Frage von Hotsummer14, 301

Gibt es eine Frist bis wann der Widerspruch für eine Reha-Kur beantwortet sein muss?

Im Nov.2015 habe ich einen Antrag auf eine Reha-Kur gestellt,diese wurde sofort abgelehnt mit der Begründung es sollen erst einmal alle Behandlungen vor Ort ausgeschöpft werden.Ich und auch mein behandelter Arzt haben Widerspruch eingelegt(Februar 2016).Jetzt wurde ich am 20.4.16 zum MDK bestellt zur Begutachtung,dorthin konnte ich nicht anreisen da ich Ende März einen Arbeitsunfall hatte und gehunfähig bin.Die Knappschaft Bahn-See wurde informiert.Nun will die Knappschaft Unterlagen von meinem behandeltend Arzt wegen meinem Arbeitsunfall. Dieser Arbeitsunfall hat aber mit der Beantragung der Kur rein garnichts zutun. Jetzt möchte ich gerne wissen ob die Knappschaft verpflichtet ist in einer bestimmten Frist über meinem Widerspruch zu entscheiden, denn seit meiner Antragstellung sind schon 5 Monate vergangen und besser wird der Gesundheitszustand nun auch nicht. Ich finde es schon eine absolute Frechheit wenn die Mitarbeiterin mir am Telefon sagt wir müssen Geld sparen und deshalb werden alle Anträge erst mal abgelehnt.Ich muss dazu sagen ich arbeite im 3 Schichtsystem und Wochenende/Feiertag 7 Tage die Woche .....Schlafstörungen sind da nur ein kleines Übel.Danke für jeden der mir weiterhelfen kann

Antwort
von Konrad Huber, 155

Hallo Hotsummer14,

Sie schreiben unter anderem:

Gibt es eine Frist bis wann der Widerspruch für eine Reha-Kur beantwortet sein muss?

Nun will die Knappschaft Unterlagen von meinem behandeltend Arzt wegen meinem Arbeitsunfall. Dieser Arbeitsunfall hat aber mit der Beantragung der Kur rein gar nichts zutun.

Antwort:

Daß die Knappschaft bei Ihrem behandelnden Arzt Unterlagen anfordert, das ist ein ganz normaler Vorgang, ob Ihnen dies nun gefällt oder nicht!

Zu Ihrer Frage betreffs Fristen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Unt%C3%A4tigkeitsklage#Sozialgerichtliche_Unt.C3.A...

Auszug:

Sozialgerichtsgesetz (SGG)
§ 88 

(1) Ist ein Antrag auf Vornahme eines Verwaltungsakts ohne zureichenden Grund in angemessener Frist sachlich nicht beschieden worden, so ist die Klage nicht vor Ablauf von sechs Monaten seit dem Antrag auf Vornahme des Verwaltungsakts zulässig. 

Liegt ein zureichender Grund dafür vor, daß der beantragte Verwaltungsakt noch nicht erlassen ist, so setzt das Gericht das Verfahren bis zum Ablauf einer von ihm bestimmten Frist aus, die verlängert werden kann. 

Wird innerhalb dieser Frist dem Antrag stattgegeben, so ist die Hauptsache für erledigt zu erklären.

(2) Das gleiche gilt, wenn über einen Widerspruch nicht entschieden worden ist, mit der Maßgabe, daß als angemessene Frist eine solche von drei Monaten gilt.

>>>       Jetzt möchte ich gerne wissen ob die Knappschaft verpflichtet ist in einer bestimmten Frist über meinem Widerspruch zu entscheiden,

 

denn seit meiner Antragstellung sind schon 5 Monate vergangen und besser wird der Gesundheitszustand nun auch nicht.     

<<<

Antwort:

Oft führt an der Hinzuziehung eines kompetenten Rechtsbeistandes wie VDK kein Weg vorbei, damit man seitens des Sozialhilfeträgers überhaupt ernst genommen wird!

http://www.vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/64026/rechtsberatung

Um die ganz Sache zu beschleunigen, hilft oft auch ein Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente mit entsprechend aktualiiserter und optimierter, eigenen Krankenakte!  

http://www.erwerbsminderungsrente.biz/ihre-hausaufgaben/fruehrente-beantragen-un...

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publica...

Ich finde es schon eine absolute Frechheit wenn die Mitarbeiterin mir am Telefon sagt wir müssen Geld sparen und deshalb werden alle Anträge erst mal abgelehnt.Ich muss dazu sagen ich arbeite im 3 Schichtsystem und Wochenende/Feiertag 7 Tage die Woche .....Schlafstörungen sind da nur ein kleines Übel.Danke für jeden der mir weiterhelfen kann

Antwort:

Diese mündlichen Dinge sind absolut ohne Bedeutung, es zählen grundsätzlich nur schriftliche Fakten!

Ob Sie Schicht arbeiten oder nicht, tut im Grunde genommen nichts zur Sache, denn das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von wilees, 203

Relevant ist hier nicht das Datum der Antragsstellung zur Reha.

Hier geht es um Dein Widerspruchsverfahren. Und dieses begann erst im Februar. Also weniger als 3 Monate.


----- Frechheit wenn die Mitarbeiterin mir am Telefon sagt wir müssen Geld sparen und deshalb werden alle Anträge erst mal abgelehnt.  -------                                                                                  

Das Verhalten der KK ist üblich, aber dass es Dir gegenüber jemand ehrlich zugibt sehr ungewöhlich.


In welche Richtung soll die Kur gehen ?

Ausserdem - warum muß das Verfahren über die Knappschaft laufen?

Wäre nicht auch eine Reha über die RV möglich?

Kommentar von Hotsummer14 ,

Soll eine ganz normale Reha-Kur sein.Die Knappschaft Bahn-See ist für unsere Reha-Maßnahmen zuständig,laut Auskunft meiner Krankenkasse.

Das Widerspruchsverfahren läuft nun 3 Monate das ist richtig, aber wie lange soll es denn,oder darf es denn dauern bis ein Entscheid ergeht.

Kommentar von wilees ,

Rein wegen körperlicher oder psychosomatischer Befindlichkeits-störung

Kommentar von Hotsummer14 ,

psychosomatisch

Kommentar von wilees ,

Sprich mit Deinem Arzt ob er Dich in eine Psychosomatische Klinik einweisen kann. Diese Möglichkeit besteht durchaus.

Das ganze hat sogar einen großen Vorteil.  Eine Rehakur dauer i.d.R. 21 Tage und dann ist Schluß.

Ein stationärer Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik kann auch länger sein. Hier geht man eher auf den Gesundheitszustand des Patienten ein und hat nicht von vorne rein diese strikte Zeitspanne im Blick.

Zudem sind die Anwendungsmöglichkeiten in Kliniken deutlich besser. Falls Du Deinen Arzt überzeugen kannst, ist m.E.die Klinik die bessere Wahl.


Dauer einer Kur beträgt meist drei Wochen

Die Dauer einer Kur
unterscheidet sich bei stationärem Aufenthalt und ambulanten Kuren.
Einen Antrag auf zwei bis drei Wochen können Sie bei stationären
Kuraufenthalten stellen, die der Rehabilitation dienen. Der Aufenthalt
kann in der Kurklinik dann noch einmal um eine Woche verlängert werden,
wenn Ihr Kurarzt dies für sinnvoll hält. Es gilt in der Regel eine
Obergrenze von 21 Tagen.



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