Frage von richiffm, 7

Gibt es ein Gerät wo auf dem Monitor eine Wellenlinie ist und diese kann man mit seinen Hirnströmen gerade bekommen. Sollte gegen Migräne sein. Gibt es das?

Expertenantwort
von Emelina, Community-Experte für Migräne, 5

Hallo richiffm,

ja, ein Gerät dieser Art gibt es. Es wird von Ärzten benützt, die Migränepatienten behandeln. Diese spezielle Behandlung heißt Biofeedback.

In der Biofeedback–Therapie (feed back, engl.: zurückleiten) wird vom Therapeuten in der Regel mit einem technischen Gerät eine bestimmte Körperfunktion gemessen, und diese Information an den Patienten zurückgeleitet. Bei Migräne- und Kopfschmerzerkrankungen sind dies häufig die Kopfmuskelaktivität oder der Pulsschlag. In wissenschaftlichen Untersuchungen wird auch die Weite von Blutgefäßen oder die Blutflussgeschwindigkeit zu messen versucht. Die Messergebnisse werden für den Patienten in der Regel auf einem Bildschirm oder mit einem Messgerät angezeigt. Ändert sich die Körperfunktion, ändert sich auch die Anzeige. Durch diese Rückmeldung der Körperfunktion kann der Patient direkt sehen, ob seine Muskeln entspannt sind, sein Puls regelmäßig schlägt oder sein Blutfluss zu- oder abnimmt. In der weiteren Therapie wird dann gelernt, diese Körperfunktionen direkt und gezielt willentlich zu beeinflussen.

Quelle: http://www.schmerzklinik.de/2013/02/28/biofeedback-in-der-migraene-und-kopfschme...

Falls dich das Thema näher interessiert, kannst du unter dem genannten Link noch mehr Infos dazu bekommen.

LG Emelina

Expertenantwort
von Emelina, Community-Experte für Migräne, 7

Bei einer Migräne-Attacke kommt es zu einer schmerzhaften Gefäßerweiterung. Ziel des Biofeedback-Trainings ist es also, diese Gefäße durch bewusste gedankliche Steuerung zu verengen. Dazu messen die Ärzte über einen an die Schläfe angelegten Sensor die Weite der Arterien. Dieses Biosignal sieht der Migräne-Patient in der Bildschirm-Animation als zwei parallele Balken und versucht nun, ihren Abstand mit seinen Gedanken zu verändern. „Als erstes muss jeder für sich selbst herausfinden, welche Gedanken und inneren Bilder letztendlich zu der gewünschte Veränderung der Gefäßweite führen. Das kann beispielsweise der Gedanke an Schnee sein oder auch die Vorstellung, in eine Zitrone zu beißen“, erklärt Dr. Déirdre Mahkorn, Oberärztin an der Bonner Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

https://www.ukb.uni-bonn.de/42256BC8002AF3E7/vwWebPagesByID/56C211D7E770037EC125...

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