Frage von Flixilotte, 72

Gibt es Fälle, in denen der Arbeitgeber das Gehalt nach einer Kündigung einbehalten darf?

Der Sohn meiner Freundin ist gekündigt worden. Er hat psychische Probleme und aufgrund dessen wohl einige Fehler auf der Arbeit gemacht. Es handelt sich dabei um nichts illegales, sondern um Fehler an seinem Arbeitsplatz.

Er befürchtet, dass der Arbeitgeber das Gehalt nun einbehalten könnte.

Gibt es Fälle, in denen das legitim ist?

Vielen Dank für Eure Antworten.

Antwort
von Maximilian112, 39

Fehler die am Arbeitsplatz gemacht werden sind das Risiko des AGs. Außer wenn etwas vorsätzlich oder meinetwegen auch unter Trunkenheit angestellt wird.

Aber der AG ist dann immer noch nicht berechtigt, das ganze Gehalt einzubehalten.

Unter dem Stichwort Arbeitnehmerhaftung wird Google mehr dazu sagen.

Antwort
von elfriedeboe, 44

Ich hab noch nicht gehört das man das Geld einbehalten darf,warum auch ?

Kommentar von Nightstick ,

Zum Beispiel, wenn (im Vorfeld) eine irrtümlich Überzahlung erfolgt ist. Dann darf der Arbeitgeber sehr wohl den entsprechenden Abzug vornehmen.

Sind sonstige Schulden des Arbeitnehmers mit dessen laufendem Arbeitslohn zu verrechnen, muss zumindest die jeweilige monatliche Pfändungsfreigrenze berücksichtigt werden.

Antwort
von DerHans, 41

Dass ein Arbeitnehmer Fehler machen kann, gehört zum unternehmerischen Risiko des Arbeitgebers.

Er kann dann abmahnen und im Wiederholungsfall kündigen. Das hat mit der Gehaltszahlung nichts zu tun. 

Selbst wenn der AN einen Schaden verursacht hat, kann der AG nicht einfach mit dem Lohn aufrechnen.

Antwort
von Ursusmaritimus, 42

Nur unter extrem wenigen Voraussetzungen......im Zweifel dann ab zum Anwalt bzw. Klage beim Arbeitsgericht einreichen. Hier benötigt man auch in erster Instanz keinen Anwalt.


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