Gibt es eigentlich einen Unterhaltsanspruch gegen Samenspender?

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2 Antworten

Ist der Spender gegenüber dem Kind unterhaltsverpflichtet?

Rein theoretisch schon, denn Verwandte gerade Linie sind einander zu Unterhalt verpflichtet36. Dafür muss die Verwandtschaft aber rechtlich feststehen. Das bedeutet: das Kind darf keinen rechtlichen Vater (mehr) haben, und die Vaterschaft muss auf Antrag des Kindes gerichtlich festgestellt werden. Denn eine Vaterschaftsfeststellung ist nur möglich, wenn kein anderer Mann mehr rechtlich als Vater gilt37. Wenn der Spender gerichtlich als Vater festgestellt wird (und auch erst dann!), hat das Kind Unterhalts- und Erbansprüche gegen ihn.

In diesem Fall hätte der Spender aber grundsätzlich die gleichen Ansprüche auch gegen das Kind, da sie ja als direkt verwandt gelten. Wenn das Kind also irgendwann einmal einen gut bezahlten Job hat und der Spender notleidend wird, könnte er bei einer gerichtlich festgestellten Vaterschaft auch Unterhaltsansprüche gegen das Kind stellen.

Hat das Kind einen rechtlichen Vater und ist die Anfechtungsfrist für das Kind abgelaufen, muss der Spender also nichts befürchten. Genauso wenig muss ein Kind in diesem Fall Unterhaltsansprüche des Spenders befürchten, da diese erst dann gestellt werden können, wenn die Vaterschaft gerichtlich festgestellt wurde.

http://www.spenderkinder.de/infos/dierechtlichesituation/#frage19

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Ja, gibt es, ging damals durch die Presse. Hat dafür gesogrt, dass sich einige jetzt zweimal überlegen zu spenden, ... in meinen Augen eine Fehlentscheidung. 

Ein Spender wollte nicht belangt werden können, lediglich die beiden Elternteile, die die Spende annehmen. 

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