Frage von esereser, 55

Gibt es eine Möglichkeit nicht zu erscheinen?

Ich ein auf Anordnung des Gerichts als Zeuge Vorgeladen. Ich habe damals ein Artikel verkauft über die Plattform Ebay Das Paket ging auf dem Versandweg verloren Diese bestätigte auch die Post also ich hatte daran keine Schuld. Damals hab ich dan entwas unterschrieben das der Käufer alle Rechte erhält und auch Ansprüche gegen die Post Damit ich damit nix mehr Zutun habe . Vor einiger Zeit habe ich vom Anwalt des Käufers ein Schreiben erhalten das ich bestätigen soll das auch im Paket befand. Das habe ich gemacht Nun soll ich beim Gericht als Zeuge erscheinen Ich möchte dort aber nicht hin 4 stunden Autofahrt hin erwarten mich zum Gericht Und auch im allgemeinen möchte ich nicht dahin. Wen ich zum Anwalt gehe könnte der was machen das ich nicht hin muss Danke euch in Vorfeld

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Antwort
von gromio, 22

Du solltest einen Anwalt konsultieren, der sollte erstmal Aktenenisicht nehmen. Evtl. ist eine Zeugenvernehmung Deiner Person nicht erforderlich oder aus anderen Gründen verzichtbar, aber das kann sicher nur ein Anwalt zweifelsfrei feststellen.

Sofern Du erscheinen mußt: Es reicht wenn Du Deine persönlichen Daten bestätigst und dann sagst, dass Du die Aussage verweigerst. Das kannst Du nämlich, wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass Du Dich selbst belastest, DANN hast Du ein Zeugnisverweigerungsrecht.

Aber wie gesagt.......Anwalt bitte!

Kommentar von esereser ,

Vielen Dank du hast mir weitergeholfen

Ich werde morgen gleich einen Anwalt kontaktieren 

Kommentar von kevin1905 ,

Nach der Schilderung würde ich davon ausgehen, dass hier ein Zivilprozess geführt wird.

Worauf fußt also deine Aussage, dass der Fragesteller ein Zeugnisverweigerungsrecht hat.

Er wird keine Straftat beschuldigt.

Kommentar von gromio ,

Es könnte aber ein Straftatbestand vorgeworfen werden, zB das Paket wurde nie abgeschickt, der verkaufte Artikel war nicht im Paket.....

.....dann könnte es peinlich werden, also lieber zum Anwalt....!

Antwort
von Familie2007, 26

Nein, als Zeuge besteht die Pflicht zu erscheinen. Die einzige Möglichkeit ist es den Richter zu bitten eine Abladung zu schicken.

Aber das wird wohl kaum Erfolg haben. Anruf kann aber nicht schaden!

Einfach nicht erscheinen ist absolut nicht anzuraten.

Und wegen der Fahrt usw. es gibt schon Zeugengeld...Fahrtkosten, Verweilkosten, pp....

Ein Anwalt kann da auch nichts ändern. Diese Kosten kannst du dir sparen!

Antwort
von Maistor, 25

Auch wenn es nicht deine Schuld ist wirst du erscheinen müssen.

Wenn du nicht erscheinen würdest, würde die lage nur noch schlimmer werden.

Tut mir leid wenn ich dir nicht so richtig helfen konnte. Und tut mir leid was dir passiert ist ; ¬|

Antwort
von Dichterseele,

Wenn Du geladen bist, musst Du erscheinen - Deine Spesen bekommst Du ersetzt, auch einen Verdienstausfall.

Wenn die Post bereits bestätigt hat, dass es ihr Fehler war, hast Du ja nichts zu befürchten, Du sollst nur bezeugen, was im verloren gegangenen Paket enthalten war - vermutlich um die Höhe des Schadensersatzanspruches zu bestätigen.

Aber Du kannst natürlich beim Gericht anrufen und fragen, ob Dein Erscheinen wirklich nötig ist, weil die Sachlage doch eigentlich geklärt ist.

Antwort
von privatfoerster, 14

Wenn Du der Bundespräsident bist, dann sag dort Bescheid und Du wirst in Deiner Wohnung vernommen oder sag einfach Du bist der Bundespräsident :-)


Gemäss § 375 ZPO kann die Zeugenaussage unter Umständen auch bei einem Richter am Gericht vor Ort erfolgen oder per Videokonferenz.
Das sind aber Ausnahmen, weil sich der Richter auch ein Bild vom Ansehen Deiner Person und der Glaubwürdigkeit persönlich machen soll.

Du kannst ja mal die Zeugenvernehmung per Videokonferenz gemäss §128a ZPO beantragen. Aber der sehr wahrscheinlich sinnlos gestellte Antrag wird keine Freude auslösen.

§ 375 Beweisaufnahme durch beauftragten oder ersuchten Richter
(1) Die Aufnahme des Zeugenbeweises darf einem Mitglied des Prozessgerichts oder einem anderen Gericht nur übertragen werden, wenn von vornherein anzunehmen ist, dass das Prozessgericht das Beweisergebnis auch ohne unmittelbaren Eindruck von dem Verlauf der Beweisaufnahme sachgemäß zu würdigen vermag, und

3. wenn dem Zeugen das Erscheinen vor dem
Prozessgericht wegen großer Entfernung unter Berücksichtigung der Bedeutung seiner Aussage nicht zugemutet werden kann und eine Zeugenvernehmung nach § 128a Abs. 2 nicht stattfindet.

Du könntest also beantragen gemäss §375 Abs. 1 Nr. 3 ZPO bei einem beauftragten Richter am Gericht vor Ort vernommen zu werden.
Dumme Proletenanträge (vom "Untermenschen", "dem NICHTS" usw.), insbesondere die den gemütlichen Verhandlungsablauf stören, sind aber in der hohen elitären Juristengesellschaft nicht unbedingt gerne gesehen, weil es grundsätzlich Proleten in einem "Hochmut" (Eine der sieben Todsünden) nicht erlaubt ist etwas rechtlich zu verstehen. Je nachdem auf welchen Richter man trifft.

Kommentar von esereser ,

Erstmal danke hast mich zum Schmunzeln gebracht :)

Also könnte ich auch hier vor Ort Aussagen bei einem Richter ist das Gesetzlich erlaubt 

Bzw. Wird das gestattet wen man den Antrag stellt ?

Ich werde mal morgen mein Anwalt kontaktieren und ihn die Sachlage schildern 

Ich hoffe es wircklich sehr das ich nicht dort hin muss

Mir grault es der Gedanke 4 stunden hin und dan das gleiche nochmsl zurück 

Zumal ich nicht der beste Autofahrer bin :)

Kommentar von privatfoerster ,

Das Problem ist, dass es in der Vorschrift 3 Sachverhalte gibt, die dehnbar wie ein Gummband sind.
"großer Entfernung"
"sachgemäß zu würdigen vermag"
"der Bedeutung seiner Aussage"
Stellt ein Gericht aufgrund einer Beschwerde etc. später fest, dass die Zeugenaussage am Prozessgericht hätte erfolgen müssen, weil eine der Gummi-Voraussetzungen nicht gegeben ist, stellt das einen erheblichen Verfahrensmangel dar.
Das heisst also, dass dann die ganze Sache wiederholt wird mit Zeugenaussage im Termin am Prozessgericht.
Es spricht ja aber nichts dagegen, dass ein Anwalt einen entsprechenden Antrag stellt. Der Richter kann sich ja dann entscheiden wie er möchte.
Es spricht auch gesetzlich nichts dagegen den Antrag selbst zu stellen aber ich mache so etwas gelegentlich und ich wurde deswegen schon mehrfach zum Psychologen geschickt, der dann auch mal eine schwere geistige Krankheit feststellt, weil ich als Nichtjurist glaube etwas rechtlich verstehen zu können usw.

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