Frage von Jamaicaaa, 89

Gibt es eine Krankheit die "Lieben" verhindert?

Nicht nur aus interesse gfragt, kenne nur die Liebe zu meiner Familie und habe nie eine andere gefühlt. Was wird benötigt um Lieben zu können und welche Dinge oder vielleicht sogar Krankheiten, verhindern diese?

Muss dazu sagen wie das bei mir mit Frauen IMMER läuft.
Ich weiß wie ich mit Frauen umgehen muss, allerdings komme ich immer nur bis zu dem Punkt, an dem ich sie schon sicher rum hab und es Ernst wird. Ich verliere dann irgendwie das interesse oder empfinde das bedürfniss diese Person zu verletzen und sie dann Sprichwörtlich einfach liegen zu lassen.
Warum ist das bei mir immer so?

Antwort
von xMirage95, 26

Kommt drauf an wie du Lieben definierst. Für manche ist das eine reine Gefühlssache, für andere wiederum eine bewusste Entscheidung.

Dass dieses anfängliche Interesse vergeht hat man häufig, weil sobald etwas "sicher" ist, geht dieser Reiz weg und dieses Gefühl, man müsste was tun und man müsste etwas geben, weil man ja schon längst "hat".

De facto ist lieben aber ein ständiges Nehmen und Geben, und meiner Meinung nach besteht die Kunst des Liebens darin, dass man sich nicht von temporären Gefühlen leiten lässt sondern sich bewusst dazu entscheidet, diese eine Person zu lieben, weil sie es eben wert ist (das muss natürlich jeder für sich selbst feststellen). Und wenn man diese Person gefunden hat, und weiß, wo man mit dieser Person hinwill, dann lässt man sich nicht mehr von "fehlenden" Gefühlen oder vom fehlenden Reiz beeinflussen. Man geht zusammen durch dick & dünn, weil beide es langfristig wollen.

Hat meiner Meinung nach mit emotionaler Stärke und mit einem gesunden Verstand zu tun. :)

Antwort
von NewKemroy, 21

Ja, man könnte es eine Krankheit nennen. Und jeder hat sie - mehr
oder weniger. Es ist das was im Christentum als Sünde oder Erbsünde
bezeichnet wird. So, lässt sich Erbsünde als die Ursache, den Quell der
Sünde in uns verstehen.

Buddhismus und Hinduismus kennen da etwas sehr Ähnliches. Hier heißt das Kilesa oder Klesha und wird häufig auch als eine Art von Befleckungen verstanden, von denen es sich zu "reinigen" gilt. Das Ganze hat durchaus einen realen Bezug und ist nicht bloß eine religöse Phantasterei. Hier erkennt man dann auch plötzlich das Klischee vom Reinigen von den Sünden wieder. Das Reinigen funktioniert natürlich nicht mit Wasser. Das stellt nur eine rituelle Handlung dar. Aber es gibt meditative Verfahren, die durchaus effektiv sein können. Das Ganze ist dann das, was man auch einen Läuterungs-Prozess nennt.

Zur Illustration ein Link mit den Hauptsünden, wie sie die kath. Kirche versteht:

http://www.erzdioezese-wien.at/hauptsuenden-oder-die-7-todsuenden

Kommentar von NewKemroy ,

Im Buddhismus, dessen Darstellung mir hier am besten gefällt, wird das Ganze auf drei grundlegende Tendenzen reduziert: Gier, Hass und Zweifel. So stellt Gier hierbei ein übertriebenes und automatisch auftretendes "Haben-Wollen" dar. Hass steht für ein übertriebenes und automatisch auftretendes "Nicht-Haben-Wollen" oder "Weg-Haben-Wollen". Und der Zweifel ist das Unschlüssigsein zwischen beiden Vorhergenannten.

Antwort
von dennybub, 27

Für die Liebe benötigt man nur das richtige Gegenüber. Einen Menschen der genaus denkt und fühlt wie man selbst. Lässt sich schlecht beschreiben. Man fühlt es einfach.

Antwort
von Alex92fromHell, 34

Eine direkte Krankheit in diesem Sinne gibt es meines Wissens nach nicht. Das einzige was mir jetzt einfällt wäre Autismus, Autisten haben meistens große Schwierigkeiten soziale Bindungen aufzubauen und zu halten. 

Vielleicht hast du auch einfach noch nicht die eine (den einen) Richtige(n) gefunden.. kommt darauf an wie alt du bist. unter 20-> Warte ab; über 20-> Geh vielleicht mal zu einer Beratungsstelle, wenn du möchtest. Wenn du dich wohlfühlst so wie es ist, ist es auch ok.

Antwort
von Andrastor, 39

Depression verhindert das Lieben.

Was benötigt wird um lieben zu können? Nur eine Person die mehr oder weniger in das Bild des eigenen Traumpartners/in passt, Zeit, Kontakt und die nötigen Gedanken.

Liebe ist nichts weiter als eine Hormonausschüttung die vom Gehirn in Auftrag gegeben und interpretiert wird.

Das heißt es gibt 3 Punkte welche die Liebe zunichte machen können:

1.) Die Hormone selbst.

Wenn die Drüsen die Hormone nicht ausschütten, nicht in ausreichender Menge ausschütten oder zum falschen Zeitpunkt ausschütten, ist die Folge das man nicht, zu wenig oder zum falschen Zeitpunkt Liebe empfindet.

2.) Der Auftrag.

Wenn das Gehirn die Ausschüttung der entsprechenden Hormone nicht in Auftrag gibt, kommt es auch zu keiner Emotion. Das ist das häufigste Problem bei psychischen Erkrankungen, die Gedanken verhindern dass das Gehirn überhaupt erst soweit kommt.

3.) Die Interpretation.

Auch häufig bei psychischen Erkrankungen. Wenn Auftrag und Ausschüttung funktionieren, kann es immer noch sein dass man die Gefühle falsch interpretiert. Hormone alleine ergeben noch keine Emotion, sie sorgen für die Art und Weise wie sich die Emotion anfühlt, im Falle von Liebe also:

Geborgenheit, Schmetterlinge im Bauch, freudig erregtes Kribbeln, Fröhlichkeit etc.etc.

Mit entsprechenden Gedanken kann man derartige Empfindungen jedoch auch als Dinge wie Verdauungsstörungen interpretieren und erstickt somit die Liebe im Keim.

Jedoch ist nicht immer wenn man noch nicht geliebt hat, eine Krankheit oder Störung die Ursache.

Pubertät, Situation, Gelgenheiten etc.etc.sind nicht immer günstige Faktoren und können Liebe verhindern.

Kurz gesagt: Eine ordentliche Portion Glück ist auch dabei wenn man sich verliebt.

Kommentar von Jamaicaaa ,

Hast du auf den zweiten Absatz den ich hinzugefügt habe auch noch eine Antwort? Danke bis hier hin :)

Kommentar von Andrastor ,

Den hab ich ganz übersehen. Mal schau'n...

Da würde ich auf eine Verhaltensstörung tippen. Also dein Problem liegt bei keinem der 3 von mir aufgezählten Fälle, sondern an generell an deinen Gedanken zum Thema Liebe und vor allem Beziehung.

Offenbar kannst du dich ja verlieben und die Liebe als solche wahrnehmen (korrigiere mich wenn ich falsch liegen sollte), ansonsten würdest du ja gar nicht erst bis zu dem Punkt kommen an dem du die Partnerinnen verletzen und davonekeln willst.

Dein Problem hat wohl mit der Beziehung selbst zu tun, sobald es tatsächlich "ernst" wird und du die Chance auf eine Beziehung hättest, wehrst du ab, vertreibst deine Partnerinnen und beendest alles bevor es richtig fruchten konnte.

Die Ursachen dafür können sein dass du aus einem Haushalt mit einem gestörten Elternverhältnis kommst (Scheidung, Eltern die unfreundlich zueinander waren -um es sanft auszudrücken- Schlechte behandlung von einem Elternteil dir gegenüber -wieder sanft ausgedrückt- etc.)

Probleme mit dir selber (Selbsthass, Unsicherheit, Angststörungen, Unzufriedenheit, Pubertät etc.)

oder dass du mit den Partnerinnen Probleme hast (nicht dein Typ, Oberflächlichkeit deinerseits, falsche oder unrealistische Vorstellungen deinerseits, etc.)

Was genau die Ursachen dafür sind, kannst du jedoch nur selbst herausfinden. Wenn du dich dazu nicht in der Lage siehst, empfehle ich dir mal ein Gespräch mit einem Psychologen zu führen.

Kommentar von Jamaicaaa ,

Bin zwar Scheidungskind und wurde teils unangemessen behandelt als Kind, allerdings glaube ich nicht dass dies der Auslöser ist, da ich gleichzeitig auch sehr gut behandelt worden bin.
Zu denen die mich in der Familie schlecht behandelten gabs auch einen gleich großen Ausgleich.
Denke es liegt an Unsicherheit und teils auch Selbsthass, vorallem aber auch an der Angst zu versagen.
Das sind eigentlich schon immer Eigenschaften von mir gewesen die mich daran hinderten das zu erreichen was ich will.
Bin allerdings in Psychologischer Behandlung ab nächstes Woche und arbeite daran.

Guter Beitrag danke dir :)

Kommentar von Andrastor ,

Gern geschehen und viel Erfolg bei deiner Behandlung!

Antwort
von Midnight1999, 10

Es gibt bestimmt vieles, was das Lieben erschwert (darunter auch viele Krankheiten), aber ich habe noch nie von etwas gehört, dass das Lieben verhindert & nicht Psycho-/Soziopathie heißt. Ich denke aber nicht, dass du eins davon hast, denn sonst wäre es dir vermutlich egal.

Antwort
von LuzifersBae2, 29

Psychopathen können zB nicht lieben oder positives für andere Menschen empfinden. Für solche Menschen sind andere Menschen nur Objekte. Sie lieben höchstens auf ihrer eigenen Art und Weise, nicht so wie wir es gewohnt sind aber joa

Antwort
von GehOrgel, 25

Wenn Du geliebt werden willst, musst Du Liebe geben; Liebe, die Du in der Magengegend fühlst, wo es so schön flattert.

Damit ist nicht die "Liebe" der Sexualität  gemeint, die natürlich nicht ausgeschlossen sein kann, wenn man liebt.

Wenn  du eine Frau nur "rumkriegen" willst, hat das wenig oder garnichts mit "Liebe" zu tun; das ist Sexualität, Befriedigung des Sexualtriebs.

Die Quelle des Unterschieds findest Du in Deinen Gedanken.

Antwort
von SpaceDuck, 34

Keine Krankheit, aber ich glaube Psychopathen sind glaube ich nicht in der Lage Gefühle zu empfinden, bzw eine große Distanz zu ihren Gefühle haben. 

Antwort
von RealistAtheist, 23

Asexuellität villeicht?

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