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Gibt es eine Regel, wann man ß und wann ss geschrieben werden muss?

gefragt von Chantalle am 25.07.2007 um 12:12 Uhr

ich blick da nicht durch... gibt es eine regel in der neuen rechtschreibung, wann man ß benutzt und wann ss?


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Reply


anonym
beantwortet von occident am 25. Juli 2007 12:17
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Bei kurzen Selbstlauten "ss"

z.B. vergisst, küsst, blass, isst

Bei langen Selbstlauten und Zwielauten "ß" z.B. Fuß, grüßen

fleißig, fließt (Zwielaute)

Kommentar von occident am 25. Juli 2007 12:19

Gilt nicht in der Schwiz. Dort ist das ß nicht bekannt.

Kommentar von C30c5ca000ca3e5a5e14d2dccf6cd100smallLuiseWrstlbrnst am 28. Januar 2008 19:11

da war das ja aber vorher auch schon so.


anonym
beantwortet von Regenmacher am 25. Juli 2007 12:16
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Die Regel ist sehr einfach.

Wenn der Vokal kurz gesprochen wird schreibt man ss, so wie Kuss, Schloss, muss

Steht vorher ein langer Vokal, dann ß. Siehe: Straße, Maße,

Kommentar von occident am 25. Juli 2007 12:20

Auch hier fehlen die Zwielaute.

Kommentar von 85b355e18002c061c9265c7a010da62csmalllevkoje am 25. Juli 2007 12:49

@occident: bis vorhin kannte ich den Ausdruck Zwielaute nicht. Vielleicht geht es anderen auch so. Man lernt nie aus. Auch die Rechtschreibprüfung von google kennt den Ausdruck nicht.

Kommentar von E92a3f433138e79150c7f6e629b47520smallmia68 am 2. Januar 2008 14:31

Einen Zwielaut nennt man auch Diphtong; das sind z.B. die Laute au, eu, ei, ie... also immer zwei nebeneinander stehende Vokale.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 25. Juli 2007 12:39
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Da mir das "ß" noch nie sonderlich gefallen hat, schreibe ich (fast) immer "ss".

Die "neue Rechtschreibung" ist verbindlich nur für Staatsdiener und Schüler und beides ich bin nicht.

Kommentar von Simple_avatar2smallhaecor am 26. Juli 2007 09:19

Ab 1. August 2007 ist die Neue Deutsche Rechtschreibung für alle verbindlich. Selbstverständlich steht aber keine Strafe auf Nichtbeachtung.

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 26. Juli 2007 18:39

@haecor:

Könntest Du mir bitte schreiben, wer das wann beschlossen hat und vielleicht noch einen Link dazu angeben?

Davon hatte ich tatsächlich noch nie gehört.

Kommentar von Simple_avatar2smallhaecor am 26. Juli 2007 22:42

"Am 2. März 2006 hat die Kultusministerkonferenz (KMK) die vom Rat für deutsche Rechtschreibung vorgeschlagenen Änderungen übernommen, die ab dem 1. August 2006 gelten und mit dem 1. August 2007 verbindlich werden. Das amtliche Regelwerk regelt die Rechtschreibung innerhalb derjenigen Institutionen (Schule, Verwaltung), für die der Staat Regelungskompetenz hinsichtlich der Rechtschreibung hat. Darüber hinaus hat es zur Sicherung einer einheitlichen Rechtschreibung Vorbildcharakter für alle, die sich an einer allgemein gültigen Rechtschreibung orientieren möchten (das heißt Firmen, speziell Druckereien, Verlage, Redaktionen – aber auch Privatpersonen)."

Quelle: http://www.kultusministerkonferenz.de/aktuell/home.htm

Dort: Pressemitteilungen - Archiv, 2. März 2006

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 27. Juli 2007 10:51

@haecor zum Zweiten:

Aus dem offiziellen Beschluss der KMK, also nicht aus irgendeiner Pressemitteilung "über" den Beschluss:

Die Kultusministerkonferenz hofft, dass auch die bisher kritisch eingestellten Teile der Öffentlichkeit die Umsetzung der Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung als Konsensangebot verstehen und die jetzt gültigen Regeln und Schreibweisen übernehmen.

"Hofft" klingt ja (glücklicherweise) nicht besonders verbindlich.

Insbesondere appelliert die Kultusministerkonferenz an alle Verlage und Publikationsorgane, sich im Interesse der Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung anzuschließen.

Mit anderen Worten: Selbst an Verlage wird nur "apelliert" - also auch hier keine Verbindlichkeit.

Kommentar von Simple_avatar2smallhaecor am 27. Juli 2007 13:00

@demosthenes: Sowohl durch den Beschluss als auch durch die Pressemitteilung wird kein Zwang verbreitet, sondern lediglich eine Empfehlung. Dennoch wird die Rechtschreibreform ab 01. August 2007 verbindlich, was nicht heißt, dass sich jeder dran halten muss, aber sollte.

Im Übrigen - und ich bin ein alter Fan der ALTEN Rechtschreibung - ist die neue Rechtschreibung mit ihren Änderungen wirklich einfacher geworden (hatte ich auch zuerst nicht geglaubt), weil mehrere Varianten möglich sind. Sehr gut dazu auch die 3 Bücher von Bastian Sick "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod".

Ich betrachte gute Rechtschreibung einfach als guten Stil. Aber es wird ja keiner gezwungen - jeder wie er will und kann.

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 27. Juli 2007 13:19

@haecor zum Dritten:

"Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod" ist wirklich sehr lesenswert.

Was mich an der neuen Rechtschreibung besonders stört ist die Tatsache, dass etliche Wörter, die aus anderen Sprachen ind Deutsche übernommen wurden, jetzt "phonetisch" geschrieben werden sollen, sodass die Herkunft kaum noch erkennbar ist.

Kommentar von Simple_avatar2smallhaecor am 27. Juli 2007 13:38

@demosthenes:

Das stimmt. Das fand ich auch ziemlich daneben. Aber in sehr vielen Fällen wurde das durch die neuste "Reform der Reform" entschärft und so sind nun lt. Duden sehr oft beide Möglichkeiten erlaubt (ich wähle dann natürlich immer die herkömmliche).

Kommentar von Simple_avatar2smallhaecor am 27. Juli 2007 13:46

Das stimmt. Das fand ich auch immer ziemlich daneben. Aber das wurde durch die neueste "Reform der Reform" im Wesentlichen entschärft, so dass lt. Duden die herkömmliche und die "kastrierte" Version "erlaubt" ist.

Allerdings werden Fremdwörter nach der deutschen Grammatik gebeugt, was im Übrigen auch in anderen Sprachen so gehandhabt wird. Beispiel: Die Mehrzahl von Handy ist nicht (wie man es im Englischen vermuten würde) Handies, sondern Handys (unser deutsches "Mehrzahl-s") - abgesehen davon, dass im englischsprachigen Raum niemand das Wort "Handy" kennt ... daher blödes Beispiel. Dort nennt man das Gerät "mobile".

Also: Gib' der NEUEN Deutschen Rechtschreibung eine Chance! :-)


(nach-) Denker
beantwortet von (nach-) Denker am 25. Juli 2007 14:58
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Nach langen Vokalen und Umlauten sowie Zwielauten und natürlich in gg. Fällen bei Eigennamen schreibt man "ß" (Straße, Süßer, heißen, beißen, Grieß)

Nach kurzen Vokalen und Umlauten und natürlich in gg. Fällen bei Eigennamen schreibt man "ss" (küssen, Posse, Schloss)

Die berühmte Ausnahme bilden Worte wie (Apfel-)Mus...


anonym
beantwortet von pmielke am 26. Juli 2007 18:24
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Die Regel für die neue Rechtschreibung lautet: ss (z.B. Kuss) nach kurzem und ß (z.B. Gruß)nach langem Vokal.





Catcat
beantwortet von Catcat am 25. Juli 2007 12:17
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wenn es ein langer vokal vor dem slaut ist, dann mus es ein? sein, wenn ein kurzer vokal dann ein ss

Kommentar von occident am 25. Juli 2007 12:19

Es fehlen die Zwielaute.

Kommentar von D2b0d889e91a782c2ba657526b8b3792smallCatcat am 25. Juli 2007 12:29

hmmm, also du meinst au und ou und sowa? das ist glaube ich ein langer "vokal"

Kommentar von occident am 25. Juli 2007 12:48

nein ich meine nur "ie" und "ei"

Kommentar von Boldtbregu am 25. Juli 2007 13:36

es heißt aber auch "außen" und nicht "aussen", also gilt die Regel nicht nur für "ie" und "ei"

Kommentar von Simple_avatar7small(nach-) Denker am 25. Juli 2007 15:01

Der Begriff "Zwielaute" umfasst Sprechgruppen, die aus zwei Buchstaben bestehen; also neben ei und ie auch au, eu, ou, oa...




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