Was fuer Dich "schoen" ist, heisst noch lange nicht, dass das von mir so gesehen wird! Wo sind da die menschlichen Beziehungen bzw. Abgrenzungen zwischen extern und / oder intern einer Gattung? Was ist der Unterschied zwischen einer Orchidee (Cattleya) und einer Miss World?
Schönheit ist ein zentraler Begriff der Ästhetik. Über das Schöne sind viele und unterschiedliche Theorien aufgestellt worden. Die Deutungen (Interpretation) sind von dem eigenen theoretischen Ansatz abhängig.
Eine vor allem in der Antike entwickelte Theorie (platonische Tradition), die aber auch noch im Deutschen Idealismus bei Georg Wilhelm Friedrich Hegel eine Rolle spielt, versteht unter Schönheit die gut gelungene Verwirklichung einer Idee in der ihrer Natur nach unbestimmten Materie. In der Mannigfaltigkeit des Materiellen wird eine Einheit geschaffen, indem die Idee es durchdringt. Etwas Bestimmtes wird so auf eine ausgezeichnete Weise in der sinnlichen Erscheinung dargestellt. Das Erscheinen der Idee ist manchmal als Hervorleuchten bezeichnet worden. Schönheit ist nach dieser Auffassung eine Beschaffenheit und hat einen richtigen Bezug zum Seienden. Daher ist Schönheit auch als Glanz der Wahrheit verstanden worden (Thomas von Aquin: pulchritudo est splendor veritatis).
In einer im Vergleich mehr auf Äußeres gerichteten Betrachtung wird Schönheit auf Eigenschaften wie Maß, Ordnung, Regel, Symmetrie und (zahlenmäßige) Proportion zurückgeführt (ein Beispiel ist der „goldene Schnitt“).
In der Neuzeit ist eine Ästhetik vorherrschend geworden, nach der Schönheit auf einer nicht rationalen Erfahrung beruht. Schönheit besteht nicht in einer objektiven Eigenschaft der Gegenstände, sondern ist die Wirkung auf ein Subjekt. Immanuel Kant meinte, die vom Schönen hervorgebrachten Begriffe seien unbestimmt oder leer und hätten daher keine Objektivität. Es gibt eine Beziehung zwischen Objekt (Bestimmungsmerkmal des Gegenstandes) und Subjekt (Wirkung auf das betrachtende Subjekt), wobei ein freies Spiel der Erkenntniskräfte einen harmonischen Zustand schaffe und als schön gefalle.
Es findet ein Geschmacksurteil statt. Das Schöne erweckt (in Abgrenzung zum Guten oder Nützlichen) ein interesseloses allgemeines Wohlgefallen:
gefällt spontan
gefällt aus sich heraus (Form eines zweckmäßigen Gegenstandes, aber ohne Vorstellung eines Zwecks)
das Urteil ist allgemein (subjektive Allgemeingültigkeit)
das Gefühl ist notwendig
Friedrich Schiller lehnte sich an diese Überlegungen an, suchte aber einen Übergang von der sinnlichen Abhängigkeit (Notwendigkeit) zur moralischen Freiheit und versuchte Schönheit objektiv zu bestimmen. Sie lag nach seinem Verständnis in der Autonomie und in den Kallias-Briefen heißt es: ,,Schönheit also ist nichts anders als Freiheit in der Erscheinung.“ Schönheit bildet dabei eine Brücke zwischen Sinnlichkeit und Vernunft. Das Schöne genießen wir als Individuum und als Repräsentanten der Gattung.
Allerdings ist Freiheit der schönen Objekte bei ihm eine subjektive Zuschreibung, ein Anschein, keine tatsächliche. Insofern wird eine objektive Bestimmung von Schönheit nicht voll erreicht. Die Auffassung von Schönheit als das, was in einem Wahrnehmungsvorgang gefällt und von einem Individuum geschaffen wird, hat sich stark verbreitet. Weil dabei das Urteil, etwas sei "schön", auf Geschmack und begleitende Empfindungen wie Wohlgefallen oder Lust zurückgeht, wird Schönheit für rein subjektiv gehalten. Ein Allgemeinplatz, der oft mit viel Zustimmung verwendet und selten grundsätzlich bestritten wird, ist: „Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters“.
Wegen der Wahrnehmung durch Personen hat Schönheit sicherlich auch eine subjektive Seite, allerdings ist es sehr fragwürdig, sie für ein beliebiges, von einer objektiv gegebenen Eigenschaft des Wahrgenommen völlig unabhängiges Urteil zu halten. Das Verhalten der Menschen stimmt auch nicht wirklich völlig mit der gängigen Ansicht überein. Sie möchten etwas Schöneres haben oder etwas verschönern und unternehmen Anstrengungen, ihr Aussehen in Hinsicht auf objektive Eigenschaften zu verändern. Sie begnügen sich nicht damit, eine andere Blickweise vorzunehmen.
Sowohl eine Pflanze als auch eine Frau gehören grundsätzlich zum Naturschönen. Bei der Frau kann es Einschränkungen geben, weil an ihr etwas in den Bereich des Kunstschönen fällt (z. B. Kleidung). Außerdem gibt es eventuell Künstliches wie Kosmetik, mit der sie sich bemalt oder chirurgische Eingriffe haben sie verändert.
Es gibt kulturell geprägte Vorlieben für bestimmte Merkmale. Auch individuell spricht nicht alle alles gleichermaßen an, obwohl es beträchtliche Übereinstimmungen unter vielen Menschen gibt.
Attraktivitätsforschung untersucht, was bevorzugt wird. Männer sollen danach durchgängig an Frauen ein Verhältnis von Taillenumfang zu Hüftumfang mit einem möglichst kleinen Wert (0,7 oder kleiner : 1) als anziehend empfinden.
Wer aus einer Auswahl am Ende als Miss World gekrönt wird, erscheint mir allerdings als ziemlich willkürlich und subjektiv. Deutliche Schönheitsunterschiede unter den Kandidatinnen sind kaum bemerkbar. Bei einer Preisverleihung für Orchideen könnte es aber ebenso sein, wenn viele ähnlich prächtige Exemplare angesehen werden.

Etwas ist schön, wenn keine Notwendigkeit mehr besteht, etwas hinzuzufügen, wegzunehmen oder zu verändern.
Das ist zwar eine sehr schwammige Definition, enthält aber auch die persönliche Meinung, da die Notwendigkeit hierbei immer subjektiv ist.
Die Kallias-Briefe von Schiller waren zum Beispiel ein Versuch, Merkmale des Schönen zu finden, was aber aufgrund deines Argumentes zum Scheitern verurteilt war.
Schönheit ist zutiefst subjektiv, auch wenn viele Elemente eines ansprechenden Körpers von vielen Individuen geteilt wird.

Miss World verschönert sich durch schminke. die orchidee ist von natur aus schön
ach komm, es ist nicht alles schein was glänzt^^
Die Orchidee kann nicht kommunizieren, die Miss World leider schon. Daher kann man mit Sicherheit sagen, dass die Orchidee niemals dermaßen bescheuerte Dinge von sich geben wird, dass einem davon übel wird. Daher wird die Orchidee immer schön für mich bleiben.
Schönheit ist eine zutiefst subjektive Angelegenheit. Gewisse Merkmale/Dinge/Objekte/usw werden im ähnlichen soziokulturellen Umfeld ähnlich wahrgenommen. Wenns ins Detail geht, dann treffen halt Geschmäcker aufeinander und über die zu streiten ist müßig.
schoenheit ist relativ. einmal von mensch zu mensch unterschiedlich zum anderen auch kulturgepraegt. frueher waren beleibte, dicke menschen auch oft das schoenheitsideal! fruehr waren klassische nasen der renner, heute lassen sich manche stupsnasen operieren. generell kann man sagen, dass die masse der menschen eine symetrie liebt, also ein symetiersches gesicht oder auch pflanzen etc. possitive anerkennung erhalten.

eine interpretation? jeder interpretiert sie anders, wie du so schön gesagt hast. trotzdem weiss ich nicht was genau du eigentlich willst..