Frage von ElamoMichi, 28

Gibt es eine Vorschrift/DIN/VDE wo drin steht ob man Bussysteme mit Abschlusswiderstände abschließen muss?

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Elektrik, Elektronik, Elektrotechnik, 16

spontan fallen mir hier Breitbandkabelanlagen nach VDE 0855 ein. oder ISDN Anlagen nach DSS1 Standart (internationaler ISDN Standart)

an sonsten gibt es verschiedene BusSysteme wie SCSI, USB, die mittlerweile überholten COAX oder TWINAX netzwerke etc. bei denen sich da schnell einige hersteller bzw. Systemstandarts quasi unter der hand entwickelt haben...

eine einheitliche regelung gibts jedenfalls nicht z.B. bei EIB (heute als KNX bekannt) werden generell keine Abschlusswiderstände verbaut...

lg, Anna

Antwort
von rharlaf1, 19

Das glaube ich nicht.
Das Problem ist ja, das dein Bussystem ohne Abschlusswiderstände nicht funktioniert weil zu viele Reflexionen auftreten. Eine Gefahr geht davon aber nicht aus. Das müsste in der technischen Dokumentation des entsprechenden Systems stehen. Wenn die dann wiederum genormt wurde, dann ja.

Kommentar von ElamoMichi ,

Es ist halt nahe liegend, weil sehr viel in der VDE und DIN geregelt ist

Die DIN VDE legt die aktuell gültigen Regeln der Technik fest.

Kommentar von rharlaf1 ,

Aber nur in der Elektrotechnik und nur für Deutschland. (O.K. die VDE wurde an die EU-Vorgaben angepasst). Wenn es sich um einen Hausbus wie z.B. EIB handelt, könnte das sein.
Busse wie z.B. I²C-Bus oder CAN-Bus sind International und stehen nicht in der VDE.

Antwort
von germi031982, 14

Nö, aber unter Umständen kannst du Probleme bekommen das die Übertragung nicht funktioniert. Kommt aber darauf an was für einen Bus du betreiben willst.

Kommentar von ElamoMichi ,

CAN Bus

Kommentar von germi031982 ,

Es kann ohne funktionieren, habe das aber nur auf kurzen Strecken von ca. 1-2m probiert, da hat das ohne Abschlusswiderstand funktioniert. Übertragungsrate 125 kbit/s, also Lowspeed. Damit könnte die Leitung bis zu 400m lang sein, da sollte man dann aber auf jeden Fall Widerstände nutzen.

Also die Norm für den CAN-Bus sagt aus das da zwei Widerstände von 120 Ohm zwischen CAN-High und CAN-Low eingebracht werden, zwei Stück deswegen weil CAN normal eine linienförmige Topologie hat, also muss an jedes Ende ein Widerstand. Sternförmige Topologie ist auch zulässig, aber nur in eingeschränktem Maße.

Antwort
von jorgang, 8

Ihr braucht für jeden Mist eine Norm. Der gesunde Menschenverstand des Physikers oder Hochfrequenzingenieurs (und sein Lehrbuch) sagen ihm, dass er HF-Leitungen abschließen muss. Das muss er irgendwann im Studium in der Theorie der Leitungen gehört haben. Im Prinzip gilt das selbst bei Netzfrequenzen. Diejenigen, die Energie mit 50 Hz über Langstrecken übertragen wollen, kennen dies auch.

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