Kommt drauf an, wie Du "Gewaltspiel" definierst. Ich finde für kleine Kinder z.B. auch SuperMario o.ä. bedenklich - das Männchen hüpft auf ein anderes, und es macht pling und ist weg. Kein Blut, kein Schrei, kein Gezeter... So ist das reale Leben aber nicht! Wenn du jemanden verletzt, tut's ihm ersten weh, und kann zweitens ne ziemlich böse Reaktion zur Folge haben. Von daher finde ich Ego-Shooter sogar ehrlicher, denn manche zeigen, was abgeht, wenn Du auf jemanden schießt oder einstichst. Aber für Kids is das nix.
Was z.B. Ballerspiele (nicht Ego-Shooter) angeht, ich habe leidenschaftlich gerne früher Mechwarrior gespielt. Ok, hat auch ne Ego-Perspektive, aber noch immer was SF-mäßiges, da man auf Kampfroboter schießt. Joystick her und drauf halten - so habe ich früher Frust abgebaut. Ja AB, nicht AUF! Sonst wäre ich wohl irgendwann durchgeknallt...
Richtige Ego-Shooter habe ich bisher nur just for fun gespielt. Sich zu mehreren auf die Bots stürzen hat schon Spaß gemacht. Gewalttätig bin ich dadurch nicht geworden, aber vielleicht auch, weil ich schon in nem Alter war, wo man Realität und Spiel unterscheiden kann, und das Spiel eher für das benutzt, was man in der Realität nicht ausführen will.
Ich finde, diese ganzen Amokläufe, Aggressionen etc. kann man nicht generell den Spielen in die Schuhe schieben. Wenn jemand Aggressionspotential hat, kann er es an solchen Spielen entweder ablassen oder sich daran aufgeilen und es damit steigern. Aber im letzteren Fall hat er m.E. vorher schon nen Knall, und es macht ihn auch an in der Realität jemanden zu verletzen oder halt sogar zu töten.