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Gibt es eine Möglichkeit, meine Katzen davon abzubringen, Vögel abzumurksen?

gefragt von dinorli am 06.06.2007 um 19:14 Uhr

Meine zwei Fellmädchen (3 Jahre alt) sind leidenschaftliche Freigänger. Wir haben sie vor 3 Monaten aus dem Tierheim "gerettet" und hatten vorher noch keine Katze. Natürlich wußte ich, daß Katzen Jäger sind, aber das hatte ich mir doch nicht ganz so grausam vorgestellt. Gestern abend hat mein Mann (Gott sei Dank war er es) ein ausgeräubertes Vogelnest mit vier toten Babyvögeln in unserem Garten gefunden! Ich finde das ehrlich gesagt furchtbar! Ich liebe diese Katzen, aber ich habe auch Vögel gern - Natur hin oder her!!! Helft uns, bevor in unserem Umkreis gar kein Vogel mehr anzutreffen ist!


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critter
beantwortet von critter am 6. Juni 2007 19:42
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Bei den vielen Katzen, die ich schon hatte, bin ich froh, nur einen einzigen Vogelfänger dabei gehabt zu haben. Das hat mich auch immer ganz fertig gemacht. Dabei hatte auch dieser Kater ein Glöckchen um und während der Zeit, wenn die jungen Vögelchen flügge werden, ein recht lautes Glöckchen sogar. Kann man alles vergessen. Die Miezen können sich trotzdem lautlos an ihre Beute ranpirschen, das ist eben ihre Spezialität.


anonym
beantwortet von DonChaos am 6. Juni 2007 19:29
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Sie können furchtbare Gemetzel anrichten, bevorzugt im Haus an schwer zugänglichen, gemütlichen Stellen (unter der Eckbank ganz hinten). Bei mir waren rund ums Haus die Mäuse ausgerottet, aber mit den Vögeln haben sie das nicht geschafft. Da bekommen sie eher nur die Kranken. Ich weiß, was Du meinst, mir hat es auch oft den Magen umgedreht (die nicht so delikaten Innereien bleiben ja liegen und Spitzmäuse oft am Stück, weil die kulinarisch wohl gar nichts hergeben, und von den Vögeln fliegen die Federn überall rum). Trotzdem: es ist die Natur, nimm es hin. Das mit den Glöckchen ist, wie Katzentatze sagt, Tierquälerei, da sollte der Mensch nicht schon wieder eingreifen,weil er meint, es müsste immer alles nach seinen Vorstellungen laufen. Fressen und Gefressenwerden, so ist das halt. Ach so: was mir ab und zu glückte: wenn sie mit einem Opfer ins Haus wollten, hab ich sie weggejagt, damit sie evtl. begreifen, dass das hier nicht der Ort zum Festmahl sei...leider mit mäßigem Erfolg. Wenn ich nicht da war, gingen sie trotzdem mit Beute rein. Katzen halt...


Katzentatze
beantwortet von Katzentatze am 6. Juni 2007 19:18
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Es gäbe die Möglichkeit, den Tigern Göckchen um den Hals zu hängen. Das schützt zwar keine Nester, aber die Alten. NUR: Wie würdest du dich fühlen, wenn du den ganzen Tag so ein Gebimmel in den Ohren hast? Vor allem haben Katzen ja ein viel sensibleres Gehör. Es liegt nun mal in der Natur einer Katze zu jagen. Steh zu deinen kleinen Killern;-)

Kommentar von D098225cf3ff6da2a0857076d3005c1dsmallKatzentatze am 6. Juni 2007 19:19

P.S: Eine Katze fängt niemals einen gesunden Vogel!

Kommentar von Simple_avatar1smallmarxx am 6. Juni 2007 19:23

@Katzentatze... richtig

Kommentar von dinorli am 6. Juni 2007 19:29

Die kleinen Babyvögel hatten ja gar nicht die Chance, zu einem gesunden Vogel heranzuwachsen. Wie gesagt, ich weiß, das ist Natur - aber deshalb kann es mich doch trotzdem traurig machen.

Kommentar von D098225cf3ff6da2a0857076d3005c1dsmallKatzentatze am 6. Juni 2007 19:32

Versuch das mal: Der liebe Gott wollte es so. wären sie nicht von ner Katze geholt worden, wären evtl die Elstern dran gegangen oder ein Sturm hätte sie vom Baum geholt. Die sollten eben nicht groß werden;-)

Kommentar von Simple_avatar2smallRalph am 22. November 2007 10:45

Die Katze meiner Eltern fängt gesunde Vögel! Und Ihre Mutter wurde von einem Landwirt abgegeben, weil sie immer GESUNDE Enten!!!! von einem Teich holte!!

Kommentar von dinorli am 6. Juni 2007 19:20

Das versuche ich, fällt mir aber wirklich schwer. Eine Bekannte hat das mit dem Glöckchen probiert. Zu guter Letzt ist die Katze auf so sanften Pfoten durch den Garten geschlichen, daß die Glocke gar nicht mehr angeschlagen hat. Ist ja nicht doof, so eine Katze.

Kommentar von D098225cf3ff6da2a0857076d3005c1dsmallKatzentatze am 6. Juni 2007 19:23

das sind sie wirklich nicht.


Mismid
beantwortet von Mismid am 6. Juni 2007 20:04
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wenn du es nicht gesehen hast, kann es auch sein, daß das Nest von alleine runtergefallen ist oder andere Vögel, Marder oder Eichhörnchen das Nest geplündert haben. Solange sich nichts groß bewegt sind die Nester eigentlich für Katzen nicht so interessant. Du mußt aber sehen, wenn du die Tiere aus dem Tierheim hattest, daß diese Katzen vielleicht mal in der Natur ausgesetzt waren und nichts zu fressen bekamen. Deshalb mußten sie sich selbst ernähren. Normal legt sich die Vogelfangqoute mit dem Alter und Gewichtszunahme. Katzen fangen übrigens nicht nur kranke oder lahme Vögel. Es kann auch passieren daß sie zu forsche, neugierige und zahme Vögel fangen. Aber es wird sicher nicht so sein, daß deine Katzen die Vögel in deiner Gegend ausrotten. Dafür sorgen eher die Menschen, die den Vögeln den Lebensraum, die Nahrung, die Nistplätze nehmen oder sie mit dem Auto überfahren. Auch Mäuse und Ratten werden sie´, so viel sie auch fangen mögen nicht wirklich dezimieren können, da deren Vermehrungsrate extrem hoch ist und von naturaus auf die Minderung druch Fressfeinde eingestellt sind.


Ralph
beantwortet von Ralph am 12. November 2007 12:56
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Du kannst die Katze ausstopfen lassen! ;-) Ansonsten ist da nicht viel zu machen. Katzen sind Jäger und Fleischfresser. Da ist dieses Verhalten völlig natürlich. Und wenn Du das so furchtbar findest: Glaubst Du wirklich, die "Lieferanten" für das von Dir gekaufte Katzenfutter sind alle an Altersschwäche gestorben?





anonym
beantwortet von Madcat am 5. Januar 2008 00:52
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Hallo! Ja, ich kenne das nur zu gut... Also, oft gelingt es uns mit einem gezieltem Wurf eines grade erreichbaren Kleidungsstückes (meistens ein Pullover)über den Vogel, erst mal das Opfer aus der "Schußlinie" zu holen. Dann erfolgt die Inspektion auf Verletzungen. erstaunlich viele sind gar nicht oder nur sehr wenig verletzt. Mein Sohn hat eine gute Methode gefunden herauszufinden, ob der Vogel nur eine Schreckstarre hat, wenn er wie tot aussieht oder ob er wirklch tot ist. Er schmeißt ihn draußen in die Luft (natürlich außerhalb der reichweite des Jägers/Jägerin) Ist es nur eine Schockstarre, ist der Vogel sofort am wegflattern. Ist doch eine Verletzung vorhanden, die man nicht vorher sehen konnte und der Vogel flugunfähig, ist es am humansten ihn 1. Entweder gut verhüllt(dann ist die Panik wenig) zum Einschläfern zum Tierarzt zu fahren oder 2. man hat die Fähigkeit, die jeder Bauer hat, der seine Hühner selber schlachtet, innerhalb von einer Sekunde dem Leiden ein Ende zu machen. Besser als das arme Tier feige irgendwo im Busch sitzen und dahinsiechen zu lassen. Wenn beim Vogel eine deutlich sichtbare Blutung zu sehen ist, ist das tödlich für den Vogel. Selbst einige Tropfen bedeuten einen enormen Blutverlust gemessen an dem geringen Blutvolumen. Wenn Katzen älter werden, so ab 3.-4. Lebensjahr werden die Reflexe auch langsamer. Ich habe es oft bei meinen beobachtet, daß "begnadete" Jäger/Jägerinnen Vögel dann nicht mehr so leicht, und wenn die Miezen noch älter werden, gar nicht mehr kriegen. Höchstens ein paar dumme oder kranke Vögel....oder altersschwache.....

Liebe Grüße von Madcat


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