Frage von aa595, 57

Gibt es bei Polizeieinsätzen eine Bestimmte Absprache wer was macht. Angenommen auch das SEK kommt. Haben die mehr Handlungsrechte oder jeder das was er kann?

Beispiel Geiselnahme: Angenommen 10 2er Teams der ,,normalen Polizei,, kommt nicht klar und das SEK rückt an.

Hat nach den SEK Beamten deren eintreffen nur sie das sagen (Ranghohe?) Oder gehen dann auch die 20 dem Einsatzkräften des SEK zur Hand. Zum Beispiel bei Stürmung ,,absichern,, oder ,,aushelfen,, ?

Weil manschmal ist in Echt auch so. Habe ich letztens erlebt (oder falsch erlebt) .

Über einpaar Antworten freue ich mich.

Antwort
von Nomex64, 18

Die Polizei hat nicht umsonst eine Befehlsstruktur.

Bei solch einem Einsatz wird es einen Polizeiführer vor Ort geben. Der hat die Befehlsgewalt. 

Der erste Polizist hat erst mal die Einsatzleitung. Wenn höhere Führungskräfte kommen wird man die Einsatzleitung, in Absprache, an die höheren Führungskräfte übergeben und das auch an alle eingesetzten Kräfte kommunizieren.

Die SEK übernimmt so einen Einsatz auch nicht. Einsatzleiter bleibt der Polizeiführer vor Ort. Der ist in aller Regel auch fähig die SEK-Kräfte einzusetzen bzw. wird sich mit dem Einheitsführer der SEK abstimmen.

Der Einsatz einer Geiselnahme ist nicht ohne eine genaue Befehlsstruktur sinnvoll abzuarbeiten. Es wird wie bei solchen Einsätzen üblich eine Chaosphase geben. Die Einsatzstruktur zu ordnen ist eine der ersten Aufgaben der höheren Polizeiführer. 

Antwort
von Philippus1990, 25

Über das Vorgehen entscheidet das ranghöchste Beamte bzw. in besonderen Fällen der Innenminster als Vorgesetzter. Ein SEK hat die gleichen Rechte wie andere Polizisten auch, diese sind in den Polizeigesetzen der Länder normiert.

Antwort
von BernhardBerlin, 21

Das SEK wird durch das Kommissariat angefordert, welches die Straftat bearbeitet, also Bankraub, Geiselnahme, sonstwas.

Den Einsatz und die Einsatzfreigabe befiehlt das anfordernde Kommissariat. Das SEK ist ihm unterstellt, aber im Rahmen ihres Einsatzes sind die SEK-Beamten nur dem eigenen SEK-Einsatzleiter unterstellt. Nach erfolgreichem Zugriff übergibt das SEK festgenommene Personen ans Kommissariat und rückt wieder ab.


Antwort
von THWTyp, 4

Ja, es gibt eine Hierachie:

Zuerst ist mal der eingetroffenen Polizist "Einsatzleiter" (meist der Streifenführer).Dann übernimmt der inzwischen nachgeforderte Polizeiführer (auch Einsatzleiter) die Führung.

Währenddessen  bekommt das SEK (bei stationären Lagen) einen knappen Einsatzbefehl z.B.: bewaffneter Banküberfall mit Geiseln der Kommandoführer (Stellvertreterender Kommandoführer ist der Chef der Präzisionsschützen) muss nun mit dem Einsatzleiter sein Vorgehen absprechen. Unterstützung bekommt er dabei von seinen Psychologen, die den Täter zum Aufgeben bewegen bzw. ein Täterprofil erstellen. Je nach Lage wird auch die Hundertschaft für Absperrungen und Absicherung der Einsatzstelle hinzugerufen. Bei mobilen Lagen (BR fordert Fluchtwagen) wird die TEG (Technische Einsatzgruppe) hinzugerufen sowie das MEK. DIE Einsatzleitung obliegt dabei immer noch dem Polizeiführer.

MFG THWTyp

Antwort
von Johannisbeergel, 32

Es gibt immer eine Einsatzleitung, die alles koordiniert 

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