Gibt es bei den Gläubigern eine "Reihenfolge"?

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7 Antworten

Normalerweise gilt das "Windhundverfahren"

Bei einem Konkurs sind aber die Sozialbeiträge, die Steuern und Löhne vorrangig zu bedienen.

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Kommentar von mepeisen
30.05.2016, 15:15

Du redest von einer Fimeninsolvenz? Denn würdest du den Konkurs auf Privatpersonen beziehen, ist das Quatsch. Ämter schließen sich da mit den gleichen Spielregeln den Pfändungen an, wie andere Gläubiger auch. Die haben keine Sonderbefugnis.

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  1. Der Begriff "Hauptgläubiger" und hat nichts damit zu, wer in welcher Reihenfolge sein Geld bekommt. Dies ist lediglich die Bezeichnung für den Gläubiger, der unter mehreren die höchsten Forderungen an jemanden hat. Wenn es mehrere mit ähnlich hohen Forderungen gibt, liest man manchmal auch "die Hauptgläubiger".
  2. Solange kein Insolvenzverfahren eingeleitet ist, gibt es keine festgelegte Reihenfolge. Da bleibt es jedem selbst überlassen, wie er an sein Geld kommt, z.B. Mahnverfahren einleiten, Inkassounternehmen einschalten, Teilzahlungen vereinbaren etc.
  3. Auch wenn ein Insolvenzverfahren eingeleitet ist, gibt es für "normale" Gläubiger keine Reihenfolge, sondern nach Abschluss des Verfahrens erhält jeder Gläubiger einen gleichen prozentualen Anteil an der "Quote" (falls überhaupt noch Geld zur Auszahlung übrig ist). Allerdings werden einige Forderungen grundsätzlich bevorrechtigt behandelt, wie z.B. Steuern und Sozialbeiträge.
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Kommentar von mepeisen
30.05.2016, 15:11

An und für sich hast du mit allen drei Aussagen irgendwie Recht. Irgendwie aber dann doch wieder kein Recht, denn es gibt da ja noch das weite Feld der Pfändungen und Zwangsvollstreckungen, die per se erst mal nichts mit der Insolvenz zu tun haben.

Und auch in er Insolvenz ist noch lange nicht gesagt, dass alle nach Quote bedient werden. Das kommt drauf an, was das für Einnahmen sind und ob da beispielsweise auch Grundschulden eingetragen sind.

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Bei Gehaltspfändungen in Reihenfolge der eingehenden Pfändungsbeschlüsse.


Lohnpfändung (Gehaltspfändung) als Zwangsvollstreckung - Finanztip

www.finanztip.de/pfaendungstabelle/lohnpfaendung/



Gerichtsvollzieher verteilen häufig eingetriebene Beträge prozentual an die Gläubiger.

Bei einen so geringen Betrag des Gläubigers E macht es Sinn diese wenn irgend möglich vorrangig zu begleichen.

Andererseits stellt sich hier die Frage inwieweit hier eine Privatinsolvenz eingeleitet werden könnte bzw. sollte.

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Kommentar von mepeisen
30.05.2016, 15:08

Treffen allerdings Lohnpfändung und Lohnabtretung zusammen, sticht eine ältere Abtretung eine neuere Pfändung ggf. aus.

Und es gibt noch viele andere Einschränkungen, beispielsweise bei Grundschulden die (numerische) Reihenfolge der Eintragungen und nicht die zeitliche.

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Zuerst kommen Alimente, die Ämter, Krankenkasse und Finanzamt. Dann lange nichts und dann der Rest. 

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Kommentar von mepeisen
30.05.2016, 15:14

Die Zeiten, in denen Finanzamt und Co vorrangig bedient wurden, sind in vielen Fällen schon seit gefühlten Ewigkeiten vorbei.

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Den rechtlichen Begriff eines "Hauptgläubigers" gibt es nicht. Es hat auch kein Gläubiger Sonderrechte. Lediglich in der Zwangsvollstreckung kann es Rangverhältnisse geben. Der Gläubiger, dessen Pfändung früher bewirkt wurde, wird als erstes bedient. Dies gilt aber nicht in der Insolvenz.

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Natürlich will jeder der Erste sein um an sein Geld zu kommen. Aber es gibt keine Reihenfolge.

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Glaube ich nicht. Es wird eben in der Reihenfolge bezahlt wie vollstreckt wird bzw. wie schnell man seine SCHUFA Einträge los werden möchte.

LG ~TheMentalist

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