Frage von Jogi57L, 105

Gibt es da schon Stellungnahmen von islamischen Gelehrten, in welchen Punkten sich der moderate Islam... vom traditionellen Islam unterscheiden sollte?

Man liest oder hört ja immer wieder von einem "Euro-Islam".. oder auch einem "moderaten Islam".. Leider gelang es mir mit Google NICHT, dazu "Unterschiede" in Form einer Auflistung o.ä. zu erhalten

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von JoJoPiMa, 10

Das Projekt Euro-Islam ist eigentlich weder eine Erneuerung noch ein Gedanke, der es wert wäre, sich Gedanken darüber zu machen. Es fordert lediglich das, was sowieso schon vorhanden war: Lehrmeinungen und Dogmen moderat leben, auch wenn Lehrmeinungen und Dogmen nicht moderat sind.

Als Bassam Tibi Anfang der 90er die Bezeichnung prägte, war so was wie eine vorbeugende Differenzierung ratsam. Es war die Zeit, als die entsandten Fundamentalisten anfingen, in Moscheen quer durch Europa, organisiert aktiv zu werden und den Kindern, den wahren Islam zu predigen. Tibi war seinerzeit nicht alleine. Wer hat damals auf die Imame gehört, die auf die Gefahr aufmerksam machten?

Dass Tibi mit der Bezeichnung "Euro" eine Geografie aufstellte, das war zwar logisch. Bin überzeugt, er hätte genauso vom Afro-Islam gesprochen, wenn er sich in Afrika aufgehalten hätte, wo Dogmen moderat gelebt wurden.

Konkrete Änderungen in Lehrmeinungen und Dogmen, die werden ganz woanders gefordert. Dagegen erscheint das Euro-Islam Projekt wie die Aufwärmung von kalter Kaffee, der als eine neuartige Röstung vermittelt werden soll.

01. Das Diyanet kündigte 2006 eine Revision der Hadithen an.

Es herrschte Übereinstimmung darüber, dass eine bedeutende Anzahl Aussagen nicht vom Propheten stammten und, dass einige Hadithen Jh. nach dem Tod des Propheten erfunden worden waren.

2008 wurde das Projekt erneut beschwört.

Fadi Hakura, Türkeispezialist im Chatham House/London, machte seinerzeit die Aussage, dass die Türken dabei seien, den Islam an die Zeit anzupassen. Das meinte er positiv, im Sinne von Auslegungen, die der intelektuellen Entwicklung gerecht werden.

Die Tragweite ist hierbei das Interessante. Erstmalig, sollte eine korrigierte Auslegung der Hadithen universell gelten.

Beispiele wurden genannt. Exemplarisch für die Änderungen, die da kommen sollten: Frauen sollte erlaubt sein, alleine zu reisen; ob der Prophet im Sitzen oder mit den Händen ass, das sollte als Brauch- und nicht als Pflicht zur Nachahmung gesehen werden; usw. Es gab also konkrete Aussagen, allesamt nachvollziehbar, wenn auch nicht sehr in die Tiefe gehend, aber ausreichend, um den Fundamentalismus etwas zu schwächen.

Stand der Dinge in der Türkei? Erdogan ordnete einige Säuberungen in Unis an usw. Nie wieder was davon gehört.

02. Vom Gatestone Institute kommen nach wie vor konkrete Aussagen.

Hier wird weniger an die Obrigkeiten des Glaubens appelliert. Die Reformforderungen werden klar definiert, mit dem Aufruf, sich der Linie des Institutes anzuschließen:

a) Dogmen/Lehrmeinungen, die jede Form von Gewalt, soziale Ungerechtigkeit oder Politisierung enthalten, werden abgelehnt.

b) Intoleranz, Unterdrückung oder Gewalt, die auf Ethnie, Geschlecht, Sprache, Glaube, sexuelle Neigung basieren, werden abgelehnt.

c) Unterstützung sekuläre Regierungsformen, Freiheit und Demokratie.

d) Jeder hat das Recht, den Islam öffentlich zu kritisieren.

e) Verteidigung von Frieden, Menschenrechte und säkulare Regierungsformen.

Gatestone verwendet auch eine sehr konkrete Sprache um auf Zustände, Entwicklungen usw aufmerksam zu machen, die hier, in den Medien, immer noch verharmlost und schöngeredet werden.

03. Die Pro-Islamismus Bewegung in Iran (in Anlehnung an die ursprüngliche Bedeutung des Wortes), möchte eine Trennung zwischen Staat und Religion. Abdolkarim Sorush und Mohammad Khatami sind hierbei wichtige Persönlichkeiten und die Erfolge im Land sind nicht zu leugnen (beim Vergleich vorher/nachher). Dass sie Widerstand haben, das dürfte kein Geheimnis sein.

Das sind so die drei Initiativen größeren Ausmaßes, die auf unterschiedliche Wege eine Änderung von Lehrmeinungen bewirken/bewirken wollen und Unterschiede zwischen vorher/nachher zeigen.

Es existieren einzelne Initiativen, die zwar keine amtliche Änderung von Lehrmeinungen und Dogmen bewirkt haben, aber trotzdem "im moderaten Islam" umgesetzt werden. Prediger Hocine Benabderrahmane (Brüssel) predigt seit Jahren die Lehrmeinungen, die von Reformer gefordert werden.

Reformbefürworter wie Irshad Manji und Ayaan Hirsi Ali, Muhammad Shahrur, Mohsen Kadivar, Tariq Ramadan, Khaled Abu El Fadl, Abdullahi Ahmed An-Naim, Nasr Hamid Abu Zayd, Anwar Ibrahim, Farish Noor, zum Beispiel, sie alle haben konkrete Vorschläge präsentiert die bereits im so genannten "moderaten Islam" gelebt und gepredigt werden, aber keine amtliche Lehrmeinungen sind.

Ältester/Sheich Hazam Yusuf (USA) wird zwar nach Hollywood-Manier als Reformer der Reformer propagiert, aber ich werde nicht schlau aus dem Mann. Sieht sich selber Links. Nun, mir scheint er so Links zu sein wie Billy Graham. Jeder soll ihn sehen wie er will. Wer, wie er, so lange benötigt, um konkret zu werden, läuft natürlich Gefahr, an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Problematisch sind auch hier inzwischen die Infiltrationen. Zwei Beispiele:

Das Gatestone I. wird schon für US-Außenpolitik missbraucht, aber hält nach wie vor engagiert an die Einheit der Reformer.

Oder, Dalil Boubaker, Rektor der Großmoschee von Paris, der eine Reform der islamischen Institutionen als erforderlich ansieht. Das ist Palaver. Ihm ist sehr wohl bewusst, dass das nie passieren wird.

Das ist der Dalil Boubaker, der mal forderte, dass die Anzahl Moscheen in Paris verdoppelt und Kirchen in Moscheen umgewandelt werden sollen. Ein Blender, der jetzt auf Reformer macht, weil es jetzt gut klingt.

Diese Infiltrationen haben inzwischen erreicht, dass eine Reform des Islams als Rückkehr zum Ursprung verkauft wird. Die Argumentation folgt dabei dem bekannten Muster. Ziel scheint zu sein, dass Reformwillige sich mit dem kleineren Übel abgeben sollen.

Über die Schwierigkeiten einer Reform bezüglich Dogmen und Lehrmeinungen kann minuziös diskutiert werden und alle Beteiligten werden wahre Argumente dafür/dagegen einbringen.

Alternativ, können auch die Worte von Ali Harb/Libanon berücksichtigt werden: "Eine einfache Lektüre des Korans offenbart, dass der Inhalt gleichermaßen alles- wie nichtssagend ist". Er fragt deshalb, was, und vor allem, wie, wirksam reformiert werden soll.

Harb ist der Ansicht, dass so was umfassendes wie "moderater Islam" nie und nimmer universell amtlich sein wird. Er erklärt auch den Umfang der Aufgabe:

Der Prediger exkommuniziert;

Der Tyran verurteilt;

Der Intellektueller theorisiert;

Der Militanter ist für die Ausführung zuständig.

Es existiert ein einziger Ältester (Scheich) in ganz Europa, der seit Jahren Klartext spricht. Zwei ausgewählte Aussagen:

"Wenn ein Muslim nicht zufrieden ist, mit der Freiheit die ihm gewährt wird, mit dem Land in dem er lebt, dann soll er auswandern, dorthin wo er sich realisiert fühlt. Er soll uns in Ruhe lassen, mit seine Überheblichkeit, seine Drohungen, seine Hasspredigten, seine Trennungsaufrufe".

Und die Lösung präsentierte er auch:

"Wir müssen stärkere Verbindungen zwischen Religionen, Kulturen, Ethnien und Menschen schaffen, die lediglich in Frieden leben wollen".

Es sei auch mal erlaubt, diese zwei Aussagen des Ältesten, für eine berechtigte Gegenfrage zu verwenden: Wir fordern, und fordern, und fordern. Wie glaubwürdig ist die westliche Innen und Außenpolitik in Bezug auf das, was "wir" fordern? Wer ist morgen Freund? Wer Feind? 

Die Gelehrten, die eine amtliche Reform wünschen - und die gibt es -, haben allen Grund, sich mit dem amtlichen Vorstoß zurück zu halten. Das hat die bisherige Praxis ihnen gelehrt. Tibi und Hocine sind nicht die einzigen, die das Handtuch geworfen haben.

Antwort
von saidjj, 65

Hallo

Als "Euro-Muslime " bezeichnet man Menschen die Dinge in ihrer Religion leugnen oder als nicht Zeitgemäß  einordnen nur damit sie in der Sicht der Europäer gut darstehen .
Menschen die beispielsweise leugnen würden das voreheliche Geschlechtsverkehr verboten ist nur damit dann ein unwissender nicht Muslim ihnen nicht sagt wie rückschrittlich sie sind .
Das wäre die erste Variante .
Die 2. Variante wären Menschen die generell den Islam als als nicht zeitgerecht erachten und ihn ändern wollen .
Ich verstehe weder die 1. Gruppe noch die 2. aber die 2. verstehe ich noch weniger .
Niemand zwingt sie Muslime zu sein sollen die doch machen was sie wollen aber man kann nicht Regeln im Islam ändern und so leben wollen und sich Muslim nennen das geht nicht .
Entweder man lebt nach Koran und Sunnah ( oder akzeptiert es wenigstens als den einzig wahren Weg ) oder man lässt es sein wenn es einem nicht passt .

Kommentar von bestsongever ,

elhamdulilah ,jemand der die wahrheit sagt

Kommentar von HansH41 ,

Warum kann man nicht den Gehalt des Islams glauben und die äußerlichen Dinge weglassen?

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Da wird es offen gesagt und es stimmt auch .Es kann keinen Euro Islam geben .

Leider hört es keiner !

also sollte der Islam in unseren Ländern verboten werden .

Kommentar von saidjj ,

@Waldfrosch
Nur weil der Islam nicht an deine Weltanschauung angepasst werden kann sollte er verboten werden ?
Interesant.
Inwiefern stört dich denn eine praktizierender Muslim der sein Leben lebt und niemanden etwas tut ?

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

@ saidjj 

Distanzierst du dich hier und jetzt  öffentlich von der Scharia ?

 Der Steinigung .

Der  öffentlichen Geisselung von Sündern : Ehebrechern ,Unzüchtigen ,etc...Dann habe ich mir dir keine Problem .

Kommentar von saidjj ,

@Waldfrosch
Wie oft noch : Nein ich distanziere mich nicht von der Scharija und mir ist es egal ob du ein Problem mit mir hast oder nicht ich bin nicht hier um es den Menschen recht zu machen .
Für einen Atheisten ist die Scharija natürlich etwas schlechtes weil ein Atheist all das tun will worauf er Lusst hat .
Um die Scharija zu verstehen musst du davon ausgehen das es Gott gibt , der Islam die richtige Religion ist und dich in die Lage eines Muslims versetzen anders wirst du es nicht verstehen .

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

@HansH41

Der Islam ist eine Teufelskreis  in sich .....es gibt keinen Islam ohne Koran ,Hadit und die Scharia .

Unter der Antwort von @susie kannst du lesen warum dem so ist .

Kommentar von ArbeitsFreude ,

Wahre Worte eines WIRKLICHEN und nicht eines "weichgespülten" Moslems!

Einen reformierten Islam könnten wir uns vielleicht wünschen, doch sollten wir uns das besser abschminken!

Antwort
von wolfgang11, 53

Es gibt nicht den Islam, sondern verschiedene Glaubensrichtungen, die sich bekämpfen. Was im nahen Osten geschieht, entspricht in etwa den Glaubenskriegen der Christen im Mittelalter.

Was gläubige Menschen vertreten, wurde ihnen schon in der Wiege und der Jugend von den Eltern eingeflößt und dankbar von den Predigern übernommen.

Menschen sind manipulierbar. Sie gehen von einer Weltanschauung aus, wie man sich die Welt vor 2000 Jahren vorstellte.

Moderne wissenschaftliche Erkenntnisse haben da keinen Platz und werden geleugnet. 

Antwort
von AaronMose3, 55

Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

Kommentar von BWNWone ,

Der Typ ist eh ein großer Islamhetzer.

Kommentar von AaronMose3 ,

Ja, alles was Kritik äußert ist Hetzerei.... Ist schon gut.

Antwort
von Klaus02, 46

Anhänger eines moderaten islams vertreten die Ansicht das ihre Auffassungen dem ursprünglichen Islam entsprechen. Folglich ist der traditionelle Islam moderat.

LGKlaus

Kommentar von ArbeitsFreude ,

sorry, lieber Klaus: Das scheint mir kein bisschen logisch: Bloß weil Vertreter eines m.I. eine Auffassung vertreten, muss das noch nicht stimmen!

Außerdem: WAS ist denn bitte ein moderater Islam? (nicht, dass ich meine, es gäbe keinen - aber interessieren würde es mich halt...)

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Mich auch ..denn ich habe leider noch keinen Muslim gefunden der sich von der Scharia distanziert  hätte ,mal schauen ob es @Sajjd packt und tut .Das wäre schon mal ein Anfang .

Antwort
von piobar, 41

Der Islam hat wie im Gegensatz zu vielen Religionen keine institutionelle Verwaltung. Das Christentum hat den Papst und dem Vatikan. Sollte eine christliche Kirche oder einem christlichen Prediger anders Verhalten als angedacht, so kann das große Folgen für den Prediger

Hier haben wir genau das Problem des Islams. Der Islam hat eine "Ober-Prediger" der dem Islam zur Moderne verhelfen kann. Der Islam ist sich selbst überlassen und bietet daher Boden für individuelle Ansichten.

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

@Piobar 

Das ist nicht richtig .

Es stimmt zwar das die R.K.Kirche eine Lehramt hat ,dem die Priester folge zu leisten haben .

Der Papst hat aber ,auf die allermeisten Christen keinen Einfluss 1,214 Milliarden Katholiken Welt weit sind nur eine Konfession unter 43 Konfessionen,unter den Christen .

Warum sind die sich trotzdem im wesentlichen einig ? 

Weil das Christliche Schriftverständnis sich rigoros vom Islamischen Unterscheidet und die Christliche  Schriften  nun mal keine Gewalt legitimieren .Während die Islamischen diese sogar fordern .

(ausser, für die welche  immer noch in ihrer Unwissenheit der Matere gegenüber meinen das AT wäre für Christen massgebend .)

Kommentar von piobar ,

@Waldfrosch1 auch hier muss ich dir etwas wiedersprechen. Das "Apparat" Vatikan ist tatsächlich dir letzte Instanz aller christlicher Religionen - der Papst hat etwa keinen direkten Einfluss jedoch ist er zu not die letzte christliche Instanz. Mit anderen Worten gibt es ein Gremium aller christlichen "Unterreligionen" welches dem Apparat untergeordnet ist. Wenn eine christliche Gruppe etwas meint anders zu sein als der Katholizismus und dem Protestantismus, letzteres die Reform, im roten Leitfaden, dann wird sich diese abgrenzen müssen. Darum haben wir separate nicht anerkannte Sparten wie Opus Dei, Zeugen Jehovas und der Apostolischen Kirche. Bezüglich der AT und NT "Geschichte" muss ich dir vorwerfen das du das NT nicht gelesen hast oder sehr wenig davon erfahren hast. Im NT finden sich ebenfalls wie im AT abscheuliche und Gewalt fördernde Aussagen.

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

@Piopar

______Das "Apparat" Vatikan ist tatsächlich dir letzte Instanz aller christlicher Religionen - der Papst hat etwa keinen direkten Einfluss jedoch ist er zu not die letzte christliche Instanz.______

Gelinde gesagt ist das  Unsinn was du hier erzählst .Denn das Christentum ist gar nicht auf Institutionen angewiesen, sondern nur auf das Lehramt .

_________ Mit anderen Worten gibt es ein Gremium aller christlichen "Unterreligionen" welches dem Apparat untergeordnet ist. Wenn eine christliche Gruppe etwas meint anders zu sein als der Katholizismus und dem Protestantismus, letzteres die Reform, im roten Leitfaden, dann wird sich diese abgrenzen müssen. Darum haben wir separate nicht anerkannte Sparten wie Opus Dei, Zeugen Jehovas und der Apostolischen Kirche. ___________

  • Die  Reformation welche du zwar erwähnst scheinst du aber nicht verstanden zu haben  in ihrer Selbst aussage.Und selbst Definition .
  • Opus dei  ist übrigens  eine Organisation innerhalb der R.K.Kirche . Und sehr wohl anerkannt innerhalb der Kirche .
  • ZJ sind nun mal keine Christen und auch von keinen sonstigen Christen anerkannt .Ihre Hauptverkündigung ist die Grosse H..re Babylons ,womit sie die R.K.Kirche meinen .
  • Dasselbe  Geschwätz   gilt auch  für die reformierten Adventisten .(nicht für die Adventisten wie du meinst )

________Bezüglich der AT und NT "Geschichte" muss ich dir vorwerfen das du das NT nicht gelesen hast oder sehr wenig davon erfahren hast. Im NT finden sich ebenfalls wie im AT abscheuliche und Gewalt fördernde Aussagen_____

:  ) Ein Bibelkurs für Anfänger ,wo man als erstes etwas über das Schriftverständnis der Bibel lernen würde (ohne welches   jeder Bibelleser zu grotesken Fehlschüssen kommen muss wie du ),wäre bei dir Angebracht ,dann wärst du nicht den  Rest deines Lebens gezwungen das Islamische Schriftverständnis auf die Bibel  anzuwenden und dir  dabei noch gebildet vorzukommen ...

Kommentar von piobar ,

Postscriptum: der Papst hat als alleiniger die Entscheidungskraft gegenüber dem Katholizismus während er gegenüber dem Protestantismus nur ein weiterer Premium-Mitglied ist mit etwas mehr Prestige...

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Der Papst hat mitnichten eine  alleinige Entscheidungsgewalt ..würde das stimmen, gäbe es weder  Bischöfe noch kardinäse ,Synoden noch Konzile .

Antwort
von suziesext08, 31

es gibt religiöse Schriftsteller wie Khorchide, die ihre Gedanken dazu publizieren und bewerben.

Aber der Sunnitenislam ist eine autoritäre Religionsauffassung, die ähnlich standardisiert weltweit verbreitet wird wie Coca-Cola oder Aspirin.

Eine Änderung, Anpassung oder innere Reform kann im Sunnitentum immer nur durch sog. autorisierte Rechtsgelehrte, Muftis, Grosscheichs u.ä geschehen, also Autoritäten, die das Recht zur Fatawa (Rechtsgutachten) haben. Die Meinungen von irgendwelchen Moslems, von Verbandssprechern oder irgendwelchen Prominenten sind dabei völlig irrelevant dafür, was der Rechtgläubige zu glauben und welche Vorschriften er zu befolgen hat. Nicht mal Imame könnten die offizielle Sunniten-Lehre modifizieren oder reformieren.

Kommentar von WALDFROSCH1 ,
  • Genau ,denn  Grundlage jeglichen  Islam ist immer Koran ,Hadit und die Scharia .
  • Zu Lebzeiten Mohammeds wurde er  als Vorbild als Masstab für islamisches rechtes Verhalten genommen . Doch nach seinem Tod fiel er als Entscheidungsträger aus. Deshalb war die islamische Gemeinschaft darauf angewiesen, Aussprüche und Handlungen Mohammeds zu sammeln, um Erklärungen und Interpretationen zum Koran für die Nachwelt zu erhalten.
  • Das Verhalten Mohammeds wird Sunna genannt. Die Sunna wird in den Hadithen  den Aussprüchen Mohammeds festgehalten.Wer  folgende Haditen und Koran Verse kennt , dem wird  auch klar warum der Islam eine statische unveränderliche  Lehre bleiben muss .Von der Scharia ganz zu schweigen hier .
  • Der Koran unterstreicht ja in  mehreren Suren die Einzigartigkeit Mohammeds für die islamische Gemeinschaft. Mohammed ist zu gehorchen und seinem Vorbild zu folgen:

Sure 3: 31 und 32 
_________31 Sag: Wenn ihr Allah liebt, dann folgt mir, damit (auch) Allah euch liebt und euch eure Schuld vergibt! Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.
32 Sag: Gehorchet Allah und dem Gesandten! Wenn ihr euch abwendet (seid ihr eben ungläubig). Allah liebt die Ungläubigen nicht. 

Sure 4:13 und 14 ____Das sind die Gebote Allahs. Wer nun Allah und seinem Gesandten gehorcht, den lässt er (dereinst) in Gärten eingehen, in deren Niederungen (w. unter denen) Bäche fließen, und in denen sie (ewig) weilen werden. Das ist dann das große Glück. 14 Wer aber gegen Allah und seinen Gesandten widerspenstig ist und seine Gebote übertritt, den lässt er in ein Feuer eingehen, damit er (ewig) darin weile. Eine erniedrigende Strafe hat er zu erwarten. 

Sure 4:80 ___________80 Wenn einer dem Gesandten gehorcht, gehorcht er (damit) Allah. Und wenn einer sich abwendet (und keinen Gehorsam leistet, ist das seine Sache). Wir haben dich nicht als Hüter über sie gesandt. 

Sure 4:92 ________92 Gehorchet Allah und dem Gesandten und nehmt euch in acht! Wenn ihr euch abwendet (und der Aufforderung nicht Folge leistet), müßt ihr wissen, dass unser Gesandter nur die Botschaft deutlich auszurichten hat. 

Sure 33:36 _____ Und weder ein gläubiger Mann noch eine gläubige Frau dürfen, wenn Allah und sein Gesandter eine Angelegenheit (die sie betrifft) entschieden haben, in (dieser) ihrer Angelegenheit (frei) wählen. Wer gegen Allah und seinen Gesandten widerspenstig ist, ist (damit vom rechten Weg) offensichtlich abgeirrt. 

  • Muslimische Theologen erklären:_______"Ohne die Hadithen oder die SunnH des Propheten wäre der Heilige Koran in einigen Fällen nicht verständlich, und darum befiehile der Heilige Koran selbst auch den Muslimen in etlichen Versen, dem Propheten in all seinen Taten und Worten zu folgen. Für den ,der an den Heiligen Koran glaubt, gibt es also keine andere Alternative, als die Hadithen anzuerkennen"

An der Sunna festhalten aus Sahih Bukhari (c) (www.alhamdulillah.net)_______Kapitel 87 (An der Sunna festhalten), Nummer: 1 Abu Huraira berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: "Jeder in meiner Umma wird ins Paradies eintreten, mit Ausnahme desjenigen, der es ablehnt! "Die Leute sagten: "O Gesandter Allahs, wer lehnt es ab?" Er sagte: "Wer mir Gehorsam leistet, der tritt ins Paradies ein, und wer mir Ungehorsam leistet, der hat es abgelehnt."

Über den Abfall vom Glauben (Sahih Bukhari 9:84:57)_______Berichtet von Ikrima: Einige Atheisten wurden zu Ali gebracht und er verbrannte sie. Die Nachricht über dieses Geschehen erreichtet Ibn Abbas, der sagte: "Wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre, dann hätte ich sie nicht verbrannt, denn der Apostel Allah hat es verboten, indem er sagte: "Straft niemanden mit Allahs Strafgericht (Feuer)". Ich hätte sie getötet, so wie es Allahs Apostel gesagt hat: Wer seine islamische Religion ändert, den tötet."

Über den Dschihad (Sahih Bukhari 1:2:35)________Abu Huraira berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: "Allah hat demjenigen, der auf Seinem Weg ausrückt, folgendes verheißen: "Wer zum Kampf ausrückt, nur weil er an Mich glaubt und die Botschaft Meiner Gesandten bestätigt, den werde Ich mit dem zurückkehren lassen, was er an Lohn oder Beute errungen hat oder Ich lasse ihn ins Paradies eingehen."Würde es meiner Umma nicht schwer fallen, so würde ich niemals hinter einer Truppe daheim bleiben und ich würde mir stets wünschen, auf dem Weg Allahs getötet, dann wieder zum Leben erweckt, dann wieder getötet, dann wieder zum Leben erweckt, dann wieder getötet zu werden.

All das ist nachprüfbar hier :

http://islam.de/4128.php

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