Frage von WastedYout, 112

Gibt es ein Land wo Sterbehilfe auch für nicht körperlich kranke erlaubt ist?

Antwort
von FelinasDemons, 43

Das wäre wohl zu viel des Guten, findest du nicht?

Kommentar von WastedYout ,

Ja wo man jemanden sterben lassen kann wenn es ihm nur noch schlecht geht und er nicht mehr will. Wo gibt es denn sowas?

Kommentar von FelinasDemons ,

Soweit ich weiß sind Depressionen behandelbar. Krebs zB nicht. Weshalb ich diese Art von Sterbehilfe als "unnötige Verschwendung menschlichen Lebens" sehe. Zu sterben, wegen eines Problems, dass man behandeln und in der man sogar Besserung erlangen kann, finde ich extrem traurig und vor allem Schade. Ich leide zwar selbst an Depressionen und Suizidgedanken, jedoch würde ich einer Sterbehilfe für depressionskranke Menschen definitiv nicht befürworten. Denk doch mal nach wieviele Menschen Depressionen und Suizidgedanken haben. Es würde boomen, obwohl die meisten eigentlich eine Chance hätten. Also ja, es ist zu viel des Guten einen Menschen mit Depressionen beim (unnötigen) Suizid auch noch zu helfen/assistieren.

Kommentar von WastedYout ,

Was definierst du als behandelbar? Mit Medikamenten vollpumpen?

Kommentar von FelinasDemons ,

Nein. Es geht auch ganz ohne Medikamente;) Schon mal was von Selbsthilfe gehört oder Gesprächstherapie?? Und noch was : Ich bin zwar dagegen, dass man Sterbehilfe für depressive Menschen anbietet. Jedoch denke ich auch, dass wenn eine Person wirklich alles Menschenmögliche(Therapien, Selbsthilfe, Medikamente) getan hat und immer wieder gescheitert ist. Also die Depression siegt, dann soll er das tun was er für richtug hält. Aber niemals sollte der Staat so was supporten. Das ginge einfach viel zu weit.

Kommentar von WastedYout ,

Leute denen man ohne Medikamenten wirklich helfen kann denen geht es auch nicht wirklich schlecht. Würde der Staat Leute die du beschrieben hast die Möglichkeit geben zu sterben beaufsichtigt dann würde man vielen Leuten es ersparen menschen von den Gleisen zu kratzen oder den Anblick wie jemand von nem Hochhaus springt

Kommentar von FelinasDemons ,

Aaah. Was für eine dämliche These, aber okay. Da hast recht, dass würde wohl einige Trauma ersparen. Jedoch zum Preis, dass sich die Suizidrate vervielfacht und dementsprechend es viel mehr Trauernde zurücklässt. Was ist wohl schlimmer eine Wildfremde Person dabei zu sehen wie sie sich umbringt und etvl nach mehr oder weniger Therapien wieder damit klarzukommen. Oder Familie/Freunde, die ihr Leben lang trauern werden. Und wohl nie damit abschließen können, eine Person zu verlieren, die sie geliebt haben. Was tut denn mehr weh, an was zerbricht man eher. Ich nehme lieber (kurzzeitig) traumatisierte Lockführer/Beobachter etc in Kauf statt für immer gebrochene Menschen. Du scheinst wirklich überhaupt keine Ahnung zu haben, was allein schon mit den Eltern des Selbstmörder passiert. Sie verlieren ihr Kind, weil der Staat meint er wäre depressiv genug statt die Therapie-/Selbsthilfe-Möglichkeiten zu verbessern! Denkst du wirklich die befürworten so etwas?! So etwas krankes und moralisch verwerfliches. Depressionskranke sollen keine Sterbehilfe bekommen.PUNKT. Du siehst das nunmal anders, ich nicht. Jedoch akzeptiere ich deine Meinung, du nicht. Stattdessen soamst du mich zu, was willst du damit erreichen? Das ich dieser absurden Idee zustimme? Darauf kannst du lange warten, das wird nie passieren. Wenn jemand sterben will, dann soll er das tun, wenn er wirklich keine andere Möglichkeit sieht. Aber er soll andere bitte nicht da mit reinziehen.

Kommentar von EinePerspektive ,

Ich finde zum einen das du die Meinung von  WastedYout nicht akzeptierst. Du wertest die Aussagen total ab:
"dämliche These"
Zudem sagst du, dass er/sie wohl keine Ahnung hat, obwohl er/sie selbst betroffen ist.
Du duldest ihre Meinung, aber Akzeptanz ist dies nicht.

Jetzt zum Thema:
In der Schweiz ist es z.B. so das derjenige mit Suizdgedanken eine Psychotherapeuten zur Seite gestellt bekommt. Dies für ein paar Monate. Sie "überprüft" ob der Klient wirklich alles versucht hat und keinen anderen Ausweg sieht. In diese Gespräche können auch angehörige einbezogen werden. Ich pflichte WastedYout bei. Ich finde es besser, wenn sich jemand dazu entscheidet sterben zu wollen, dass er die Möglichkeit hat selber zu entscheiden. Zusätzlich sollte es die Möglichkeit geben niemanden mit rein zu ziehen. Das heißt z.B. kein Lockführer etc.. Die Angehörigen wären so oder so betroffen. 

Wenn ich das richtig erkannt habe stellst du es so dar, dass es für jeden eine Möglichkeit gibt einen Ausweg zu finden. Was ist wenn es diese nicht gibt? Wie kannst du dir anmaßen, dass du denkst die anderen müssen den Ausweg finden, den du gefunden hast. Für dich ist das eine Option für andere vielleicht eher nicht.

Kommentar von WastedYout ,

Ich rede nicht davon das jeder larry Suizid begehen darf sondern davon das Leute nach nicht erfolgreichen Therapien die Möglichkeit bekommen sollen sich umbringen zu lassen

Kommentar von FelinasDemons ,

Und ich bleibe bei meiner Meinung : Nein. Keine Sterbehilfe für Menschen mit Depressionen. Meine Argumente dagegen hast du ja gelesen. In den meisten Fällen, eigentlich in allen, braucht man Geduld und Stärke um die passende Hilfsmöglichkeit zu finden. Gründe dagegen gibt es ja reichlich genug. Und auch wenn du's nicht wahrhaben willst, es gibt auch Menschen die mit starken Depressionen auch ohne Therapie/Medikamente lernen damit umzugehen. Niemand sagt das wäre einfach oder es gäbe nicht auch mal viele Tiefschläge. Aber es ist möglich. Ich verstehe deine Gründe, weshalb du dafür bist (weiß jetzt nicht ob du selbst betroffen bist). Aber das wäre einfach nicht Ordnung. Es wäre mehr als nur falsch und verwerflich. In manchen Punkten ist es dann auch irgendwie positiv, dass Suizid ein Tabu-Thema. Falls das deine Idee/Wunsch was weiß ich verhindert, dann soll es bitte auch so bleiben. Obwohl ich es in anderen Punkten gerne nicht als Tabu sehen würde..

Kommentar von WastedYout ,

Erstmal bin ich selbst betroffen aber das der Stadt so etwas nicht unterstützt wäre kein Grund für mich es nicht zu tun

Kommentar von FelinasDemons ,

Klar,wäre das für manche kein Hindernis, wenn der Staat es verbietet. Aber bestimmt nicht für alle. Glaub mir, es würden sich viel mehr Menschen "trauen" Suizid zu begehen, wenn es eine Sterbehilfe dafür geben würde. So weit soll es nicht kommen.

Kommentar von WastedYout ,

Wie gesagt mein ich das nicht jeder diese Sterbehilfe nutzen dürfte aber für die Leute die schon einen festen Entschluss gefasst haben wäre es gut

Kommentar von FelinasDemons ,

Ist mir schon klar. Davon gibt's ja trotzdem viele. Es läuft ja im Endeffekt auf's selbe hinaus.

Kommentar von FelinasDemons ,

'Leute denen man ohne Medikamenten wirklich helfen kann, denen geht es auch nicht wirklich schlecht' von Wasted. 👈DAS ist eine wirklich dämliche These für mich. Zumal es genug Beispiele gibt, die dafür sprechen. Und diese Leute hatten/haben richtige Depressionen. Verstanden? Es ist wohl umgekehrt, ich akzeptiere die Meinung, mag es jedoch nicht, wenn man mir etwas einreden will. Ein "Okay, das ist deine Meinung" von ihm/ihr hätte mich nicht zu dieser Diskussion verleitet. Mir ist es völlig egal wie es in Schweiz gehandhabt ist, ich finde es nicht in Ordnung. Ganz ehrlich sch# auf die Lockführer, wie mies fühlt sich wohl die Familie wenn sie erfährt, dass der Staat dabei geholfen hat einen geliebten Menschen zu töten. In gewollt oder nicht, ich wäre richtig sauer. Darf ich hier etwa nicht meine Meinung äußern oder wie, oder willst/kannst du sie nicht akzeptieren. Lustig...Keine Ahnung aber Hauptsache unnötig Senf dazugegeben. Mit keinem Wort habe ich erwähnt, dass ich es GESCHAFFT habe nur gesagt, dass ich selbst Depressionen und Suizidgedanken habe. Und ich maße mir nicht an, dass es für alles eine Lösung gibt. Klar kann man auch scheitern und WIE SCHON GESCHRIEBEN, wenn man alles versucht hat und es nicht geklappt hat, soll man das tun was man für richtig. Jedoch sollte der Staat dies nicht unterstützen. Das wäre für mir moralisch stark verwerflich. Zum Schluss noch mal : Ich akzeptiere IMMER die Meinung anderer, jedoch akzeptiere ich nicht, wenn man nicht meine Meinung akzeptiert, dementsprechend werde ich dann auch etwas bissig. Warum tolerierst du nicht meine Meinung, aber ich soll deine? Und für die Zukunft : Lies erstmal gründlich bevor du deine Meinung abgibst, du scheinst meine Worte nämlich nicht wirklich verstanden zu haben.

Kommentar von EinePerspektive ,

Ich finde diese Aussage auch nicht richtig. Wenn du es so erklärst wie im zweiten Anlauf haben doch alle mehr davon. Deine Diskussionspartner können es vielleicht viel besser annehmen wenn du es erklärst, anstatt eine These als dämlich zu bezeichnen. Wenn du willst das deine Meinung akzeptiert wird, ( was ich so oder so tue) dann benutz nicht solche abschätzigen Wörter.
Und ob du deine Meinung kund tun darfst. Ich darf diese aber doch wohl Hinterfragen? Und ja ich gebe meinen Senf dazu, da mich das Thema sehr interessiert und weil dies, ein für jeden zugängliches, Diskussionsforum  ist.
Zu dem scheinst du zu denken, dass alle die die nicht deiner Meinung sind keine Ahnung haben.
Also ich würde eher um den Menschen trauern den ich verloren hätte. Zudem war es seine Entscheidung. Man gibt ihm die Möglichkeit der Selbstwirksamkeit und dies ohne sich auf ihn und seine Entscheidung zu stürzen. Deine Argumentation verstehe ich. Ich denke auch, dass du  davor zurück schreckst, dass der Statt davon profitiert. Kann das sein? Kann ich völlig verstehen.
Dann kann es sein das ich deine Aussagen falsch auf genommen habe. Dies mag möglicherweise an deinem sehr forschen und bissigem Schreibstil liegen. 

Aber mal abgesehen von der Schweiz...
Was hältst du denn von der Idee das der Staat bevor er dem Suizidgefährdeten ein Therapeut zur Seite stellt? Und erst nach einen paar Monaten dann dem Wunsch des Klienten nach kommt? So kann es doch aus sein das viel mehr davon absehen sterben zu wollen.
Diese Entscheidungen würden diejenigen, die sich vor den Zug stürzen nicht immer treffen können, da sie diese Gespräche nicht geführt haben. Deine Meinung dazu interessiert mich.

Kommentar von WastedYout ,

Schön gesagt

Antwort
von emily2001, 45

Hallo,

siehe dies:

https://www.welt.de/politik/article2167135/Welche-Laender-erlauben-aktive-Sterbe...

Emmy

Kommentar von emily2001 ,
Antwort
von Giustolisi, 47

In den Niederlanden gibt es auch Sterbehilfe für psychisch Kranke.

Kommentar von KaeteK ,

Im Ernst?

Kommentar von Giustolisi ,
Antwort
von smyd88, 43

Schweiz

Kommentar von WastedYout ,

In der Schweiz doch nur für alte und körperlich schwer kranke

Kommentar von smyd88 ,

Nein für alle ab 18

Kommentar von Youareme ,

Sorry in de Schweiz offiziell nur schwer körperliche Kranke und selten in Ausnahmefällen für psychisch kranke, aber es ist nicht so einfach da angenommen zu werden

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