Frage von Lilly256, 32

Gibt es für Epilepsie betroffene auch Therapien, ich meine so etwas wie Beruhigungstherapien ?

Antwort
von klausjosef1955, 5

Naja. Wenn ich so die eingegangenen Antworten sehe, möchte ich doch noch etwas ergänzen.

Natürlich ist Epilepsie an sich eine organische Erkrankung, die in der Regel mit Medikamenten gegen Epilepsie behandelt wird, was oft zum Erfolg führt.

Es gibt spezielle Arten von Epilepsie, bei denen Zeiten psychischer Störung mit Zeiten mit Anfällen wechseln. Es gibt Epilepsiekranke, die gleichzeitig zusätzlich an einer psychischen Störung leiden. Und nicht zuletzt gibt es Epilepsiekranke, die einfach schon durch die sozialen Auswirkungen der Epilepsie reaktiv depressiv sind.

Als ergänzende Behandlung kommen z.B. Jacobsen-Entspannungstherapie oder - je nach Fall - vielleicht auch Autogenes Training in Frage, was man in Arztpraxen, aber auch bei anderen Institutionen in der Regel ambulant erlernen kann. In einer Rehaklinik gehört ein Entspannungsverfahren in der Regel zu den angebotenen Therapien.

Ergänzend kommen weiter psychotherapeutische, insbesondere verhaltenstherapeutische Verfahren in Betracht, grundsätzlich auch ambulant.

Psychopharmaka sind je nach Schwere des Falles angezeigt, wobei man auch auf die psychotrope Wirkung mancher Antiepileptika zurückgreifen kann und normalerweise ambulant arbeitet.

Stationäre Einstellung ist nicht nur bei besonderer Schwere eines Falles angezeigt, sondern m.E. auch bei Komplikationen bei der Einstellung. In der Regel wird das meines Erachtens Krankenhausbehandlung in einem Epilepsie-Zentrum (in einer neurologischen Klinik) sein und meines Erachtens nur ausnahmsweise und bei spezieller Fragestellung Reha- bzw. "Kur-"Behandlung.

Antwort
von Truffaldino, 19

Epilepsie ist kein psychisches Leiden sondern etwas Organsiches im Gerhirn. Ein Fall muss in der Epi-Spezialklinik untersucht werden, wegen der Medikamente, welche unterbinden sollen, dass der Patient Anfälle bekommt. Es gibt leichte, mittlere und schwere Fälle - alles eben. Aber der/diejenige muss nicht in die Psychiatrie! Das war vielleicht vor 150 Jahren so oder es kann sein, dass die Untersuchung im selben Gebäude ist. Das ist wieder mal so ein Grenzfall - finde ich nicht so gut, hier rumzusalbadern. Da muss sich schon ein Arzt darum kümmern (und vielleicht zur Sicherheit noch ein zweiter, man weiß nie bei diesen Göttern in weiß - ich kenne einen Fall, der hat viele Jahre lange Medikamente genommen, die er nicht hätte nehmen sollen).


Kommentar von Lilly256 ,

das habe ich ja auch nicht gesagt. Ich möchte nur wissen ob es so Therapien gibt, nicht nur die Medikamente.

Antwort
von FrauStressfrei, 32

Die meisten Epileptiker erhalten eine Therapie gegen die Anfälle. Falls deine Frage lauten sollte ( dass kann man hier immer nur raten) ob es zusätzlich möglich ist, Psychopharmaka zu nehmen, wenn notwendig, dann kann ich die Frage bejahen, aber die Einstellung ist etwas kniffelig und bedarf einen vollstationären Aufenthalt von 6-12 Wochen

Kommentar von Lilly256 ,

das heißt das wäre ein Kur-Aufenthalt ?

Kommentar von FrauStressfrei ,

Ein Aufenthalt in ein psychiatrischen Klinik, denn die Kombination der verschiedenen Medikamente muss ihr genauer noch überprüft werden, als bei Menschen die Psychopharma alleine brauchen.

Kommentar von eisvogelcookie ,

Ähm ich hab epi und ich muss Medikamente nehmen...musste jedoch nirgends Stationär hin...

Kommentar von FrauStressfrei ,

Ok, das ist aber riskant, da es zwischen Psychopharmaka und Epilepsiemedikamenten zu Wechselwirkung kommen kann.

Kommentar von Truffaldino ,

Wer Epilepsie hat, muss noch lange nicht psychisch angeschlagen sein. Das hat miteinander nichts zu tun. Die Medikamente schon, das glaube ich wohl, da die Epi-Medikament allein schon ziemliche Geschoße sind (Lexotanil heißt glaube ich eins).

Antwort
von becks2594, 26

Neurofeedback

Kommentar von Lilly256 ,

Biofeedback auch ?

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