Frage von DaSpirit, 38

Gibt es für dieses Halluzinierende-Out-of-Body Meditieren einen bestimmten Namen, und wie kann man es lernen?

Hey, ich habe vor, mich in die Meditation einzulesen, und es vielleicht zu versuchen. Wenn ich nun aber nach Meditation suche, finde ich viel für Entspannende, oder Schlagförderne Meditation. ich suche aber nach Techniken für Halluzinationen, Spirituallität usw. Nachdem ich vor einiger Zeit Psychedelische Substanzen getestet habe, interessiere ich mich speziell für das Bewusstsein und dessen Erweiterung mit Hilfe von z.B. Meditation.

Antwort
von Buddhishi, 22

Hallo DaSpirit,

ich mußte ehrlich gesagt erstmal grinsen: Schlagfördernde Meditation, sorry, aber das ist echt zu drollig ;-)

Wenn man viel meditiert erweitert sich das Bewußtsein mit der Zeit von allein. Vor allem z. B. durch Achtsamkeitsmeditation.

Spirituell sind übrigens auch einige Schriften von Rudolf Steiner ausgelegt.

Mit OOBE sollte man aber mit entsprechender Vorsicht umgehen, okay? Bitte keine Selbstversuche, die Dir schaden könnten.

Ein guter Weg für den Anfang sind übrigens auch Buddhistische Zentren, wie z. B. 'Pauenhof - e. V.'

LG

Buddhishi

Antwort
von Enzylexikon, 29

Nach meinem Verständnis hat Meditation weder etwas mit Schläfrigkeit, noch mit Trance, oder Halluzinationen zu tun, sondern ist ein ausgeglichener Geisteszustand entspannter Achtsamkeit.

Wenn du "außerkörperliche Erfahrungen" (AKE/OOBE) machen willst, dann solltest du vermutlich passendere Suchbegriffe nutzen, wie etwa "Astralreisen Anleitung" oder "OOBE Anleitung".

Kommentar von DaSpirit ,

Ah vielen Dank! Daran könnte es gescheitert haben. Nun hörte ich aber trotzdem von meinem Religionslehrer dass diese Mönche ( die, die sich ab und zu selber anzünden ) solche OOBE mit Meditation erreicht haben. Mein Lehrer könnte sich aber auch einfach getäuscht haben ^^ 

Kommentar von Enzylexikon ,

Ich gehe davon aus, dass er sich damit auf buddhistische Mönche in Tibet bezieht, die sich aus politischem Protest verbrannt haben.

Das hat ganz sicher nichts mit Meditation zu tun - und "OOBE" als Teil des Religionsunterrichts erscheint mir dann doch sehr fragwürdig.

Ein Lehrer sollte eigentlich objektives Wissen vermitteln und nicht fragwürdige Theorien aus dem Bereich der Esoterik verbreiten.

Kommentar von DaSpirit ,

Unser Lehrer erzählt eigentlich nie etwas über Religion.. Viel mehr über Drogen, Politik, Bewusstsein etc. 

Kommentar von Enzylexikon ,

Ich hatte auch einen sehr liberalen Religionslehrer. Drogen waren nur ein Thema wegen ihrer teilweise verheerenden Wirkungen.

Transpersonale Erfahrungen durch Drogenkonsum, holotropes Atmen, oder sonstige Methoden, waren dagegen nie ein Thema.

War allerdings auch kein besonderer Verlust, da ich ohnehin ein Gegner von Drogenkonsum bin - egal ob Cannabis, LSD, Psilocybin, Alkohol, oder Crystal Meth.

Kommentar von DaSpirit ,

Möchtest du mir erzählen was genau du gegen LSD hast? Ich bin mir sicher, ,dass du nichts gegen die Körperlichen Schäden von LSD hast oder?

Kommentar von Enzylexikon ,

Ich halte grundsätzlich nichts davon, seine Gehirnchemie künstlich durch irgendwelche Substanzen zu verändern.

Wäre das von der Evolution schon so vorgesehen, hätten wir entsprechende Prozesse im Körper und wären nicht auf äußere Zufuhr angewiesen.

Ich weiß, dass manche "Psychonauten" meinen, alle Prozesse steuern und mit ihrem Nervensystem, wie mit einem Instrument spielen zu können, sowie diverse neuronale Schaltkreise bewusst zu "triggern" usw...das ist für mich lediglich Selbstüberschätzung im Drogenwahn.

Kommentar von DaSpirit ,

"Ich halte grundsätzlich nichts davon, seine Gehirnchemie künstlich durch irgendwelche Substanzen zu verändern. 

Wäre das von der Evolution schon so vorgesehen, hätten wir entsprechende Prozesse im Körper und wären nicht auf äußere Zufuhr angewiesen." - Wäre es nicht von der Evolution so vorgesehen, würde wir doch keine Wirkung verspüren, und Halluzinationen, andere Gedanken etc. bekommen. Die Droge alleine macht gar nichts, ohne unseren Körper, der auf jede Droge vorprogrammiert ist, oder sehe ich das falsch?

Kommentar von purushajan ,

du bist jung und wissensdurstig, da kann man deine neugier durchaus verstehen. ich hatte in der jugend ebenfalls meine drogenzeit und dadurch einen blick durchs schlüsselloch bekommen auf eine welt, die aber auf dauer durch drogen nicht zu erreichen ist, sondern nur durch regelmäßige meditation und eintauchen in feinere bereiche des geistes und der wahrnehmung. zum glück hat mich die meditation wieder aus dem "sumpf" der drogen herausgezogen, denn mein körper hatte schon deutliche verfallserscheinunge gezeigt.

wenn dein wissensdurst zu groß ist, dann mach ruhig deine selbstversuche, aber mit dem bewusstsein, dass das nur eine flüchtige vorschau auf den wirklichen reifeprozess von bewusstsein und wahrnehmungsapparat ist, der sich im laufe der jahre durch meditation einstellt. phänomene wie astralreisen etc. sind und sollten immer nur nebenerscheinungen und nie das hauptziel deiner entwicklung sein. wenn sie von selbst auftreten, dann nimm es wie es kommt, aber als ziel solltest du immer die ganzheitliche entwicklung deiner persönlichkeit im auge behalten.

der begründer der transzendentalen meditation, maharishi mahesh yogi, gibt dazu ein einfaches beispiel mit dem rat: "capture the fort!" wenn du die gold- und silberschätze einer burg besitzen willst, dann versuche nicht, die schatzkammer aufzubrechen, sondern erobere einfach die gesamte burg, dann gehören dir ganz von selbst alle damit verbundenen schätze. dieser ratschlag bedeutet, dass du alle außersinnlichen wahrnehmungen samt aller yogakräfte automatisch beherrschen lernst, sobald dein nervensystem dafür reif und stabil genug ist. vorher können dir diese einzelnen fähigkeiten nur schaden und dich vom hohen ziel der selbstverwirklichung abbringen, weil du dich in der begeisterung für einzelheiten nur verzettelst. das grundprinzip lautet: "das höchste zuerst".

oder in den worten von jesus: "trachtet zuerst nach dem himmelreich …, und alles andere wird euch zufallen." (matthäus 6,33)

Kommentar von Enzylexikon ,

Wäre es nicht von der Evolution so vorgesehen, würde wir doch keine Wirkung verspüren, und Halluzinationen, andere Gedanken etc. bekommen.

Es gibt auch Gifte in Pflanzen, mit denen sie sich gegen Fressfeinde wehren - und auch auf die reagiert der Körper, ob er nun will, oder nicht.

Ich verstehe zwar deinen Standpunkt, für mich ist das trotzdem nur der Versuch, Drogenkonsum zu rechtfertigen.

Der Westen hat keine Drogenkultur mehr

In indigenen Kulturen ist der Konsum in einen kulturellen Kontext eingebunden, dort ist niemand mit seinen Erfahrungen alleine - Set und Setting der Beteiligten sind in Ordnung.

Die westliche Welt hat ihre einstige "Drogenkultur" spätestens mit den Hexenverfolgungen des Mittelalters zerstört

Deshalb kann meiner Meinung nach auch kein Westler ein "gesundes" Verhältnis zu halluzinogenen Drogen herstellen, weil die kulturelle Prägung und das soziale Umfeld fehlen.

Drogenkonsum als Symptom einer kaputten Gesellschaft

Dazu kommt, dass der moderne Drogenkonsum kaum etwas mit Selbsterfahrung zu tun hat.

Es geht heutzutage eigentlich nur noch um Leistungssteigerung durch Aufputschmittel und Beruhigung durch Betäubungsmittel.

Die rote Pille, um auf der Arbeit Leistung zu bringen und die blaue Pille, um nach Feierabend wieder runterzukommen.

Das hat nichts mehr mit dem kiffenden Hippie von einst zu tun, der auf dem Selbsterfahrungstripp ist - sondern sogar bei so etwas "banalem" wie Cannabis geht es heute nun eher darum, dem Leistungsdruck zu entgehen.

Schon diese kaputte Gesellschaft würde aus meiner Sicht einen vernünftigen Umgang mit Halluzinogenen unmöglich machen.

Fazit

Wir könnten das hier noch ewig diskutieren, das würde allerdings aus zwei Gründen nicht wirklich etwas bringen.

Erstens bin ich erklärter Drogengegner und würde mich auch nicht bekehren lassen. Zweitens bin ich aber auch niemandes Gedankenpolizei und habe meinerseits nicht die Absicht dich zu bekehren.

Bleiben wir ehrlich und belassen es einfach dabei, dass hier zwei gegensätzliche Meinungen aufeinander prallen - das halte ich für sinnvoller, als irgendwelche faulen Kompromisse zu suchen. :-)

Kommentar von DaSpirit ,

"
Bleiben wir ehrlich und belassen es einfach dabei, dass hier zwei gegensätzliche Meinungen aufeinander prallen - das halte ich für sinnvoller, als irgendwelche faulen Kompromisse zu suchen. :-)

Ich bin dabei :D 

"
aber mit dem bewusstsein, dass das nur eine flüchtige vorschau auf den wirklichen reifeprozess von bewusstsein und wahrnehmungsapparat ist, der sich im laufe der jahre durch meditation einstellt.
"

Dann werde ich wohl beides machen, und die Meditation mir auf längere Basis vornehmen^^

Antwort
von NewKemroy, 6

Ausserkörperliche Wahrnehmung gehört zu den Phänomenen, die man im Allgemeinen unter dem Begriff "Siddhis" zusammenfasst. Diese Phänomene entstehen als Folge tiefer Konzentrationszustände. In der Nomenklatur des Theravada Buddhismus ist das die Samatha-Meditation (Konzentration), also nicht  Achtsamkeits-Meditation. Und da im 4. Jhana (4. von 8 Versenkungsstufen).

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community