Welche Alternativen gibt es zu Ritalin zur Behandlung von ADHS- und ADS-Kindern?
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Liebes Blümchen,
ein bisschen schwanger gibt es nicht. Entweder ein Kind hat AD(H)S oder nicht. Dies diagnostiziert nicht ein Hausarzt sondern ein sehr erfahrener Psychiater oder Psychologe. Wenn es diagnostiziert wurde, vielleicht auch durch eine 2 Expertenmeinung, bedeutet dies, um es mal ganz platt zu sagen, dass im Hirn des Kindes nicht alles so läuft, wie bei "normalen". Dies ist für viele Eltern das große Problem. Diabetes ist schlimm aber gesellschaftlich anerkannt; das gibt es halt und man nimmt Tabletten oder spritzt sich. Ein AD(H)S-Kind braucht ja nicht zwingend "Ritalin". Es gibt sone und sone. Aber wenn es aufgrund seiner Symptome keine Freunde findet, wenn es Ablehnung erfährt, wenn es in der Schule nicht klappt, wenn es ständig Auseinandersetzungen mit Geschwistern gibt, wenn es ständig mit den Eltern aneinandergerät, wenn die Familie als Ganzes darunter leidet - dann ist es mit Öl-Kapseln oder ähnlichem nicht mehr getan. Wieviel Leid will man denn dem Kind und dem näheren sozialem Umfeld zumuten? "Ritalin", besser der Wirkstoff, ist keine "Psycho-Keule". Das ist diffamierend und so überaus entwertend den Kinder gegenüber, denen dieses Medikament hilft. Es ist ein Medikament und kann deshalb Nebenwirkungen auslösen ( das können auch homöopathische Mittel). Ob Ritalin, Medikinet, Equasym oder Concerta, alle haben den gleichen Wirkstoff, allein die, einfach gesprochen, Ummantelung ist anders. Das heißt, wenn Ritalin Nebenwirkungen verursacht, muss das, irritierenderweise, bei Concerta nicht so sein. Aus eigener Erfahrung: ich habe viel zu lange gewartet, meinem Sohn Ritalin zu geben. Als er 13 war habe ich mich zu dem Schritt entschlossen. Er war in Verhaltenstherapie bei einer ADHS-spezialisierten Psychologin, er wurde somatisch abgeklärt (EEG, Blutbild) und es wurde von einem erfahrenen Psychiater verschrieben. Zu Anfang war es ihm übel und er hat über Einschlafstörungen geklagt. Das war nach einer Woche vorüber. Inzwischen ist er 16 und er nimmt es in eigener Verantwortung. Die Erfolge ( Sozialverhalten, Freunde, Schule) hat er registriert und er weiß, dass ihm dieses Medikament, auch wenn es unter Betäubungsmittel läuft, hilft, mit dem Leben besser zurecht zu kommen. Er kann jetzt seine Ressourcen viel besser nutzen. Er nimmt es von Mo - Fr, am WE und in den Ferien setzt er aus. Ich meine, als Eltern sind Skrupel erlaubt, aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich entscheiden muss unter oben genannten Bedingungen. Und, um deine Frage zu beantworten: wenn eine glasklare Diagnose existiert und die Symptome wie oben beschrieben sind gibt es nach meiner Meinung keine Alternative zu "Ritalin". Ich wünsche dir viel Glück und viel Kraft und viel Mut.
Liebe Grüße
Jorge
Meinst du jetzt andere Medizin oder weitere Therapiemöglichkeiten? Eine interessante Seite zum Thema ADS ist http://hypies.de/d

Wenn es nicht nicht AD(H)S ist,
würde ich mal den Schlafplatz des Kindes ansehen lassen
(Elektrosmog, Erdstrahlen aller Art, störende Lichtquellen, störende Lärmquellen, ...)
Bei gestörtem Schlaf können ähnliche Symtome auftreten.
Aber auch bei AD(H)S kann guter Schlaf nur vorteilhaft sein.
LG Josef
Wissenchaftlich nachgewiesen sind : -Amphetamin (ebenfalls ein Stimulans) -Strattera mit dem Wirkstoff Atomoxetin (eher ein Antidepressivum mit Wirkung bei ADHS)
Daneben gibt es einige wenige Medikamemente, die ebenfalls einen Effekt haben können, der deutlich darunter liegt.
Verhaltenstherapie hat ebenfalls eine Wirkung, wenn sie mit einem guten Elterntraining (z.B. nach C. Neuhaus) verknüpft wäre.
Unsinnig bzw. nachweissliche Zeitverchwendung sind : - Ergotherapie mit dem primären Ziel ADHS zu behandeln - Analytische Spieltherapie / Psychoanalyse - Heilpraktiker, die Unruhe mit ADHS gleichsetzen - Nahrungsergänzungsmittel / AFA-Algen Elektrosmogbehadnlung etc. - Alle Angebote, die eine Heilung von ADHS versprechen.
Mehr sonst unter http://web4health.info/de/adhd-menu.htm