Frage von Kopiersteiger,

Gibt es eine Grenze beim Zuverdienst aus einer Nebenbeschäftigung?

Servus!

Welche Möglichkeiten des Zuverdienstes stehen mir offen, wenn ich bereits einer Vollzeitbeschäftigung nachgehe? Die Beschäftigungsart der geringfügigen Beschäftigung auf 400 Euro Basis ist mir bekannt. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass das alles ist. Besteht die Möglichkeit die Zuverdienstgrenze zu erhöhen, wenn ich den Schritt zum Gewerbe wage und meine Leistungen meinem Arbeitgeber bzw. meinem Kunden in Rechnung stelle? In diesem Fall müsste ich lediglich Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen und könnte durch diese Form des Gewerbes auch noch weitere steuerliche Vorteile nutzen. Wenn ja, wieviel darf ich denn dann noch hinzuverdienen? Wie gesagt, ich bin bereits in einer Vollzeitbeschäftigung und gesetzlich krankenversichert.

Antwort von kleineroteHexe,
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Ein 400 € Job im Angestelltenverhältnis ist meist steuerfrei für den AN. Bei einer selbständigen Tätigkeit/Gewerbe wird der Gewinn zu deinem Angestelltenverdienst hinzugerechnet und beides versteuert. Du zahlst also ESt auf den Gewinn. USt zahlt man meist erst ab 17.500 € Umsatz. Bei der Krankenvers. zahlst du von dem Job die Beiträge, bei dem du mehr verdienst, mehr Stunden arbeitest. Evtl. fällt auch Rentenversicherung für den Nebenverdienst an (da gibt es versch. Bedingungen).

Kommentar von Kopiersteiger,

Puh, gibt es Literatur, wo ich all sowas für mich selbst nachlesen kann?

Kommentar von kleineroteHexe,

Ja, das Einkommensteuergesetz, das Umsatzsteuergesetz, das Gewerbesteuergesetz, das Sozialgesetzbuch usw. :-) Ich würde dir ein Erstgespräch beim Steuerberater empfehlen.

Antwort von Tomgiraffe,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Auf der sicheren Seite bist Du wohl wenn Du Dich direkt beim Finanzamt erkundigst

Kommentar von Kopiersteiger,

Jau, wäre eine Maßnahme.

Antwort von Onnlein,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Das Gesetz setzt Dir keine Grenzen, aber Dein AG kann das. Beim AG zusaetzlich Rechnungen einreichen wird nicht gehen. Angestellt oder Selbstaendig.

Kommentar von Kopiersteiger,

Und angenommen, mein AG hat nichts zu beanstanden?

Kommentar von Prinzessinelli,

dann kannst gleich los legen..wenn du sein ok hast is schon mal sehr gute voraussetzungen..

Kommentar von Onnlein,

Siehe erster Halbsatz.

Kommentar von Kopiersteiger,

Dass ich bei meinem AG, der mich in Vollzeit beschäftigt, keine Rechnungen einreichen kann, war mir schon bewusst. :-) Ich meinte viel mehr den Arbeitgeber, der sich aus dem freiberuflichen Beschäftigungsverhältnis ergeben könnte.

Kommentar von Onnlein,

Das ist kein Arbeitgeber, sondern ein Kunde. Daher konnte ich das nur so verstehen, wie ich es verstanden habe ;)

Antwort von nanmu,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

...

Antwort von Wolfi0410,

Das ist ganz einfach.
Je nachdem was Du machen willst ist die Industrie- und Handelskammer oder die Handwerkskammer für Dich zuständig. Da gibt es Existenzgründungsberatung kostenlos und Dir werden alle Fragen beantwortet.

Antwort von Prinzessinelli,

ab 400 euro musst abgaben leisten..würd sich aber absolut nicht lohnen..also kann man eine sinnvolle grenze wohl bei 400 € setzen..

Kommentar von Kopiersteiger,

Welche Abgaben?

Kommentar von Prinzessinelli,

na krankenversicherung, rentenversicherung..eben was du jetzt bei deinem vz job auch tust..wen du unter 400 bist zahl das der AG für dich..

Kommentar von Kopiersteiger,

Das heißt also, dass ich doppelt in die Kassen der Sozialversicherung einzahlen und mich ebenfalls doppelt krankenkassenversichern muss?

Kommentar von Prinzessinelli,

jap..so ist es leider..kannst dir also auch denken warum es sich nicht lohnt..ob die beiträge die gleiche höhe haben kann ich dir allerdings nicht sagen..also wieviel man abgeben muss..und unter 400 zahlt das eben der AG und du könntest das geld bar aufs händchen bekommen..

Kommentar von Kopiersteiger,

Puh, das ist ja mal hart. Wenn das mal nicht zur Schwarzarbeit animiert? Also, wenn ich prozentuall tatsächlich das selbe abführen müsste, wie es auch in der Vollzeitbeschäftigung der Fall ist? Mir stehen jedes Mal die Tränen in den Augen, wenn ich meinen Bruttoverdienst mit dem Betrag vergleiche, der neben "Überweisung" steht.

Kommentar von Prinzessinelli,

wie gesagt..keine ahnung obs das selbe ist..aber hier ist nichts illegal..angemeldet wirds ja trotzdem..bekommst auch immer hübsch lohnzettel mit der steuernummer..nur eben das der AG brutto zu netto macht..und 400 euro halte ich von der arbeitsleistung dafür ok..mehr stunden könnte ich gar nicht machen..

Kommentar von Wolfi0410,

Das ist doch Quark. Das würde auf einen zweiten angestellten Job zutreffen der mit 2. Lohnsteuerkarte und Lohnsteuerklasse 6 ausgeübt. wird.
Bei selbstständiger Tätigkeit trifft das alles nicht zu. Da wird am Ende des Jahres der Gewinn aus selbstständiger Tätigkeit ermittelt und in der Anlage GSE zu Einkommensteuer erklärt. Zugerechnet wird selbstverständlich der Lohn aus der angestellten Tätigkeit.

Kommentar von Prinzessinelli,

hab ich gesagt das man ne 2. lohnsteuerkarte brauch?wenn ja dann zeig mir bitte wo..

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