Frage von DBKai, 38

Gibt es bereits Möglichkeiten, wie man sich gegen ungerechte Prüfungsbedingungen zur Wehr setzen kann?

Es gibt Prüfungsbedingungen die ganz einfach nicht zu erfüllen sind (fremdverschuldet). Der Lehrer gibt ungenaue Stoffangaben und man hat zu wenig Zeit um sich auf die betreffende Stoffmenge gut vorbereiten zu können. Am Ende ist man dann der Willkür der Lehrkraft ausgesetzt.

Dabei könnte man es eindeutig fair machen - so dass die Note wirklich zu 100 % in den Händen des Schülers liegt. Man braucht nur exakte Stoffangaben machen... den Schülern die Möglichkeit geben vor der Prüfung noch Fragen zu stellen... ihnen ausreichend Zeit zur Vorbereitung geben... ev. auch Nachhilfe-Stunden anbieten... Und schon gibt es nur noch Schüler mit guten Noten.. bzw. hat man schlechte Noten dann, wenn man keine Lust gehabt hat zu lernen (selbstverschuldet) oder wenn einem etwas anderes (Unfall, Todesfall in der Familie, ein Konzert der Lieblingsband) vom Lernen abgehalten hat...

Antwort
von wurzlsepp668, 14

komisch, ich habe schon eine Prüfung über 3 Tage geschrieben ....

Stoffvorgabe: deutsches Steuerrecht ....

JEDER Prüfling hat es bei der Prüfung selber in der Hand.

und Du kannst anscheinend nur negativ denken bzw. schreiben ...

und wenn ich lese: "einem etwas anderes (Unfall, Todesfall in der Familie, ein Konzert der Lieblingsband) vom Lernen abgehalten hat" ...

wenn ein Konzert der Lieblinsband jemanden vom Lernen abhält, sollte diese Person NICHT jammern ....

aber ich vergaß ja: Du machst alles richtig und verhälts Dich zu 100 % korrekt, Deine Vorgesetzen sind alles Verbrecher, welche die Polizei bzw. die Justiz schmieren, damit sie die Mitarbeiter weiterhin unterdrücken können

Kommentar von DBKai ,

JEDER Prüfling hat es bei der Prüfung selber in der Hand.

So sollte es sein - so ist es aber nicht immer und das kann man beweisen! Kann ich ganz klar demonstrieren! Wenn ich wirklich faire Bedingungen bekomme, dann habe ich auch keine Probleme das zu erreichen, was ich erreichen möchte...

Leider liegt es, so wie es derzeit OFT läuft, nicht in meiner Hand. Meine Lage ist in diesem Fall fremdverschuldet!

Wenn dir jemand ins Auto reinfährt, dann ist auch meist der andere Schuld und nicht du. Wenn du für eine Prüfung lernst, der Lehrer dich aber nicht mag und sagt, dass du leider genau das nicht gekonnt hast, was "wichtig" war, obwohl er nicht gesagt hat, was Priorität hat um bestehen zu können, dann wirst du trotzdem durchfallen... fremdverschuldet... Eigentlich sollte man sich da wehren können - denn das ist nicht in Ordnung. Was FAIR ist, kann man sehr eindeutig feststellen.

Ich denke nicht nur negativ - ich sehe bestehende Probleme, die man nicht ignorieren sollte, da sie einer guten Zukunft im Wege stehen... Wenn ich auf einen Abgrund zurase, muss ich auch aktiv werden, wenn ich den Absturz vermeiden möchte... positives Denken allein hilft mir aus dieser Lage nicht heraus! Logisch, oder?

wenn ein Konzert der Lieblinsband jemanden vom Lernen abhält, sollte diese Person NICHT jammern ....

Das sehe ich eh genau so. Wenn jemand sich durch die Lieblingsband ablenken lässt, ist es selbstverschuldet und er muss mit den Folgen seiner Entscheidung (Prüfungswiederholung, Jahr wiederholen) leben können... Damit habe ich überhaupt kein Problem... mein Problem liegt bei Angelegenheiten die FREMDverschuldet sind und auf die man selber keinen Einfluss hatte.

aber ich vergaß ja: Du machst alles richtig und verhälts Dich zu 100 % korrekt, Deine Vorgesetzen sind alles Verbrecher, welche die Polizei bzw. die Justiz schmieren, damit sie die Mitarbeiter weiterhin unterdrücken können

Richtig - in etwa so sieht mein Problem aus. Ich mache zwar auch Fehler, aber ich stehe dazu und mit mir kann man darüber reden - etwas vereinbaren. Ich übernehme Verantwortung für meine Handlungen und Unterlassungen und ich weiß auch WARUM ich etwas tue oder nicht tue (zu welchem guten Zweck? Sinn?)- ich denke selbstständig und lasse nicht täglich andere für mich denken. Das ist der wesentliche Unterschied zwischen mir und einem Verbrecher. Nicht alle Vorgesetzten sind Verbrecher - doch viele davon kann man so einstufen... da sie verantwortungslos handeln und keine Gespräche zulassen - sie schaden anderen - berauben sie ihrer Menschenrechte... und ja - sie unterdrücken auch. Wie kann man so einen Menschen sonst bezeichnen? Verbrecher, Monster, Bösewicht, Übeltäter, Fiesling, Biest?

Antwort
von baindl, 18

Man braucht nur exakte Stoffangaben machen...

Ist doch überhaupt kein Problem und wird täglich praktiziert!

Das ist genau das, was Du vorher im Unterricht gelernt hast

Kommentar von DBKai ,

Vielleicht in den Schulen, wo du warst...

Manche Lehrer haben das auch wirklich so gemacht... aber nicht alle...

Es gab Lehrkräfte, die gesagt haben: "Alles was wir im Unterricht gemacht haben, alles von den Unterlagen, vom Buch, der Film und alles was ich irgendwann mal gesagt habe." Das ist keine genaue Angabe.. Außerdem kann man sich nicht alles merken, war vl mal krank... hat nicht immer mitgeschrieben... Ein Lehrer sollte schon Prioritäten setzen... Das ist wichtig und soll auf jeden Fall gekonnt werden und das ist nicht so wichtig... wenn es jemand trotzdem kann, gibt es eben ein Plus oder so was...

Bei mir war es ja so, dass eine Lehrkraft sich einmal bei einer mündlichen Prüfung bei einer Kleinigkeit auf gehangen hat... Sie meinte, GENAU das sei so unheimlich wichtig... und deshalb geht sich bei mir gerade noch ein Genügend aus... Ich fand es Erstens überhaupt nicht so wichtig, wie sie getan hat... und Zweitens hätte sie es bei den Prüfungsangaben sagen können, was Priorität hat... aber so kann einen ein Lehrer, wegen jeder Kleinigkeit bei einer mündlichen Prüfung auflaufen lassen... Willkür ist das.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

achso, der Lehrer soll Rücksicht auf den / die Schüler nehmen, weil die zu faul waren, immer mitzuschreiben ...


und die Schüler entscheiden, was Priorität hat und nicht?


sorry, mit der Einstellung wundern mich Deine bisherigen Fragen kein bischen

Kommentar von DBKai ,

Wenn ein Lehrer vor der Klasse redet, dann kann man nur ALLES was er sagt mitschreiben, wenn man Stenographie beherrscht und selbst dann ist es unsicher, ob man alles schnell genug festhalten kann... Deshalb wäre es sehr hilfreich, wenn man ein SCHULBUCH erhält, in dem das Wesentliche enthalten ist... und der Lehrer nur in Ausnahmefällen Stoff hinzufügt, der nicht in dem Buch steht - hierbei wird er auch sagen WARUM das wichtig ist und er wird sich dafür interessieren, dass es auch alle Schüler aufschreiben können und das es auch die Schüler erhalten, die an dem Tag abwesend sind!

Das hat nicht unbedingt etwas mit Faulheit zu tun... eher Faulheit der Lehrkraft... Sie könnten ja KLARE Angaben machen, was auf jeden Fall gekonnt werden muss (+ Warum ist das so wichtig? Sinn? guter Zweck?)... sie unterrichten jedes Jahr - in etwa - das Gleiche... da werden sie ja wissen, was wichtig ist und was weniger wichtig ist...

und die Schüler entscheiden, was Priorität hat und nicht?

Was ist wichtiger? Dass ein Schüler ein paar Länder und Hauptstädte aufzählen kann oder dass er von einem Land auch noch diverse Dörfer, diverse Flüsse, Berge und deren Höhe sagen kann? Es ist toll, wenn er sich soooooo genau auskennt... Doch man kann es festlegen, dass alle Schüler zuerst die Länder und Hauptstädte der Erde kennen soll... später kann man dieses Wissen noch vertiefen und genauer auf jedes Land eingehen.

Was braucht man zum Überleben? Sprachkenntnisse, Schreibfähigkeiten... ein bisschen Mathematik... Englisch... ein gutes Wissen über Gesundheit und Fitness... und das Wissen über weltweite Probleme und mögliche Lösungswege (was kann jeder Einzelne tun? Was liegt in der eigenen Hand?)....

Hier kann man schon Prioritäten setzen. Im Kapitalismus gibt es keine erstrebenswerte Zukunft - wozu also perfekt russisch, chinesisch, französisch lernen, wenn man es in der Zukunft gar nicht mehr anwenden können wird, weil die Probleme: Hunger, Durst, Überleben - sein werden... wenn es so weitergeht... Deshalb sollte man sich auch jetzt darauf konzentrieren, den Kapitalismus durch eine Gemeinwohl-Ökonomie zu ersetzen... damit eine schöne Zukunft überhaupt erst Mal möglich werden kann. Wenn einer schönen Zukunft nichts mehr im Wege steht, kann man sich um den "Feinschliff" kümmern... Wie dem Kapitalismus entgegenwirken? Durch Aufklärungsarbeit wie dieses System funktioniert und wohin es langfristig führen wird - und darüber was es für Alternativen geben würde...

sorry, mit der Einstellung wundern mich Deine bisherigen Fragen kein bischen

Ich habe eine sehr gute Einstellung. Doch wenn ich auf einen Abgrund zurase, dann hilft mir eine positive Einstellung allein nicht um den Absturz zu umgehen - ich muss AKTIV werden, um mich aus dieser Lage befreien zu können. Ganz einfach. Es hilft nicht, wenn man bestehende Probleme ignoriert. Ich weiß genau, was ich will und was ich nicht will... und ich weiß auch, warum ich etwas tue und warum ich etwas nicht tue...

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