Niklaus am 10.06.2007 um 8:20 Uhr
Im Fernsehen haben Schauspielr fiktive Angriffe auf Personen gespielt. Nur zweimal wurde bei 10 Angriffen geholfen. Warum nicht mehr? Schon ein Telefonanruf bei der Polizei wäre hilfreich. Hier einige Erfahrungsbericht: http://www.eingreifen.de/html/erfahrungsberichte-zivilcourage-eingreifen.de.html
Es stimmt leider schon, manche Leute denken: Kenn ich nicht, muss ich nicht kennen, muss ich nicht helfen. Aber manche vergessen es vielleicht auch einfach! Also, ok, wenn du von den Angriffen sprichst: Das kann ich wirklich nicht verstehen. Aber zum Beispiel im Bus: Unter Zivilcourage verstehe ich auch, älteren oder kranken/behinderten Leuten de Platz frei zu machen, ich finde das gut! Aber ich vergesse es oft!!! Ich schäme mich dann auch oft dafür, dass mir wieder einmal niht aufgefallen ist, dass neben mir eine klapprige alte Frau fast umgekippt wäre und dass ich das hätte verhindern können, wenn ich ihr meinen Platz angeboten hätte. Es ist also nicht IMMER ein Nichtbeachten sondern auch Gedankelosigkeit oder Vergessligkeit. Ich glaube, ich habe das jetzt nicht so rüber gebracht, wie ich das wollte, aber vielleicht verstehst du ja unter Umständen, was ich meine!

Eine ähnliche Frage mit tollen Antworten wurde bereits gestellt.
http://www.gutefrage.net/frage/zivilcourage
Mir fällt es auch immer wieder auf, dass niemand sich rührt. Auch, wenn es nur darum geht, eine ältere Frau zu stützen oder ähnliches. Das könnte ja peinlich sein, man möchte nicht auffallen. Dabei fallen alle auf, weil sie sich nicht rühren - mir jedenfalls, weil ich es selbstverständlich finde, in solchen Fällen zu helfen - auch das, was Wasserschweinchen beschreibt.
Ich denke, es kommt ein bisschen auf die Situation an, ob man wirklich eingreift. Wenn Leib und Leben bedroht sind, zögern auch die Couragierten. Die Polizei rufen ist manchmal zu spät, aber dennoch besser, als gar nix zu tun.
Wenn ein Kind in Gefahr wäre, würde ich wahrscheinlich gar nicht zögern, sondern sofort und unüberlegt eingreifen.
Das ist eine tolle Antwort! Ich würde das auch gerne machen, aber ich glaube, das kann ich nicht. Bin ich zu uncouragiert?
WildeFee am 10. Juni 2007 13:42 Das kann ich nicht beurteilen. :) Vielleicht bin ich auch zu impulsiv...
gri1su am 10. Juni 2007 10:39 Superantwort!!! DH
Ich helfe anderen wenn ich über die Situation bescheid weiß immer
Wenn jemand einen schlägt und ich weiß nicht was vorgefallen ist dann lass ich es weil ich nicht weiß was der andere getan hat oder wer angefangen hat
Aber wenn ich weiß das jemand im Unrecht ist dann greife ich immer ein
Da ist es mir dann auch egal ob das 3 typen mit schusswaffen sind
Hauptsache ich sehe nicht zu
Aber eben nur wenn ich weiß was überhaupt los ist
Leider wenig. Wegsehen, weghoeren, wegschweigen, die drei Affen, sind eher Devise.
Natürlich gibt es Zivilcourage. Es fängt bei Dir an. Tue es.
Einer älteren oder behinderten Person zu helfen ist eine gute Kinderstube aber keine Zivilcourage.Die beginnt erst bei kriminellen Handlungen,dabei zitiere ich die Polizei,auf keinen Fall sich selbst in Gefahr bringen,also den Helden spielen.Den Busfahrer verständigen,Notruf 110,Täterbeschreibung,Fluchtweg,lautes schreien,Hilferufe.Nicht jeder ist ein GsG 9 -Kämpfer.Bei körperlichen Schäden durch eingreifen am Tatort ist er dann selbst schuld.Dies ist schon oft vorgekommen.Wer hier in diesem Forum schreibt er würde sofort eingreifen,der ist noch nie in eine solche Situation gekommen.
Es gibt sie. Hier in Berlin kam es in letzter Zeit öfter vor, dass Passagiere in S-Bahnen oder Trams anderen, die angepöbelt wurden, helfen wollten und dann selbst Opfer wurden. Und zum Teil erhebliche Blessuren davon trugen. Hut ab vor diesen Leuten. Trotzdem sollte man im Rahmen seiner Möglichkeiten bleiben. Ein Trick, den ich in diesem Zusammenhang las: wenn jemand angegriffen wird, auf eben den Angegriffenen zugehen und den Überraschten spielen, dass er ein alter Bekannter sei, den man eben hier wieder sieht (und die Situation der Bedrohung natürlich vor lauter Aufregung gar nicht wahrnimmt). Dieser Trick würde die Täter derart verblüffen, dass sie von ihrem Opfer ablassen bzw. dass man weiteren Handlungsspielraum bekommt. Ich glaub, der Trick wurde sogar von der Polizei empfohlen.
Also, es soll natürlich Vergesslichkeit heißen...und die fehlenden Ns bitte ich auch zu übersehen^^