gibt es garkein "trick" um die rentenversicherungspflicht zu umgehen?

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7 Antworten

gibt es garkein "trick" um die rentenversicherungspflicht zu umgehen?

Doch gibt viele:

  1. Selbständigkeit mit mehr als einem Auftraggeber, keine Kammerberufe (§ 15 EStG)
  2. Verbeamtung
  3. Einkünfte aus Kapitalvermögen und/oder Vermietung und Verpachtung (§§ 20, 21 EStG) unterliegen nicht der Versicherungspflicht in der GRV (§§ 1,2 SGB VI).
  4. Als Angestellter zahlst du auf Bruttoeinkommen über 72.600,- € pro Jahr auch keine Beiträge mehr.
  5. Beherrschender Gesellschafter-Geschäftsführer eine Kapitalgesellschaft mit mind. 50% Gesellschaftsanteilen oder Vorstand einer Aktiengesellschaft.
  6. Bezug von Leistungen nach SGB II (Hartz IV - davon wird kein RV-Beitrag bezahlt).
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Kommentar von Dickie59
23.11.2015, 14:02

"Klasse", smile

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Da liegt leider ein Denkfehler zugrunde, den fast alle begehen: Eine Altersvorsorge besteht aus zwei Teilen. Zum einen die Zeit des Ansparens in der man einen Kapitalstock aufbaut und zum anderen aus der Zeit der Rente, in der man diesen Kapitalstock dann bis zu seinem Lebensende wieder aufbraucht.

Bitte immer bedenken: Wenn Du Selbst ansparst, ganz egal wie, dann hast Du später immer das ganz grosse Problem, dass Du zwar einen ziemlich hohen Kapitalstock hast ( wohl auch höher als bei einer Versicherung ), aber Du realistisch gesehen keine Ahnung hast, wie lange Du davon leben musst, also wieviel von dem Kapital Du jeden Monat entnehmen kannst. Eine Versicherung kann das über die grosse Anzahl der Versicherten abfangen, da dann tatsächlich der Durchschnitt zählt, aber wenn Du das selber machen willst, dann wird das zwangsweise dazu führen, dass Du entweder am Ende Deines Lebens noch zielich viel Geld übrig hast oder am Ende Deines Geldes noch ziemlich viel Leben übrig hast.

Daher ist über die gesamte Zeit der Altersvorsorge eine Versicherung der bessere Weg, auch wenn sie in der Zeit des Ansparens Nachteile hat. Das wird später bei weitem dadurch wieder gut gemacht, dass Du einen verlässlichen Abbauplan hast, der Dir sowohl eine völlige Nutzung Deines Kapitals als auch eine lebenslange Versorgung bietet. Alleine bekommst Du das nur hin, wenn Du am Monatsende der letzten Abhebung deines Sparkontos von einer Brücke springst.

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Natürlich gibt es den, werde selbstständig. Gründe deine eigene Firma und du bist (mit einigen Ausnahmen wie Schornsteinfeger, Künstler...) Kannst du machen was du willst, es besteht nur noch eine Krankenversicherungspflicht/Pflegeversicherung.

Jedoch was ist wenn du mal krank wirst und nicht mehr arbeiten kannst? Bekommst du auch keine Invalidenrente, nichts, nicht mal Krankengeld. Vielleicht Hartz4 oder sowas, bin mir da nicht sicher.

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Kommentar von kevin1905
23.11.2015, 16:05

Jedoch was ist wenn du mal krank wirst und nicht mehr arbeiten kannst?

Wenn man das vernünftig baut, ist das kein Problem. Krankentagegeld lässt sich privat abschließen. Ist meist sogar günstiger als gesetzliches Krankengeld und dazu auch noch ohne Porgressionsvorbehalt.

Bekommst du auch keine Invalidenrente, nichts, nicht mal Krankengeld. Vielleicht Hartz4 oder sowas, bin mir da nicht sicher.

Auch der Selbständige - um so mehr - sollte nicht ohne eine echte Berufsunfähigkeitsversicherung rumturnen. Zumindest so lange sein Unternehmen noch darauf angewiesen ist, dass er gelegentlich mal sebst Hand anlegt.

Anspruch auf Hartz IV hat jeder der über 15, unter 63, arbeitsfähig und bedürfig ist.

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Und dann brauchst du das Geld vor deinem Ruhestand und somit zahlt der brave Steuerzahler.

Aus diesem Grund ist der Rentenbeitrag Pflicht. Jedenfalls in Deutschland. Anders in den USA,  da wird viel mehr auf private Vorsorge und Firmenrenten gesetzt. Dumm nur, wenn die Firma bis dahin pleite ist, oder, wie schon mehrfach geschehen, ein Aktiencrash erfolgt, wenn es gerade so weit ist. Monatliche Auszahlungen bei Tiefstkursen reißen riesige Löcher ins Budget.

Der richtige Weg heißt, Rentenversicherung plus privater Vorsorge. Damit meine ich keineswegs die Riesterrente. Spezialisten haben errechnet, dass ein Mensch 90 Jahre werden müsste, bevor er überhaupt den Gegenwert des eingezahlten Geldes wiederbekommen hat.

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Kommentar von kevin1905
19.11.2015, 23:32

Spezialisten haben errechnet, dass ein Mensch 90 Jahre werden müsste, bevor er überhaupt den Gegenwert des eingezahlten Geldes wiederbekommen hat.

Kommt drauf an auf die Art des Riestervertrages, das Einstiegsalter, die Beiträge, die abgerufenen Zulagen (denn die hebeln die Rendite) etc.

Es gibt auch Riesterverträge die sind nach 10-12 Jahren Leistungsbezug im Plus.

Versicherungen müssen sich aber nunmal anhand der Sterbetafeln orientieren. Und wenn alle abgeschlossenen Rentenversicherung bei Versicherung A mehr an Leistungen fließen lassen als an Beiträgen eingenommen wird, geht das Unternehmen bankrott.

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Klar, Du arbeitest als Selbständiger und passt auf dass Du nicht scheinselbständig bist.

Oder Du arbeitest gar nicht, oder Du wirst Beamter :-)


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Kommentar von kevin1905
19.11.2015, 23:29

Oder Du arbeitest gar nicht, oder Du wirst Beamter :-)

Meintest du nicht:

Oder Du arbeitest gar nicht, und Du wirst Beamter :-)

Wenn ich mir manche Behörde so ansehe ^^

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Das würde ich dir nicht empfehlen, keine Beiträge in die Rentenversicherung einzahlen zu wollen. Umgehen kannst du das ohnehin nicht, wenn du in einer solzialversicherungspflichtigen Tätigkeit eingebunden bist. Also arbeiten gehst. Mit der Einzahlung von Rentenbeiträgen sicherst du dir eine Altersrente, die bis zu deinem Lebensende gezahlt wird. Sparst du eine gewisse Summe an, dann hast du zwar Kapital von dem du vielleicht leben kannst, aber nur eine gewisse Zeit.  Nur ein Beispiel: Nehmen wir mal an, du hättest keine Rente und musst von deiem Ersparten leben. Nimmst davon jeden Monat 1200.--€.Im Jahr als 14 400.--€. Beginne die Kapitalentnahme ab dem 65.Lebensjahr und du lebst bis zum 80. Lebensjahr, so wären das 15 Jahre.In dieser Zeit würdest du bei monatlich 1200,--€, eine Summe von 216 000.-€ verbrauchen, aber immer unter der Prämisse, dass du nicht mehr als 1200.--€ monatlich verbrauchst. Dieses Beispiel verdeutlicht, welche Summe du ansparen musst, mit der du gerade mal so über die Runden kommen könntest, was ich auch bezweifle. Deshalb ist es sinnvoll, Beiträge in die Rentenkasse einzuzahlen und zusätzlich einen Kapitalstock aufzubauen.

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Kommentar von kevin1905
23.11.2015, 16:01

Wenn man aber die 500,- €, die man im Schnitt als Beitrag monatlich an die GRV zahlt, komplett privat investieren könnte, käme da bei vernünftiger Laufzeit mit Sicherheit mehr raus als durch die Umlage im gesetzlichen System.

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und wenn du krank wirst? Wer bezahlt dann deine Rente?

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