Frage von NEONBLAUPINK99, 108

Gibt es eine Religionsgemeinschaft die Glaube und Wissenschaft verbinden?

Hallo

Gibt es eine Religionsgemeinschaft die zwar an Gott glaubt aber nicht daran, dass er die Welt erschaffen hat sondern, dass er das Universum oder Materie erschaffen hat und sich dann zurück zog und den dingen seinen lauf gelassen hat? Also die Glaube und Wissenschaft sozusagen verbinden.

Antwort
von Anthropos, 24

Die betreffliche Fragestellung hat nicht sehr viel mit der eigentlichen Frage zu tun. Dennoch will ich kurz einen Kommentar dazu abgeben:

Glaube und Wissenschaft wird besonders im Christentum miteinander verbunden. Als Beispiel ist hierfür der Jesuitenorden zu nennen, der in tiefer Frömmigkeit lebt und gleichzeitig zwei Sternwarten betreibt. Das Echolot wurde früher sogar als "jesuitische Wissenschaft" bezeichnet.

Das, wonach du fragst, ist der Deismus. Er kam in der Aufklärung auf und hat Anhänger wie Lessing oder Kant.

Antwort
von Fantho, 45

https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Science

Wikipedia:

Kirche Christi, Wissenschaftlerist der Name für die von Mary Baker Eddy begründete weltweite Glaubensgemeinschaft, die sich als Sprachrohr für Christian Science sieht. Die Mutterkirche ist The First Church of Christ, Scientist (Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler) in Boston. Die Ortsgemeinden sind Zweigkirchen der Mutterkirche, die rechtlich selbstständig sind und demokratisch von den Mitgliedern der Ortsgemeinden organisiert werden. Häufig wird auch allgemein von der Christian-Science-Kirche gesprochen.

Wikipedia Ende.

Es gibt aber auch Wissenschaftler, welche einen Schöpfer aus wissenschaftlicher Sicht nicht ausschließen, wie zB

Bernard Haisch 'Die verborgene Intelligenz im Universum'..

Gruß Fantho

Antwort
von JTKirk2000, 6

Es muss keinen Widerspruch zwischen Wissenschaft und dem weiteren Einwirken Gottes geben. Der Mensch beeinflusst die Natur ja auch Tag für Tag. Wenn man von Gott als ein Wesen ausgeht, wo wäre da der Unterschied?

Zu der Frage Deiner Überschrift kann ich nur schreiben, dass mir eine Religion die Glaube und Wissenschaft verbindet, nur insofern bekannt ist, dass es zumindest in den USA verschiedene Universitäten gibt, welche durch Organisationen von Kirchen getragen werden und es in der- oder denselben Religionen vertreten ist, dass es angeraten wird, dass man sich bilden sollte. Dabei denke ich zum Beispiel an die Kirche, der ich angehöre (siehe mein Profil), und den BYU, also Brigham-Young-Universitäten. Da es in dieser Kirche ein Laienpriestertum gibt, ist es naheliegend, dass Theologie, wenn überhaupt, nur einen begrenzten Teil der an diesen Universitäten angebotenen Studiengängen darstellt.

Antwort
von Rowal, 32

Die Deisten glauben dies. Sie können damit nicht akzeptieren, dass Jesus existiert hat bzw. göttlicher Natur war. Einer der Begründer war Reimarus (1694 - 1768), der auch die Existenz von Jesus leugnete.

Der Kern des deistischen Weltbildes ist, dass es zwar einen Gott gibt, der bei der Erschaffung des Universums mitgewirkt hat, das aber seit seiner Erschaffung wie ein Uhrwerk ohne jedes göttliches Eingreifen abläuft.

Vorläufer waren die Antitrinetaner, denen auch Newton angehörte, die annahmen, dass Gott normalerweise nicht in die Schöpfung eingreift, sondern ausnahmsweise nur um seine - wie die Antitrinetaner annahmen von vornherein "vermurkste" - Schöpfung zu korrigieren. 

Antwort
von NewKemroy, 26

Ein Maximum an Wissenschaftlichkeit kannst Du im Buddhismus finden. Da wird z.B. der einzelne Wahrnehmungsprozess in bis zu 17 Abschnitte oder Schritte unterteilt. Guckst Du z.B. (weiter unten) http://www.palikanon.com/diverses/einleitung.htm

Aber auch sagt hier Buddha zum Beispiel: Das aber verkünde ich, o Freund: in eben diesem klafterhohen, mit Wahrnehmung und Bewußtsein versehenen Körper, da ist die Welt enthalten, der Welt Entstehung, der Welt Ende
und der zu der Welt Ende führende Pfad. 
http://www.palikanon.com/angutt/a04_041-050.html

Es ist nicht so, dass vor tausenden von Jahren Gott etwas angefangen hat, was sich jetzt selber fort-spinnt. Die Welt entsteht jetzt, in jedem Augenblick. Die Idee, die Schöpfung an den Anfang aller Zeiten zu rücken, ist von gestern.

Antwort
von Eselspur, 38

Die katholische Kirche rechnet damit, dass Gott handelt - und die Wissenschaft das erforscht.

Kommentar von Zicke52 ,

Das hat doch mit Wissenschaft nichts zu tun, eine vorgegebene, durch nichts bewiesene "Wahrheit" zu erforschen. Forschung muss ergebnisoffen sein.

Kommentar von Eselspur ,

Wissenschaft soll alle erforschen! - Unter anderem die Natur, die Kultur und den Glauben, zur Wissenschaftlichkeit der Theologie lies beispielsweise: https://www.sbg.ac.at/sathz/1998-1/sathz-1998-1-02-schmidinger.pdf

Antwort
von Giustolisi, 25

Die Existenz eines Gottes ist mit der wissenschaftlichen Methodik nicht vereinbar. 

Ohne Belege oder schlüssige Erklärung irgendwas als Ursache anzunehmen, widerspricht der wissenschaftlichen Methodik, nach der es schon einen guten Grund geben muss, um etwas anzunehmen.

Das wäre nur eine weitere Version des Lückengottes, der als Erklärung her halten muss, wenn man was noch nicht weiß.

Hätten sich alle unsere Vorfahren mit der Erklärung "Gott wars" zufrieden gegeben, würden wir noch im Mittelalter stecken.

Antwort
von saidJ, 29

hallo
als muslim glaubt man an den urknall und alle ereignisse jedoch sagt man nicht das es zuviel war sondern das allah s.w.t dafür gesorgt hat das es passiert .
der einzige punkt den man als muslim an der wissenschaft abstreitet lst die theorie das die menschen vom affen abstammen .

Kommentar von Baoshan ,

Dann ist doch alles gut. Dass der mensch vom affen abstammt behauptet auch die wissenschaft nicht.

Antwort
von fricktorel, 6

Es gibt Menschen, welche unserem ewigen Schöpfer nicht glauben (Ps.53,1-2), aber auch andere, welche vom "Gott dieser Welt" (2.Kor.4,4; Eph.2,2) verführt sind.

Dass diese sich aus der großen Menge von "Religionen" eine aussuchen oder neu erfinden können, gefällt diesem "Boss" ganz gut (Offb.12,9).


Antwort
von Punktsetzung, 48

das würde wohl am ehesten auf agnostiker zutreffe...
Es gibt keinen Gott, vielleicht.

Kommentar von Rowal ,

ganz und gar nicht.

Kommentar von Punktsetzung ,

warum ganz und gar nicht?

Antwort
von Helfenderuser, 43

Keine der großen Weltreligionen, nein. Du glaubst nicht an das, was eine unserer "offiziellen" Religionen behauptet, glaubst aber trotzdem z.T. an etwas Übernatürliches, das nennt sich Agnostizismus.

Für was brauchst du denn eine "Religionsgemeinschaft"? Wenn du es glaubst passts ja schon.

Kommentar von Rowal ,

Das hat mit Agnostizismus gar nichts zu tun. Ich sage es mal etwas platt, welche Weltanschauung der Fragesteller meint: Gott gibt es (was den Agnostizismus schon ausschließt) und war bei der Erschaffung des Universums beteiligt. Seit nunmehr über 13 Milliarden Jahren hat er aber Feierabend (deswegen keine göttliche Offenbarung) und kümmert sich nicht mehr um die Welt. Wenn das Uhrwerk des Universums abgelaufen ist und dessen Existenz beendet ist, beginnt vielleicht ein neuer Arbeitstag für Gott und er erschafft dann wieder ein neues Universum und wartet dann wieder, bis auch dieses wieder abgelaufen ist, u.s.w.

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