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Gibt es eine rechtliche Grundlage für das Läuten von Kirchturmglocken?

gefragt von norabellanorabella am 21.07.2007 um 19:34 Uhr

Ständig das ewige Gebimmel zu den unmöglichsten Zeiten. Warum, bitte schön, klingelt es um 18:49 2 Mal? Es nervt und anscheinend gibt es keine festen Zeiten.


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xyungeloest
beantwortet von xyungeloest am 21. Juli 2007 20:03
5x
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wohnst du in einem stockkatholischen einzugsgebiet?

oh, je, ich kann es dir nachfühlen :o))

ging mir auch mal so, jetzt wo du fragst, hör ich es wieder :o))


gri1su
beantwortet von gri1su am 21. Juli 2007 19:41
3x
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Kann es sein, daß um 19:00 h eine kirchliche Handlung (Gottesdienst o. Ä.) stattfindet? Dann wäre das eine Erklärung dafür, die Leute daran zu erinnern, daß diese Handlung gleich beginnt (und sie zur Kirche kommen sollen).


anonym
beantwortet von Szintilator am 21. Juli 2007 20:17
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Kann es sein, daß die Kirche schon da war, als Sie dort hin gezogen sind? Dann müssen Sie wieder wegziehen! In die Nähe eines Bahnhofs kann ich ja auch nicht hinziehen, und mich dann über den Krach beschweren, den die Züge machen.Punkt

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 21. Juli 2007 21:08

@Szintilator:

Schöne Antwort - leider gibt es aber viele Menschen, die ziehen neben einen Flugplatz, weil es dort billig ist und gründen anschliessend Initiativen zur Einschränkung des Flugbetriebes.


Ignatius
beantwortet von Ignatius am 22. Juli 2007 07:12
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Ja es gibt eine rechtliche Grundlage für das Läuten. Und zwar u. a. im Grundgesetz Artikel 140 (dort wird auf die aus der Weimarer Verfassung übernommenen Artikel über die Religionsgesellschaften verwiesen)und im Bundes-Immissionsschutzgesetz (dort steht, was Lärm ist).

Über das Läuten haben sich schon einige beschwert. Zuständig sind die Verwaltungsgerichte, die man anruft, wenn man sich mit dem Staat streitet oder mit Körperschaften öffentlichen Rechts. Die großen Kirchen sind solche Körperschaften.

Anfang der 80er Jahre hat sich ein genervter Arzt, der jeden Morgen (außer Sonntags) um 6.00 Uhr aus dem Bett geläutet wurde, durch die Instanzen bis zum Bundesverwaltungsgericht geklagt. Das Gericht entschied: "Geräuschimmissionen durch liturgisches Glockengeläute der Kirchen im herkömmlichen Rahmen sind regelmäßig keine erhebliche Belästigung (...), sondern eine zumutbare, sozialadäquate Einwirkung."

Man muss es eben aushalten.

Man darf gespannt sein, ob der Gesetzgeber und/oder die Gerichte ihre Meinung ändern wenn die Gebetsrufer auf den Minaretten der Moscheen bald in jeder Stadt fünf mal täglich zu hören sind. Die müssten wohl das gleiche Recht haben. (wenn sie auch noch keine Körperschaften öffentlichen Rechts sind...)


Indy72
beantwortet von Indy72 am 21. Juli 2007 19:50
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Normalerweise klingelt die Glocken ein "Großes Spiel" um 8:00, 1200 und 18:00 Uhr. Ein Glockengeläut gibt es oft auch zu bestimmten Anlässen, z.B. beim Sterbegebet, beim "Te Deum laudamus...", bei Hochzeiten, etc.

.

Viele Kirchenglocken erklingen auch mit einem tiefen, langen Ton jeweils zur ganzen Stunde hohen Ton, kurz hintereinander alle viertelstunde, 1 bis 3 mal. Eine gesetzliche Regelung dazu gibt es meines Wissens zu dem Thema nicht, aber die herrschende Meinung unter den Juristen stuft das Glockengeläut als ein hohes Kulturgut und ein Teil der Tradition, weshalb die alten Kirchen öfters läuten dürfen, die nue gebauten dagegen nur selten.


Lotusblume12
beantwortet von Lotusblume12 am 21. Juli 2007 19:56
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An bestimmten Tagen läutet es auch bei Abendmahl, (Konfirmationen oder Kommunion) bei der Einsegnung. Das ist denn nicht zu vollen Stunde. Es gibt schon Regelungen dazu, womöglich sind die in verschiedenen Kirchengemeinden etwas unterschiedlich. LG Lotusblume


Nusss
beantwortet von Nusss am 21. Juli 2007 20:17
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Man gewöhnt sich daran. Kann auch sein dass zu unregelmäßgen uhrzeiten wie 11.49 Totenglocken läuten


DirkWalther
beantwortet von DirkWalther am 21. Juli 2007 23:33
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Morgen ist Sonntag. Da liege ich im Bett, bin wach, weil es schon hell ist und das Fenster ist geöffnet, weil es sonst zu war m wäre. Punkt 8.00 Uhr macht es von unserer 1932 gebauten Versöhnungskirche 184 mal "Baum, Baum, Baum..."! Das ist wirklich schlimm! Und die Glocke ist elektrisch gesteuert und macht es täglich und auch noch 18.00 Uhr.


anonym
beantwortet von Mikolina am 22. Juli 2007 01:07
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Kann man nichts gegen machen, nervt mich auch besonders sonntags...


norabella
beantwortet von norabella am 21. Juli 2007 20:26
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Ich wohne direkt im Einzugsgebiet zwischen 2 evangelischen (eine davon Dom) und einer katholischen Kirche. Danke für die Antworten!


anonym
beantwortet von Regenmacher am 21. Juli 2007 20:29
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Also umziehen, aber vorher prüfen, ob die Kühe keine Glocken tragen


krucker
beantwortet von krucker am 22. Juli 2007 09:07
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Wenn die vereinigten Moslems als gleichberechtigte Kirche anerkannt sein werden, wird das Glockengebimmel als Wohltat empfunden werden.

Ich habe in Tunis vor einigen Wochen an Fliegeralarm geglaubt, als 17 Moscheen gleichzeitig loslegten.

Schade, dass ich das Movie, das ich drehte, hier nicht einstellen kann.


stefvol
beantwortet von stefvol am 22. Juli 2007 11:02
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Tjaaa so ist das mit der Religionsfreiheit :-) also schö alle aus dem Verein austreten - dann mondert das die Einnahmen der Kirchen gewaltig und schooon denken die über Sparmaßnahmen nach - und vielleicht fällt dann auch das nervige Gebimmel drunter. Nur nicht lockerlassen - das Rauchverbot haben wir doch auch durchgesetzt. Aber: Ich seh schon überall diese Minarette (Quengeltürme) und Moscheen sich breit machen in Deutschland - alos macht euch da noch auf einiges gefasst. Wenn diese Muslime erstmal loslegen - dann gute nacht mariechen.


Kimba19
beantwortet von Kimba19 am 8. August 2009 10:05
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Also ich wohne direkt neben einer kath. Kirche und mich stört das Glockenläuten kein bißchen... Es ist nur seltsam und ungewohnt, wenn mal nicht geläutet wird, vor Ostern beispielsweise.


anonym
beantwortet von miep112 am 22. Juli 2007 11:49
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Ich habe beim zuständigen Pfarrgemeinderat vor ca. 5 Jahren höflich nachgefragt (wohne ca. 50 m Luftlinie von der Kirche entfernt) nach welchen Kriterien es läutet und ob man das eventuell ändern bzw. kürzen könne. Nach Diskussion der Mitglieder wurde das 6-Uhr-Läuten auf 7 Uhr verschoben, das 11-Uhr-Läuten komplett eingestellt (war aber Pfarrers Wunsch!) und die Läutezeiten an sich von 15 (!) Minuten auf 7 Minuten gekürzt. Dafür war ich sehr dankbar. Ansonsten bin ich der Meinung, die Religion gehört zu unserer Kultur und Glockengeläute gehört dazu. Aber natürlich bitte halbwegs in Maßen. Bin mit dieser Lösung nun sehr zufrieden.


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