Frage von Neutralis, 64

Gibt es eine Störung bei der Leute psychische Störungen vortäuschen wollen um Aufmerksamkeit zu bekommen?

Auch hier auf Gutefrage lese ich es ab und zu mal, dass Jugendliche sagen sie wären Psychopathen und schon fast damit angeben. Wenn man sie dann mal ausfragt stellt man schnell fest, dass sie zu viel Dexter und Hannibal gucken und kein Psychopath sind, sondern es sich nur einbilden, weil sie wohl besonders sein wollen. Gibt es einen Namen für so ein Syndrom ?

Antwort
von NinthFived, 23

Viele Leute nehmen da nicht nur psychische Krankheiten, sondern auch alle anderen Krankheiten, die dramatisch klingen, um Aufmerksamkeit oder Mitleid zu erzeugen.

Aber wenn Leute speziell vorgaukeln wollen, dass sie Psychopathen sind, hat es wahrscheinlich den Grund, dass Psychopathen oder Soziapathen in den Medien oft als "coole", brilliante, hinterhältige, taktik- und logikdenkende und manipulierende Fieslinge dargestellt werden, die mit grandioser Raffinesse jedes ihrer boshaften Ideen kinderleicht erreichen können.

Und da das einfach cool klingt und andere Leute davor Respekt/Angst haben, behaupten sie dann ganz gerne solche zu sein.

Besonders gerne wird das angewendet, wenn man sonst keine Eigenschaften besitzt, womit man sich Rang und Namen oder zumindest ein bisschen Respekt verschaffen kann in einer Community oder Gruppe, um ernst genommen zu werden.

Antwort
von kitkatkitten, 29

Es gibt definitiv eine psychische Störung, die etwas mit dem Vortäuschen von Erkrankungen zu tun hat, damit man Aufmerksamkeit oder Mitleid bei anderen Menschen erregt, siehe zb "Münchhausen-Syndrom".

Allerdings hat das nichts mit dem gemeinsam, was Ignoranz bzgl psychischer Gesundheit zu tun hat. Junge Leute meinen eben gerne mal, dass Psychopathen "cool" sind und versuchen sich mit ihnen zu identifizieren. Das ist eine Phase, die auch irgendwann mal vorbei geht. ;)

"Richtige" Psychopathen lassen sich dann doch durch andere Symptome/Anzeichen erkennen.

Antwort
von Naydoult, 21

Ich denke es könnte etwas mit der Selbstfindungsphase zu tun haben?

Antwort
von Tasha, 31

Wäre das nicht vielleicht eine Form von Hypochondrie?

Kommentar von m00nkuh ,

Das wäre eher körperliche krankheiten einbilden haben wollen 

Kommentar von Tasha ,

Ich würde es als eine Zwischenform zwischen Hypochondrie - man fühlt sich krank, ist es aber nicht - und Münchhausen-Stellvertretersyndrom - man löst bewusst Krankheitssymptome bei anderen, meist Kindern, aus, um Aufmerksamkeit für die Pflege bei der Genesung zu bekommen - ansehen.  Quasi Münchhausen-Stellvertretersyndrom bei sich selbst, ohne sich allerdings in Gefahr zu bringen, indem man halt die Symptome nicht auslöst, sondern nur berichtet.

Antwort
von m00nkuh, 25

mh 
Münchhausen syndrom kommt dem glaube am nächsten

Antwort
von EvilMastermind, 45

Ist bestimmt nicht wissenschaftlich korrekt, aber ich würde das als "Tumbler-Syndrom" bezeichnen.

Kommentar von Neutralis ,

haha

Kommentar von AttackOnTitan46 ,

😂👍

Antwort
von Dahika, 11

Ja, die gibt es.

Antwort
von AttackOnTitan46, 23

Das is normal. Aber ich glaube nicht das es dafür einen Namen gibt

Antwort
von schloh80, 7

ICD10: F68.1 (Artifizielle Störung)

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