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Gibt es genug Anstrengung sowohl seitens Staates wie Bürger in Bezug auf Integration von ausländischen Kindern

gefragt von knutdergrosse am 30.09.2007 um 14:34 Uhr

Wird seitens des Staates wie auch von den Bürgern in Punkto Integration von Ausländischen Kindern genug getan? Mich würde Eure Meinung darüber interessieren. Ich selbst habe in meiner letzten Wohnung viele ausländische Kinder erlebt. Sie fühlen sich an den Rand gestellt, unverstanden, sprechen oft schlecht Deutsch und bleiben in den Gruppen Ihresgleichen. Klar wären die Eltern dafür zuständig - jedoch diese Kinder wachsen hier in unserem Land auf. Ist doch so, dass die Eltern die Dringlichkeit oft gar nicht erkennen. Die Kinder leiden oft unter Ausgrenzung und dies beginnt schon oft im Kindergarten. Was meint ihr dazu, was kann verändert werden, wie kann diesen Kindern geholfen werden?


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krauthexe
beantwortet von krauthexe am 30. September 2007 15:40
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Zuerst müssen die Eltern integriert werden wollen,dann klappt das auch bei den Kindern.Sonst nützen die tollsten Integrationsprogramme nichts.

Kommentar von E7dce13339e161ee50a3badb7e1756ecsmallemjay am 30. September 2007 15:41

dito ;-)

Kommentar von oldpaed am 30. September 2007 17:42

Nicht unbedingt! Häufig geht die Integration von den Kindern aus und dann zu den Eltern!


emjay
beantwortet von emjay am 30. September 2007 14:49
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Du hast es selbst schon angesprochen. Integration kann nur stattfinden, wenn man auch integriert werden will. Und dazu gehören nicht nur Rechte sondern auch Pflichten. Ich glaube schon, daß seitens der Kommunen viel dafür getan wird. Wenn aber die kleinen Kinder mit sehr schlechten Deutschkenntnissen eingeschult werden, so sagt das schon viel aus. Eltern die schon lange Zeit hier in Deutschland leben, sprechen teilweise mit ihren Kindern ausschließlich in deren Heimatsprache. So funktioniert es natürlich nicht.

Kommentar von 6d7dedd6cb0cf31d8895af96b8052ffcsmallkrauthexe am 30. September 2007 15:39

DH.


RolfHoegemann
beantwortet von RolfHoegemann am 30. September 2007 17:05
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Steinigt mich - aber es wird vom Staat und der Gesellschaft zuwenig Zwang ausgeübt, dass sich der deutschen Kultur angepasst werden muss. Stattdesssen wird sich zusehr, aus falschem Mitfühlen oder auch noch aus Angst vor der Deutschen Vergangenheit der ausländischen Kultur angepasst. Das, was von einem Deutschen im Ausland verlangt wird - Sprache lernen, sich der Kultur anpassen u.v.m. das verlangt der Deutsche Staat von seinen "Bürgern mit Migrantenhintergrund" leider nur sehr wenig.

Kommentar von E7dce13339e161ee50a3badb7e1756ecsmallemjay am 30. September 2007 17:26

Wenn man hier öffentlich so etwas fordert, wird man gleich als rechtsradikal abgestempelt. Bin ganz deiner Meinung.

Kommentar von Kaldex am 22. Dezember 2007 20:07

Ich denke auch so! Und der Sprachkur soll NICHT von den hiesigen Steuerzahlern bezahlt werden! In den USA zahlt dir auch keiner deinen Englischkurs, wenn Du dort leben willst.


Schiebedach
beantwortet von Schiebedach am 30. September 2007 15:43
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Bitte nicht verallgemeinern: War bei einem koreanischen Ehepaar eingeladen, deren Sohn sprach mit ein paar Worten mit seiner Mutter in der Heimatsprache. Sofort wurde der Sohn (5 Jahre(!)) von beiden Eltern angehalten, Deutsch zu srechen: "Wir sind hier in Deutschland und haben deutschen Besuch. 1. ist es unhöflich, da der Gast uns nicht versteht und zweitens hast Du im Kindergarten Deutsch gelernt". Für mich war das der gelungsndste Beweis dafür, daß Integration im Elternhaus geübt werden muß. Wenn Eltern dieses nicht zuhause fördern, helfen auch keine staatlichen Versuche.

Kommentar von E7dce13339e161ee50a3badb7e1756ecsmallemjay am 30. September 2007 16:28

Keiner spricht hier von allen Ausländern. Kaum macht man eine kritische Bemerkung zu diesem Thema, spricht die ganze Welt sofort von Verallgemeinerung und Intoleranz. Ich kenne genügend Beispiele wo Ausländer ausdrücklich nicht integriert werden möchten. Meine Frisören, eine Russland Deutsche erzählte mir kürzlich, wie Leute in ihrer Clique behandelt werden, wenn sie nur deutsch sprechen geschweige denn sich mit Deutschen abgeben. Wenn das passiert, spricht niemand mehr mit ihnen. Sie werden verstossen. Selbst die besten Freundschaften gehen dann kaputt. Über sowas spricht hier aber niemand.

Kommentar von A382bf851e752b03d4799725cbc063aasmallSchiebedach am 30. September 2007 16:59

Moment mal: Deine Erfahrungen sind ja durchaus zutreffend. Ich habe Dir auch nicht "Verallgemeinerung" vorgeworfen.Deutschland hat nun mal ein Multikultiland zu sein und zur Kultur eines Volkes gehört auch die Sprache. Wenn eine Person mit Migrationshintergrund sich herabläßt, die Sprache des Einwanderungslandes zu erlernen, ist das doch nicht zu beanstanden. Die Frage sollte doch wohl sein: Warum gibt unsere Regierung kein Geld, damit wir die Sprache(n) der Immigranten lernen, bevor wir dann in deren Heimatland immigrieren?

Kommentar von B0062c7fab7bf0da32f420f3b225d453smallNiklaus am 30. September 2007 17:04

@ Schiebedach Wenn eine Person mit Migrationshintergrund sich herabläßt, die Sprache des Einwanderungslandes zu erlernen

Was redest denn du für einen Unsinn. Wenn jemand in Deutschland wohnen will, dann hat er die Pflicht auch unsere Sprache zu lernen. Und warum sollen wir das auch noch bezahlen. Geh mal ins Ausland und frage ob dir da jemand einen Sprachkurs bezahlt.

Kommentar von A382bf851e752b03d4799725cbc063aasmallSchiebedach am 30. September 2007 17:10

Schon mal was von Satire gehört? Erst lesen, dann Denken, dann verstehen und dann "sich melden" m.f.G.

Kommentar von E7dce13339e161ee50a3badb7e1756ecsmallemjay am 30. September 2007 17:17

@Schiebedach: Im ersten Moment habe ich auch gestutzt. Nicht schlecht!


Niklaus
beantwortet von Niklaus am 30. September 2007 17:10
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Vor allem muss der Integrationswille der Eltern da sein. Die Eltern müssten bestrebt sein Deutsch sprechen zu können. Also Vorbild sein für Ihre Kinder. Aber ich kenne Einwanderer, die schon seit Jahren hier leben und immer noch kein Deutsch können.

Ich bin übrigens der Meinung, dass Kinder mit Migrationshintergrund schon im Kindergarten die deutsche Sprache lernen, damit sie, wenn sie eingeschult werden alles verstehen.

Denn so wie es bisher in sehr großen Städten läuft kann es auch nicht sein. Da gibt es Stadtviertel in denen in Schulklassen 80 % nicht deutschsprechende Kinder sitzen. Die Chancengleichheit der deutschen Kinder ist ja dann wohl nicht mehr gegeben.




Kommentar von E7dce13339e161ee50a3badb7e1756ecsmallemjay am 30. September 2007 17:40

Das Nachbarskind war in seiner Klasse das einzige mit deutscher Herkunft. Sowas gibt einem schon zu denken.


anonym
beantwortet von oldpaed am 30. September 2007 15:45
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Meine Meinung dazu ist: "Der Staat" tut schon einiges: Geld für Integrationsprogramme und -projekte bundesweit, landesweit oder auf kommunaler Ebene in Schulen und Kindergärten; bei der beruflichen Förderung; er könnte sicherlich auch noch mehr tun, z. B. für die Städte mehr Sozialarbeiterstellen einrichten, so dass eine intensivere Betreuung nicht nur für Familien mit Migrationshintergrund, sondern auch für sozial schwache deutsche Familien möglich würde; in Schulen mehr Lehrerstellen zur Verfügung stellen zur Förderung der Kinder aus diesen (beiden!) Familiengruppen etc. Aber: Der Staat sind auch w i r ! Das heißt, dass wir Bürger o h n e Vorurteile auf die ausländischen Bürger (Familien) zugehen sollten; das fängt für mich morgens in der Straßenbahn an, wenn ich einer türkischen Frau bei der Bedienung des Fahrkartenautomaten behilflich bin oder ihr genauso wie einer deutschen Frau einen Platz anbiete. Mehr "Aufklärung" auf beiden Seiten für beide Seiten, da wäre schon sehr viel geholfen. Gut fände ich z. B. "Nachbarschaftstreffs" oder gemeinsame Straßenfeste, die zum Teil in größeren Städten mit entsprechender Bevölkerung bereits eingerichtet sind. Jede(r) ist aufgerufen. Warum soll es nicht "Kindergarten-Eltern-Treffs" geben, damit so auch die von emjay angesprochenen Probleme gelöst werden könnten. Sicherlich gibt es auch "Integrationsunwillige", aber die dürften m. E. nicht die Mehrheit sein.

Kommentar von E13351831a85b89ecf151faf443695fesmallRolfHoegemann am 30. September 2007 17:57

Betreffs "Kindergaten-Eltern-Treffs" - das wird schwierig, wenn die Mütter kein Deutsch verstehen. Da ich in vielen Kindergärten arbeite kenne ich die Problematik recht gut. Viele der Mütter, die es angeht kommen gar nicht, weil ihnen das der Ehemann verboten hat. Und oft schon habe ich mitbekommen, dass Frauen heimlich zum Deutschunterricht gehen - auch weil es der Ehemann nicht erlaubt, dass die Frau genau so schlau wird, bzw ohne seine Aufsicht etwas unternimmt.

Kommentar von Kaldex am 22. Dezember 2007 20:12

Männer, die ihren Frauen verbieten, einen Deutschkurs (meist eh gratis!) zu besuchen, müßten eigentlich wegen erwiesener Integrationsunwilligkeit ausgewiesen werden. Leider ist sowas in unsrem allzu duldsamen Land nicht durchsetzbar!


balou234
beantwortet von balou234 am 10. Juli 2008 15:01
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Die Kinder müssen das zuerst einmal selber wollen. In der Schule erlebe ich es so oft, dass sich die ausländischen Kinder gar nicht integrieren WOLLEN. Dort werden dann "Gangs" gebildet, deren Interesse darin besteht, nur nicht zu den anderen dazu zu gehören. Man kann Hilfe nicht aufzwängen.


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