre zweifeln, nur weil er  beim Lesen feststellen würde, dass Jesus sich völlig anders verhielt, als die Katholische Kirche bis heute behauptet und lehrt...)

Beispielsweise fordert Jesus (der gerade gekreuzigt, also ermordet, wird) in Lukas 23, 34 seinen Vater (also Gott) auf, seinen eigenen Mördern zu vergeben; sie also NICHT IN DIE HÖLLE zu schicken oder anderweitig zu "bestrafen". 

Und welche Sünde könnte größer sein, als die, einen Gott ermordet zu haben? 

Wenn man also selbst dafür von Jesus bzw. Gott Vergebung bekommt, muss man SICH SELBST FÜR WICHTIGER ALS GOTT HALTEN, wenn es für Sünden eine Strafe geben soll, die unendlich härter als die für einen "Gottes-Mord" ist. Anders lässt es sich mit logischem Menschenverstand nicht auflösen, wenn man am "allgütigen Gott" festhalten will...

Kommentar von Jessicahofst ,

Also ich glaube eher, dass wir alle wiedegeboren werden und auf kein Fall, dass es eine ewige Verdamnis gibt.

Das wäre voll ungerecht, irgendwann muss jede Strafe vorbei sein und ewige Verdamnis dauert immer, dass voll ungerecht, da müsste man auch wieder herauskommen.

Wiedergeburt und weiteretwickeln von niederem zu höheren ist viel logischer, zum Beispiel glaube ich auch, dass alle Frauen früher mal Männer waren.  

Also ewige Verdamnis und Hölle und Teufel gibt es net!

Kommentar von Jessicahofst ,

Außerdem muss jeder immer wieder die Chance haben, sein Leben zu verbessern, nach neuer Geburt, das find ich gerecht, selbst bei dem Hitler.

Kommentar von Etter ,

"Hitler hockt also in der ewigen Hölle."

https://www.youtube.com/watch?v=ktRoDKAr_L0

Den konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.

Zum Beitrag selbst: Angenehm erfrischende Erklärung. Es ist definitiv mal was neues ;)

Antwort
von Heliosdog, 10

Ich bin ein Muslim und glaube/weiß das es die hölle gibt.
Es gibt dutzende vllt auch hunderte beweise dass der koran gottes wort ist und es die Hölle gibt.
Schau dkr mal dieses video an


Du kannst sehr viele videos von ihm finden.
Möge Allah dich rechtleiten .
Wünsche dir das beste😉

Kommentar von Jessicahofst ,

Danke für deinen guten Wünsche, ich wünsche dir in diesem Sinne weiterhin genau dasselbe.

Ich habe mir auch das Video komplett angesehen. Es ist sehr gut und ich habe großen Respekt vor diesem Redner, weil ich glaube, das er es echt ehrlich meint.Gäbe es nur solche Moslems wäre die Welt viel besser.

Ich glaube auch, das es einen ,,Gott" gibt, nur dieser Name gefällt mir nicht so dafür, ich meine eine einzige unglaubliche Macht die letztlich alles geschaffen hat und auch den Sinn des Lebens sehe ich so wie es in dem Video gesagt wird, nur ob es jetzt auschließlich durch den Islam möglich ist, ist eine andere Frage und eben auch an der Hölle habe ich immer noch erhebliche Zweifel, alles andere finde ich echt super gut und ich werde mir noch mehr Videos davon ansehen.

Liebe Grüße Jessi 

Antwort
von Welfenfee, 124

Es heißt ja auch glauben und wenn Du z.B. ein Kleinkind nimmt und dem weismachst, dass das der Malkasten Gott ist, dann glaube er da irgendwann. Sicherlich gibt es eine Hölle und die bereiten wir selber und auch anderen Lebewesen zu und zwar hier und jeden Tag aufs Neue.

Gehen wir doch mal vom christlichen Glauben aus. Jesus hat existiert, doch ob er wirklich der Sohn Gottes war? Ja, war er und gleichzeitig auch Gott. Er ist ja im Jahre 0 gestorben und mit seinem Tod hat er uns unsere Sünden vergeben. Wie kann das sein, der war ja schon lange, lange Zeit vor mir Tod und hat ja meine Schandtaten noch nicht gewusst.

Doch stelle Dir mal vor, dass da Du eine Kreatur erschaffen hast und obwohl Du der jede Möglichkeit und auch die Veranlagung mitgegeben hast einfach nur gut zu sein und dann schüttelst Du nur noch mit dem Kopf und fragst Dich, was der denn bitteschön daraus nun gemacht hast. Aber Du bist ja schlau und darum machst Du ein Leben mit und versucht Deine Kreatur wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Er hat gelebt und er hat uns unsere Sünden vergeben und warum sollten wir dann in der Hölle landen? Ok, vielleicht sollte man sich etwas zusammen reißen. Aber man weiß ja nie? Ich strenge mich an und geben mein bestes, doch nicht, weil ich in den Himmel möchte oder eben nicht in die Hölle, sondern weil es Spaß macht aufrecht durch das Leben zu wandern.

Kommentar von Mercubor ,

Beste Antwort und volle Zustimmung! :-)

Kommentar von Jessicahofst ,

Beste Antwort net, aber gute Antwort.

Super auch das Beispiel mit dem Malkasten!

Antwort
von Radagast1995, 217

Naja Casala.. Jeder hat so seine eigene Vorstellung von der Welt. Mit einfach gestrickten leutchen, hat das meiner Meinung nach sehr wenig bis nichts zu tun.. Auch "kompliziert gestrickte leutchen" fürchten was nach dem Tod kommt. 😉

Kommentar von casala ,

stimmt - hier ist aber der begriff "hölle" gefragt und nicht stellvertreterängste.

Antwort
von Drachenblut25, 73

Ich glaube dran das ich in die Hölle komme mit VIP-Pass und Frei Getränken :)

Kommentar von Jessicahofst ,

*lachmichwech*

Antwort
von alexander329, 97

Gott ist die Liebe.

Wenn man sich immer weiter von Gott entfernt - heißt wenn man immer weniger Gutes und Liebes tut und immer mehr Böses tut und anderen schadet- dann gehen wir doch freiwillig immer tiefer in die Hölle rein und leben darin. 

Also ich glaube an die Hölle, die ein Zustand der Seele ist, die man sich freiwillig bereitet, und keine Strafe Gottes ist.

Kommentar von Jessicahofst ,

Naja ok, aber so meine ich das net, mit Hölle meinen die ja auch was anderes.

Kommentar von alexander329 ,

Ja ich weiss - es gibt ja auch Bilder dazu. Aber wie soll man geistige Zustände auch bildlich darstellen? So wurde halt die Schwärze der Sünde gemalt-man entfernt sich ja auch vom Licht Gottes, das beißende Gewissen wurde als brennendes feuer gemalt usw.

Außerdem leben die gefallenen, von Gott abgewandten Engel ja auch schon in der "Hölle".

Kommentar von Jessicahofst ,

Grimms Märchenstunde

Kommentar von comhb3mpqy ,

ich glaube, dass es Gott wirklich gibt. Wenn Sie einige Gründe/Argumente wissen wollen, um an Gott zu glauben, dann können Sie mich hier fragen oder bei meinen hilfreichen Antworten vorbeischauen.

Kommentar von Jessicahofst ,

Ich glaube auch das es irgendeine Allmacht gibt, aber net einen Gott aus Bibel und Koran, wo so was ist, wie ein Art Überpatriarch (uralter Mann mit weißem Bart) oder so *lach*

Das ist genauso wahr, wie Grimms Märchen.

Kommentar von alexander329 ,

Das ist wahr, Gott kann kein uralter Mann mit weißem Bart sein, da er keinen Körper hat sondern geistig ist. Steht aber auch weder in der Bibel, noch (meines Wissens) im Koran.

Und du weisst schon, das es in Grimms Märchen immer um den Kampf Gut gegen Böse geht, um den richtigen Lebensweg, so wie es uns auch die Bibel lehren will.

Ich weiss nicht, ob die Geschichten im AT wirklich so geschehen sind, aber sie zeigen immer einen geistigen Inhalt bezogen auf Gott, seine Beziehung zu den Menschen, auf den Himmel und seine Führung; so wie Jesu Gleichnisse auch.

Antwort
von MeGusta97, 27

Das mag die mehrheitlich militant atheistische gutefrage.net Community zwar erschrecken, aber ja, es gibt doch noch ein paar "Naive" die an die Hölle glauben. Ich zum Beispiel. Ich glaube dass die Hölle sich hier auf Erden befindet, denn das was hier verbrochen wird ist an Grausamkeit nicht zu überbieten. Wie Menschen übereinander urteilen nur wegen deren Glauben ist übrigens auch einfach nur noch widerlich... Wie kann man nur über jemanden urteilen, nur weil dieser einer Religion angehört und unter gegebenen Umständen diese sogar aktiv praktiziert? Das will mir einfach nicht in den Kopf.

Kommentar von casala ,

...die mehrheitlich militant atheistische gutefrage.net Community ...?

 da tauchen bei mir aber zweifel auf, wenn du natürliche abwehrreaktionen gegenüber penetrant okkupierenden heilsbringern als militant bezeichnest. die allermeisten atheisten lehnen einen gott ab, aber verurteilen und beschimpfen dich nicht dafür. mach du dein ding und laß uns unser ding. soo tolerant ist nämlich dein beitrag absolut nicht.

Antwort
von vanillakusss, 54

Ja, die gibt es. Das erleben Menschen immer wieder nur ist diese Hölle schon in ihrem Leben.

Es kann an den Lebensumständen liegen, an (schlimmen) Dingen, die getan wurden, die einen dann täglich quälen.

An die andere Hölle, so wie die Kirche sie predigt, glaube ich nicht.

Kommentar von Jessicahofst ,

Es war aber von der Hölle die Rede und net von einer Ersatzhölle

Kommentar von vanillakusss ,

Ja, genau.

Du hast gefragt, ob hier einer ernsthaft an die Hölle glaubt. Ich habe geschrieben, das ich das nicht tue.

Antwort
von sparkydog, 34

Es MUSS eine Hölle geben, denn sonst hätte die Kirche KEINE Existenzberechtigung!

....da ich aber ausgetreten bin, kann es für mich auch keine Hölle mehr geben, denn die Hölle gehört zur Kirche und alle ihre Gläubigen. 

Kommentar von Jessicahofst ,

Das stimmt total

Antwort
von Bambi201264, 58

Wieso glauben? Wissen! Wir leben doch in der Hölle...

Der Mensch ist des Menschen Wolf, dazu braucht es keine Religion mit ihren ominösen Erklärungen/Definitionen, was "die Hölle" sei...

Kommentar von DonkeyDerby ,

Wäre wirklich der Mensch des Menschen Wolf, so wäre er ein zärtliches, solidarisches Rudeltier - was er ja im Grunde genommen auch ist. Jeder muss sich nur mal in seinem ganz persönlichen Umfeld umschauen, wieviele Mörder und Vergewaltiger er persönlich kennt. Dann relativiert sich die Ansicht vom "bösen Menschen" recht schnell.

Kommentar von Bambi201264 ,

DonkeyDerby: "Wolf" nicht im biologischen, sondern im übertragenen, dämonischen Sinn. Ich weiss, dass Wölfe scheue, sozial vorbildliche Familientiere sind... :)

Und das Problem mit den "Mördern und Vergewaltigern, die man persönlich kennt" ist, dass man das erst nach vielen Jahren erfährt und dann geschockt ist, warum man es nicht viel früher bemerkt hat.

Dazu gibt es diverse Studien, die belegen, dass gerade Soziopathen den meisten Menschen total normal, ja geradezu überangepasst vorkommen...

Antwort
von sparkydog, 41

Martin Luther hat gesagt: 'Wer die Hölle fürchtet, fährt voll hinein'......na, Gott sei Dank sind wir dann die ganzen von denen los....

Antwort
von casala, 146

die hölle ist ein begriff aus der christl. lehre. ein großteil der christen mag daran glauben und es sei ihnen gegönnt.

die angst vor ihr, hält sich aber eher bei recht einfach gestrickten leutchen.


Kommentar von Jessicahofst ,

Auf jeden Fall sind schon bestimmt Millionen Menschen an der Psyche kaputtgemacht worden mit dieser Höllenangst, auch wenn das zum Glück jetzt immer weniger wird.

Kommentar von casala ,

mit dubiosen heilsversprechungen sind aber sicherlich kaum weniger psychen zerstört worden. kreuzzüge und was z.zt passiert sind doch beste beispiele.

Kommentar von schmickens ,

...und wieder ein unhaltbares Vorurteil!

Antwort
von fricktorel, 106

Nein, ich weiß es (Mt.10,28; Joh.17,17) !!!

Manche Menschen werden diese sicher auch kennenlernen (Offb.20,5.14-15).

Kommentar von Jessicahofst ,

Tsss....du glaubst das zu wissen.

Das haben Menschen geschrieben, wie Grimms Märchenbuch auch.

http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/matthaeus/10/

http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/offenbarung/20/

Also so cool find ich das alles net, da wir Prophezeit dass die achso armen Christen verfolgt werden würden, abe die christen aber selber 1000mal mehr unschuldige Menschen verfolgt, gefoltert, verstümmelt, zersägt, verbrannt.

Und diese dieskriminierung und überheblichkeit von Heiden zu sprechen nur weil die net an jesus und seine jünger glauben.

Ich sag ja MÄNNERRELIGION

Kommentar von Jessicahofst ,

Und fricktorel, was willst du damit sagen?

,,Manche Menschen werden diese sicher auch kennenlernen"

Das liest sich fast wie eine Drohung.??

Antwort
von IchFahrJaguar, 20

Nimm mal an einem Mädelsabend teil und dann weißt du, dass es die Hölle wirklich gibt.

Antwort
von Xeneo, 58

Immer wenn ich vor die Haustür gehe stehe ich in der Hölle, wenn ich mir diese Leuchten die heutzutage draußen rumlaufen anschaue....

Antwort
von devinha35, 50

es ist doch schon die Hölle

Kommentar von Jessicahofst ,

Das ist keine Antwort auf die Frage

Kommentar von devinha35 ,

wieso denn nicht? Für mich ist es die Hölle auf Erden

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