ich blick da nicht durch... gibt es eine regel in der neuen rechtschreibung, wann man ß benutzt und wann ss?
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Bei kurzen Selbstlauten "ss"
z.B. vergisst, küsst, blass, isst
Bei langen Selbstlauten und Zwielauten "ß" z.B. Fuß, grüßen
fleißig, fließt (Zwielaute)
Die Regel ist sehr einfach.
Wenn der Vokal kurz gesprochen wird schreibt man ss, so wie Kuss, Schloss, muss
Steht vorher ein langer Vokal, dann ß. Siehe: Straße, Maße,
Auch hier fehlen die Zwielaute.
levkoje am 25. Juli 2007 12:49 @occident: bis vorhin kannte ich den Ausdruck Zwielaute nicht. Vielleicht geht es anderen auch so. Man lernt nie aus. Auch die Rechtschreibprüfung von google kennt den Ausdruck nicht.
mia68 am 2. Januar 2008 14:31 Einen Zwielaut nennt man auch Diphtong; das sind z.B. die Laute au, eu, ei, ie... also immer zwei nebeneinander stehende Vokale.

Da mir das "ß" noch nie sonderlich gefallen hat, schreibe ich (fast) immer "ss".
Die "neue Rechtschreibung" ist verbindlich nur für Staatsdiener und Schüler und beides ich bin nicht.
Ab 1. August 2007 ist die Neue Deutsche Rechtschreibung für alle verbindlich. Selbstverständlich steht aber keine Strafe auf Nichtbeachtung.
demosthenes am 26. Juli 2007 18:39 @haecor:
Könntest Du mir bitte schreiben, wer das wann beschlossen hat und vielleicht noch einen Link dazu angeben?
Davon hatte ich tatsächlich noch nie gehört.
"Am 2. März 2006 hat die Kultusministerkonferenz (KMK) die vom Rat für deutsche Rechtschreibung vorgeschlagenen Änderungen übernommen, die ab dem 1. August 2006 gelten und mit dem 1. August 2007 verbindlich werden. Das amtliche Regelwerk regelt die Rechtschreibung innerhalb derjenigen Institutionen (Schule, Verwaltung), für die der Staat Regelungskompetenz hinsichtlich der Rechtschreibung hat. Darüber hinaus hat es zur Sicherung einer einheitlichen Rechtschreibung Vorbildcharakter für alle, die sich an einer allgemein gültigen Rechtschreibung orientieren möchten (das heißt Firmen, speziell Druckereien, Verlage, Redaktionen – aber auch Privatpersonen)."
Quelle: http://www.kultusministerkonferenz.de/aktuell/home.htm
Dort: Pressemitteilungen - Archiv, 2. März 2006
demosthenes am 27. Juli 2007 10:51 @haecor zum Zweiten:
Aus dem offiziellen Beschluss der KMK, also nicht aus irgendeiner Pressemitteilung "über" den Beschluss:
Die Kultusministerkonferenz hofft, dass auch die bisher kritisch eingestellten Teile der Öffentlichkeit die Umsetzung der Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung als Konsensangebot verstehen und die jetzt gültigen Regeln und Schreibweisen übernehmen.
"Hofft" klingt ja (glücklicherweise) nicht besonders verbindlich.
Insbesondere appelliert die Kultusministerkonferenz an alle Verlage und Publikationsorgane, sich im Interesse der Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung anzuschließen.
Mit anderen Worten: Selbst an Verlage wird nur "apelliert" - also auch hier keine Verbindlichkeit.
@demosthenes: Sowohl durch den Beschluss als auch durch die Pressemitteilung wird kein Zwang verbreitet, sondern lediglich eine Empfehlung. Dennoch wird die Rechtschreibreform ab 01. August 2007 verbindlich, was nicht heißt, dass sich jeder dran halten muss, aber sollte.
Im Übrigen - und ich bin ein alter Fan der ALTEN Rechtschreibung - ist die neue Rechtschreibung mit ihren Änderungen wirklich einfacher geworden (hatte ich auch zuerst nicht geglaubt), weil mehrere Varianten möglich sind. Sehr gut dazu auch die 3 Bücher von Bastian Sick "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod".
Ich betrachte gute Rechtschreibung einfach als guten Stil. Aber es wird ja keiner gezwungen - jeder wie er will und kann.
demosthenes am 27. Juli 2007 13:19 @haecor zum Dritten:
"Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod" ist wirklich sehr lesenswert.
Was mich an der neuen Rechtschreibung besonders stört ist die Tatsache, dass etliche Wörter, die aus anderen Sprachen ind Deutsche übernommen wurden, jetzt "phonetisch" geschrieben werden sollen, sodass die Herkunft kaum noch erkennbar ist.
@demosthenes:
Das stimmt. Das fand ich auch ziemlich daneben. Aber in sehr vielen Fällen wurde das durch die neuste "Reform der Reform" entschärft und so sind nun lt. Duden sehr oft beide Möglichkeiten erlaubt (ich wähle dann natürlich immer die herkömmliche).
Das stimmt. Das fand ich auch immer ziemlich daneben. Aber das wurde durch die neueste "Reform der Reform" im Wesentlichen entschärft, so dass lt. Duden die herkömmliche und die "kastrierte" Version "erlaubt" ist.
Allerdings werden Fremdwörter nach der deutschen Grammatik gebeugt, was im Übrigen auch in anderen Sprachen so gehandhabt wird. Beispiel: Die Mehrzahl von Handy ist nicht (wie man es im Englischen vermuten würde) Handies, sondern Handys (unser deutsches "Mehrzahl-s") - abgesehen davon, dass im englischsprachigen Raum niemand das Wort "Handy" kennt ... daher blödes Beispiel. Dort nennt man das Gerät "mobile".
Also: Gib' der NEUEN Deutschen Rechtschreibung eine Chance! :-)
Nach langen Vokalen und Umlauten sowie Zwielauten und natürlich in gg. Fällen bei Eigennamen schreibt man "ß" (Straße, Süßer, heißen, beißen, Grieß)
Nach kurzen Vokalen und Umlauten und natürlich in gg. Fällen bei Eigennamen schreibt man "ss" (küssen, Posse, Schloss)
Die berühmte Ausnahme bilden Worte wie (Apfel-)Mus...
Die Regel für die neue Rechtschreibung lautet: ss (z.B. Kuss) nach kurzem und ß (z.B. Gruß)nach langem Vokal.

wenn es ein langer vokal vor dem slaut ist, dann mus es ein? sein, wenn ein kurzer vokal dann ein ss
Es fehlen die Zwielaute.
Catcat am 25. Juli 2007 12:29 hmmm, also du meinst au und ou und sowa? das ist glaube ich ein langer "vokal"
nein ich meine nur "ie" und "ei"
es heißt aber auch "außen" und nicht "aussen", also gilt die Regel nicht nur für "ie" und "ei"
Der Begriff "Zwielaute" umfasst Sprechgruppen, die aus zwei Buchstaben bestehen; also neben ei und ie auch au, eu, ou, oa...
Gilt nicht in der Schwiz. Dort ist das ß nicht bekannt.
da war das ja aber vorher auch schon so.