Frage von swag214, 96

Gibt es Gründe einen Freitod zu rechtfertigen?

Wenn ja welche? Ich weiß nicht wie ich auf die Frage gekommen bin, da ich selbst der Meinung bin, dass das Leben das Größte und Beste Geschenk ist, was man bekommen kann und das es früher oder später sowieso vorbei ist und man die Zeit dazwischen genießen sollte.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Daoga, 51

Ständiges unvermeidbares Leiden wäre der einzige Rechtfertigungsgrund. Einem Tier gönnt man irgendwann einen Gnadentod, wenn man sieht, es geht einfach nicht mehr, aber von einem Menschen wird "erwartet", daß er sich jahrelang bis zum unvermeidlichen Ende quält, statt einfach Schluß zu machen. Das hängt mit alten christlichen Auffassungen zusammen, wonach Leiden, auch wenn es vermeidbar wäre, grundsätzlich etwas Gottgefälliges sei, Selbstmord dagegen grundsätzlich eine schwere Sünde.

Antwort
von Jeally, 41

Schön, dass du das Leben als Geschenk ansiehst. Das tut nur auch nicht jeder. Einige sehen es auch als Gefängnis an, in das sie nie wollten. Letztendlich ist es eine individuelle Entscheidung, bei der niemand zur Rechtfertigung gezwungen werden sollte. Suizid wird aber auch nie grundlos begangen von daher gibt es immer einen Grund (zumindest aus dem Blickwinkel des betroffenen)

Antwort
von staffilokokke, 57

Unheilbare Krankheit, die mit großen Schmerzen verbunden ist. 
So wie einst Gunter Sachs, bei dem man festgestellt hatte, das er Alzheimer oder so bekam und er sich selbstbestimmt für den Freitod entschieden hatte. 

Antwort
von Schuhu, 51

Wer sollte den Freitod rechtfertigen müssen? Der Tote kann nicht mehr. Die Lebenden haben keinen Freitod gewählt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community