Frage von besterDude, 70

Gibt es eine Welt zwischen Lebendig und Tot?

Hab grad eben ne Frage gestellt und da ist mir diese in den Sinn gekommen: Mein Vater ist vor einem knappen Jahr gestorben. Er hat das ganze Leben lang kein bisschen an Gott geglaubt. Er hatte Lungenkrebs. Als es ihm immer schlechter ging find er plötzlich an Gott zu glauben und war überzeugt er käme in den Himmel und diesen Kram. Er hat jeden Abend gebetet (zu Jesus) und mir vor seinem Tod noch ein Buch über Jesus Christi geschenkt. Kann es sein dass er vor seinem Tod plötzlich... Naja das mag sich jetzt komisch anhören... Aber das er halt Gott gespührt hat als er so nahe am Tod war? Kann es mir nur so vorstellen denn er war vorher das genaue Gegenteil von gläubig

Antwort
von annapineapple, 47

Was, wenn man nach dem Tod als neue Person, ohne Erinnerungen auf die Erde zurück kehrt?

Was, wenn man in ein Paralleluniversum gelangt oder in einer anderen Galaxie wiedergeboren wird?

Was, wenn das alles nur ein Traum ist, und der Tod uns aufweckt?

Wenn alles was wir dachten falsch ist, der Tod uns nichts anhaben kann, wir einfach weiter leben?

Was ist, wenn Deja Vu´s uns immer wieder in unser altes Leben reißen, per Gedankenkraft?

Was, wenn unsere Selle bestehen bleibt, und wir uns nur vom Körper trennen?

Wir als Geist leben und auf unsere Geliebten weiterhin acht geben?

Was wäre, wenn die Zeit nach dem Tod für uns stehen bleibt, und wir schlafen aber nie mehr aufwachen?

Niemand kann dir eine Antwort darauf geben, aber es ist wichtig darüber nachzudenken, gute philosophische Frage, ich weiß leider keine Antwort.

Es tut mir leid für deinen Vater ... Ruhe in Frieden

Liebe Grüße <3

Antwort
von Annelein69, 42

Er hat sich wahrscheinlich doch noch an diese Möglichkeit,dass es Gott vielleicht doch gibt,geklammert.

 Viele Menschen fangen im Angesicht einer schweren Krankheit an zu beten.Das hilft!

Ich bin überzeugt,dass es ihn gibt.


Kommentar von Tursikussi ,

Christus selbst hat ja die Kirche gegründet - auf seinem Apostel Petrus, dem Felsen. Der Mensch braucht diesen Halt und die ständige Wiederholung der Kommunion mit Christus im Gottesdienst. Auch die Predigt, die Auslegung des Evangeliums, des Wortes Gottes, muss man immer wieder hören. Allein kann er das nicht - dieses arme, schwache Geschöpf Mensch, dessen einzige Chance es ist, sich Gott zuzuwenden, der ihn liebt und der für ihn seinen eigenen Sohn zur Tilgung aller Sünden geopfert hat. Aber mit Gott zusammen kann er sehr viel. Er kann über sich selbst hinaus wachsen und anderen zum Segen und auch selbst zufriedener werden. Ohne Gott kann er in Sünden, Drogen und Verzweiflungen aller Arten untergehen. Er muss nicht unbedingt untergehen, sondern kann sich auch einfach leer fühlen, weil er ahnt, dass die Zerstreuungen der Welt vergänglich sind und ihn seelisch nicht satt machen.

Antwort
von Tursikussi, 39

Mein Beileid. Ich verstehe deine Gedankengänge - du meinst, dein Vater hat "nur" angefangen, sich mit Gott zu beschäftigen, weil er Angst hatte, vor dem was kommt...Angst durch Ungewissheit und Unfähigkeit, sich in seiner Not an etwas festzuhalten. Nachvollziehbar, wenngleich nicht der optimale Weg. Besser ist es, wenn man sich schon zu Lebzeiten Gott zuwendet und Chistus Jesus als den Erlöser erkennt und an ihn glaubt. Am besten ist es, wenn ein Mensch durch Taufe und Erziehung Christus Jesus in seinem Leben annimmt oder es zumindest willentlich versucht (das ist mehr, als wonach es im ersten Moment klingt). Viele Menschen müssen erst duchrch schlimme Krisen gehen, bis sie erkennen, dass der Weg durch die Kirche (Achtung: nicht immer alles an den ebenfalls fehlbaren Kirchenvertretern messen, das sind auch nur Menschen!) zum ständigen Kontakt mit Gott und zu einem gelungeneren und gelasseneren Leben und schließlich zum ewigen Leben führt. Menschen, die in religiösen Dingen lax oder gar nicht erzogen wurden (nicht mal getauft, nach dem Motto: das soll das Kind später mal selbst entscheiden, was aber eher unwahrscheinlich bleibt), auch ganz gut klarkommen im Leben und Erfolg haben - was sollen die nach Gott fragen? Die "brauchen" ihn nicht - bis mal etwas in die Brüche geht - und sie sind total aufgeschmissen. Mancher von denen fängt dann vielleicht an, zu fragen ....da war doch noch was? Vielleicht ein Anfang? Was in deinem Vater vorgegangen ist, weiß man nicht, aber es hört sich gut an und scheint auch auf dich "übergegriffen" zu haben. Geh doch mal in einen Gottesdienst und denk dabei auch an deinen Vater. Du wirst ja sehen, was daraus wird, vielleicht füher oder auch später, aber warte vielleicht nicht so lange damit wie er. Vielleicht ist diese Geschichte nicht weniger die deine, als seine. Gott geht manchmal indirekte Wege.


Kommentar von besterDude ,

Ich sehe du bist gläubgig... Ich hab da mal ne Frage zu dem: Eigentlich würde ich gerne an Jesus glauben, aber... Meine Überlegung: Die Welt und alles ist am kaputt gehen... Wenn es Jesus wirklich gibt warum macht er dann nichts dagegen? Und es gibt so viele gläubige Leute (die auch an Jesus glauben) die keineswegs "gut" sind... Diese zwei Überlegungen machen es mir irgendwie unmöglich an Jesus zu Glauben. Was ist deine Erklärung dafür?

Kommentar von Raubkatze45 ,

Gott will das Leid nicht, aber Er lässt menschliche Freiheit zu, weil er den Menschen mit seiner Fähigkeit zu Freiheit und Verantwortung will. Menschen können das aber auch zum Schaden für sich, die Mitmenschen missbrauchen.
Weil Gott das weiß und in Christus selbst erlitten hat, ist uns
keine heile Welt versprochen, sondern ein vollkommenes Glück erst im Himmel verheißen. Darüber hinaus gibt es auch eine Eigenständigkeit der Schöpfung - die Gesetze der Natur, die sich in Naturkatastrophen, Krankheiten etc. auf belastende Weise auswirken. Seit dem Sündenfall ist die Welt nicht mehr vollkommen!

Gott geht in seinem Sohn Jesus Christus selbst in das Leid
hinein - er ist mit uns solidarisch. Jesus hat sein eigenes Leid schweigend auf sich genommen und der Not anderer Menschen abgeholfen, wo er nur konnte. Jesus sagt damals wie heute:

„Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen
seid, ich will euch erquicken.“


Das heißt, er nimmt das Leid nicht immer hinweg, aber er hilft uns hindurch und will uns zu mitfühlenden Menschen machen, die Not lindern, wo immer sie uns begegnet.
Wenn alle Menschen auf der Welt an Gott und seine Liebe
glauben würden, sie auch erwidern würden und an ihre Mitmenschen weitergeben würden, dann sähe die Welt anders aus.

Der Glaube an Jesus hebt die persönliche Freiheit nicht auf. Viele nennen sich gläubig, handeln aber nicht danach, weil ihnen die Liebe zu Gott fehlt.

Der Glaube muss auch gelebt werden, denn an den Taten wird man erkennen, wer zu Christus gehört. Da wir alle Menschen mit Fehlern und Schwächen sind, bleibt das auch für gläubige Christen ein lebenslanger Prozess.

Kommentar von Tursikussi ,

Der Glaube ist etwas, woran man arbeiten kann. Er fliegt dir nicht einfach so zu - den Gottesdienst zu besuchen, ist wie ein "Training", durch welches der Glaube wächst und stärker wird, auch das Bewusstsein über Christus. Manche Leuten möchten gerne gläubig sein, finden aber keinen Zugang. Dafür ist die Kirche da. Du brauchst deinen Glauben nicht vom Zustand der Welt abhängig zu machen oder was das für "Typen" sind, die an Christus Jesus glauben, sondern kannst da ganz bei dir bleiben. Verlange auch nicht zuviel von dir, an "heiligen" Gefühlsregungen oder so etwas. Bist du denn konfessionell erzogen worden in der Schule und getauft? Ich nehme mal an (es gibt sonst auch die Erwachsenentaufe). Geh einfach mal in den Gottesdienst und sieh, wie es dir gefällt. Wenn ja, dann gehst du einfach wieder, und wieder und wieder...Das Singen dort ist auch eine schöne Sache, ich singe auch privat im Kirchenchor und das gibt mir sehr viel

Antwort
von Whitekliffs, 20

Hallo besterDude

ist es nicht so, dass wir gar nicht an den eigenen Tod denken solange wir gesund sind? Obwohl der eigene Tod die einzig sichere Tatsache des Lebens ist?

Es sieht so aus als ob sich dein Vater in letzter Minute mit diesem lebenswichtigen Thema auseinander gesetzt hat und die Chance wahrgenommen hat, die rettende Hand von Jesus zu ergreifen.

Ich finde das wunderbar. 

Ich denke, dein Vater hat die liebevolle Stimme von Jesus gehört und sein Herz geöffnet für ihn. Und er wollte, dass du dasselbe erlebst. Sonst hätte er die das Buch nicht gegeben.

Ja, ich denke, im Angesicht des ganz reellen Todes kann man Gott besser hören als im 'normalen' Leben. 

Antwort
von Netie, 20

Er wird in "letzter Minute" erkannt haben, wer Gott ist und wer er ist. Da hat er gesehen, dass er vor Gott so nicht bestehen kann und hat sich in seine Retterarme geworfen.

Dann hat er gespürt, dass Jesus Christus ihm vergeben hat (das kann man mit einem aufrichtigen Herzen mit 3 Worten machen [Herr, vergib mir]) und das hat ihn glücklich gemacht.

Dieses Glück wollte er auch dir vermitteln, indem er dir dieses Buch gab. Lies es und befolge es (wahrscheinlich ist es eine Bibel), dann werdet ihr euch einmal im Himmel wiedersehen. Darauf freut sich dein Vater schon.

Antwort
von Adriana08, 30

Mein Beileid!  

Bin überzeugt,  dass es eine andere Ebene gibt auf der wir weiter existieren,  in anderer Form. 

Eine Bekannte von mir hat auf dem Sterbebett immer wieder davon geredet, dass ihre Freundin da ist (die 1 Jahr zuvor gestorben ist). Sie hat auf sie gewartet und jetzt können sie wieder zusammen Sekt trinken und tratschen; -)

Deinem Vater geht es mit Sicherheit gut dort wo er jetzt ist und er passt auf dich auf :-)

Antwort
von stine2412, 27

Tja besterDude, das kommt oft vor, dass man nach Gott sucht, wenn der Tod nahe dran ist. Soldaten im Krieg, in den Schützengräben, riefen oft nach Gott. Einige versprachen ihm sogar, dass, wenn sie lebend aus diesem Hexenkessel herauskämen, sich mit dem Glauben an ihn beschäftigen würden. Einige konnten das wahrmachen, andere "fielen", andere gaben sogar Gott die Schuld an der Misere.

Dein Vater sah jetzt, dass der Tod nun einmal unausweichlich war und gab sich mit dieser Endgültigkeit nicht zufrieden. Wie kann man das auch - in jedem Lebensalter, wenn man noch einigermaßen gesund ist, möchte man auf dieser Erde bleiben, dieses Leben weiterleben. Wenn er früher "kein bischen an Gott glaubte", dann dachte er nicht an das Ende - er brauchte Gott schlicht weg nicht, es ging ihm ja gut! Es ist nun mal so, wenn die Not am größten, dann ist Gott am nächsten.

Eigentlich schade so lange zu warten, bis man gezwungen wird, sich Gedanken zu machen, denn sterben werden wir alle, ob gläubig oder nicht. Wer gläubig ist, kann Trost aus der Bibel bekommen. Der Tod war nämlich gar nicht vorgesehen für uns Menschen und deshalb hat Gott auch dafür gesorgt, dass der Tod eines Tages für immer verschwunden sein wird. Das ist ein Versprechen Gottes! Da ich aber annehme, dass du, ähnlich wie dein Vater, nicht sehr gläubig bist, werde ich jetzt hier nicht näher darauf eingehen. Bei Interesse kannst du ja mal googeln und nachschauen unter Themen wie "Wo sind die Toten" oder "Ist mit dem Tod alles vorbei?"

Es ist doch eigenartig, alle Menschen hängen am Leben, ihnen ist die "Ewigkeit" ins Herz gelegt worden. (Prediger 3:11)

Antwort
von nachdenklich30, 8

Hallo, bester Dude,

Antwort: Das weiß kein Mensch.

Aber zu glauben, dass man in den Himmel kommt, oder zu glauben, dass der Vater im Himmel ist, ist doch ungeheuer tröstlich, oder?

Aber ich bin nicht Du und ich bin nicht Dein Vater.

Ich bin ich, und ich finde den christlichen Glauben total spannend. Wobei ich weiß, wie viel wir dem Judentum verdanken. Ich bin Pfarrer, habe das alles studiert, und bin dankbar dafür.

Ich bin Notfallseelsorger und weiß, welche Kastarophen so über einen aus heiterem Himmel hereinbrechen können. Lungenkrebs ist das fast noch gnädig: Man kann sich verabschieden, man kann noch fromm werden. Es gibt da auch ganz andere Möglichkeiten...

Ich kann Dir nichts garantieren. Das kann kein Mensch. Aber ichkann sagen: Es lohnt sich, sich offen mit dem christlichen Glaubne und seinen Konzepten von Menschenwürde auseinander zu setzen. Es kann einem enorm helfen. Aber sein Leben leben muss jeder selber. Auch mit den Gedanken, die man sich über Tod und ewiges Leben machen kann.

Ggf. frag  nach. :-)

Viele herzliche Grüße

Antwort
von nowka20, 9

das war die angst, in den tod gehen zu müssen. da werden manche menschen eben fromm.

abef das hilft denen auch nichts. sie müssen eben sterben. denn die todesstunde ist jedem menschen bei seiner geburt mitgegeben worden.

Antwort
von dompfeifer, 8
eine Welt zwischen lebendig und tot

gibt es in der Sagen- und Märchenwelt der Untoten.

Antwort
von Raubkatze45, 30

Dein Vater hat mit Sicherheit die Nähe Jesu Christi gespürt, denn ohne die Gnade Gottes kann niemand zum Glauben gelangen.

Antwort
von ms0303, 37

Mein Beileid!
Ich denke es gibt dort oben gott! & wenn dein Vater am ende dran geglaubt hat ist er in Guten Hände!

Antwort
von DerBlockbuster, 35

Keine weis es, aber ich denke immer so:

In ein paar Milliarden jahren oder so ist eh jeder tot.

Ob dies oder jehnes existiert bleibt die frage.

Doch am ende läuft es auf das gleiche hinaus.

Kommentar von Netie ,

Das ist falsch gedacht. Nur einer kann Antwort auf diese Frage geben und das ist der Herr Jesus. Durch das Lesen der Bibel lernt man Seine Gedanken kennen. Kein Wort von Ihm wird verloren gehen.

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