Frage von ElKoboldo, 15

Gibt es Energie- und Informationsverlust bei der Reizweiterleitung im Gehirn und was passiert, wenn ein Aktionspotential nicht erreicht wird?

Ich bin nicht ausgebildet, habe aber versucht mich durch Wikipedia zu diesem Thema zu lesen. Ich hoffe, ihr könnt mir ganz einfach antworten und danke Euch schon im Voraus!

Also hier meine Fragen: 1. Da die meisten Nervenzellen mehr Dendriten und nur ein Axon besitzen, bedeutet das, dass spezifische Informationen zu nur einer Information gleichgeschaltet werden?

2. Verlieren die Reize, also die chemischen Transmitter auf ihrem Weg durch die Nervenfasern Energie wie in einer nicht supraleitenden Stromleitung? Müssen also prinzipiell mehr Impulse kommen, so dass einer am Ende auch ankommt?

3. Wenn ein Aktionspotenzial nicht erreicht wird, bleibt die Energie dann trotzdem in der Zelle? Könnte dann ein nachfolgender minimaler Reiz dazu führen, dass dann doch das AP erreicht wird? Ist das dann zum Beispiel eine Art Spontanauslösung einer Purkinjezelle (oder werfe ich jetzt alles komplett durcheinander)?

Bin gespannt auf Eure Antworten!

Phillip

Antwort
von maxZ96Z, 7

1: kann ich nicht viel sagen - die Verrechnung ist sehr komplex und noch von anderen Faktoren abhängig - wie genau die zusammen hängen weiß ich nicht aaaber.. 2 und §: Im Soma ist die Reizleitung Analog - das heißt wenn Transmitter in den synaptischen Spalt (sS) ausgeströmt werden ist relevant wie viele es sind und davon abhängig wie lange sie dort sind. Mit der Zeit werden sie wieder Abgebaut, und in die präsynaptische Membran aufgenommen, wenn die Reizschwelle zum AP nicht erreicht wird, werden sie genauso abgebaut, kommt aber direkt danach ein weiterer Reiz der zu erneuter Transmitterauschüttung führt, addieren sich diese im sS auf und könne somit die Reizchwelle überschreiten.. Die Trasnmitter selbst verlassen den sS aber nicht, und gehen nie in die Postsynaptische Membran (psM) geschweige denn das Axon: sie öffnen Ionen Kanäle in der psM die dadurch eine Spannung erhält, die ohne signifikante Verluste über das Axon "springt" das ist viel schneller als chemische Übertragung. Dieses postsynaptische Potential ist im Gegensatz zum praesynaptischm digital, dass heißt die stärke eines Reizes drückt sich dadurch aus wie schnell die Impulse aufeinander folgen. In den Endknöpfchen führt die spannung wieder zu Transmitterauschüttung - das signal wird dort wieder analog

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