Frage von YesButNo, 31

Gibt es dieses Phänomen in der Thermodynamik?

Hallo, liebe Community,

Ich habe gerade eine halbe Falsche 30 Jahre alten Scotch hinter mir und stelle mir nun folgende Frage, die mich einfach nicht in Ruhe lässt;

Gibt es ein Element, dessen Aggregatzustand sich nicht ausschließen nach dessen Temperatur, sondern einer darauf folgenden Zeitperiode richtet?

Vereinfacht beschrieben an einem Beispiel; Element X hat eine Kerntemperatur von X grad, bei welcher es fester Konsistenz ist. Erhitzt man es nun auf den Schmelzpunkt X findet es sich in Flüssigem Zustand wieder. Es kühlt schnell wieder auf den Ausgangswert X ab, bei welchem es aber erst nach einer Zeitspanne von X wieder seinen (festen) Urzustand erreicht.

Womöglich Unsinn, aber ich hätte sehr gerne Gewissheit, zumindest würde es mir den Abend retten.

Vielen Dank im Voraus.

Expertenantwort
von mgausmann, Community-Experte für Chemie, 25

Ich weiß nicht ganz ob du sowas wie metastabile Phasen meinst? Dort ist die Phasenumwandlung auch nur kinetisch gehemmt, was mehr oder weniger auch zeitlich ist. Wenn du einen Diamanten nimmst und lange genug wartest, hast du auch irgendwann einen Klumpen Graphit vor dir liegen, ohne dass du dafür Temperatur oder Druck ändern müsstest, kommt es hier zur Phasenänderung.

Ansonsten wurden hier Unterkühlte Schmelzen ja schon mehrfach erwähnt, hier liegt aber eben ein anderes Prinzip vor. Keine Ahnung nach was genau du suchst ;)

Expertenantwort
von botanicus, Community-Experte für Chemie, 16

Unterkühlte Schmelzen gibt es durchaus, möglicherweise auch für Elemente. Viel mehr bewegt mich die Frage, wie man etwas so Grandioses wie 30 Jahre alten Scotch in derartigen Mengen (wo man ja gar nicht mehr viel davon hat) in sich hineinlaufen lassen kann. Oder war es irgendeine billige Plörre?

Kommentar von Bevarian ,

!!!

Kommentar von fatihoezkan ,

oouh. alkoholiker! gefält mir ;-)👍

Antwort
von caroxx2, 31

Ich weiß gerade nicht ob wir dasselbe meinen, weil ich habe mal ein Buch darüber gelesen, dass wenn ein Körper/Element seine normale Temperatur hat und es sich in seinem normalen Aggregatzustand befindet und man diesen/s Körper/Element innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne gefrieren lässt so dass er z.B fest bzw. noch fester :$ (tut mir leid ich glaube du weißt was ich meine) wird und ihn dann langsam auftauen lässt dann würde es länger dauern als normal. ich glaube so etwas existiert wirklich ih bin mir aber nicjt so ganz sicher

Antwort
von Franz1957, 9

Das ist nicht bei besonderen Elementen, sondern grundsätzlich so. Kein Stoff schmilzt augenblicklich bei Erreichen des Schmelzpunktes. Es muß weiter Wärmenergie zugeführt werden, die sog. Schmelzwärme oder Schmelzenthalpie, die nicht zur weiteren Temperaturerhöhung sondern zum Wechsel des Aggregatzustandes führt. Diese Energiezufuhr braucht Zeit. Wie lange, das bestimmt die Energiezufuhr. Beim Abkühlen und Erstarren gilt dasselbe in umgekehrter Richtung. Es muß der gleiche Energiebetrag als Kristallisationswärme abgeführt werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schmelzenthalpie

Antwort
von SKenb, 25

Sehr viele Werte mit X beschrieben 🤔

Ich kenne zwar kein Element/Stoff der dieses Verhalten aufweist, habe auch noch nie etwas von gehört, dennoch könnte ich mir solch ein Verhalten vorstellen.

Kommentar von YesButNo ,

Na ja, ein, aufgrund des nicht-Vorhandenseins des dazu gehörigen Elements, undefinierbarer Wert, lässt  sich halt schwer anders beschreiben, als mit „X” :-D

Ich mag etwas betrunken sein, aber mir widerstrebt es ebenfalls, zu akzeptieren, dass es so etwas nicht geben soll....

Antwort
von Miraculix84, 19

Also für Elemente ist mir ein solches Verhalten nicht bekannt, aber für Verbindungen. Google mal nach "Unterkühlter Schmelze". Das ist das Phänomen, das der Taschenwärmer-Industrie im Winter gute Einnahmen beschert.

LG
MCX

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